1400/11: Foto des Tages: Was gut ist, kostet Geld! Tulpentruppen-Ergebnisse, Tiny Tim & Philosophiefragen zum Geld ausgeben!

Es ist ein Glücksfall und gerade nicht Pech, wenn sich in Wohnanlagen Eigentümer bereiterklären, freiwillig und ehrenamtlich das Gemeinschaftseigentum zu hegen und zu pflegen. Es ist demzufolge auch mindestens ein Gebot der Höflichkeit, einem solchen Kundenkreis gegenüber, besonders offene Ohren zu haben und diesen Menschen -aus Dankbarkeit für ihren Einsatz- genauer zuzuhören, wenn sie Vorschläge haben, die man nüchtern und auch aus distanziertem Blick als „für das Allgemeinwohl“ förderliche, konstruktive Verbesserungen anzusehen hat.

Unser Gespräch ist kurz, sachlich und ergebnisorientiert. Frau Vierer (* Name geändert) aus Berlin-Wilmersdorf hat ein Konzept entwickelt. Dazu hat sie eine hölzerne Tulpe an ihr Klingelbrett geheftet. Denn sie hat den Vorsitz geführt, oder besser: sie hat die Gruppe irgendwie angeleitet. Die Gruppe, das ist die „Tulpentruppe“ der Wohnanlage. Das Konzept ist fertig. Der Verwaltungsbeirat hat sich schon dazu geäußert. Gegenüber dem Verwalter. Nicht gegenüber Frau Vierer. Das ist der Sinn des heutige Gesprächs: Der Verwalter hat sich das durchgelesen, was die Tulpentruppe zur künftigen Pflege der Vorgärten ausgeheckt hat.

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1399/11: Extrem diskreter Dialog: Karl-Johannes Schindler hat Wigald Boning auf den Zahn gefühlt #Interviews

Wenn ich den Sumpf trockenlegen will, werde ich ja nicht den Frosch fragen! (sagte der Verwaltungsbeirat über den Tischler, der neue Fenster lieber in Holz und nicht in Kunststoff einbauen mochte) – und forderte nun weitere Angebote, diesmal mit Werkstoff „Kunststoff“ an. Wenn man sich über Humor in Deutschland ein Bild machen möchte, kann man sich aber mit Wigald Boning unterhalten. So wie Karl Johannes Schindler es tat: im extrem diskreten Dialog im Berliner Yorckschlösschen

Wie konnte das passieren? Karl Johannes Schindler hatte Interviews geführt. Die nannte er selbst „extrem diskrete Dialoge“. Und veröffentlichte sie auf facebook. Sie waren sehr beliebt, wurden vielfach „geliked“, angeklickt. Der Grund: sie sind spritzig, frech und verlaufen immer irgendwie unerwartet: so wie Gehirnschmalz-Schmirgelübungen!  Rettet die Freiheit zu denken! Irgendwann kam der nächste facebook-Relaunch. Wieder wurde alles umgestellt, gestrafft, neu organisiert und nichts ist mehr so wie vorher. Den vielleicht „längsten Datensatz der Welt“ und dessen Verschwinden im „Orkut der digitalen Geschichte“. Sie sammeln Daten bei facebook wie nichts anderes. Die „extrem begehrten Interviews“ waren weg. Eins davon ist das Nachfolgende und es konnte mit wenigen anderen gerettet und wiederhergestellt werden. Karl Johannes Schindler hat den „doofen“ (!!) Wigald Boning interviewt. Der ist gar nicht doof, sondern ziemlich intelligent, stellt sich heraus. Das Gespräch wurde am 16.07.2011 erstmals veröffentlicht.

