3253/18: Positionen: Was muss der Schornsteinfeger machen, wenn er Gasthermen nach Imissionsschutzgesetz überprüfen will?

Schornsteinfeger-Website mit Usability

 

Und was nun?

Richtig: Er muss die Messungen bei den Bewohnern bzw. Feuerstättenbetreibern therminieren.

Kurzer Flachwitz-Dienstag.

Weiter arbeiten….

3252/18: Positionen: Zur Lage der Energieversorgung Deutschland…

Murphys Gesetz

Ein  guter Anbieter von Gas ist bspw. Energieversorgung Deutschland (EVD). Wir sind allerdings noch weit weg vom freien Markt voll Lust mit Liebe.

Platzhirsche und ehemalige Monopolkapitalisten (Gasag, Vattenfall, später die Netzgesellschaft Berlin) haben ihre Fingerchen wohlweislich noch mit Macht drin und spucken Galle. Dass da keiner in die Suppe spuckt, im aufgeteilten Energiekuchen. In der Abwicklung ganz gut, kann man mit EVD gehörig Heizkosten sparen. Und tut es auch. Probleme in Stichworten:

Schreibgeschützte Pdf-Rechnungen: Bäh, negative, unnütze Doppelarbeit. Man muss sie ausdrucken und einscannen. Das ist objektiv auch aus rechtlichen Gründen nicht erforderlich und sollte dringendst geändert werden. Wenn Menschen digitales Dokumentenmanagement betreiben, sind schreibgeschützte Rechnungen eine regelrechte Arbeitsverweigerung. Die Verweigerung, auf hohem gekonnten Niveau zusammen zu arbeiten. Negative Kundenerfahrung.

Ein regelmäßig professioneller Kundenwunsch ist die Anfertigung stichtagsbezogener Jahresabrechnungen, bspw. zum 31.12. des Jahres. Dass dies nicht hinterlegt werden kann, stellt einen Systemmangel dar und hindert erfreuliche Zusammenarbeit. Jetzt weiß Energieversorgung Deutschland auch das.

Leider geht es nur mit Brimborium. Der Punkt ist, dass die Stichtagsbezogenheit bei Fremdanbietern wie EVD offenbar wegfällt, während es im Urin der großen Dinosaurier angelegt ist, zu einem Wunschstichtag abrechnen zu können. Das ist weder groß der Rede wert, noch überhaupt erwähnenswert. Bei der Energieversorgung Deutschland funktioniert so eine Abrechnung erst, wenn man sie interaktiv anstößt. Man muss also jährlich fest Arbeit einplanen, um etwas Selbstverständliches zu bekommen. Und auch wenn die Vertragslaufzeiten vom 31.12. abweichen, in der Realität, so kann man doch deutlich sagen, es ist unverständlich, warum nicht eine abweichende Abrechnungsvereinbarung abgeschlossen werden kann? Das heißt doch nur ein bisserl organisieren und schwupps. Leider doch zu kompliziert, denn ohne mehrfaches Kontaktieren, Insistieren und Mahnen läuft nichts. Vom Kalenderjahr abweichende Kündigungsfristen sind mit Verlaub eine Zumutung, aber möglicherweise nicht zu ändern.

Die große Frechheit liegt hier im unklar angelegten Wechselsystem, in dem es einem kaum noch möglich ist, planbare wunschgemäße Vertragslaufzeiten zu steuern. Also ganz absichtlich bspw. ein Kalenderjahr. Hier muss zu viel Arbeit investiert werden.

 

3251/18: Positionen: Was dem einen sein Pflichtgefühl, ist dem anderen sein Freitag um Eins

„Gurken, so hörte ich nämlich, gebe es in der DDR urst selten, und sie seien auch urst teuer. […] Keiner konnte mich je über die Herkunft dieses Bekräftigungsterminus aufklären, der, je nach Landstrich, uhst, urst oder uast ausgesprochen wird.“

Frau Dreier (* Name geändert) aus Berlin-Wilmersdorf sagt, der Handwerker hat zu ihr gesagt: „Freitag um eins macht jeder seins“.

Das sei DDR-Handwerkersprech. Ich hab es nicht überprüft. Ob es stimmt, weiß ich nicht.

Aber es ist grandios und mit Weisheit durchtränkt. Wenn es auf viele auch wirklich so nicht zutrifft.

DDR-Handwerker müsste man sein. Auch wenn in Moment urst viel kaputt ist und daher die Baubranche boomt. Urst.

Ganz ehrlich. Ehrlich wehrt am längsten. Am längsten ist von lang die Steigerung, sozusagen das urste Lang. Lang Lang.

