1098-11 – Personen: Er ist für mich Häuptling Der Die Edle Feder Führt #Dirk Labusch – Laudatio auf einen begnadeten Chefredakteur

Zu spät ist schlecht, und zu früh ist auch nicht immer gut. Supermarktketten bieten ihre Weihnachtswaren meist doch wieder erst im Oktober an, denn die Erwartung, dass sich Konsumenten im August mit Spekulatius eindecken, hat sich nicht erfüllt. In unserer Branche kam Jahresendstimmung noch später vor. Am 7. November wünschte uns Thomas Daily viel Glück für 2011. Endlich! An diesem Tag wies uns auch das Team von „Immobilien weekly“ auf die besinnliche Weihnachtszeit hin, verbunden mit dem Appell, einmal auf das Erreichte zurückzublicken. Das war pro aktiv. Das war stark. Das war Timing. (Dirk Labusch, Chefredakteur, Editorial 12.11, Link unten)

Halten wir noch einmal fest: Die Welt ist (leider) nicht mehr sehr indianisch. Sonst wäre Jörg Kachelmann „Der Durch Den Wind War“ bzw. „Der Der Jetzt Wieder Mitten Im Wind Ist“, also im Wetter-Strömungskanal. Oder wie Olaf Maske  „Der Vor Dem Wind Wohnt“. Alternativ Kachelmann jetzt wieder „Der Uns Den Frosch Gibt“ oder der hingeschiedene Diktator Kim Jong Il „Der Uns Mit Krieg Bedrohte“. Häuptling „Der Die Edle Feder Führt“ ist ein Bekenntnis, ein Mashup. Mich hatte der Geschäftsführer einer Berliner Kommunikationsagentur, die in Sachen Werbung Zepter und Krone aufhat ungefähr so bezeichnet. Ich führe eine „edle Feder“. Daraus wurde der indianische Beweihräucherungsbeweis oben, nicht ohne Ulk und feine Selbstironie. Kurz gesagt findet man „Edle Federn“ da draußen nicht viele, weil´s heftig windet. Eine Ausnahme ist für mich der Chefredakteur Dirk Labusch vom Printmagazin „Immobilienwirtschaft“.

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1097-11 – Serie: Die besten Websites der Welt! #Linktipp – finsd.de ist kurzweilig, gelungen programmiert und echt schick, in orange marmor!

Wabi und Sabi sind Wasabi! Scharf! #Linktipp
Wabi und Sabi sind Wasabi! Scharf! #Linktipp

Die heute vorgestellte, international agierende Website „FINSD.de“ ist in blass orangem Carrara-Marmor-Design anspruchsvoll programmiert und kommt besonders edel daher. Dahinter steckt „Na ich, mein Name steht im Impressum“ (Quelle: Website, Link unten) – Worauf allerdings niemand kommt, erklärt der Autor der schicken Edel-Website wie folgt: „FINSD hat mindestens zwei Bedeutungen: Erstens sind es die Anfangsbuchstaben der Skandinavischen Länder inkl. Finnlands und Islands, also Nordeuropas! Zweitens ist das Wort ein Bayrisches und bedeutet unter anderem im Eigentlichen Sinn, dass man/frau einen Gegenstand findet. Des Weiteren kann es eine Aufforderung sein an einen bayrischen Mitmenschen seine Meinung zu etwas abzugeben! Hä wie finsd`n des? etc.“ – Ein Autor, der Euch auf eine solche profunde Art und Weise seine Besucher mitnimmt, darf niemand lang allein lassen!

Ja, es gibt schon mehrere Websites da draußen im Netz, die sich bereits auf „die besten Websites der Welt“ gestürzt haben. Es ist immer wieder schön, beeindruckende Belege für gutgelungene Websites anschauen zu dürfen. Dem Impressum der Website lässt sich entnehmen, dass es sich hier nicht um homeproject handelt. In München sitzt bekanntlich das Bundespatentamt. FINSD ist eine eingetragene Marke! Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, den besten Websites mit dieser Serie „Die besten Websites der Welt“ eine Ehrung zukommen zu lassen. Kurze Laudatio inbegriffen, denn unbegründet ginge die Welt zugrunde, kein Zweifel. FINSD.de ist der Opener, der Erstling zum Thema – und es gibt dort übrigens auch einen Link: „FINSD – find ich gut!“

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(EP)

1096-11 – Lied des Tages: Leben & Sterben lassen – Live & Let Die – Paul McCartney (1973), und facebook ist der Spion, bei dem´s piepte!

