1328/11: Kritik: Der Guttenberg-Aspekt einer Fällung von Saalweiden in Berlin-Schöneberg #Skandale

Merke: Eine Ulme ist keine Saalweide. Und umgekehrt. #Gärtnerwissen

Es ist richtig, dass schon seit Jahren das Bemühen der öffentlichen Verwaltung dahin geht, holzfreies Papier zu verwenden. Rettet die Bäume! Und doch ist „holzfreies Papier“ hart und nicht „alt wie ein Baum“. Die Saalweide im Hofe des Mehrfamilienhauses in Berlin-Schöneberg einer Wohnungseigentümergemeinschaft steht da schon seit Jahren dumm rum. Eigentlich ist es ein ansehnliches, schönes Stück, aber es wächst. Flachwurzler oder Tiefwurzler? Keine Ahnung.

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1327/11: Bücher: Zwei Neuerscheinungen: Charlotte Roche „Schoßgebete“ und „Weltende“ mit verbotenen Fotos von Detlef Matthes!

Buchbesprechung

Charlotte Roche war mal ein Teenidol als bekannte TV-Moderatorin und hat zuletzt viele, viele Bücher namens „Feuchtgebiete“ (welt online, 15.02.08, hier) verkauft. Das war auch als Hörbuch zu haben und schwere Kost: in Bus, U- und S-Bahn sitzend, Kaugummi kauend mit Ohrstöpseln so Sachen anhören, die von Analfissuren handeln oder vom eigenen Lusterleben. Das Thema eigener „Feuchtgebiete“ war bis dahin noch von niemanden auf ähnliche Art und Weise „verarbeitet“ worden. Im Nachhinein und etwa 2 Millionen verkaufte Exemplare später, übersetzt in ca. 24 Sprachen, ist das Interesse an ihrem neuen Werk namens „Schoßgebete“ groß.

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1326/11: Der/die VorleserIn: Neuer Wettbewerb im Vorlesen schwieriger Texte gestartet, Gewinner bekommt kleine Anerkennung!

Banner VorleserIn-Wettbewerb

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Ein Mensch durchstreift das Gelände der Kulturbrauerei und sieht alles in Farben, die Erinnerungen in ihm wecken! Nein, er hatte nichts zu sich genommen!

Tja, es wird immer gesagt, wir lesen alle zu wenig. Stimmt das? – Wir haben mal einen wirklich nicht ganz leicht zu lesenden Text geschrieben und loben hiermit einen „freiwilligen“ Wettbewerb begnadeter Vorleser und Vorleserinnen aus. Ob man dabei in der Wadebanne sitzt und sich den Rücken schrubbt? Vielleicht besser nicht. Das Ganze soll man aufnehmen und als Audiodatei an uns einsenden. Der Text ist verlinkt, die Website ist ein Fotoblog des Büro Gotthal in Berlin und die Fotos des entsprechenden Artikels wurden neulich in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg aufgenommen. Mit ganz überraschenden Ergebnissen, was die textliche Nachlese des Gesehenen betrifft, oder?

Der Text selbst ist sicherlich nicht ganz ernst zu nehmen.

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1325/11: Hausordnung: Im deutschen Verbotsschilderwald sind Skurrilitäten keineswegs selten! #One Way Wind

Und die Lieder singen weiter
vom Frieden auf der Welt.
Und der Wind ist ihr Begleiter
unterm weiten Himmelszelt.
Ja wir hören immer wieder
und es klingt so wunderbar,
wenn die Menschen sich nur lieben
werden Märchen einmal wahr.

One Way Wind, The Cats, 1973

Ja, man kann alles ordentlich beschriften. Das geht. Kein Problem.

Wir kennen Mehrfamilienhäuser, in denen alle 5 m irgendein Hinweis, eine freundliche Belehrung und/oder ein Warnhinweis für „mehr korrektes Verhalten“ der Hausbewohner angebracht ist. Schon vor einiger Zeit haben wir uns in Berlin-Kreuzberg in einem „nicht von uns verwalteten“ Treppenhaus darüber beölt, dort steht: „Fahrräder abstellen verboten!“ Direkt dort, wo die Fahrräder immer stehen. Mit Vehemenz und trotz alledem. Nun streunerten wir wieder durch die Gegend dort und gelangten noch einmal dorthin, wo wir schon waren.

