1810-15 – Zielfinder: Von Räuberbraut Jenny und Ferrero´s Nüsschen. Mit Frizz Feick woanders und hier. Woanders und Bier! #LiedDesTages

Unity 'unique' - Verschmelzung, Adaption

_icon Tageslied/Lied des Tages

Frizz.Feick_Frittenbude

Michele Ferrero, italienischer Firmenpatriarch, ist 89jährig gestorben. Was bleibt? Nutella. Ganz sicher!

In Berlin-Reinickendorf gibt es Ärger mit der Gasthermenwartung, regelmäßig.

Bzw. findet diese so nicht statt. Also verabredungsgemäß. Die Mieterstruktur im Hause ist halbwegs heterogen: Sie verstehen sich ganz überwiegend miteinander, aber teils ist es auch ein Durcheinander.

Der Verwalter hat sich vorgenommen, die Gasthermenwartung im Hause erfolgreich als Mieterpflicht durchzusetzen. Aus Sicherheitsgründen. Einer im Haus hat eine stillgelegte Therme, weil er der Gasag was schuldig blieb. Jetzt soll er heimlich mit Ofen heizen. Heimlich, an der Hausverwaltung vorbei. Heimlich, still und leise. Er bekommt Hartz IV schon seit Jahren. Die Nachbarn im Hause sagen, er betreibt Hundesitting, heimlich, still und leise, an Hartz IV knapp vorbei. Im Haus ist es nicht heimlich, still und leise. Alle wissen Bescheid.

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1809-15 – Positionen: Wie beurteilt man ein Angebot, das ca. 50% über den „anständigen, ortsüblichen Preisen“ liegt?

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Positionen

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Jeden Morgen steht ein Doofer auf.

Die Baubranche hat Ecken und Kanten, das ist bekannt. Überflüssig darüber noch ausführlich zu reden. Vieles ist bereits gesagt.

Doch wie geht man mit der Baufirma um, wenn sie ein Angebot erstellt hat und das Angebot ist -sagen wir mal- extrem teuer? Richtig: Man sucht sich eine andere Firma, die einen vernünftigen Preis anbietet.

Nach einem Brandschaden vor längerem in Berlin-Lichtenberg hat sich die Verwalterin dazu durchgerungen, den Versicherungsschaden „an sich zu ziehen“. Die Eigentümerin ist finanziell durch und hat keine Lust (oder keine Kraft) sich noch zu kümmern.

Die Verwalterin ist an sich nicht zuständig: Das Sondereigentum hat gebrannt. Da die Eigentümerin nichts unternimmt, drohen die Ansprüche an die Gebäudeversicherung verlustig zu gehen. Das kann nicht sein: Das ist Geldvernichtung mit System.

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1807-15 – Pfoto des Tages: George Harrison, die Erfindung des Selfies, das „Om“ und die Weiterentwicklung von Katzenbildern im Internetz

Tibetanisches Om als Halskette

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Erst vor wenigen Tagen mussten die Beatles hier Schnee schippen. Heute ist es schneefrei, weiß ist nur das Kristallsalz aus dem Himalaya. Kaschmir für Pullis, Pullover und Schals oder als Musikbegleitung härterer Gangart. Direkt im Berliner Speckgürtel, in Indien, wandelte 1966 der sinnsuchende, stille Beatle George Harrison zum Taj Mahal und fertigte Selfies an: Dabei sind es nachweislich nicht die ersten ever.

Selfies haben eine längere Geschichte. George Harrison hat schon als 23-jähriger Beatnick gern Fotos von sich selbst angefertigt, mit einem Fischauge. Die Fotos entstanden während erster Indien-Reisen, als George zunächst ohne die weiteren drei Beatles aufbrach, das Sitar-Spiel zu erlernen. Der Großmeister dieses Instruments Ravi Shankar brachte es ihm bei. Die Freundschaft hielt ein Leben lang. Beide Freunde sind tot und demzufolge neu im Paradies vereint.