Ich komme zurück auf das Jahr 1973. Der Film „Leben und Sterben lassen“ wurde gestern Abend ausgestrahlt. Sollte ich das neue facebook-Profil mit diesem Wissen ebenso gewissenhaft füttern, meine (neue) Timeline mit Erinnerungen füttern? Damit jeder weltweit sehen kann, was ich 1973 von diesem Bond-Film hielt? Nein nein, die Diskussion um „Euro-Bonds“ ist mir nicht entgangen. Ich bin ebenso dagegen, wie die derzeitige Regierung. Mein Bond gehört nach Europa, die Briten sind auch dagegen und dem Zuckerberg werd ich nichts stecken, diesbezüglich. Klara Fall, Klara Kopp und „klar wie dicke Tinte & Plumpudding“, letzteres sagte früher immer mein Englisch-Lehrer.

So langsam, Stück für Stück, rollt mein zweites Leben in der „digitalen, zweiten Lebensrolle“ aus. Ich werde nun aufgefordert, auch die rückwärtigen Aspekte meines Lebens zu bearbeiten. Es geht darum, sein ganzes Leben vor den anderen facebook-Usern dahin zu blättern. Nacktbilder sind allerdings weiterhin verboten. Bei gewissenhafter Bedienung eine transparente Rückschau auf ein Leben. Die Frage ist, wie viel Transparenz verträgt das eigene Leben und die andere Frage lautet, was es bringen soll, ein so rückwärts gerichtetes Leben zu führen, bzw. sich in der Rückschau in konkrete Arbeit zu begeben?

Abgesehen davon: Wer im Hier und Jetzt lebt, der wird aber -ab sofort- bzw. nach der Umstellung auf das neue Profil, auch hinsichtlich aller „Phasen seines jetzigen Lebens“ transparenter. Denn Andere dürfen dann in der timeline scrollen und so lässt sich prima herausfinden, wie jemand -sagen wir im Januar 2012- gerade so drauf war. Der Spion, der mich liebte. Bzw. Der Spion, der mein Leben siebte. Durchsiebte. facebook ist auch der Spion, bei dem´s piepte.

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1095-11 – Gastrotipp: Thailändisch ist der „Thai Elephant“ in der Fasanenstr., Charlottenburg, empfehlenswert!

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Collage "Garnelen" @Thai Elephant Berlin

Gastro-Erlebnisse und Kritiken zu Restaurants in Berlin dieses Autoren findet der Interessierte auf zwei weiteren Websites: Auf kauperts.de und auf qype.com. Dort lassen sich auch eigene Berichte hinterlegen. Viel Spaß dabei.

Die Fotocollage aus dem November 2011 zeigt Satéspieße von der Garnele in einer handgemachten Erdnusssauce. Und tiger prawns, Riesengarnelen, in einem roten Thaicurry. Beide Gerichte lassen sich der empfehlenswerten Speisekarte des Restaurants Thai Elephant in der Charlottenburger Fasanenstr. entnehmen und dort bestellen. Eine „thailändische Kochmutti“ bereitet die Garnelen zu. Dem Gast kommt die Aufgabe zu, sie zu verzehren, nicht die Kochmutti, sondern die Garnelengerichte. Lecker.

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1094-11 – Virtueller Stadtplan: Wie man Eintragsvorschläge auf kauperts.de erstellt und was es mit dem Recyling von Altschinken auf sich hat!

Banner Eintragsvorschläge auf kauperts.de

 

Bei Akzeptanz des Gedankens, dass es für Ortskenntnis und Regionalwissen steht, könnte aus dem Webportal kauperts.de echter Mehrwert für die Nutzer von internetbasierten Such- und Findeanfragen und bei mobilen Anwendungen werden. Dabei ist die Qualität von Sucheinträgen mit der Qualität von  „Erlebnissen“ einer berlinweiten, relevanten Nutzercommunity verbunden. Datenbasis ist „user generated content“, das macht den Reiz aus. Und eröffnet jedem eigene Gesichtspunkte von Auswertung: Erlebnisschilderungen, die man als Nutzer für sich auswerten kann, mit Folgen für die eigene Entscheidungsfindung und ein wachsendes, gemeinschaftliches Beurteilungswesen. Erlebe Gutes und berichte darüber. Mein Erlebnisbericht ist vorläufig, subjektiv-distanziert und ich hoffe, auf den Punkt.