Schluss. Ich war wieder alberich.

3250/18: Positionen: Im Wohnungseigentumsrecht gilt die Unsauberkeitsvermutung….

Messiewohnung Foto 2/15 – Foto: Klaus Gotthal

In der abgelaufenen Woche haben wir beruflich weiterentwickelt:

Beim Messi an und für sich handelt es sich nicht nur um einen Fußballer. Sondern um Menschen, die ihre Umgebung zumüllen. Infolgedessen leiden Menschen wie Nachbarn in der unmittelbaren Umfeldumwelt desjenigen, der seine Wohnung nicht im Griff hat. Auf anwaltlichen Rat: Im Wohnungseigentumsrecht gilt die Unsauberkeitsvermutung. Ein Wohnungseigentümer darf seine Wohnung ggf. zumüllen. Die Versammlung wird sich mit dem Thema allerdings befassen.

Im Bereich der Verbrauchskostenabrechnung von Wohnungen stellt sich die Frage, wie ein externer Messdienstleister seinen Job richtig macht, nachhaltig und über einen 31.12. seines Lebens hinaus? Ins Auge fallen jahrelange Wiederholungsschätzungen. Nun kann man sagen, wenn der Messdienst die Menschen angeschrieben hat und seinen Zutritt mehrfach ankündigt, dann liegt es am Ableseopfer, demjenigen, der in dieser Wohnung wohnt und nicht aufmacht. Aus welchen Gründen auch immer. Die Gemeinschaft hat ggü. dem Einzelnen einen Rechtsanspruch. Soll sich ein Verwalter demzufolge ein Recht zugestehen lassen, Menschen mit jahrelanger Ableseverweigerung auf Zutritt zu verklagen? Oder soll es schlicht und ergreifend beim Nichtablesen bleiben und beim jährlichen schätzen? Das ist nicht zulässig, weiß der externe Abrechnungsdienstleister formularmäßig abzuwälzen. Dass nun der Ablesedienstleister es im Rahmen seines Vertrags nicht als zielführend ins Auge fasst, auch noch im Juni, Juli, ja September dran zu bleiben und den Druck auf den Nichtabgelesenen zu erhöhen, und gegen gesonderte Kosten außerplanmäßigen Zutritt zu erhalten, ist ein stillschweigend geduldetes Manko und keine gute, ja nachhaltige Objektbetreuung.

Kritisiert wird, dass auf die jährliche Nichtablesung auch jahrelang nichts folgt. Es steht zwar textlich geschrieben anders da und liest sich bedrohlich. Aber das ist nur Popanz, großer Bohei. Es geht immer nur darum, äußerlich die Form zu wahren und den Anschein der Ernsthaftigkeit zu erwecken. Eine leicht erreichbare Dokumentation des Ablesers muss Wissenstransfer schaffen und nerven. Allerdings nicht auf Kosten einer baldigen Vorlage der Abrechnung, sondern hinterher. Bei Nichtzutritt in Wohnungen müsste jeder Abrechnung einzeln die lesbare, klare Auskunft zu entnehmen sein: Diese Wohnung ist eine geborene Ableseverweigerung. Es muss in diesem Zusammenhang im Grunde auch statthaft und sogar gewünscht sein, Strafschätzungen mit besonders hohen Verbräuchen auszusprechen. Das ist allerdings rechtlich nicht erlaubt.

Wenn nicht abgelesen wird, wird die Abrechnung schließlich immer mieser und ungenauer.

Die WEG hat ein Recht auf eine gute, richtige Abrechnung. Schwierig.

3249/18: Positionen: Die Netzgesellschaft Berlin zieht ihre Anforderungen zurück, aus zutreffenden Datenschutzgründen

Am 25.05. trat die neue DSGVO in Kraft. Wir berichteten. Man kann die neue Rechtslage auch bedenkenlos anwenden, um Förmeleien und Formalismen standrechtlich zu entgegnen und diese auszuräumen. Ein Tätigkeitsbericht. Eine ganz kleine Erfolgsgeschichte.

Nach 10 Jahren stehen die vor 10 Jahren eingeführten Billig-Energieausweise zur Erneuerung an. Wenn Verwalter diesbezüglich keine Kenntnis haben, wie viel Menschen an Heizkosten aufwenden, um ihre Wohnungen zu beheizen, muss der Netzbetreiber diese Daten erheben und dem Verwalter zur Verfügung stellen. Aus Datenschutzgründen anonymisiert. Na klar.