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1806-15 – Elchtest: Das Erste, ZDF, Zuschauer-Apps, fliegende Schweine, dysfunktionierende Maschinen, Apfelschälapparaturen – Ein Überblick

Bewertung: 1 von 5 Sternen

Mit dem Zweiten sieht man besser #zdf

Die Kraft des Faktischen bestätigt sich in der vorhergegangenen Fernseh-Gernsehwerbung. Der Spruch „Mit dem Zweiten sieht man besser.“ ist durch einen Elchtest von gesichtspunkte.de im Kern wie folgt bestätigt.

Das Szenario ist folgendes:

Familie hat einen VDSL 50-Anschluss mit daher guter Performance. Über den WLAN-Anschluss im Hause gucken die Liebsten (Kinder) und die Eltern hier und da auch streamingartige Inhalte an. Hochattraktiv: Das Angebot der öffentlich rechtlichen Sender, in Mediatheken nachzuschauen und verpasste Sendungen noch anzusehen. Beispiel: Der letzte „tatort“.  Doch hier ist die Gernsehfernsehfreude eingetrübt: Besonders das Sendeangebot der ARD-mediathek ist einfach nur störanfällig. Das Ergebnis mehrerer Tests lässt sich wie folgt zusammenfassen.

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1805-15 – Alltag: Wetter macht´s möglich: Beatles Reunion zum Schnee räumen, Wettervögel und Tupperbestattungen #Satire

Beatles - Abbey Road-Adaption

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Beatles - Abbey Road-Adaption

In schweren Zeiten zusammen stehen oder „Come Together„: Wettervorhersagen in diesen Tagen geht es nicht gut. Dabei schneit es gerade jetzt immer wieder. Widerlich.

Der TV-Meteorologe Ben Wettervogel (englisch: Weatherbird) ist tot, melden verschiedene Medien (u.a. hier). Das hat die Fab Four – die Beatles – bewogen, sich post mezzo mortem, zwei sind schon tot, zusammen zu raufen und selbst die Schneeschippen in die Hand zu nehmen. Das Bild entstand in der Nähe des Aufnahmestudios der Band in London Abbey Road. Hier die Webcam. Die Weather Girls sollen Backing Vocals singen. Die Prince-Komposition „Sometimes It Snows In April“ soll aufs neue Album, wenn sich die Wetterlage für März/April klärt. Jörg Kachelmann ist vertraulich angefragt. Er hat stets zutreffende Statistiken parat einschließlich Würdigung und Einordnung der Vorhersagequalität von Wetterkollegen und -kolleginnen.

Unterdessen meldet der Postillon neuartige Bestattungsbehältnisse der Firma Tupperware. Erhältlich sind sie nur im Direktvertrieb bei Tupperparties, die „Leichen-Schmäuse“ genannt würden. Laut Elfriede Tupper-Ware handelt es sich um einen boomenden Wachstumsmarkt, denn es stürben immer mehr Menschen, woran auch immer. Die Produktnews des Postillon sind hier übersichtlich verlinkt.

1804-15 – Positionen: Das Auge isst mit…beim Rohrreinigungs-Notdienst, der Sanitätsgefreite Neumann lässt grüßen

Rohrreinigung

Frau Wirtin hat auch einen Arzt, der Opernmelodien farzt. Da ist er Virtuose, doch wenn er Wagner blasen soll, dann geht es in die Hose. (zeitgenössische Zote, 19. Jhdt.)

Alle Jahre wieder steigt irgendwo ein Abwasser an. Eklig. Und unverabredet, das ist noch schlimmer. Inkrustrierungen sind schuld oder Hinterlassenschaften der Damen, häufig: Intimtextilien (Tampons, Binden u.v.a.). Das schafft Stauraum.

Wie immer holt man einen Rohrfreidienst. Der hat eine lange Spirale. Und ein Firmenlogo. Die Nachfolgefirma dieser Firma, die im Oktober klammheimlich „aus Altergründen“ ihr Büro geschlossen hat und der damalige Abteilungsleiter, der eine neue Firma klammheimlich gegründet hat bekommt jetzt Aufträge an die alte Firma per Email an sich weitergeleitet. Einen richtigen Auftrag braucht er jetzt schon, also an die neue Firma. Aus klammheimlich wird hochoffiziell, sich jetzt kurz wenigstens einmal vorstellen. Wir nehmen Ihr Geld gern. Guten Tag, mein Name ist Gülle Gülle und ich bin jetzt Ihr Abwassernotdienst. Aha. Die Firmenvorstellung selbst ist hässlich: Die haben keine Ahnung von Firmenlogos und einer Gestaltung ihres Erstauftritts. Die Grafik lässt sich wie Balken biegen.