Auf der Berliner Website kauperts.de entsteht derzeit ein kenntnisreiches, intensives Portal zum Auffinden von Plätzen, Straßen und Orten in Berlin. Das Projekt ist verlockend. Dabei ist der Name Programm: Wer kennt ihn nicht schon seit „anno zwirn“? Richtig, die Rede ist vom großen Straßenführer Kauperts, einem Buch-Druckwerk, das schon in der zweiten Hälfte der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts als unentbehrlich galt. Jeder Taxifahrer hatte das Buch mit einer genauen Beschreibung aller Berliner Straßen, die Berliner Polizei setzt es auch heute noch ein. Autofahrer und „sich in Berlin Beweger“, alle nutzten und nutzen Kauperts Büchlein noch heute. Nun wächst, was papieren angelegt war, in Richtung Digitalisierung zu größerer Qualität und noch besserer Auffindbarkeit. Die alten Bücher wegwerfen? Wer das tut, sollte dabei den Aspekt „Papierrecycling“ bedenken, sich den richtigen Entsorger suchen und den alten Schinken fleischfrei in die Recyling-Tonne kloppen.

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1093-11 – Positionen: Wie man versucht, Mobilfunkverträge zu optimieren, macht man es falsch! Der Kunde ist immer schuld!

Gute Kommunikation? Telefon
Gute Kommunikation? Telefon

In der Mobilfunkbranche werden Verträge und Geschäfte (Neugeschäft) inzwischen weitgehend telefonisch abgewickelt. Wer dies für gefährlich hält und die Gefahr von Missverständnissen und Kleingedrucktem sieht, das man am Telefon eigentlich nur übersehen kann, muss sich brieflich an den Anbieter wenden und ein schriftliches Angebot erfragen. Auch in Webseiten-Onlineshops ist die Gefahr zu groß, etwas anzuklicken, das man hinter nur bereut. Ein Plädoyer für mehr Sorgfältigkeit. Und der Bericht, dass das scheitert, wenn man sich präzise brieflich an die Anbieter wendet. Entweder sie antworten gar nicht, oder sie antworten mit Textbausteinen, aus denen glasklar ersichtlich ist, sie wollen konkrete Anfrage so nicht beantworten. Denn dies wäre nicht in ihrer bunten Welt, also fremdes Land. Doch am Ende sind wir das: die eventuellen Neukunden!

An sich ist das Geschäft klar umrissen und inzwischen bundesdeutscher Standard: Nach Ablauf von Festvertragslaufzeiten (in der Regel 24 Monate) laufen Mobilfunkverträge aus, die man zwei Jahre zuvor in der Absicht geschlossen hat, ein neues Mobilfunktelefon zu erwerben und dann zwei Jahre sorgenlos auf neuestem Stand der Technik zu telefonieren.

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1092-11 – Fotowelt: Liebe Grüße vom Anwohner! Dein Rad ist kaputt und hässlich. (via @notesofberlin) #Foto des Tages

Foto des Tages: Dein Fahrrad ist alt und hässlich...
Foto des Tages: Dein Fahrrad ist alt und hässlich…

Banner Fotocreditsnotes of berlin – hier

Wir alle sind Mörder, haben die ein oder andere Leiche im Keller. Oder sogar auf dem Straßenland. Man muss nur hinschauen. Wir morden die Dinge, die wir besitzen und dann lassen wir deren Leichen herumliegen. Irgendwo, irgendwie, irgendwann. Z.B. heute! – Ansonsten gilt das Prinzip „Spürhund“: Notes Of Berlin, das ist eine äußerst kurzweilige, interessante Website, die uns aus Berlin und von anderswoher ohne große, eigene Bewertung einen Spiegel vors Gesicht hält. Was die Menschen so in gut gefüllten Ballungsräumen hinterlassen, wird bei übergeordnetem Interesse hier veröffentlicht. Jeder kann Fotos einsenden. Prima Website und von hieraus ein „Chapeau“ und kein „Alaaaf!“

Der mit dem Zettel getriebene Schluderjahn ist Fahrradmessi und hält ständig eins bis mehrere „olle Fahrräder“, so z.B. hier in der Dresdner Straße in Berlin-Kreuzberg. In Wirklichkeit aber allbezirklich, im ehemaligen Westen und im wilden, jetzigen Osten, im hochnotpeinlichen Norden und im gar nicht so warmen Stadtsüden. Der lieb grüßende Anwohner ist tatsächlich jemand, der sich noch Mühe gibt und seine Meinung treffsicher, aber höflich kund tut. Bei uns heißt die Aktion „oranger Punkt“, wir haben hier schon darüber berichtet.