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1324/11: Report: Instandhaltung: Das Fallrohr ist rausgerutscht, es droht Ungemach! #Foto des Tages

Banner Report: Instandhaltung

Wenn´s „volles Rohr schifft“, meint der Norddeutsche, es plattert und plattert, nu kugge! Niemand käme hier auf die Idee, es regnete Katzen und Hunde, wie die Briten meinen. #Redensarten-Index

Wenn´s von oben „schietert“ (norddeutsch für „regnet“ und auch weitere Naturerlebnisse, die von Vögeln ausgehen), gibt das Ärger. Es drohen Wasserschäden. Und genau das ist der Fall am Vorderhaus des Mehrfamilienhauses in Berlin-Wedding. Das Foto ist eindeutig, das weitere erklärt die Lage der Leckage am Haus.

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1323/11: News: Die neue Trinkwasserverordnung kommt und „Alles klar“ war gestern?

Wasser (Quelle: BWB)

Bei der vermeintlichen Reinigung des Leitungswassers durch spezielle Filterkannen hat sich gezeigt, dass diese in der Regel weniger nutzbringend als gefährlich sein kann, da sich bei zu langem Betrieb im Filtermaterial bakterielle Belastungen aufbauen können. Allenfalls eine Wasserenthärtung durch solche Kannen mag für bestimmte Zwecke sinnvoll sein. (Bestehende Kritik lt. Wikipedia, Artikel ist verlinkt)

Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV, grundlegende Infos hier) ist neu gefasst worden und tritt am 01.11.2011 bundesweit in Kraft.

Es geht u.a. um die Bekämpfung von Legionellen, die sich als stäbchenförmige Bakterien unter bestimmten Bedingungen im Grundwasser und in Oberflächengewässer gut vermehren können, aber gesundheitsschädlich sind. Legionellen sind für die „Legionärskrankheit“ verantwortlich.

Vorgesehen ist eine Bestandsanzeige durch den Verwalter an das zuständige Gesundheitsamt. Damit einher geht eine Art Pflichtenkatalog.

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1322/11: Zitat des Tages: Das „türkische Prinzip“ #Linktipp

icon Internationale

 

REAL goes turkish - Einkaufstüte

REAL goes turkish - Einkaufstüte (Quelle: pi-news.net)

 

Türkische Geschäftsleute haben so eine Eigenart, die ich als in Deutschland aufgewachsener Türke nicht immer nachvollziehen kann. Macht z.B. ein Frisör auf und ist erfolgreich, dann macht nebenan direkt ein 2. oder 3. auf. Das gilt genauso für Döner-Läden, Konditoreien, Autohändler etc. Also wundert euch nicht, wenn ihr das auch in deutschen Städten immer öfter seht. (schreibt Orhan Tançgil aus Düsseldorf in „Bulgur König in Trabzon“)

und erklärt uns damit die ohnehin schwierige Welt auf eine aufschlussreiche Art und Weise. Die witzig und sehr gut gemachte Website „Kochdichtürkisch“ (Link unten) ist eine echte Bereicherung der deutschen Bloggerszene und behandelt das „türkische Leben“ auf liebenswürdige, tolle Art und Weise. Lesetipp!

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1321/11: Report: Instandhaltung: Vom Vögeln, von Vögeln, Vögelkästen, elektrischen Fahrrädern und Chillplätzen zum Grillen

Banner Report: Instandhaltung

Hätten wir am Ende die Mauer stehen gelassen und die Verkabelung nicht so vorangetrieben, ständen heute nicht die wesentlichen Spam-Server in Russland, Bulgarien und Rumänien. In Ländern, in denen auch heute noch das Versenden von Spamnachrichten nicht justitiabel ist. Mit Folgen für die weltweite Serverauslastung und einem vielfachen des notwendigen Datentraffics all around the world.

