1108-11 – Fotowelt: Eins von diesen zehn ist anders als die Anderen – Vom Leben als Paradiesvogel #Foto des Tages

Zwischen den Tagen, resümiert Yvonne M. aus Berlin, das hätte eher so was Gynäkologisches. Zwischen den Jahren sei auch unlogisch: Denn das jetzige Jahr ende nun erst einmal am 31.12.. Ja, damit hat sie recht. Aber diese Tage schwimmen auch irgendwie im Philosophischen herum. Wie etwa hat er auszusehen, der ideale Haus- und Grundstücksverwalter? Oder die Bankkauffrau? Feinen Zwirn tragen, Einstecktuch oder doch lieber Trachtenjanka? Auffallen? Sich einfügen? Was ist ein guter, redlicher Mitarbeiter? Wir sind äußerlich. Zwar lange nicht mehr so intensiv wie früher, aber immer noch und vielleicht auch mit ganz neuen Konventionen? Würdest du einem Punk das Sparbuch anvertrauen? Oder vergisst der am Ende, die Zinsen nachzutragen?

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1107-11 – Rezepte: Havuçlu Yoğurt Salatası ~ Karotten-Joghurt-Creme (Türkei) #Linktipps

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Erst klauen sie ihm das MacBookPro und dann findet er es wieder per GPS-Ortung. Die Polizei hilft Orhan Tançgil nicht, deswegen fragt er via Twitter nach, hier

Der Berichterstatter mag die Türken gern und auch ihre Küche. Gute, geschmackvolle Küche. Nur den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, doch das Thema lassen wir lieber. Hatten wir schon gesagt, dass die Website KochDichtürkisch von hieraus empfohlen wird? Jawoll, das hatten wir schon gesagt, also ehrlich, genau! Das Rezept für das heutige Gericht kommt daher aus der Türkei, im Gegensatz zum letzten, das aus Indonesien stammte. Schön daran: es gibt sogar ein Schulungsvideo dazu, bitte schön.

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1106-11 – Personen: Die Illustratorin Nadia Budde aus Berlin hat über ihre U-Bahnfahrten nachgedacht, mit unerwarteten Folgen #Awards

Eine kleine, miesepetrige, verschwitzte Fachjury aus international unbedeutenden Kunstkuratoren hat nach langer Phasen untätiger Zeiten heimlich in der Kunstredaktion „rent a tulip“ (verleiht eine Tulpe, für gute Leistungen) von gesichtspunkte.de getagt. In ausgelassener Weihnachtsstimmung entschied sich die ewiggestrige Redaktion, die Berliner Illustratorin Nadia Budde zur Preisträgerin der begehrten Auszeichnung zu küren. Ob dieser Preis allerdings Aufnahme in die Liste der Awards der Künstlerin findet, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Wann schreibt man eigentlich „Nadia“? Oder „Nadja“? Liegt denn in zweitem mehr Optimismus? Ja? Jaaaa! Nad-ja. Nadia Budde ist Jahrgang 1967. Herkunft: Ost. Für diejenigen, für die das noch eine Rolle spielt. Sie fährt immer wieder U-Bahn: Zurückbleiben! Die Aufforderung ist bekannt. Sie bezeichnet das Ende der Fahnenstange, das Beendigen des Zug-Wartezustands im Bahnhof. Zurückbleiben.

Darüber hat sie eines Tages nachgedacht. Mit überraschenden, unerwarteten Folgen. Auch für Nadia Budde: Denn jetzt widmen wir Nadia Budde unseren 1.450tigsten Gedanken ever. Zurückbleiben.

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1105-11 – Buchtipp: Die „Geschmacksschule“ von Jürgen Dollase setzt die Hippie-Ära mit anderen Mitteln fort: mit ihm als Löffelpapst

Geheimtipp: Bitte nicht weitersagen!