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1397/11: Linktipp: iPhone-Benutzer können sich eine App herunterladen und dem „Rest der Welt“ helfend zur Seite stehen #wheelmap

Behinderungen - Rollstuhl

Behinderungen - Rollstuhl

Wilhelmine Luise Mencken wurde am 24. Februar 1789 in Potsdam geboren und starb am 02. Januar 1839 in Berlin. Der Vater Anastasius Mencken (geboren 1752 in Helmstedt; gestorben 1801 in Potsdam) entstammte einer alten Gelehrtenfamilie; er heiratete Johanna Elisabeth Boeckel, die Witwe eines Direktors der Königlichen Tabakfabrik in Potsdam. Durch diese Heirat konnte die Familie finanziell relativ unabhängig leben. (Klappentext von der Homepage, Link unten) – Wilhelmine Luise Mencken ist die Mutter von Otto von Bismarck.

Wir haben hier Raul Krauthausen vorgestellt, den Gründer des Vereins „Sozialhelden e.V.“. Und von einer App gesprochen, die man sich herunterladen kann. Das tat ich auch.

Am Samstagabend war ich in der Villa Luise im Gutshof Kladow. Das ist eine schöne Villa. Dort feierte ein Liebespaar seine Liebes-Hochzeit. Das war sehr schön. Während ich mich zu deren Gästen zu zählen hatte, ging ich einen Moment vor die Tür. Dann überlegte ich einen Moment: Nein, die Villa Luise im Gutshof Kladow ist nicht barrierefrei erreichbar.

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1394/11: Lied des Tages: Allein unter Gurken – performed by Olaf Maske

Banner Essen für Eigentümer, Mieter & Verwalter

Ist man ein Spinner, Träumer oder Idealist, wenn man sich kritisch mit Ernährung, Nahrungsbeschaffung, Kaufverhalten und Konsum auseinandersetzt? Der Berichterstatter ist seit ein paar Monaten als „bekennender Flexitarier“ unterwegs. Bewusst verzichten, weniger Fleisch essen, erheblich weniger. Lange nach Worten gerungen, im Entwurf war es der „Wochentagsvegetarier“. Ich musste der Sache einen Namen geben. Was Kurt Tucholsky schon längst herausgefunden hatte: Es gibt keinen Neuschnee. Längst hatten andere die Gruppe, der ich mich künftig zuordnen mochte, als „Flexitarier“ bezeichnet. Gut, das unterschreibe ich, bis auf weiteres und niemals gleich für immer. Momentan finde ich die Grundeinstellung, Flexitarier zu sein, äußerst sympathisch, gewinnbringend und im Grunde genommen ein Modell für eine bessere Welt ohne Massentierhaltung. Das erschöpfend zu vertiefen, verzichte ich hier bewusst. So wie auf Fleisch und, Leute, heute ist ein Wochentag im Leben eines Wochentagsvegetariers! Bis man mich davon überzeugt, dass es richtig sei, Tiere in Massen zu halten, sie zu schlachten und täglich große Mengen von ihnen aufzuessen.

Olaf Maske ist ein Berliner Musiker und „Kiez-Unternehmer“. Er verkauft „Kabel und Steckers“ am Bahnhof Westend, wo man ihn seit Jahrzehnten als feste Größe kennt und schätzt.

Ansonsten ist Olaf Maske auch „der vor dem Wind wohnt“. Dort hat er sich Gedanken gemacht über Globalkonsum, Fleisch essen, kurz: wohin das alles führt. Und witzig verpackt. In dem musikalischen Stück „Allein unter Gurken“ fasst Maske viele heiße Eisen an, von denen niemand behaupten kann, sie seien gar nicht existent.

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1383/11: Operation Aushang: Mit dem Hausaushang werden Außenanlagen-Arbeiten angekündigt und „Fahrrad-Messis“ vertrieben!

Aktion: Aushang für die Ewigkeit

Aktion: Aushang für die Ewigkeit

Kommt immer wieder vor: Jemand hortet tatsächlich immer mehr Fahrräder. Kann keins abgeben, will keins loswerden. Irgendwann sind fünf, sechs Fahrräder da, die überwiegende Anzahl davon bereits verschlissen oder Schrott. Wer sagt dem Mann nun, dass dies rücksichtslos ist ggü. den übrigen Hausbewohnern? Vielleicht ein Hausaushang? Na ja, sicher auch noch ein persönliches Gespräch. Es geht darum, generalisierende Lösungen für die Zukunft zu treffen, zu sagen: Bis jetzt war das okay, aber jetzt ist das nicht mehr okay. Es ist Zeit, dass sich was dreht.

