„Liebling, ich habe die Kinder geschrubbt.“ – So war es immer: Wasser ist Leben, Leben ist Wasser. Kein Wasser, kein Leben. Tod. Versuch einer Prognose.
In Berlin-Wilmersdorf geht der Wasserverbrauch der alten Mieterin kontinuierlich zur Neige. Zwischen 2011 und 2012 hat er sich nochmals halbiert.
Wir kennen die Wohnung der Seniorin seit 2012. Wir waren endlich in ihrer Wohnung und haben sie uns angeschaut. Jemand „vom Amt“ war mit, hat sich selbst ein Bild gemacht. Die alte Frau ist deutlich 86 Jahre alt.
Maßband des Öffentlich Bestellen Vermessungsingenieurs
Wie gut sind wir eigentlich ausgebildet? Können wir tatsächlich ein Maßband halten zwischen zwei Messpunkten? So in einer Art wie eine Messlatte unseres eigenen Unvermögens? Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat einen weiteren überzeugenden Grund gefunden, warum es auf Nachfrage eines Haus- und Grundstücksverwalters lieber nichts tun muss. Es sind die besonderen Umstände des Einzelfalls. Dieser Fall ist sehr kompliziert.
Schwyzerdütsch isch ä Sommelbezeichnig fyr diejenige alemannische Dialekt, wu in dr Schwyyz un im Liechtestai gsproche wärre. In sinem Buech Was isch eigentli Schwyzerdütsch? (Originaltitel: Was ist eigentlich Schweizerdeutsch?) definiärt dr Arthur Baur scho im erschte Satz, dass Schwyzerdütsch d’Umgangssproch sig, wo im alemannische Teil vo dr Schwiizerische Eidgenosseschaft allgemein gültig sig. Es sig die diräkti Fortsetzig vom Idiom, wo die alemannische Iiwanderer mit sich brocht heige, wo sii sich in dr Schwiiz niidergloo heige. (Schwyzerdütsch, hier)
„Protokollsprech“ ist auch „Protokolldütsch“: Jörg Kachelmann gibt Wetterprognosen auch gern mal auf Schwyzerdütsch. Das klingt umwerfend. Eines Tages wird Schwyzerdütsch in der Meteorologie als Amtssprache eingeführt. Scherz.
Das Begehungsprotokoll enthält die Fußabdrücke mit den Notizen der Gehenden. Das Versammlungsprotoll enthält u.a. folgende Passage in Protokolldütsch: „Die „Entsendevertreter“ der WEG in die Vertreterversammlung werden gebeten, diesen Punkt bei passender Gelegenheit im Hinterkopf zu behalten. Ob er proaktiv geklärt werden muss, ist fraglich. Eventuell lässt man ihn einfach auf sich beruhen?“
So weit, so klar. So unklar, unverbindlich, aber immerhin: Notiert ist notiert. Ja, so wird das gehandhabt. Weiter arbeiten…
Die Gründe mögen unterschiedlich sein, das Ergebnis ist dasselbe. Menschen ziehen nach Berlin und besetzen Straße, U-Bahn und Bahnhofsvorplätze. Der Münsteraner Künstler und Edel-Aristokrat #Flurbereinigung ist Charlottenburger. Emma P. berichtet inzwischen aus Coesfeld. So schließen sich die Kreise. Was wäre Berlin ohne Coesfeld in NRW?
Berlin-Brandenburg ist heute im Fokus der Weltkulturberichterstattung. Ein kurzer Beitrag fürs Wochenende, der die Frage beantwortet, warum Menschen nach Berlin ziehen. Vorwärts, rückwärts, seitwärts, ran. Oben: Ausgeschnitten aus einem neuen Talkshowformat namens „One night stand“. Emma P. lädt illustre Gäste ein und fühlt ihnen auf den Zahn.
Wir schließen im Interesse von Berlin-Brandenburg ein Aktionsbündnis der hauptstadtorientierten Krisenberichterstattung. Die BZ weiß, warum.
Microsoft Outlook-Werbung bis zum 3. OG.: Danach versagt Outlook!