Sachbücher zur Kulinaristik und Gastrosophie erweitern das Verständnis von Geschmack und Kochkunst. Darin geht es ihm nicht in erster Linie um das Nachkochen von Rezepten, sondern um das Erlernen einer Geschmackskultur. Der jeweils eigene Geschmack soll systematisch sensibilisiert werden. Entgegen der vorherrschenden Orientierung an der Haute Cuisine plädiert Dollase für eine „demokratische Esskultur“, da guter Geschmack schon mit einfachen Zutaten und damit von jedermann „erlernbar“ sei.  (aus wikipedia: über „Jürgen Dollase“)

Jürgen Dollase (Jahrgang 1948) war früher mal Keyboarder. Seine Band hieß Wallenstein und dies zu Zeiten, als die Menschen anfingen, ihre Haare immer länger wachsen zu lassen. Am Haarschnitt hat sich seitdem wenig verändert, nur ist Jürgen Dollase bereits vor einiger Zeit zu anderen, neuen Ufern aufgebrochen. Die Art und Weise, auf die er dies tat, ist irgendwie auch ein bisschen einer „freaky nature“ geschuldet. Dollase hat sich der Küche ganz und gar verschrieben. Rüttelt an Essgewohnheiten. Bzw. bekämpft Bewusstseinsstörungen.

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1104-11 – Medienecho: Der Zahnarzt Bernd S. (67) wurde regelrecht guillotiniert und ist auf der Stelle tot. Durch den Aufzug.

Lift tötet Zahnarzt! (BZ-Titelseite 22.12.11)
Lift tötet Zahnarzt! (BZ-Titelseite 22.12.11)

Da schauen Verwalter schon aus beruflichem Interesse genauer hin, es heißt auszugsweise:

Auf dem Flur im vierten Stock beugt er sich durch ein kaputtes Lift-Fenster und drückt einen Etagenknopf. Der Fahrstuhl setzt sich sofort in Bewegung. Der Zahnarzt hat keine Chance mehr, sich zurückzuziehen. Der Korb des Aufzugs fährt unerbittlich nach unten. Bernd S. wird regelrecht guillotiniert. Er ist auf der Stelle tot. Seine Familie findet ihn kurze Zeit später. (BZ, Ausgabe vom 22.12.2011, Link unten)

Aber wie geht es nun weiter? Die kleine Eigentümergemeinschaft in der Seitenstraße vom Kudamm (10 Parteien) kannte das Problem mit dem „zu alten“ Aufzug. Richtig: In vielen Berliner Altbau-Mehrfamilienhäusern stehen noch solche, oft toll wirkende, überalterte Aufzüge. Jeder kennt deren Macken und oft halten die Bewohner es nicht einmal für erforderlich, bei auftretenden Mängeln Sachverstand einzuholen. Höchste Zeit, die alten Aufzugssteuerungen zu erneuern, mit Sicherheits- und Anfahrtsbremsen. Das geht auch „im alten Gewand“, wie der Verwalter weiß. Na ja, ganz vorsichtig gesagt: Der hier wohl nicht. Immer wenn ein Mensch „zerteilt“ wird von nicht mehr zeitgemäßen Aufzügen, lernen wir wieder was draus. Zu spät.

Weblotse
 

 (EP)

1103-11 – Gastro-Kritik: Das „Moon Thai“ in Charlottenburg gibt es zweimal, ich war in einem von zweien!

Fotocollage "Moon Thai" - Restaurantkritik
Fotocollage "Moon Thai" - Restaurantkritik

Im Gepäck trägt eine von ihnen: Drei große Literflaschen Maggi. Aha! Maggi, die kultige Stammwürze des Schweizers Julius Maggi, inzwischen bei Nestlé unter Vertrag. Aber Maggi und Asien? Wer jetzt sagt, das geht gar nicht, irrt. Denn Maggi ist gewissermaßen ein Ersatzsubstrat für Sojasauce. Wenn auch Sojasauce in Berlin leicht zu bekommen ist, so bevorzugen selbst asiatische Küchen-Greenhorns das braune Nass mit großer Geschichte.  (aus meiner Gastro-Kritik, Link unten)

Mein besonderes Augenmerk liegt aus gourmettechnischen Gründen auf den Berliner Orten, an denen mir thailändische Küche angeboten wird. Ich habe mal wieder eins besucht, das thailändische Restaurant „Moon Thai“ in Charlottenburg. Meine Kritik ist hoffentlich so ausgewogen wie vielfältig und möglicherweise sogar nützlich. Es geht auch um Maggi und um Magie…

Weblotse

(EP)

1102-11 – Buchtipp: „Von Haus zu Haus am Kurfürstendamm“ Birgit Jochens und Sonja Miltenberger haben einen Kracher geschrieben!

