269-10 – Lied des Tages: Ich bau dir ein Haus aus Schweinskopfsülze (Die Doofen)


Paul singt Schweinskopfsülze (via Youtube)

 Sülzen erhalten ihre Festigkeit durch leimgebende Stoffe, die vor allen in den Knochen und Geweben von jungen Tieren, wie Kalb und Schwein, vorhanden sind. Durch langes Auskochen von Kalbs- oder Schweinsfüßen in reichlich Wasser werden diese leimgebenden Stoffe gelöst und geben nach dem völligen Erstarren der Sulzbrühe ihre Festigkeit. Leimstoffe sind gesund und leicht verdaulich.“ (Quelle: Hedwig Maria Stuber – Ich helf dir kochen, Originalausgabe 1955)

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Ich helf dir kochen! (Kochbuch, Erstausgabe 1955)
Ich helf dir kochen! (Kochbuch, Erstausgabe 1955)

Wigald Boning und Olli Dittrich waren vor längerem unterwegs als von der Restcrew absorbiertes Schlagersprengsel Die Doofen. Ihren Ausgangspunkt nahm ihre Karriere in der von Hugo Egon Balder initiierten Sendereihe Samstag Nacht. Dort erspielten sich die beiden Herren ihre ersten, allerdings wohl beachteten Vorschusslorbeeren für das, was hinterher noch kommen musste. Unausweichlich musste. Allerdings ist bis heute eines unerschütterlich wahr und so allerdings auch noch niemals von irgendeiner Hausverwaltung in Deutschland gesagt worden: Häuser aus Schweinskopfsülze gelten als zu verwaltende Objekte, bzw. Liegenschaften der Kategorie B, also nicht als erstklassig. Als brancheninterne Plaudertausche geben wir dieses Wissen damit heute weltweit zum ersten Mal einer interessierten Öffentlichkeit preis.

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268-10 – Foto. Podcast: Erstaunlich, erstaunlich – dadideldum, der Objektverkauf geht um…

Hausaushang in Zehlendorf - Parkplätze
Hausaushang in Zehlendorf - Parkplätze

Erstaunlich, erstaunlich, was Hausaushänge uns so alles erzählen. In diesem Fall befinden wir uns am Sprungschanzenweg/Ecke Riemeisterstr. in Berlin-Zehlendorf. Ein namentlich nicht genannter Investor aus Übersee hat sich die Urberliner Hausverwaltung vor längerem einverleibt und nun auch hier Wohnungseigentum draus gemacht. Die alte Siedlung aus den Zwanziger-Jahren war immer eine beliebte Wohngegend mit Wassernähe. Unweit von dort ist die Krumme Lanke am Rumlungern. Ein beliebtes Wohngebiet, wenn auch hier und da die Wildsauen (mugshooting.de – Bericht März 2009)  los sind.

Im Objekt wohnen überwiegend ältere Mieter. Man wohnt hier schon seit Jahren, Jahrzehnten. Einiges ist hübsch gemacht worden, aber nicht aus Liebe zum Detail, sondern weil jetzt umfassende Privatisierungspläne anstehen. Ein bisschen sozialistisch: Wohnungseigentum für alle. Bzw. für diejenigen, die sich Wohnungseigentum leisten können. Alles wird versilbert, und wie wir sehen, auch die Parkplätze.

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267-10 – Twitter Weekly Updates am 31.01.2010, Wochenschau

265-10 – Foto. Podcast: Foto des Tages – Der verwechselte Schuh des Manitou…

Tchibo Logo (Quelle: Homepage)
Tchibo Logo (Quelle: Homepage)
Verwechslung! Der Schuh des Manitou...
Verwechslung! Der Schuh des Manitou...

‚Suche meinen linken, grauen Winterschuh‘ annonciert die Suchende. Ein Winterschuh ‚von Tschibo‘ – ist das nicht ein Kaffeeröster? Aus Tschibouti?

Ach, Tchibo meint sie. Und nicht Dschibuti, wenngleich er inzwischen längst dort sein könnte. Manchmal wünscht man sogar Menschen dorthin. Auf die Reise würde man sie schicken mit NCB-Airlines (never come back-Airlines), am besten. Vertauscht wurde der Schuh in der Schulschleuse der Turnhalle, vermutlich beim Kaffeeklatsch. Oder war’s der Sohn? Es ist, wie es ist. Wer den Schuh hat, wundere sich nicht weiter, ein ungleiches Paar Winterschuhe zu tragen, sondern tausche den halbhohen, linken Klettschuh wieder gegen den fehlenden Pumps aus, damit das eigene Outfit wieder stimmig ist. Rückgabeanmeldung gern an die Redaktion. Aus Datenschutzgründen ist der Name der Verfasserin (selbstverständlich) geschwärzt, ähem, geweißelt und daher nicht mausgrau. 

(Fotografiert in Zehlendorfer Grundschule)

264-10 – Firmenbewerbungen: Kompetenz und Realität, Anspruch und Erfüllung

Ach, ist der Rasen schön grün.

Häufig bekommen wir Anrufe von Firmen, die bei uns anfragen, ob sie sich bewerben dürfen. Meist sind diese Telefonate eigentlich schnell beendet. Denn die Grundaussage ist: Wir haben gute Firmen, wir wollen neue nur ausnahmsweise überprüfen und uns nicht täglich aufs Neue fragen, ob neue Besen besser kehren als alte. Denn bekanntlich liegt im stetigen Wechsel der Handwerksfirmen nicht nur das Glück selbst, sondern auch die Gefahr, auf unangenehme Geschäftsverbindungen zuzugreifen. Natürlich machen wir im Zeitpunkt der Initiativbewerbung des Handwerkers nur beste, gute Erfahrungen.