Es heißt aus Datenschutzgründen, es gehe den Verwalter nichts an, wie viel Michael Müller (* Name geändert) in Berlin-Friedenau in seiner Wohnung an Gas verbraucht, um zu kochen (Aha! Was hat das denn damit zu tun?), zu duschen, zu baden und die Wohnung zu beheizen. Dies Sammelsurium schützenswürdiger Daten geht den Verwalter der WEG nichts an. Und richtig: Der Verbrauch findet im Sondereigentum statt. Auch wenn mich Michael Müller deswegen nicht einlädt, um für mich zu kochen: Datenschutz, ich hör Dir tröpfeln.

So eine Verbrauchsdatenanalyse kostet gerundet 60,- €. Das kochen müsste eigentlich herausgerechnet sein.

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3248/18: International Affairs: Die Sache mit der Sprache

icon Internationale

Sabine schreibt aus Paris. Also praktisch Berliner Speckgürtel. Sie wünscht, dass ich ihre Notariatsangelegenheit, weil alles so kompliziert ist, mal kurz ins English übersetze. Das ist nicht das erste Mal. Sabine schreibt immer eine Email und erwartet dann, dass man ihr eine Lösung in ihrer Landessprache, oder auf Englisch, präsentiert. Heute werde ich ihr diesen Gefallen einmal tun.

Liebe Grüße aus Deutschland und folgendes:
Ich kann nicht das ganze Leben per Email teilen und auf Bedarf zwischen verschiedenen Sprachen hin und her switchen. Meine Sprache ist deutsch. Wer in Deutschland eine Wohnung hat, muss sich danach richten. Ich liebe das Ausland, Frankreich, England, USA, China, aber ich kann nicht alle Sprachen perfekt. Ich bin ein guter Verwalter. Engagiert, herzlich, offen. Das lasse ich jetzt zum Spaß mal mit google-translate übersetzen. Für Sie, und liebe Grüße. Bitte rufen Sie mich an. Wir schreiben uns zu viel und sind zu wenig im Gespräch.

Greetings from Germany and the following:
I can not share my whole life via email and switch between different languages on demand. My language is German. If you have an apartment in Germany, you have to comply with it. I love foreign countries, France, England, USA, China, but I can not speak all languages perfectly. I am a good administrator. Committed, warm, open. I’ll let that translate for a joke with google translate. For you, and best regards. Please call me. We write too much and are not talking enough.

Salutations d’Allemagne et suivantes:
Je ne peux pas partager toute ma vie par courriel et passer d’une langue à l’autre à la demande. Ma langue est l’allemand. Si vous avez un appartement en Allemagne, vous devez vous y conformer. J’aime les pays étrangers, la France, l’Angleterre, les Etats-Unis, la Chine, mais je ne peux pas parler toutes les langues parfaitement. Je suis un bon administrateur. Engagé, chaleureux, ouvert. Je vais laisser traduire cela pour une blague avec google translate. Pour vous, et meilleures salutations. Appelez-moi s’il vous plaît. Nous écrivons trop et ne parlons pas assez.

Noch Fragen?
Praxistipp: Natürlich kann Google auch Griechisch, Latein und Kisuali.

3247/18: Positionen: Der Schildkrötenkeller

“Anything that can go wrong will go wrong”
„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“

Die Mängelmeldung des Tages stammt aus Berlin-Friedenau und wurde im Büro von Blogg Buzzda (hier) bildlich umgesetzt.

Die berühmten, weit verbreiteten und überall verbauten Schildkröten. Und wer sie nicht bereits montiert hat, stellt auf sie um. Oder ist Individualist und verwahrt sich gegen das Benützen von Schildkröten an Land, in der Suppe oder am türkischen Badestrand.

Es ist ein Kennertier und hat daher im Keller nichts zum Suchen.

Weiterarbeiten….

3246/18: Menschen: …die ich nicht mag

Beachte: Bevor Du verwunschene Flüche und Mantren als Sudelei ausstößt, schalte das Telefon auf „Trennen“. Sonst hört der Beschimpfte das versehentlich mit.

Wir wollen Geschäftsbeziehungen von guter Qualität. Häufig sind wir viel zu vertrauensselig. Erst in der Dauer der Zeit beweist sich echte Qualität und ein blindes sich aufeinander verlassen können, wie man gut miteinander umgeht. Das muss den Tag überstehen. Bis dahin ist Vorsicht angebracht. Blender, Lügner, Hasardeure, Blutsauger.

