Foto des Tages: Der besorgte Hausbesorger schaut auch hinter die Kulissen

Foto des Tages: Irgendwo in Kreuzberg (Foto: André Pederzoli)

Foto des Tages: Irgendwo in Kreuzberg (Foto: André Pederzoli)

Der Herr Hauskommissar ist Bestandteil der ’nationalen Eingreiftruppe‘ einer namentlich ungenannt bleibende Hausbesorgungs- und Hausreinigungsfirma. Und die Zusammenarbeit mit ‚den Jungs‘ ist immer wieder erfreulich. Er -der Kommissar Saubermann- war in Berlin-Kreuzberg, in welcher Straße genau, spielt keine Rolle. Gerüchteweise wurde uns bereits von Eigentümerseite zugetragen, ‚die Jungs‘ seien am Großreinemachen. Das ist so ein Turnus, der je Objekt unterschiedlich oft pro Jahr anfällt. Wir hatten noch eingewendet, nix dagegen, wer selbständig arbeitet, den soll man dafür nicht kritisieren. Wer nachdenkt, nachdenken kann, ist schließlich klar im Vorteil gegenüber Andersdenkenden bzw. nicht Denkenden, die man also ständig an schubsen, motivieren und auf den Weg bringen muss. Das ist hier eindeutig nicht der Fall, der Kommissar fürs Haus und sein Stellvertreter, aber auch umgekehrt, sind Mitdenkende im Kreise der gewissenhaft Gebliebenen. Der Alltag ihres Berufs hat sie noch nicht geschliffen und gleichgültig gemacht.

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Zitat des Tages: Harald Schmidt ein ganz Großer, und wem Schmidts Zusammenarbeit genützt hat…

Zitat Schmidt profitiert weiterhin von der Ödnis um ihn rund herum. Wo ein Jörg Pilawa zwischen den Sendern hoch gehandelt wird, ist einer wie Harald Schmidt zwangsläufig ein ganz Großer, der sich nicht scheut, auch mal auf den einen oder anderen Kollegen einzudreschen und die Verhältnisse gerade zu rücken: „Nicht jeder, der ab 22 Uhr sendet, macht eine Late Night.“ (Hans Hoff, Süddeutsche Zeitung, Onlineausgabe vom 09.09.09 – „Beim Bart des Propheten„)

Da hat Hans Hoff ganz ohne jeden Zweifel recht. Und dem deutschen Fernsehpublikum erwächst nun Hoffnung, dass die schrecklichen Momente eines Teams Schmidt-Pocher überwunden sind und sich niemals wiederholen werden.

Zitat Überhaupt hätte es allen seinen ehemaligen Mitarbeitern genützt, mit ihm zusammen zu wirken. Herbert Feuerstein, Manuel Andrack und auch Oliver Pocher, alle seien sie nun auf der Sonnenseite gelandet. Dank Schmidt. „Für alle hat es sich extrem gelohnt“, heißt es dazu aus seinem Mund.“

berichtet Hans Hoff von der Süddeutschen von der Pressekonferenz zur neuen, alten Late Night von Harald Schmidt denn auch. Mag sein, dass es denen genützt hat. Uns aber nicht.

Gemeinsam einsam – alle für alle – jeder für sich – Vom Reglement in geschlossenen „groups“

Positionen

Zitat zusammen, getrennt
die leere im gesicht
gemeinsam einsam
alle für alle, jeder für sich“

(Rivo Drei, Song „Alle für alle“) – Live-Video hier

 Erwachsene Menschen, aber auch schon Kinder, sind heute über das Internet vernetzt in vielerlei Zusammenhängen. Es gibt zwar noch ein paar ‚Ewiggestrige‘, die die Nutzung von Internet und Email ablehnen, oder sich „da nicht mehr“ eingewöhnen möchten. 1998 hatten 8% einen Internetzugang zuhause. 2003 waren es 51% der Haushalte. Inzwischen nutzen (mehr als) 70% der deutschen Bevölkerung Internet (von zuhause aus). Wie die Berliner Popgruppe RIVO DREI singt, sind wir aber auch zunehmend „gemeinsam einsam“, alle für alle, jeder für sich, alle gegen jeden. Womit hier keine Kritik an alten Menschen, die sich nicht mehr eingewöhnen möchten, geübt wird. Gerade der Anteil der alten Menschen steigt seit Jahren kontinuierlich an, sie werden „Silver Surfer“ genannt, in Anleihe an die Vorstellung vom grauhaarigen Senior, der sich mit 80 Jahren noch anschickt, die weltweiten Gewebe des „weh weh weh“ zu erforschen. Über Zuspruch kann sich das Internet gerade bei alten Menschen nicht beklagen.