Budapester Str., gestern um die Mittagszeit: Microsoft hat eine Gerüstfassade für eine Flanierwerbung präpariert. Der Autoverkehr ist stockend und als die Gedanken mit Blicken auf den verhangenen Fassadenflächen verweilen, blitzen kühne Gedanken im eigenen Kopfkino auf. Es sind unerwünschte Gedanken, geht es nach den Absichten der Werbestrategen. Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden. #Kopfkino
Der Gedanke zu dieser Werbung ist richtig und kühn umgesetzt. Im Kopf des Betrachters allerdings ist ein „i-Tüpfelchen“ von weiterentwickelten Gedanken dazu. An der Budapester Straße, Schöneberg, gegenüber vom Elefantentor des Berliner Zoos hängt jetzt aktuell diese „ausgerollte Werbung“ von Microsoft. Eine Rüstung an der hohen Straßenfassade trägt sie. Während wir vorbeifahren und die Werbung betrachten, kommt uns in den Sinn, ob Outlook tatsächlich die hier ausgerollten Ansprüche von EDV-Anwendern gerecht und zukunftsweisend händeln kann? – Der Fehler:
Heute im Supermarkt „Kaiser´s“, Bismarckstr., Charlottenburg, ggü. von Deutsche Oper am Kassenblock: Die Kassiererin zu der alten Frau:
„Sammeln Sie Herzen?“ Alte Frau: „Was?“ „Sammeln Sie Herzen?“ Alte Frau: „Was?“ Noch lauter: „Sammeln Sie Herzen?“ Alte Frau: „Was?“ versteht nicht. Alter Mann zu alter Frau: „Na, ob Du Herzen sammelst?“ Alte Frau, schaut verwirrt, entscheidet sich, stammelnd: „Ach, …äh….ja!“ Bekommt Herzen. Ich frage sensomotorisch laut dazwischen: „Und Treuepunkte?“ Keine Reaktion. Auch von der Kassiererin nicht. Ich: „Und? Sammeln Sie auch Treuepunkte?“
Nach der payback-Karte habe ich nicht mehr gefragt und auch der ADAC-Mitgliedsausweis konnte stecken bleiben. Währenddessen: Ein Mann will Zigaretten, fuchtelt rum. Das Chromregal mit runtergelassener Jalousie. Er „ferzt“ die Kassiererin an, es geht nicht schnell genug. Er bekommt freien Zugriff, brummelt was von: „Das hat mir am Feierabend gerade noch gefehlt.“ – Und dann ein Satz, der die dünngewordene, elektrisch aufgeladene Luft wie ein Messer durchschneidet, die Kassiererin in ihrem vorherigen Singsang: „Sammeln Sie Herzen?“
Oh Gott. Wir haben beim letzten Monatseinzug (Lastschrift-Einzugsverfahren) in der Hausverwaltung einen schwerwiegenden Fehler gemacht: Wir haben nicht gefragt, wer beim Zahlen „Herzen“ sammelt? Warum machen sie nicht einfach alles diesen kleinen „Tick“ billiger? Mein Herzchen könnten sie damit sammeln.
Wie im wirklichen Leben: Menschen halten sich für irgendetwas, das sie sein möchten und nach dem sie trachten. Alles was sie sind, wirkt sich auf sie aus und auf den zwischenmenschlichen Kontakt. Wie jemand seine Miteigentümer einschätzt, hört man oft. Manchmal ausdrücklich und manchmal zwischen den Zeilen weltbewegender Mitteilungen. Was den Menschen anficht, ist entweder „Sturm im Wasserglas“ oder wirklich weltbewegend. So genau weiß das heute Morgen niemand.
Ein Wohnungseigentümer macht „einen Ballyhoo„. Er möchte Rückstände zahlen, beschäftigt Gott und die Welt mit Aufstellungen, die er sich selbst anfertigen kann. Ist ganz einfach, zusammenrechnen, bezahlen.
Und, andere Wohnanlage heute Morgen: Sind Wohnungseigentümer „gute Demokraten“? Oder „manipuliertes Stimmvieh“? Beide Meinungen über Wohnungseigentümer existieren in der für real gehaltenen, subjektiven Welt von Miteigentümern. Jeden Tag meint einer, er habe Meinungen anderer im persönlichen Zugriff. Niemand sei clever genug, das zu durchschauen. Dieser Jemand heißt Cleverle.
Wohnungseigentümer haben durchaus eigenes Kalkül. Manche wollen sich vertragen miteinander und manche können es gar nicht. Nur auf Versammlungen müssen sie einander wie Bruder und Schwester achten und einander Aufwartung erweisen. Der Nachteil: Freunde kann man sich aussuchen, Geschwister nicht. Auch wenn Cleverle auf Versammlungen geht. S´Brüderle ist schon da. Mit eigener Meinung.
Die Nachfrage beim Vermessungsamt Friedrichshain-Kreuzberg ergibt beim Rückruf des zuständigen Sachbearbeiters: So genau wisse er ja nicht, ob er überhaupt Grundstücksdaten habe? Ich schlage ihm vor, das doch mal zu tun. Ich hätte mir seinen Anruf danach inhaltlicher vorgestellt. Dass er etwas habe, will er klären. Immerhin. Ansonsten ist das Telefonat auf Eingrenzen, Begrenzung und auf Vermessung persönlicher Zuständigkeiten, Autorisierungsfragen und Kompetenzen gebürstet. Was ich darf und was nicht.