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(EP)

1091-11 – Prognosen: Über den Mythos von Solarenergie: Nur noch kurz die Sonne anwerfen und dann Geld verdienen! Quo vadis?

Milchmädchenrechnung

Das Leben ist teuer, ineffizient und voller Gefahren. Das hat auch Rainer Hoffmann aus Recklinghausen herausgefunden. Inzwischen weiß Rainer Hoffmann, dass die Prüfungsrechnungen der werbewirksamen Versprechungen um eigene Gesichtspunkte in distanzierten Betrachtungen zu ergänzen sind. Sprüche wie „Sparen Sie bis zu 70% der Warmwasserbereitungskosten“ mögen inhaltlich sogar stimmen. Der Fachmann weiß: Für die Brauchwassererwärmung benötigt der übliche Durchschnittsmensch in Deutschland allenfalls 12% der insgesamt benötigten Energie. Spart man aber von 12% seiner Energiekosten bis zu 70% ein, so liegt die Gesamtersparnis gerade bei etwas über 6%. Nachgerechnet wurde, dass die Amortisation bei solchen Milchmädchenrechnungen dann bei ca. 25 bis 28 Jahren Amortisationszeit liegt. Shit happens.

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1090-11 – Positionen: „Show me the place“…., Leonard Cohen, Mrs. Lion, mein Herz & die Verlogenheit der Großstadt

Sag mir den Platz, an dem Löwen nicht lügen und Tiger nicht erschossen werden! Sag mir den Platz, an dem Menschen ihre Verpflichtungen verabredungstreu erfüllen und ihre eigenen Verhaltensweisen nicht auf Andere projizieren. Zeig mir den Platz, an dem Wohnungseigentümer Lügenbolde als solche erkennen: Ist dieser Platz die Wohnungseigentümerversammlung? Mag sein.

Leonard Cohen ist ein Mensch, dessen Wirken man niemanden sonderlich erklären muss. Er hat Welthits geschrieben, so u.a. das heute an jedem Lagerfeuer als Pflichtprogramm aufgeführte „Suzanne“ oder das von vielen, vielen Künstlern aufgeführte „Halleluja“, für mich am besten gecovert/aufgeführt von schon toten Jeff Buckley. Buckley ertrank und seine Version der Leonard-Cohen-Schmachtschmonzette erblühte im Lichte diese emotionalen Rebellen noch mit weiteren, neugeschriebenen Textfragmenten und zu wahrhaft großer Bedeutung. Halleluja.

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1089-11 – Personen: Vom Hauptbahnhof Berlins, dem Wohlrabe, der Übelkrähe und Berliner Söhnen

Restaurantschild in einem Berliner S-Bahnhof

Rund fünfeinhalb Jahre nach der Einweihung des Berliner Hauptbahnhofs ist sein Dach einem Medienbericht zufolge bereits undicht. Wie der Rundfunksender RBB berichtet, regnet es an vielen Stellen durch, auf den Bahnsteigen und in der Haupthalle bildeten sich deshalb an Regentagen große Pfützen. (schreibt WELT online aktuell, Link unten)

In Berlin-Tiergarten steht seit fünfeinhalb Jahren schlagzeilenbesoffener Hauptbahnhof und giert nach Aufmerksamkeit. Oft negative Presse deswegen. Z.B: Architekt Gerkan (Hamburg), der  hat den Bau verantwortet und auch schon mal wegen Verletzung einer Architektenrechte an dem Gebäude geklagt. Die Deutsche Bahn hatte da schlechte Karten. Sie hatte wesentliche Teile der Gerkanschen Konstruktionspläne -man sagte, aus Kostengründen- einfach umgeplant und anders ausgeführt. In Erinnerung ist geblieben, dass sich große „Flatschen“ Glasscheiben aus der Verglasung lösten und einzelne Stahlträger abpfiffen: Gott sei Dank stand niemand drunter, auch nicht Gunter.

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