1080-11 – Sinnfragen: Wieviel Kommerz verträgt der Mensch? #Crashtestdummies

Dieser Irrsinn in in deinem Land nicht verfügbar!
Dieser Irrsinn in in deinem Land nicht verfügbar!

RBB-Fernsehen gerade: Die französische Automobilindustrie testet Geländewagen. Dabei im Versuch: echte Menschenleichen. Auf die Frage: Warum nehmen Sie keine falschen? Antwort: Es gibt keine falschen Menschenleichen. Benutzt werden gespendete Leichen. Das Ergebnis des Crashtests: Wäre niemals mit Crashtestdummies auszutesten gewesen. Allerdings: Der Versuch der Industrie stößt zumindest bei mir an die Geschmacksgrenzen und ich frage mich, ob man für Geld wirklich alles kaufen kann. Auch die Leiche eines Gestorbenen? Totenruhe adé und kurz gesagt: Widerlich! – Das Wort „Ethik“ erscheint einem nicht mehr gänzlich sinnleer.

Und im Übrigen Bilder einer Versuchsanordnung mit Ergebnis: Die Leiche wird aufgehangen, angezogen mit Schutzanzug (wie Kleidung) und hinterher fährt ein Geländewagen gegen die Leiche. Jemand zählt noch einen Countdown herunter auf Französisch. Aber es ist nicht „drei-zwei-eins“ und dann meins. Heraus kommt sinngemäß: Die Leber wurde mit ein paar saftigen Rippenbrüchen durchbohrt. Ein leitender Versuchsarzt ist erleichtert: „Das hätten wir mit Crashtestdummies nie herausbekommen!“ – Siehste, ein echtes Glück.

 

(EP)

1079-11 – Linktipps, Grundriss & HowTo:Wohnen: Die wichtigsten deutschen, subjektiven Hausverwaltungsnews in Lettern #news

 

Detaillierte Instandsetzungrechnung St. Paulus
Detaillierte Instandsetzungrechnung St. Paulus

Das Gegenteil von „jemand linken“ ist ihn zu verlinken in einem positiven Sinne. Wenn Worte meine Sprache wären, fehlten mir auch die Worte nicht davon zu berichten, dass Menschen, die sich wechselseitig nicht verstehen, besser andere Partner suchen sollten, Lebens-, Geschäfts-, Berufs-, Freizeitpartner, aber auch Verwalter. Wer wenn er Korrespondenz, Emails oder sonstige Versuche von Kommunikation solcher Partner häufiger mit dem Hintergedanken „So ein Idiot“ wahrnimmt, sollte handeln! Besser heute als morgen!

Wie im übrigen Leben auch, gibt es auch im Maler- und Lackiererhandwerk solche.

– Es gibt bloggende Maler, sogar.
– Es gibt blökende Maler, auch.
– Alles dies gilt auch für alle Anderen sowie Mischungen vom Anderen!

Zur ersten Kategorie derer von Quasten gehört mit Spaß, Inhalt und Tiefgang „malerdeck“, dessen Blog zu lesen jedenfalls mir immer wieder große Freude bereitet. Denn dass sich ein Maler auch sauber artikuliert, erfahre ich mit Freude. Aus dem Innersten eines Maler- und Lackierermeisters etwas zu hören und nicht nur unter üblen Dämpfen zustande gekommenes „Alltags-Repertoire“, das ist für mich ein persönliches Highlight. Nicht auszudenken, auch der Gas-, Wasser-, Sch…..-Installateur, der Abluft-, Abfluss- und Zuflussprofi, der Wärmedämmer, Stuckateur und Trockenbauer würden nun von ihren Baustellen bloggen. Schön, wenn „malerdeck“ beispielsweise beschreibt, wie jemand mit ihm versucht, Schlitten zu fahren. Der Artikel ist klasse. Er ist ganz unten als Linktipp „1“ verlinkt.

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1078-11 – Berlin: Von der Kraft richtiger Worte: „Meine Armut kotzt mich an“, Mercedes Bunz & die Katastrophenfolgen für Berlin

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The Power of Words (via Youtube)

In dieser Stadt sieht man uns überall. Wir bevölkern die Cafes mit unseren Laptops. Wir betreiben kleine Läden, in denen wir vorne junge Mode oder minimale Möbel ausstellen. Und wenn man spätabends an den erleuchteten Fenstern unserer Ladenlokal-Büros vorbeigeht, sieht man uns immer noch Design entwerfend hinter den Rechnern sitzen. Wir sind hip, hoch qualifiziert, diffus kreativ und arm. Urbane Penner eben. (Auszug aus: „Meine Armut kotzt mich an“ von Mercedes Bunz #Zitty, Ausgabe Februar 2006)

Dieses Video ist nicht mehr als „großartig“.

Großartig ist übrigens auch ein Text von Mercedes Bunz, nicht Benz, vormalig Chefredakteurin des Stadtmagazins „Zitty“. Dieser Text findet nämlich ebenfalls die richtigen Worte, wenn auch ausführlicher. Er befasst sich mit dem Leben in Berlin, dem Unterschied zum Leben in Berlin im Vergleich mit anderen deutschen Städten. Nachzutragen ist in aller Kürze noch, dass Mercedes Bunz inzwischen für den Guardian arbeitet. Man kann also festhalten, dass den Ausdeutungsversuchen aus dem Artikel über „soziale urbane Penner“ auch ganz praktische Konsequenzen nachfolgten. Wie schade für Berlin: Großartiger Text.