Zielgruppenfragen: Eltern von Kindern, Sportvereins-Mitglieder, Freizeitmusiker, und auch Wohnungseigentümer bzw. Hausbewohner von Mehrfamilienhaus-Wohnanlagen nutzen das Internet noch nicht befriedigend mit seinen zur Verfügung stehenden Nutzungsmöglichkeiten. Diese Aufzählung ist keineswegs vollständig. Jahrelange Erfahrung trieb Thomas Gotthal jetzt an, einmal einen „Roten Faden“ übersichtlich zusammen zu schreiben, in dem er uns zu erklären versucht, was für Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind, wenn sich Menschen miteinander vernetzen.

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Sachen gips, die gips ja gar nicht: Die Verwalterin als Geburtshelfer des Grundbuchamts

Rechtliches

Leitsatz der Berichterstattung

Sachen gips, die gips ja gar nicht. (Alte, eigene Redensart)

Verursacher & Vorlageberechtigter

Amtsgericht Lichtenberg als Verwalter des Wohnungsgrundbuch-Bezirks in Berlin-Neukölln

Festgestellte Hindernisse

– Das Geburtsdatum der Wohnungseigentümerin Monika Furtwängler (* Name geändert) weicht ab. Während das hinterlegte Versammlungsprotokoll der Verwalterbestellung zur niedrigsten Blattnummer die Unterschriftenbeglaubigung für Monika Furtwängler (*), geborene Schniederpelz (*), geboren am 13.07.1956 enthält, ist in der WEG-Serie (der weiteren, fortlaufend nummerierten Wohnungsgrundbuchblätter zur Blatt Nummer 9897 (* Blattnummer geändert) allerdings nur eine Monika Paravent (* Name geändert), geborene Schniederpelz (siehe oben), geboren am 13.07.1958 grundbuchlich eingetragen.

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Foto des Tages

Klara-Kopp-Weg (Quelle: Christoph Sinnen)

Klara-Kopp-Weg (Quelle: Christoph Sinnen)

(aufs Bild klicken für größere Ansicht)

Zur Verfügung gestellt: von Christoph Sinnen (danke dafür)

Dass der Kopp klara werde, wünschen wir auch immer.

Die neue Hauseigentümerin entdeckt eine mumifizierte Leiche

Skurril: Ralf Husmann meint...

Skurril: Ralf Husmann meint...

Heute ist folgende Meldung lesenswert:

Zitat München (ddp-bay). Eine Frau hat im Münchner Stadtteil Haidhausen einen 13 Jahre lang vermissten Mann in einem Kellerraum ihres Wohnhauses tot aufgefunden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, entdeckte die neue Hauseigentümerin am Samstag beim Ausräumen ihres neuen Kellerabteils eine ihr bis dahin unbekannte Tür, die hinter Gerümpel versteckt war. In dem dahinter liegenden Raum fand sie die mumifizierte Leiche des Mannes, der offenbar Selbstmord begangen hatte.“

Wir fragen uns, wie es in einem ordentlich verwalteten Haus so weit kommen konnte? Um mit Ralf Husmann zu sinnieren: Der Mann, der ehemalige Hausmeister des Hauses, war offenbar viel kürzere Zeit spannend für seine Umgebung, und keiner suchte richtig nach ihm. Die 80 Jahre alte Witwe der Mumie hatte ihn 1996 als vermisst gemeldet.

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Stolpersteine sind aktive Erinnerungsbrücken und bedürfen individueller Befragung bei den Bewohnern

Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)

Verlegebeispiel (Quelle: stolpersteine)

Über das Projekt Stolpersteine ist auf der Website des Büro Gotthal seit längerem gezielt berichtet worden. Und auch auf gesichtspunkte.de wurde das Thema immer wieder neu berichtet, aus den jeweils dort genannten Gründen. Ein Erfahrungsbericht aus Anfang September 2009 berichtet über erste Befragungen und Erfahrungen. Verwalter von Mehrfamilienhäusern müssen derartige Erfahrungen erst einmal machen. Privatleute vielleicht nicht. Oder doch? Wohnungseigentümer kommen in Versammlungen zusammen. Bis die Versammlung stattfindet, legt sich die Verwalterin aufgrund von Anregungen oder aufgrund vollkommen freien, eigenen Ermessens Erinnerungskrümel an, darüber wurde hier berichtet. Was Krümel sind. Krümel sind Gesichtspunkte. Nichts anderes.

Das Projekt Stolpersteine wird von bezirklich unterschiedlichen Projektkoordinatoren betreut, die Einsicht nehmen in das Berliner Gedenkbuch für die Verfolgten des NS-Regimes. Wohnanschriften müssen verzeichnet sein. Eine ganz bestimmte Adresse lässt sich recherchieren. Manchmal muss das Vermessungsamt helfen. Hat die Straße eine Namensänderung erhalten? Wurde sie, nach Einführung der aktuellen GrundstücksnummerierungsVO, umnummeriert. So entgeht kein Opfer des NS-Regimes, das verzeichnet ist, einer nochmaligen, gewissenhaften Recherche.

