Loriot alias Vicco von Bülow, geboren am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel, ist Montagnacht, am 22. August 2011 in Ammerland am Starnberger See an Altersschwäche gestorben. Die Bestattung findet im engsten Familienkreis statt. (Website diogenes-Verlag hier)
Der Diogenes Verlag teilt das auf seiner Website mit.
Loriot ist tot, wie schmerzlich. Ein großartiger Mensch, ein Herzensbrecher, Held, Satiriker, Kritiker spießbürgerlicher Normen und rundherum ein Vorbild. Wie oft in meinem Leben wünschte ich mir, eine Sache ähnlich der Herangehensweise von dir, Loriot, zu antichambrieren, um sie der Lächerlichkeit preis zu geben und den Nachweis zu führen, dass die Welt vollkommen irre geworden ist? Oder war sie eigentlich schon immer?
Nach einem Ausflug in die Welt des Kabaretts am Düsseldorfer Kom(m)ödchen spielt sie dann 1983 die Rolle, die ihr Leben nachhaltig verändert: In der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicalwelterfolgs „Cats“ in Wien übernimmt sie den Part der Grizabella. „Erinnerung“ wird zu ihrem Erkennungslied und macht Angelika Milster zum Musicalstar Nummer Eins im deutschsprachigen Raum. (Biografie, Angelika Milster, Homepage, Link unten)
Also, wie gesagt, nicht „flach auf den Boden legen“ und „Hilfe vom Hundehalter abwarten“, sondern Hunde bitte weg. Schildunikat, vermutlich, gesehen in Berlin-Zehlendorf: Oder kennt jemand das als vorgedrucktes Schild? Worüber die Leute sich bei google+ mit Abstand am meisten hin- und herposten, hat Sascha Lobo neulich veröffentlicht: über Katzen.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass nun unsere Zugriffszahlen mit Sicherheit explodieren werden. Oder? Sex sells? So´nen Quatsch: „Cat sells“! Miau!
Ein schneller Schluck bei Heinz & Inge, Berlin-Mitte
Der perfekte Laden um Bier zu trinken! Manchmal stinken die Klos 🙁 (Usermeinung von XzuXzu auf qype, Link unten)
Endlich Schluss mit den hartnäckigen „Gerüchen“ um das „Kneipensterben“, „Rauchverbot“ und alle anderen mäandernden Meinungen. In Berlin-Mitte ist „seit 1983“ ein gastronomisches Ausnahmepärchen am Start: Heinz & Inge bieten einen „schnellen Schluck“ an, und das nun schon seit so vielen Jahren, wie die Beschriftung des Schaufensters insgesamt gesehen beweist. Niemand hat beim Vorbeiflanieren Leichengeruch bemerkt und es heißt auch nicht umgekehrt: „Das schnellste aller Dinge ein schöner Schluck bei Heinz & Inge“. Eventuell ist es ja „das längste aller stadtbekannten Dinge“, das am längsten Währende, ein Schluck auf die Ewigkeit. Rülps.