Face nach vorn: Lächeln. Und hinten rum denken: Ah, der Idiot. So läuft das häufiger als man denkt. Oder so mit vermeintlicher Fachexpertise, die aber keine ist. So ist auch der Landschaftsgärtner, der meinen Auftrag nicht begreift zu überprüfen, welcher von vier Gartenwassersprenghähnen fest für die Tröpfelschläuche benützt wird. Es sind vier Hähne und vier Sprengwasseruhren, also wollen wir zwei einsparen, die sich nicht rechnen. Nun redet der Gärtner immer wieder aufs Neue darüber, das könne man nicht festlegen.

Philosofisch betrachtet kotzt mich das an. Es verschwendet meine Zeit. Hier will jemand nicht mitarbeiten. Also müssen wir uns trennen. Demnächst. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Die Sache ist zu weit eskaliert. Mit dem wird das nichts mehr. Der ist im Prinzip immer nur am Abwenden von Neuerungen. Er ist neuerungsfeindlich, er redet mit aller Macht dagegen an und immer wenn er selbst in die Pflicht genommen zu werden droht, wendet er das ab.

Damit ist bald Schluss. Neue Gärtner braucht das Land. Ich kann es förmlich wachsen sehen.

Menschen, die ich nicht leiden kann: Menschen ohne den Willen zu guter Zusammenarbeit und zum gelungenen Kompromiss mit mir. Ich will gut sein in meinem Beruf, ich will gute Standards setzen, korrekt arbeiten, Maßstäbe setzen und zuverlässig sein. Das ist mein Menschenbild. Viele andere Menschen sind vollkommen anders. Ja, sie besitzen eben nicht dieselbe Funktion wie ich.

Faule Kompromisse kann jeder.  Z.B. sich durchmogeln. Nichts Gegenteiliges sagen, schweigen, den Anderen im Glauben lassen, das werde ernst genommen. Ernst genommen? Hast Du das gehört? Charlie, ernst genommen, har har har har, so ein Idiot. Z.B. Schweigen und einfach Zeit verstreichen lassen. So ist auch der Heizkostenverteiler-Ableser, der Hund. Lässt mehr als die Hälfte dessen liegen, das ich fordere und sagt einfach nichts. Macht nichts. Und wenn wieder die Zeit abgelaufen ist, die Eichfrist, das ist die Frist, die der Gesetzgeber den Hauseigentümern reingeschrieben hat ins Pflichtenheft, damit der Heizkostenverteiler-Ableser-Fritze auch ein festes Einkommen kriegt. Von irgendwas müssen solche Leute auch leben.

Mir ist schlecht.
Ich geh schaukeln.

3245/18: Positionen: Ab Freitag bitte nur mit unterdrückter Rufnummer! – #Europa #DSGVO #ZurückindieKuhzunft

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Bitte ab Freitag Vormittag grundsätzlich die Rufnummernübermittlung am Telefon bei Anrufen abschalten, da es sonst zu ungewollten Datenübermittlungen kommen kann, denen Du nicht im Vorhinein korrekt zugestimmt hast. Wahlweise können wir die Augen schnell verschließen. Auch Schmulen nicht erlaubt. #Europa #DSGVO #ZurückindieKuhzunft #blackfriday

 

Twitteraccount: Bitte nur bis Donnerstag, 23:59 Uhr klicken, danach liegt möglicherweise eine

ungenehmigte Datenweitergabe vor?

gotthal

3244/18: Positionen: Hör mal, Rudi, hör mal. Lass es sein mit der Gitarre. Lass es sein. – Wenn Nachbarn Daten übermitteln! Ein Ende ist in Sicht!

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Melanie – Ruby Tuesday 1975

Sagen Sie mal, haben Sie noch Shit? Meiner ist alle. – Das kommt mir nicht in die Tüte. (Nachbarn-Türgespräch)

Oder Olivenöl: So kann es laufen. Auch brauner bzw. weißer Zucker oder frische Eier. Aus Bodenhaltung, bitte, nur aus Bodenhaltung. Sonst nicht.

Oder wie in Kreuzberg vor kurzem. Als die Nachbarin anfing, der Studentin Suzi Q. das Leben zur Hölle zu machen. Suzi, die mit ihren Kommilitonen immer so laut rummacht. Bis nachts um drei. Das Lauschprotokoll an den Vermieter ist eindeutig. Uhrzeit, Gegenstand der Beschwerde: Aber fällt das ab 25. Mai 2018 endlich weg? Weil doch die Europäer jetzt eine Datenschutz-Grundverordnung haben und man Daten von Dritten nicht ohne deren Einwilligung übermitteln darf? Wir berichteten.

Der Fall von Ruby Tuesday, die immer am Mittwoch mit Sven Biene (* beide Namen geändert) rumsummte. Wie sich deren Leben in Berlin-Wilmersdorf las? Lest.

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