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Zitat des Tages: Die Pflanzkästen sind da…

Aus Berlin-Spandau berichtet heute Morgen eine Wohnungseigentümerin, deren Namen wir aus ‚Tatenschutzgründen‘ nicht nennen wollen:

Zitat Die Pflanzkästen sehen super aus. Leider sind sie etwas heller als die Wand, obwohl ich Nussbaum bestellt hatte. Nun gut, das guckt sich weg.“

Das guckt sich weg? Nie gehört, diese Redewendung. Aber klug ist sie.

Ruft morgen einer an, sagt: „Das Treppenhaus, da hat die Farbfindungskommission aber versagt.“ Dann entgegnen wir ab morgen: Nun gut, das guckt sich weg.

Besser kann man es nicht sagen. Danke, Du Inspirationsquelle in meiner täglichen Arbeit.

Positionen: Compliance ist ein schickes Fremdwort mit tiefgehender Relevanz für den Alltag

Positionen

Compliance

Compliance

Das Fremdwort „Compliance“ hört sich erst einmal schick an. Doch es hat eine tiefgehende Bedeutung. Wikipedia erklärt uns das Wort in betriebswirtschaftlicher Hinsicht auszugsweise wie folgt:

Zitat In der betriebswirtschaftlichen Fachsprache wird der Begriff Compliance bzw. Komplianz verwendet, um die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch freiwilligen Kodizes, in Unternehmen zu bezeichnen. Im Deutschen kann, sofern nicht der englische Begriff verwendet wird, von Regelüberwachung oder einfach Überwachung gesprochen werden. Die Sicherstellung von Compliance/Regelüberwachung in Unternehmen können organisatorische Maßnahmen stützen. Hierzu richten vor allem Kreditinstitute und Finanzdienstleister, Compliance/Überwachungs-Abteilungen ein. Sie wachen beispielsweise darüber, dass die nationalen und internationalen Gesetze und Richtlinien gegen kriminelle Handlungen (z. B. Betrug), Finanzsanktionen, Marktmissbrauch, Interessenkonflikte, Insiderhandel, Geldwäsche oder zum Datenschutz eingehalten werden.“

Mitarbeiter von Hausverwaltungsgesellschaften haben mit diesem Begriff beruflich zu tun, oder mit anderen, früher verwendeten Begriffen, die auch bekannt sind: Es geht um Betrug, Bestechung, unredliches Geschäftsgebaren. Derartiges ist in vielerlei Hinsicht denkbar:

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SPAM: Die Kernfrage ist doch, ob Gibraltar schon bald in Bedeutungslosigkeit versinkt?

SPAM

Was waren das noch für Zeiten? Der Beatle John Lennon heiratete im März 1969 sein geliebte Yoko Ono auf Gibraltar. Die James-Bond-Geschichte Ein Hauch des Todes wurde in Gibraltar abgedreht. Der (neue) James Bond-Darsteller Timothy Dalton war sich nicht zu schade, als herrlicher Mann vom Himmel zu regnen und bei einer schicken Brünetten auf das Segeltuchdach ihres Bootes punktzulanden. Sie beeilt sich noch, ihrem Gesprächspartner am Telefon zuzuflüstern, jetzt habe es aufregende Männer geregnet. Zeiten waren das. Gibraltar war -jedenfalls unserer Erinnerung nach- immer etwas Besonderes.

Und nun das. Ein Fax trifft ein. Die Absenderkennung funktioniert, im Unterschied zu anderen vergleichbaren Faxen erweckt hier jemand den Anschein eines ganz gewöhnlichen Vorgangs. Es geht um „wunderschöne Kunstpflanzen mit Naturstämmen“. Ein Bambus Baum, 1,50 m hoch, statt für 199,- EUR nur 69,- EUR. Ein Ficus statt für 399,- EUR nur für 119,- EUR (bei Größe von 2,40 m). Es sind ganz erstaunliche Angebote, die von der Faxnummer 0031 848 385317 an uns gefaxt werden. Die Vorwahl 0031? Richtig: Das Fax kommt aus den Niederlanden.  Das Fax kannst Du hier einmal lesen. Wer es im Original, in Farbe, sehen will, der sollte sich im Unterschied das pdf ansehen, das hier erreichbar ist. Die schwarz-weiß-Version (als Fax) hat allerdings zusätzlich „fair klingende Nutzungsregeln“ und Zusätze.

Der Betreiber dieser ungewollten Beglückung hat eine Website, die hier erreichbar ist. Doch vor dem Ansehen bitte weiter lesen.

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