Das Klammheimliche ist jetzt allerdings weg. Klartext reden.

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1803-15 – Nachruf: Richard von Weizsäcker

Kerze

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Die Bitte an die jungen Menschen lautet:
Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Haß
gegen andere Menschen,
gegen Russen oder Amerikaner,
gegen Juden oder Türken,
gegen Alternative oder Konservative,
gegen Schwarz oder Weiß.
Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander.
(Richard von Weizsäcker, Auszug Rede 08. Mai 1985)

Anstatt vieler Worte ein kurzes Zitat im Banner und ein weiteres aus dem Ende der Rede des damaligen Bundespräsidenten vom 08. Mai 1985 vor dem Deutschen Bundestag. Seine Bitte in der damaligen Rede an die jungen Menschen erscheint uns heute aktueller denn je. Der Wortlaut der kompletten Rede ist hier nachzulesen.

1802-15 – Kommentar: Darf oder sollte es ein Vergessen geben? – Von Tagesschau-Kommentatoren, Hugo Egon Balder und Dresden

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„Es gibt keinen Schlussstrich“: Kommentar zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

„Es gibt keinen Schlussstrich in der Geschichte – in keiner. Klar, lieber erinnern wir uns an Karl den Großen, Bismarck oder die Wiedervereinigung – aber Auschwitz ist nun mal passiert. Wieso sollten wir ausgerechnet das Kapitel der Judenverfolgung hinter uns lassen? Dieser Teil unserer Geschichte ist in seiner Abartigkeit so einzigartig, dass er gar nicht vergessen werden kann.“ Von Anja Reschke (NDR)

Ganz ehrlich, Hand aufs Herz: Normalerweise mag ich die Übung der öffentlich Rechtlichen nicht, wenn in der ‪Tagesschau‬ Kommentare im Rotationsprinzip, fair und ausgewogen, für den Senderländerproporz, gesprochen werden dürfen: Dieser Kommentar in der Tagessschau allerdings trifft mich mitten ins Herz und ich begrüße ihn mit Zustimmung. Und deswegen verteile ich ihn noch einmal weiter. Mit Dank dafür.

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1801-15 – Positionen: Böses Blut und die Farbe Lila

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Die Farbe Lila (Auszug aus dem Film)

Leitsatz „Ein nachgewiesener Durchsetzungsgrad von mindestens 50 % reicht auf einem sehr engen Warengebiet (hier Tapetenkleister) aus, um eine Verkehrsdurchsetzung einer abstrakten Farbmarke (hier: Farbe Lila Pantone 258) zu bejahen, wenn weitere maßgebliche Gesichtspunkte hinzukommen, insbesondere eine überragende Stellung im Markt mit einem Marktanteil zwischen 59 und 71 % über einen Zeitraum von 10 Jahren.“ – Leitsatz des Bundespatentgerichts im Tapetenkleisterprozess

Ich mag den Film „Die Farbe Lila„. Seit ich ihn gesehen habe, ging er mir nie wieder aus dem Kopf.  Der Film spielt im Berliner Speckgürtel, in den Südstaaten von Amerika.  Eine namhafte Tapetenkleisterherstellerfirma hingegen hat die überragende Verkehrsbedeutung der Farbe Lila 2008 gerichtlich zum Gegenstand der Allerweltsgeltung gemacht. Telekomähnlich, deren magentafarbener Farbsalat die Kunden beeindrucken möchte. Welche Farbe hat eigentlich böses Blut, frage ich mich?

Ich habe keine Antwort. Seit dem Film steht fest: Wir singen, tanzen und schreien, weil wir geliebt werden möchten. Wenn wir nicht geliebt wurden, schlagen einige Anderen den Kopf ab und halten ihn in Videokameras für Youtube. Beziehen sich auf Gott.  Wird Gott sie nun dafür lieben? Wie er auch heißt, in jenen Landstrichen? Für Tapetenkleister und Telekommunikation aber gilt: Einige klagen vor Gericht. Das nennt man „zivilisiert“: Siehste, wieder was gelernt.