Ein Plan der Vermessung des Grundstücks, ergibt der weitere Verlauf des Telefonats dürfe jedoch nicht an den Eigentümer oder dessen Verwalter ausgehändigt werden. Nur und ausschließlich an den Öffentlich bestellten Vermögensingenieur. „Alter Verwalter“, sage ich, einen Ausspruch wiederholend, den ich irgendwo aufgeschnappt habe. „Alter Verwalter“, sagt eine Wienerin, sei so ungefähr dasselbe wie „Du bist aber gscheit“. Nö, bin ich nicht. Dass das Vermessungsamt uns keine Fakten gibt über die behördliche Einmessung des Grundstücks? Ich bin auch nicht autorisiert, mich mit dem Nachbareigentümer zu treffen, um die Grundstücksgrenzen abzuschreiten. So ein Quatsch, erkläre ich ihm, ich bin doch kein Beamter. Ich bin autorisiert zu leben, also bin ich autorisiert zu arbeiten, etwas zu klären und mich zu bemühen. Er sagt noch: „Ja, aber zivilrechtlich. Ich sage: Ja, selbstverständlich. Das Leben in Zivil. Räuberzivil. Punkt.
Ausgehend von diesen Rechercheergebnissen wird die Verwalterin auch Maßnahmen entwickeln, die die von der Grundstückszufahrt links gelegene Teilfläche (verwildert, leere Flaschen dort, Pflegedurchgänge hier bspw. fraglich) betreffen. Generalisierend ist „Jägerzaun“ als Lattenzaun-Idealvorstellung inzwischen in die Jahre gekommen. Die Verwalterin favorisiert für weitere Jägerzaun-Abbrüche tendenziell „Stabmatte grün/kunststoffummantelt“. Dies teilen die anwesenden Wohnungseigentümer. (Auszug aus dem Entwurf des Versammlungsprotokolls vom vergangenen Samstag)
Geschmäcker ändern sich. Handlungsdruck, nicht immer „kesseldruckimprägniert“, grün. Materialienwechsel stehen an. Überhaupt: Müssen wir Zäune errichten, als Pflugscharen, wider den widerlichen Eindringling? An der Blücherstr., Berlin-Kreuzberg: Der Zaun kann weg. Dahinter steht eine Dornenhecke, die „auf einsfuffzich“ ergänzt werden muss. Kein Hund hat „Bock“, sich in den Vorgarten zu schlagen, „business-Dog“: im Vorgarten Geschäfte zu verrichten.
Life is very short and there´s no time for fussing and fighting, my friend, singen die Beatles in „We can work it out“
Gemeinsam können wir es erarbeiten. Die Lösung. Der Wohnungseigentümer mit der Hausverwaltung und umgekehrt. Es müssen weitere einbezogen werden. Jemand in Berlin-Schöneberg will durch die Wohnung verlaufende Gasrohre „umlegen“. Die Leitung ist alt. Es werden Undichtigkeiten erfahrungsgemäß entstehen. Dann muss die ganze Leitung erneuert werden. Das kostet. Darf das jemand? Es geht darum, den Anderen (Eigentümern) zu vermitteln, dass das keine Frage der Beschlussfassung ist, sondern notwendige Instandhaltung, auch wenn´s mehr kostet. We can work it out.
Jemand anderes in Schöneberg anderswo, kann kaum duschen. Bis warmes Wasser kommt, dauert es ewig. Dann ist es brühend heiß, weil Kaltwasser nicht nachrutscht. Das sieht aus, als müsse der Wasserstrang erneuert werden, ergibt die Recherche. Muss dafür eine Versammlung sein? Oder könnte das „lfd. Instandhaltung“ sein? Bewusstsein schärfen. In Berlin-Kreuzberg wünscht sich ein anderer Eigentümer, wir sollten „bewusst pro aktiv informieren“. Leicht gesagt. Wann denn? Irgendwas ist immer. Und doch. We can work it out.
Das Leben ist zu kurz, um seine Freunde (die Kunden) zu ärgern. Lösungen müssen her. We can work it out. Loud. Damit es bewusst wahrgenommen wird und niemand sich hintergangen fühlt, wenn wir unternehmerisch tätig waren und nicht wie Verwalter. Verwalten ist pro aktiv und nicht, nichts zu tun. We can work it out.