834/2010: BGH: Mieter muss Schönheitsreparaturen selber ausführen dürfen (Mietrecht)

Bundesgerichtshof

Der Bundesgerichtshof hat entschieden:

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat heute entschieden, dass der Mieter die Möglichkeit haben muss, die ihm übertragenen Schönheitsreparaturen in Eigenleistung bzw. mit Verwandten und Bekannten vorzunehmen. Eine Klausel, die ihm dies verbietet bzw. vorschreibt, eine Fachfirma zu beauftragen („ausführen zu lassen“), sei deshalb unwirksam, weil sie den Mieter unangemessen benachteilige, befanden die Karlsruher Richter (Az. VIII ZR 294/09). Zwar sei es grundsätzlich zulässig, die Schönheitsreparaturen auf den Mieter abzuwälzen. Sie seien aber nur fachgerecht in mittlerer Art und Güte auszuführen. Dies setze nicht zwingend den Einsatz einer Fachfirma voraus. Folge der unwirksamen Klausel: Der Mieter musste im entschiedenen Fall daher überhaupt nicht renovieren.

Die Entscheidung ist taufrisch (heute) und im Wortlaut beim Bundesgerichtshof noch nicht erhältlich. Als kostenloser Service ist hier die Pressemitteilung des BGH abrufbar.

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  Pressemitteilung des BGH vom heutigen Tage

(Danke, Jörg)

833/2010: Alltag: In unserer virtuell geführten Fernbeziehung hat eindeutig die Frau die Hosen an!

Ja, das kann ich als WEG-Verwalter nicht anders sagen. Sie hält die Dinge auf Trab und bewegt auch mal welche. Heute berichtet sie mir aus Berlin-Spandau:

Morning, eine neue Mülltonne stand heute früh auf der Straße vor der Durchfahrt, habe sie zum Müllplatz gezogen. Zur Info: Müllabfuhr war vorgestern da, säuberlich in Tüten verpackter Müll lag vor den beiden vollen Tonnen (da eine ja fehlte). Müllabfuhr hat Mülltüten nicht mitgenommen und stattdessen in die Ecke geschmissen, wo sie teilweise zerplatzen und der Müll zerstreut herumlag. Habe alles in die frisch geleerten Tonnen gepackt und mich bei Müllabfuhr beschwert“ (Quelle: Email von Sabine, deren Name ich geändert habe) 🙂

Vorgestern war die Mülltonne einfach weg. Verschwunden. Hat sie jemand geklaut? Wer klaut eine Mülltonne? Alles klar, am vergangenen Sonntag hatte ich sowas auf dem Schirm. Ich war an der Krumme Lanke, wettermäßig bedingt als Privatier. Hier wird deutlich: Hausverwalter denken in ganzheitlichen Zusammenhängen. Das ergibt sich aus folgendem.

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832/2010: Zitat des Tages: Im Hause Xystr. in Berlin-Wedding hat Lady Gaga ab sofort schlechte Karten!

Frage des Tages in diesem Zusammenhang: Madonna oder Lady Gaga? Beatles oder Rolling Stones?

Soeben trifft eine Email aus der newsgroup aller Wohnungseigentümer im Hause XyStraße in Berlin-Wedding (Name übrigens geändert!) ein, Inhalt:

 Dear neighbours from Xystrasse 24!!!
please do not listen to loud music during the day.
No more Lady Gaga please :)))

Liebe Nachbarn aus Xystraße 24!!
Bitte nicht zu laut Musik hören während des Tages.
No more Lady Gaga: bitte)))

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift

Na, da schließen wir uns an. Wir hören lieber Beatles, Rolling Stones, Led Zeppelin, Miles Davis usw. und so fort….Lady Gaga im Wedding? Never ever! Oder?

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831/2010: Report: Instandhaltung: Ausgelaufene Schalterprogramme und Updateprobleme beim Treppenlicht

Banner Report: Instandhaltung

Existenzgründungsidee des Tages: Ein Elektromuseum gründen und Elektroschrott ausstellen!