Aushang & Hausmitteilung zur ‚Bauarbeiten, Fahrräder und Hausordnungsfragen‘

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten als Verwalterin mitteilen, dass an den Außenanlagen in Kürze Handwerkerarbeiten erfolgen werden. Die Maßnahme beruht auf Beschlüssen der Wohnungseigentümergemeinschaft und ist von langer Hand vorbereitet. Die Firma XY (* Name geändert) ist ausgewählt, zur Ausführung gelangen: Garten- und Landschaftsbauarbeiten zur Neugestaltung der Vorgärten sowie Neugestaltung des gemeinschaftlichen Fahrradstellplatzes im Hof. Dazu ist es notwendig, dass ab dem 10. Oktober 2011 die Fahrräder vom vorhandenen Fahrradständer entfernt anderweitig abgestellt werden, damit der neue Ständer installiert werden kann.

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1382/11: Due Diligence: Was man vor dem Ankauf eines Mehrfamilienhauses besser beachten sollte! #Tipps & Tricks

Wissen ist Macht: Due Diligence (Quelle: gotthal.de)

Mehrfamilienhäuser sind in der Regel bewohnte Häuser, in denen Mieter gegen Entgelt wohnen. Oder Eigentümer, die ihre Wohnung erworben haben. Die Wenigsten machen sich hingegen klar, wie viele weitere Bewohner so ein Haus hat. Je älter das Haus, desto größer die Gewissheit, dass neben den „Offiziellen“ auch jede Menge Inoffizielle im Haus leben. Manche davon mit drastischen Folgen für die Offiziellen. Bis zum Auszug der Offiziellen, weil das ganze Haus saniert werden muss. Zu prüfen, wie viel Sanierungsbedarf bzw. Entwicklungsmöglichkeit in einem Haus steckt, kann man „Sorgfalt“ nennen, oder auch „Due Diligence“. Weil die Zeiten einfach so modern sind. Und wir uns damit beruflich befassen. Manchmal.

Kurz gesagt ist bereits diese Überschrift irreführend: Jeder Ankauf eines Mehrfamilienhauses ist eine ganz unterschiedliche Sachlage. In jedem Hause atmet ein persönlicher Geist, der jedem, der zu vieles heißt, von hinten in den Allerwertesten beißt. So könnte man rüttelreimend auf den Berichtstrip gehen und sagen:  Jedes Haus ist anders und in jedem Haus musst Du andere Sachen „ankieken“. Vorsicht ohne Nachsicht ist die Rücksicht auf die Gesamtsicht:  Sie ist das Gegenteil von Naivität, Einfältigkeit und Blauäugigkeit und die Mutter der Porzellankiste. Due Diligence ist der moderne Begriff, den ein jeder Immobilien-Tycoon gern verwendet, den aber kaum einer richtig versteht. Wir Berichterstatter und Leser natürlich ausgenommen.

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1379/11: Bürowissen: Das Wesen des Rundschreibens, Bratfett, Büro 2011, Überholungsanstriche, von Vögeln & der Wirklichkeit

Bürowissen 01.2011: Rundschreiben

Bürowissen 01.2011: Rundschreiben

Durch die viel schnellere Versendbarkeit von Texten in digitaler, elektronischer Form ist der Stil, die Güte und die Qualität von textlichen Verbreitungen nicht angestiegen, im Gegenteil: Kaum jemand macht sich noch die Mühe, das zu versendende Schreibwerk einer vorherigen Qualitätsprüfung zu unterziehen. Ich schreibe schnell, am besten via Smartphone, also bin ich. Nachdenken ist hinterher, kein Problem. Dabei ist bewusstes Schreiben wie Bratfett: Es öffnet die Poren und lässt den Bratensaft fließen. Die Essenz eines gutgemachten Textes verfehlt ihre Wirkung nicht. Oder war es umgekehrt? Und siehste? Mein Überflüssigkeits-Transponder wies mich gerade schon auf die Fragwürdigkeit dieser Einleitung hin!