[iframe_youtube video=“hAGw_k20gsY“] Aquabella – Fisch im Wasser (a cappella) – Original: Nina Hagen (via Youtube)
Was die Fischerei angeht, so können wir uns nur dringend wünschen, dass Fische, Krebse, Krabben und anderes Meeresgetier hoffentlich bald nicht mehr „unter menschlichen Bedingungen“ aufzuwachsen beabsichtigen. Denn das wäre wohl ihr sicherer Tod! Wir müssen für die maritime Weltbevölkerung „ein paar Blasen blubbern“ lassen. Küstenfischer bekommen bald alle „FISCH4“, das ist das maritime Gegenstück zum Lebensunterhalt „HARTZIV“. Einerseits. Andererseits können wir unsere Eingangsempfehlung, mehr Fisch zu essen, guten Gewissens kaum noch empfehlen! Denn: (Zitat) „die europäischen Meere steuern auf eine Katastrophe zu. Die Mehrheit der Fischbestände ist überfischt. Wir subventionieren die fischvernichtenden industriellen Fischereiboote und einfache traditionelle Fischer können ihren Lebensunterhalt nicht mehr verdienen. Wenn sich nicht bald etwas ändert, werden unsere Kinder den Fisch nur noch aus Geschichtsbüchern kennen.“ (Ende Zitat, Link zur Erklärung hier)
Auch wenn Fisch ohne jeden Zweifel, gesund aufgewachsen vorausgesetzt, nur positive Ernährungs-Rahmeneckdaten bildet, könnte er bald der Vergangenheit angehören. Da wir uns jüngst an der Ostsee aufhielten und „die trübe Brühe“, durchsetzt mit Algenteppichen, Menschenmüll und stinkendem Hafenbecken (in Dänemark) Eindruck hinterließ, waren wir umso erfreuter, heute eine Website „zu fischen“, die Angela Merkel an „Lohn & Brot“ von Küstenfischern, traditionellen Fangmethoden und einst gegebene Versprechen erinnert. Nun, Schnitt, Berlin, Weigandufer: Meine Damen und Herren, es geht auch anders! Vollkommen bedenkenlose Binnenfischerei listet zum Zwecke der Beweisführung das kurzweilige, lustige und spannende Projekt „notes of berlin“ auf der Fotoblog-Website auf.
Praxistipp: Man kann diesen Text bspw. ausdrucken und im Treppenhaus als „Sichtaushang“ aushängen! Vielleicht gibt er ja den Bewohnern zu denken und informiert sie in praxisgerechter Art und Weise darüber, was man besser machen kann. Bzw. was uns allen lieber nicht passieren möchte….
Vorkommnisse der letzten Tage erregen auch unsere Aufmerksamkeit. Es geht um „Trickdiebe“ bzw. „Trickdiebinnen“, einiges davon lässt sich aus dem Polizeiticker Berlin herauslesen. Dass auch in unseren Verwaltungsobjekten, so wie in Berlin-Wilmersdorf, dieser Tage Trickdiebinnen ein- und ausgehen, können wir zwar noch nicht mit letzter Gewissheit sagen, könnte sich aber herausstellen. Betroffen sind in der Regel „alte Menschen“, also Menschen, die angesichts ihrer eigenen körperlichen Verfassung nur schwer durchschauen, wie ihnen geschieht. Teils gehen die Trickdiebe auch recht gewitzt vor, wie die Meldungen im Wortlaut zeigen. Aus gegebenem Anlass bilden wir auszugsweise ein paar Meldungen der Polizei Berlin ab und weisen hierauf ausdrücklich hin.
Die Qualität des „googlens“ (Rechtschreibung nicht überprüft) in Bezug auf Fachfragen zum Bereich Wohnungseigentumsrecht ist von fragwürdiger Qualität, wie das auch für gebrauchte Autos, Waschmaschinen, Saftpressen und das Mietrecht gilt. Eine Vielzahl von Antworten auf eine Suchanfrage bedeutet noch nicht, dass man die richtige Antwort bekommt. Eher bekommt man ganze Sammelsurien verschiedener, vollkommen subjektiver Meinungen von „Autoren“, deren Qualität im Übrigen häufig „unter aller Sau“ ist. Problematisch: Man erkennt den Wissenshintergrund von „Alleswissern“ häufig nicht. Dies hat der internetaffine, belesene Mensch klug mit zu bedenken. Wie auch beim Thema „Badlüftungen“
In Berlin-Wilmersdorf stinkt es im innenliegenden Bad des Mieters. Es ist der, der gern schreibt, manchmal auch nachts, ein bisschen poesieartig und dann verschickt er die Poesie elektronisch an seinen Vermieter. Der schickt uns dessen Poesie und „Nachtgedanken“ dann mal zu, bis wir uns das schließlich verbitten und darauf verweisen, dass wir nicht beauftragt sind, den Mieter zu verwalten. Sind wir nämlich tatsächlich nicht. Der Vermieter ist Wohnungseigentümer und will Zusatzkosten für eine entgeltpflichtige Zusatz-Dienstleistung namens „Sondereigentumsverwaltung“ einsparen. Und doch uns klären lassen, was der Mieter anficht. Dass es jetzt im innenliegenden Bad stinkt, erfahren wir folglich erst zu einem späteren Zeitpunkt, am Tag der Versammlung der Wohnungseigentümer.