Muss man sich das Internet wie eine große Filtertüte vorstellen, durch die ein „brauner Satz“ an fader Suppe rinnt? Und überall sind bots unterwegs, kleine Roboter, die nach Schlüsselwörtern suchen? An denen kann es im Kern nicht liegen, dass immer wieder dusselige Russen, saumselige Asiaten und herbe Überseeianer die Kommentatoren-Funktion einer Website wie dieser missbrauchen. Noch einmal ganz deutlich für alle da draußen, die mich regelmäßig verlocken möchten: So viel Viagra kann ich gar nicht essen, wie ich angeboten bekomme. Immer wieder abonnieren auch filterlose Vaterlandsgesellen sich als regelmäßige Leser mit dämlichen Erstkommentaren, die man gleich löscht. Hätte man nur gewusst, wohin das alles führt, man hätte wohl die Mauer erst gar nicht….

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1320/11: Lied des Tages: Pascal von Wroblewsky scattet im Stile der großen, alten Weltwunder und voller Inbrunst!

The end of a love affair

Was damals Pascal von Wroblewsky für den Jazz prädestinierte und sie später dort auch hinlenkte, waren ihre Stimme und ihr Improvisationsvermö­gen. Mit 19 versuchte sie es trotzdem in einigen Rockbands. Die Stücke wollte sie nicht einfach nur runterdudeln, sondern ihnen so etwas wie Esprit verleihen. Also improvisierte sie, wie es ihr gerade in den Sinn kam. Bei Jazzern wäre das willkommen gewesen, die Blueser schäumten vor Wut: „Das klingt alles so jazzig“. Damals passten Jazz und Blues ideologisch zusammen wie die freie Marktwirtschaft und ein sozialistischer Fünfjahresplan. (Melodie & Rhythmus, 1998, über Pascal von Wroblewsky, hier)

Sie hat einen großen Fan- und Freundeskreis und das hat seinen Grund: Pascal von Wroblewsky singt ganz großartig! Und deswegen widmen wir ihr heute das „Lied des Tages“, aber auch, weil wir als Kulturattachés von Gesamtgroßberlin diese Aufgabe in uns spüren: Sie zu ehren und ihr zu danken für ihre tolle Musik! Großes Kino!

To be continued by the „next gelegenheit“, undramatisch aufgesagt. Wie z.B . aus folgendem Grund: Wie gut unterrichtete Kreise munkeln, wird Pascal von Wroblewsky bald eine neue CD veröffentlichen. Beachtet die Ankündigung der schreibenden Zünfte. Ja, die Frau macht einen ganz gierig: neu-gierig! NastrovjeWomm! Habt einen schönen Wochenanfang!

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1319/11: Foto des Tages: Wassermelone, geschnitzt im „thai style“

Wassermelone, geschnitzt im "thai style", Berlin-Pankow

Wassermelone, geschnitzt im "thai style", Berlin-Pankow

Da gab es diese Fernsehdokumentation neulich über die untergegangene DDR. Und Peter (* Name geändert), Mediziner, sagt, da haben sie Jugendliche zu Wort kommen lassen und was die DDR so bedeutete? Da war Osten, sagten die Jugendlichen und da durfte man nicht reden. Mitnichten, sagt Peter, wir haben viel geredet. Er hat dann das Programm gewechselt. Sowas will er sich nicht ansehen, sagt er. #Geschichtsklitterung

Walter und Lotte Ulbricht haben hier gewohnt und die Honneckers. Otto Grotewohl gab Staatsempfänge hier, am Majakowskiring in Berlin-Pankow. Bevor sie alle nach Wandlitz zogen, diese Wandergermanen aus dem Politbüro. Aber jetzt steht hier in Pankow diese Wassermelone auf dem Tisch, hübsch geschnitzt und anzusehen. Man kann sehr gut im Garten sitzen da im Gasthaus Majakowski und es gibt diese Wassermelone, die so hübsch drapiert ist, dass niemand sich traut, sie aufzuessen. Wir sitzen hier: gleiche Stelle, gleiche Welle. Hier und heute haben wir alle den Ost-West-Überblick, bzw. erarbeiten ihn uns. Die thailändischen Obst- und Gemüseschnitzer sind legendär, niemand schafft es kunstvoller als sie, solche Melonen zu schnitzen. Eine doch: aber sie hat es in Thailand gelernt und ihren Namen verraten wir hier nicht. Gut gemacht: vor Auftragsanfragen zum nächsten Geburtstag konnte sie sich kaum retten. Mag sein, sie verreist dann lieber wieder nach Thailand, wo sie es offenbar anständig gelernt hat. Kompliment.

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