Weblotse

 (EP)

1077-11 – Ämter & Behörden: Beim Grünflächenamt F-K wiehert nicht einmal der Amtsschimmel, es ist „Totenstille“

Die Hausverwaltung braucht Dich!

Merke: Unterscheide „FK“ = Friedrichshain-Kreuzberg – und „FKK“ = Freikörperkultur, sowie „NGA“ = Natur- & Grünflächenamt bzw. „GFK“ – Glasfaserverstärkter Kunststoff – In Friedrichshain-Kreuzberg wird über Monate der Antrag auf Fällung von zwei Pappeln nicht genehmigt, trotz mehrfacher Erinnerung. Militante Mehrfamilienhausbeschützer skandieren nun „occupy Bezirksamt“ und verlangen eine antragsgemäße und rechtstaatliche Bearbeitung des überfälligen Antrags, ganz gleich, mit welchen sachgerechten Mitteln.

Das Natur- und Grünflächenamt ist der öffentliche Schutzpatron von „Feldern, Wiesen & Auen“, leuchtendem Ährengold. Mindestens aber der Bäume, die amtlich als Bestand geführt werden. Es möchte so gerne noch schauen, aber der Wagen, der rollt. So sinngemäß aus dem Volkslied „Hoch auf dem gelben Wagen“, zuletzt in Erinnerung gerufen vom Bundespräsidenten (a.D.) Walter Scheel. Mein Gott, Walter!

Dort ist seit März/April 2011 und in Wirklichkeit schon seit mehreren Jahren amtsbekannt, dass im rückwärts des Grundstücks gelegenen, gemeinsamen Grünstreifen mit Durchwegung (Brandschutzweg mit Dienstbarkeit in Form eines Überfahrtsrechts für die Nachbarn) zwei Pappeln inzwischen mehr als haushoch ausgetrieben sind. Deren Wurzelwerk ist inzwischen weder Flach- noch Tiefwurzler, sondern Hochwurzler. Im Klartext: Die Wurzeln treiben nach oben aus und drücken die Zuwegung (eine asphaltierte Wegefläche) kaputt. Sie ist geborsten, wellig und wird inzwischen zum Sicherheitsrisiko.

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1076-11 – Personen: Evelyn Quartey ist gelernte Pigmentsverteilungstechnikerin und schwingt die Quasten #Gebauchpinsel

Sehr praktisch: der Gebauchpinsel

Schwing, schwing, schwing, —- schwing dein Dingalingeling! (*)  (* Dingelingaling = Pinsel, Quaste, Bürste, Spachtel) – berufsständisches Mantra des 1. Berufsjahrs im Ausbildungsberuf des Malers & Lackierers, Quelle: Eigenidee

Evelyn Quartey ist in Deutschland geboren und als „Pigmentverteilungstechnikerin“ ausgebildet. Dieser Beruf schließt auch das Quasten schwingen ein. Pinselnd verteilt sie frische Eindrücke von renoviertem, edlen Oberflächenprofil und eigentlich sieht hinterher immer alles viel, viel besser aus als vorher.

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1075-11 – Rezepte: Was ist eigentlich…? #Gado Gado

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Banner: "Was ist eigentlich...?" - #Begriffsklärungen

Was ist eigentlich Gado Gado? Na, nach dem Rücktritt von Silvio Berlusconi ist „Gado Gado“ jedenfalls mit „Bunga Bunga“ auch weiterhin nicht vergleichbar. Soviel steht fest. Alles Weitere ergibt sich aus dem nachfolgenden kurzen Artikel.

Inzwischen sind alle wieder auf der Suche nach ihrem jährlichen Winterspeck. Zur rechten Zeit damit angefangen, lässt sich der Bauchspeck als Schwimmring in den Wintermonaten optimal nutzen. Vorbei die leichtbekleideten warmen Zeiten, in denen wir als „Hungerlatten“ durch die Gegenden wankten, immer mit dem Versuch, unseren Bauch einzuziehen. Ja, sie sollte nicht sehen, dass wir in Wirklichkeit schon etwas unförmig geworden waren. Das gezielte „Speck draufschaffen“ lässt sich nicht so leicht erarbeiten, man muss essenstechnisch etwas tun. Mit kurz blanchiertem Gemüse geht das wohl kaum, darin sind wir uns einig. Ein regelrechter Glücksbringer aber kann auch solches Gemüse sein, wenn man die richtige Art Sauce dazu gibt: Beispielsweise Erdnuss-Sauce, gehaltvoller ist kaum eine Zutat.