Manchmal führt Nachdenken zu Ergebnissen, manchmal ist auch Kommissar Zufall im Spiel. Der Frage „Was macht eigentlich die Senatsreserve heute?“ bin ich verschiedentlich und ohne jedes Ergebnis nachgegangen. Bis mich Kommissar Zufall in Heiligenhafen (Ost-Holstein, Ostsee) in einen Supermarkt führte. Ich schickte mich an, einen Segeltörn zu bevorraten und da stand sie dann plötzlich: die Fleisch gewordene Lust meiner Kindheitserinnerungen!
Das waren noch Zeiten: Als Kinder aßen wir die, wenn der Senat seine Bestände verkloppte. Ziemlich gern. Die Westberliner Bevölkerung wurde gegen eine drohende Wiederholung der Berlin-Blockade eingedeckt. Wikipedia verzeichnet dazu alle erhältlichen, guten Informationen. Wir fügen nur das Dosenfleisch hinzu. Heute kommt es aus Neuruppin, sozusagen vom damaligen östlichen Klassenfeind (für Nicht-Ironiker: Scherz!). Aber das ist Geschichte und möglicherweise ist das Unternehmen ja nur dort hingezogen, weil…..(bitte selbst recherchieren)…
Lea Rosh, Fernsehjournalistin mit Vergangenheit (hier), titelte einmal
Der Tod ist ein Meister aus Deutschland! (#Todesfuge: Das hatte Paul Celan mal geschrieben und sie griff es, fatal, wie es nun mal ist, auf, wurde dafür berühmt, gelobt, aber auch geschmäht und beleidigt! Allerdings: Der Titel war „eine Faust aufs Auge“!)
und weckte mit einer provokanten Titulierung fulminantes Interesse: ihr ging es um die Aufarbeitung des Holocaust und die Systematik des Bösen. Ich traf Lea Rosh einst am Flughafen und stellte ihr diese blöde Frage: „Sind Sie nicht…?“ Und als sie bejahte, sagte ich ihr: „Ich bewundere Sie und Ihre Arbeit, Ihren Mut und Ihre Gottesgabe, dem Tod als einem Meister aus Deutschland einen solchen Titel zu geben“. Wenn er auch nur „entliehen“ wäre. Sie winkte erfreut, aber bescheiden ab. Wenn wir nun sagen, „Die Vergangenheit ist eine Last aus Deutschland“, so beschreiben wir damit -leider- den Seelenzustand nachwachsender Generationen bzw. das „deutsche Gefühl jüngerer Generationen“. Man wird älter, das ist normal. Man wächst mit seinen Aufgaben. Auch das ist normal. Aber dass die Aufgabe einen fast umbringt, das ist keineswegs normal. Apropos umbringt: Christian von Ditfurth, Berlin-Kreuzberg, hat eine Neuausgabe seines Romans „Der 21. Juli“ (im Geest-Verlag) angekündigt.
Der Faktor Abenteuer Guttenberg: Dans le dunkle c´est bon munkle….(Im Dunkeln ist gut Munkeln, alte deutsche Redensart) – und …auf der Isomatte erst recht!
…hat die BILD-Zeitung als neues deutsches Abenteuer politikverdrossener Jungstars ausgemacht und interviewte die vormalige First Lady Stephanie zu Guttenberg über ihre aktuellen Umzugspläne gen Amerika.
Und sie hat gelernt: „Was ich wirklich, wirklich gern mitnehmen würde, sind: Wurscht, Brot und Bier aus Oberfranken. Aber dann hab ich gelernt, dass man einfach keine Lebensmittel einführen darf. Aber das, was ich am liebsten habe, ist eh dabei: mein Mann und meine Kinder.“ Das ganze Interview ist verlinkt.