Einer ist rausgerissen, und damit fängt das ganze Malheur erst richtig an: Ein Klingeltaster, Marke anno zwirn, ist vollkommen rausgerissen. Nicht der, der auf dem nachfolgenden Foto ersichtlich ist. Der ist zwar noch „in Ordnung“, schön sieht das aber schon lange nicht mehr aus. Inzwischen kommt die Ästhetik in Spiel. Die Dinger gibt es gar nicht mehr. Wer jetzt den ersten neuen anschafft, muss eine Vision haben, eine feste Vorstellung, wie das Treppenhaus später mal auszusehen hätte?

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830/2010: Video des Tages: Gerald Angerers Arbeit zum Thema „gerührt & geschüttelt“ – Videotipp zum Tiefsinn!

Thema: Die besten Weine der Welt – Darsteller: Peer Martiny, Michael Egger Drehort: Restaurant Cantamaggio / Berlin Mitte Idee / Redaktion: Gerald Angerer Kamera / Schnitt: Stefan Czimmek Regie / Produktion: Ingmar Bertram / Media Consors
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829/2010: Nachruf: Irmgard V. aus Berlin-Lankwitz ist verstorben – Versuch eines Nachrufs

Ausriss aus Todesanzeige - Herrmann Hesse

Ausriss aus Todesanzeige - Herrmann Hesse

Berlin-Lankwitz ist ein alt gutbürgerliches Bollwerk gegen zu viel Modernität, südlich von Steglitz gelegen. Vor kurzem verstarb hier die Politikerin Hanna Renata Laurien, in ehrwürdigem Alter. An einem Tod zu diesem späten Zeitpunkt eines gelebten Lebens hat man nichts auszusetzen. Der Tod kann einem passieren. Unter ganz bestimmten Umständen mag der Tod sogar die Befreiung von einer großen Last, einer Bürde sein, die man zeitlebens oder auch nur abschnittsweise zu tragen hat. Dies gilt im Besonderen auch für Irmgard V. aus Berlin-Lankwitz, geboren 1924 und verstorben am 4.6.2010.

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828/2010: FotoPodcast: Es geht wieder los!

Fußball WM und Deutschland, Deutschland ….
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827/2010: Report: Instandhaltung: Zugesetztes Abflussrohr und Alternativen – Von Kästen und Kerbhölzern!

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In den letzten Jahren musste immer wieder ein Abflussreiniger in die Wohnanlage kommen. Die Sache fing immer so an. Im Badezimmer des Bades im Hochparterre gluckerten die Wasserleitungen. Erst staute sich das Wasser in der Toilette und dem daneben liegenden PP-Becken (für Männer) zurück, wenn die Badewanne abgelassen wurde. Dann staute es sich auch noch im Handwaschbecken dieses Bades. Ergebnis: irgendwann war alles zu, und es drohte das Wasser „über die Wupper“ (nicht berolinisch für über die Ufer) zu treten.

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826/2010: Zitat des Tages: Die alte Jungfer, der Kriminaltango, es ist was los im Staate Deutschland…

 Gibt es eigentlich einen bestimmten Grund, warum bei dem Mieter von ….Name…., VH, 1.OG, seit Monaten das Klingelschild ab ist und nur noch die Drähte rausgucken? Ich komm mir zwar vor wie die alte verbitterte Jungfer 🙂 die immer meckert, aber das muss ja wohl nicht sein, die haben ein Kind und unschön sieht’s auch aus.

(Aus einer Email an uns)

Anmerkung unsererseits: Also, so unschön sieht das Kind doch gar nicht aus! Weitere Anmerkung: Die Petentin ist keine alte Jungfer, sondern eine nette, immer aufmerksame Miteigentümerin in Berlin-Spandau. Mehr wird nicht verraten,

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825/2010: Report: Instandhaltung: An der frisch gestrichenen Fassade sorgt ein Wasserschaden für Auflösung!

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Völker, hört die Signale, auf die Kelle geschwungen, die Maurerkelle! (Spontaner Verwaltersingsang am frühen Morgen, nicht laut)

An der vor kurzem gestrichenen Außenfassade des Hauses in Berlin-Wedding bröckelt die Untersicht eines Balkons bereits wieder ab. Der Grund: Es gab eine Rohrverstopfung bei der Renovierung eines Sondereigentums durch den „renovierenden Eigentümer“ bzw. dessen Handwerkern. Das Wasser hat sich seinen Weg gesucht und nun sieht alles aus, wie eine hüglige Kraterlandschaft.

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