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1074-11 – Fotowelt: Es ist wieder Zeit für Grünkohl mit Pinkel #Foto des Tages

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Die Menschen ist fast Gesamtdeutschland machen jetzt wieder ihre Badewannen startklar. Kohl waschen. Auf dem saisonalen Speisenplan steht jetzt der Grünkohl und noch bis kurz vor Weihnachten. Zelebriert werden wird er. Gründlich gewaschen muss er werden. Ein paar Berliner aus Dahlem, die ursprünglich aus dem Norden der Republik herkommen, haben am Freitag den Geburtstag des Familienvorstands gefeiert. Und da gab es ihn schon: Grünkohl satt. Die Besonderheit, sagt Arno: „Mit Olivenöl!“ Richtig. Normalerweise wird er mit Schmalz zubereitet und dann, so Arno, „musst du ein paar Klare mehr einpfeifen.“ Grünkohl mit Pinkel, einer Grützwurst aus dem Nordischen, gehört zum Gehaltsvollsten, das du essen kannst. „Es trägt dich!“, erst isst du es auf und dann, oh Gott.

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1073-11 – Positionen: Er hat uns Handlungsmaximen fürs lesegereichte Schreiben aufgegeben aus Gründen der Selbsterkenntnis

Ein weiterer Schriftsteller sagte dies:

„Du brauchst nur einen einzigen wahren Satz zu schreiben. Schreib den wahrsten Satz, den du kennst. Schließlich gelang mir ein wahrer Satz, und von dort ging es weiter. Damals war es einfach, denn es gab immer einen wahren Satz, den du kanntest oder gelesen oder von jemandem gehört hattest. Wenn ich anfing, kompliziert zu schreiben oder wie einer, der etwas bekanntmachen oder vorführen will, erkannte ich, dass ich die Schnörkel oder Ornamente ausmerzen und wegwerfen und mit dem ersten wahren einfachen Aussagesatz anfangen konnte, den ich geschrieben hatte.“ – etwa: „Neue, alte Redaktionsstatuten für weltweite Blogkanuten“

Dieser weitere Schriftsteller war Ernest Hemingway. Das Zitat halte ich hier mal fest. Ist sozusagen „Anspruch & Realität“ in mir selbst, ewiger Kampf. Uneitel und schnurzgerade zu schreiben oder verschachtelt und pseudointellektuell. Die Zeit schleift einen. Der alte Mann, ich will mehr. Werde Müller, mahle Wort: arbeite in Gebetsmühle. Artig. Die Sätze werden wieder kürzer. Gefällt mir.

 

(EP)

1072-11 – News: Aus den Koalitionsverhandlungen dringen interessante News zu Zweckentfremdung

Das liest sich hier noch etwas unausgegoren in der Berliner Morgenpost

Beim Thema Umwidmung von Wohnungen in Touristenherbergen blieb strittig, ob das früher bestehende Zweckentfremdungsverbot wieder eingeführt werden sollte. Die SPD ist dafür, die CDU halte das für kein geeignetes Instrument, sagte Krömer. Man sei sich aber einig, dem Wildwuchs bei der Umwidmung in Ferienwohnungen entgegenzutreten, sagte Gaebler. (Auszug aus dem Artikel hier)

Aber es beinhaltet Sprengstoff in mehrerlei Hinsicht. Berlin ist durch eine Entscheidung oberster Gerichte nämlich schon seit Jahren kein „Gebiet mit erhöhtem Wohnbedarf“ (wir berichteten). Folglich war die ZweckentfremdungsverbotsVO zu kippen. Zweitens entschied der Bundesgerichtshof, es sei zulässige Nutzung von Wohnungseigentum, so genannte Ferienwohnungen zu nutzen bzw. zu vermieten. Auch darüber berichteten wir. Dass es bereits neuere Untersuchungen gäbe, die den wieder angestiegenen „erhöhten Wohnbedarf“ in Berlin belegten, ist uns dagegen unbekannt. Das kommt jetzt jedenfalls auf die „Kiekliste“ von uns, das interessiert uns sehr.

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(EP)

1071-11 – Human relations: Wie ist das eigentlich genau mit der Liebe? Kindermund tut Wahrheit kund!

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» Liebe ist wie ein großes Stück Thunfischpizza ♥. (via Youtube)

Liebe ist mit Sicherheit noch viel mehr als das, was uns die Kleinen zu erzählen beabsichtigen. Die ungeprüfte Quelle dieses Videos soll „Die Sendung mit der Maus sein“. Aber das ist schon eine gute und erwägenswerte Auswahl möglicher Gesichtspunkte über das, was Liebe sein kann. Hoher Empfehlungscharakter: kluges Video, gut, treffsicher und auf den Punkt. Klasse.

Mit Liebe ist nicht das „Liebesspiel“ gemeint, in diesem Beitrag. Sondern es geht um ein Fluidum mit ätherischem Gesamtcharakter. Apropos Charakter. Den bewies auch der Herr oder die Dame, die den hier abschließend noch verlinkten Aushang inszenierte. Dabei ging es um die Liebe zu den eigenen Kleinen, die er/sie zu beschützen trachtete. Weiterführend auf ganz eigene Art ist das Lied „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ – auch dies ist hier als konsequenter Nachweis mit verlinkt. Nun seid Ihr alle Sachverständige in Sachen Liebe. Fortbildung.

Weblotse

(EP)