Geheimtipp: Bitte nicht weitersagen!

Nie war er g´sunder, der Berliner Bär, nu brummt´a!

Die Autorinnen Birgit Jochens und Soja Miltenberger haben für das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin (als Herausgeber) ein Buch verfasst, das man getrost als „Kracher“ verkünden kann. Das Buch heißt „Von Haus zu Haus am Kurfürstendamm – Geschichte und Geschichten über Berlins ersten Boulevard“. Erschienen ist das Buch im text-Verlag (edition Berlin). Ein übriges aberwitziges Projekt, dies Buch.

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1101-11 – FotoPodcast: Das Schloss Berlin Steglitz am 24.12. und ein „Seventies Songbook“ von Pascal von Wroblewsky

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I wish you love by Pascal vW (via soundcloud)

Pascal von Wroblewsky - Seventies Songbook
Pascal von Wroblewsky - Seventies Songbook

Eine große Anzahl von weltberühmten Klassikern aus den Siebzigern hat die Berlinerin Pascal von Wroblewsky neu veröffentlicht. Am 20.01.2012 geht die neue CD in den Verkauf! Wir haben schon mal reingehört. Wow!

Jetzt ist es zu spät, aber noch nicht ganz. Wer verabsäumt hat, das passende Weihnachtsgeschenk zu besorgen, kann erst wieder nach den Feiertagen die Shops der Welt stürmen. So wie das Schloss in Berlin-Steglitz. Was man sich kaufen kann ab dem 20. Januar 2012, da hört mal rein:

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1100-11 – Positionen: Es kommt auf den Blickwinkel an, und was man als „fiese Möp“ bezeichnet! Versuch einer Klärung

Jeden Morgen wache ich auf und jeden Abend gehe ich schlafen. Zwischendrin lebe ich in einem permanenten Selbstversuch, wachsam zu bleiben. Schläfrig, bzw. verschnarcht bringe ich vorzugsweise die Nacht zu. Am Tage muss ich hellwach sein, lautet mein eigener Anspruch an mich selbst. Was normal ist und was weniger normal oder sogar verrückt ist, möchte ich nicht verlernen benennen zu können. Mich nicht korrumpieren lassen, von was auch immer. Denn irgendwas ist immer. Verallgemeinerungen taugen wenig, um Menschen zu erfassen und zu kategorisieren. Insofern ist bereits der Versuch, Normalität vorzugaukeln zum Scheitern angelegt. Mir gefällt die Bezeichnung „fiese Möp“ für bestimmte Menschen und/oder Menschengruppen. Eine richtige gebrauchstaugliche Definition der „fiesen Möp“ habe ich allerdings auch nicht gefunden. Ein paar Beispiele allerdings sind vielleicht in diesem Zusammenhang erhellend. Mir fallen gerade folgende ein, zufällig daherkommend.

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1099-11 – Gedichte: Kurt Tucholsky schrieb 1927 das Gedicht „Das Ideal“

Historische Sprüche: "Schadenersatz" (by Kurt Tucholsky)

Kurt Tucholsky muss man dem geneigten Leser kaum noch en detail vorstellen. Aus dem Jahre 1927 stammt dieses Gedicht, an das uns heute eine liebe Kundin erinnert.

Das Ideal
Kurt Tucholsky 1890 – 1935

Ja, das möchste:

Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstrasse;
mit schöner Aussicht, ländlich – mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehen –
aber abends zum Kino hast du’s nicht weit.

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