Dieser Tage bewirbt sich auch die Firma Reichelt aus Kleinmachnow (Berliner Umland, berolinisch: Berliner Speckgürtel), ein Garten- und Landschaftsbauer, der ‚die grüne Kompetenz‘ (Eigenwerbung) darstellt. Die Bewerbung erfolgt papieren per Post und man bedankt sich für das freundliche Telefonat. Gab es das? Ich hab es nicht geführt, siehe oben. Das macht nichts. Denn weil es so ein nettes Gespräch gewesen sei, so haben wieder andere die Post beachtet und man vermutet eine Art Verabredung zum Glück. Ah, das Angebot, tätig werden zu wollen, ist verabredet und wird erwartet.

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263-10 – Lied des Tages – Monotonie in der Südsee (IDEAL), von wegen Langeweile


Monotonie, Ideal (1982) – via Youtube

„Adel Tawil wurde als erstes von drei Kindern arabischer Einwanderer geboren und wuchs in Berlin-Spandau auf. Sein Vater Salah ist Ägypter, seine Mutter Fatima Tunesierin. Tawil hat einen jüngeren Bruder, Hatem, und eine jüngere Schwester Rascha. Adel ist mit der ehemaligen GZSZ-Schauspielerin Jasmin Weber verlobt.“ (Quelle: wikipedia – Adel Tawil)

Alles andere als Monotonie, Langeweile, dürften inzwischen all jene Kosmopoliten haben, die bedenkenlos und zur eigenen Freude hin- und herjetten. Die Zeiten haben sich geändert. Noch 1982 besang die legendäre Berliner Formation IDEAL zuerst die Blauen Augen und dann auch die gähnende Langeweile, Prokrastination, in der Südsee. Heute ist überall richtig was los. Wer dem Tiger auf seiner Spur folgen will, muss intensiver nach ihm suchen, und ob’s noch welche in Eschnapur gibt, who knows? Wer noch im letzten Sommer nach Hawai jettete, um den Kopf zum Tauchen unter Wasser zu halten, muss aktuell noch längst nicht Spendentausender nach Haiti gespendet haben. Am anderen Ende der Welt gewesen zu sein, heißt noch lange nicht, mit anderen Ländern fühlen zu können. In Haiti sind rund 8.000 Strafgefangene nach dem Erdbeben freigekommen und vergewaltigen nun Frauen und Mädchen, berichtet die Agentur AFP heute.

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262-10 – Skurril: Aus der Schneebeseitigungsstatistik des heutigen Tages

Skurril: Vorsorge ist besser als Heulen
Skurril: Vorsorge ist besser als Heulen

Eine Wohnungseigentümerin aus Berlin-Wilmersdorf meldet um 11:32 Uhr wie folgt:

falls sich jemand freut, dass der Eingang vor Haus 67 (* geändert) teilweise gefegt  ist, soll er sich nicht über den beauftragten Winterdienst freuen, es  war  nur Frau Meier (* geändert). Bis jetzt ist heute noch kein Winterdienst hier  gewesen. Vor Haus 46 ist es ganz schlimm, festgetretener antauender Neuschnee, nichts gefegt, nichts gestreut. Heute nacht wird es wieder  überfrieren. Wem nutzt die Versicherungssumme, wenn er gefallen ist? Mir und den meisten anderen jedenfalls nicht. Mein Motto ist: Vorsorgen ist besser als heulen. Deshalb habe ich zur  Selbsthilfe gegriffen.
Es grüßt Sie, Frau Meier“ (aus der 1. Email)

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261-10 – Polaroid des Tages: Autsch, das wird nass, wenn nicht gleich…

Polaroid des Tages - Regenfallrohr (Kreuzberg)
Polaroid des Tages - Regenfallrohr (Kreuzberg)

Tagestipp: Gegen die Vorboten einer Erkältungskrankheit dürfte eine eigens hergestellte Hühnerbrühe sehr gut helfen! Gutes Rezept, auch dazu: Rezeptewiki.org – zur Heilung mit Brühe: Melanie Kirk-Mechtel (Link unten)

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Hühnersuppe mit Grießklößchen (Andreas Kaiser, rezeptewiki.org)
Hühnersuppe mit Grießklößchen (Andreas Kaiser, rezeptewiki.org)

Autsch, das sieht besorgniserregend aus. Es kam eine Schadenmeldung aus Berlin-Kreuzberg mit fotografisch gut dokumentiertem Mangel. Der Digitalfotografie sei Dank. Noch ist es ziemlich kalt, nichts zu befürchten. Jetzt noch ein bisschen Sturm und schwupps, liegt das Ding unten. Oder haut jemand den Kopf weg. Jetzt weiß die Verwalterin, es muss reagiert werden: sonst gibt’s eventuell auch Ärger bei Schadenfällen und wenn die Versicherung davon erfährt. Oder es folgt (wieder,  erneut) die Schneeschmelze: Dann suppt der Wacholder Schnee von der Dachfläche.  Fassadenkletterer, hilf schnell. Gut, auch hier nochmal nachzusehen, berolinisch gesagt: ‚Umme Ecke‘. Ob da nicht auch was zu machen ist?

(Danke, Horst)

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