Berlin, Büro 2011, das organisierte und wohldurchdachte Büro, die Schreibwerkstätte für den modernen Menschen. Der sich Gedanken macht, ob er bereit ist, mit seiner Tätigkeit die Welt zu retten. Und Rundschreiben, die gar nicht rund sind, sondern eckig, kantig. Auf holzfreiem Papier, immer öfter aber auch digital, als Email. Und unter dem Rundschreiben steht noch: „Überlegen Sie, ob sie diese Email ausdrucken, der Umwelt zuliebe!“ Ja, das papierlose Büro lebt. Wenn auch sichtbar nichts mehr passiert, also Schriftstücke per Post verschickt werden und den Besitzer wechseln. Das Rundschreiben ist auch eine Art Agitationsbühne, von der aus wir virtuell die Geschicke der Gegenwart steuern und die Zukunft schriftstellerisch beeinflussen möchten. Doch vor dem Versand kommt noch die „Korrekturhilfe“, und erst ihr Einsatz macht uns klar, wie wir in der Lage wären, die Welt zu verändern.

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1378/11: Elternabend: Am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Berlin-Zehlendorf geht es um Lehrerballett und Elternskills

Skurril: Eltern & Rosétrinker (Zitat des Tages)

Skurril: Eltern & Rosétrinker (Zitat des Tages)

„Kind, mach bitte deine Schule ordentlich, ja? Sonst musst du später Straßenmusiker werden.“ -„Au ja, Mama, fein! Aber, Mama, für Straßenmusik braucht man Abitur, oder?“

Irgendwie ist jetzt Alltag eingekehrt. Seit Beginn dieses Schuljahres haben sich die Kinder in der neuen, siebenten Klasse am Droste-Hülshoff-Gymnasium irgendwie eingelebt. Ihre Schulsituation hat sich stark geändert. Aus der Grundschule „mit Dank entlassen“, hoffen sie nun auf ein Abitur „in spe“. Doch langsam: Zuvor gilt es ein Probejahr durchzuhalten und in die Klasse 8 versetzt zu werden. Erst mit Bestehen des Probejahrs, früher Probe-Halbjahres, gilt man als „aufgenommen am Gymnasium“. Die Versetzung reicht. Ein Jahr der sorgfältigen Prüfung. Gut Ding will Weile haben.

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1371/11: Internationale Fragen: Das internationale Bild von uns als Berliner ist im Wandel begriffen! Offenbar positiv!

icon Internationale

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 CURRYWURST O TRADICIONAL HOT DOG DE BERLIM (via Youtube) 

International: „Ihr Schuldner muss kein Russisch können. Er wird uns auch so verstehen!“ #Inkasso-Team Moskau (nicht verlinkt, sicherheitshalber!)

Und in der Tat: Wir haben der Currywurst immer wieder gehuldigt hier. Fleischgewordener Traum. Mit oder ohne dünnen Darm.

Wie das Ausland uns Berliner sieht, das hat sich doch stark gewandelt. Waren wir früher bei dem Amis „The Krauts“ und benannte man auch gleich sämtliche Musik aus diesem, unserem Lande sicherheitshalber so: „Krautrock“, so sind wir heute vom Vegetarischen zum bloßen Fleischfresser verkommen: Wurst, Currywurst und dazu „Joa, wir soan mit´m Radl da!“

Wir sehen unsere ausländischen Nachbarn ja selbst durch manch skurrile Brille: Dass das umgekehrt genau so ist, darf dann nicht verwundern. Guten Appetit

Currywurst o tradicional, das sei ein „Hot Dog de Berlin“. Von wegen! Und hätten wir jetzt einen „kleinen Grenzverkehr“ mit denen, die das behaupten, ja dann……

Suchtipps: Currywurst, Curry36, Wurst (auf gesichtspunkte.de)