3143/16: Positionen: Die Südafrikanerin Alice Phoebe Lou hat an den Majors der Haifischbranche keine Interesse – via #RBB

Positionen

Straßenmusikerin: Alice Phoebe Lou wird von den großen Plattenlabels umworben. Doch sie will sich nicht einschränken, bleibt lieber frei und geht im Sommer sogar auf Europa-Tournee. Stilbruch hat sie vorher auf ihrer liebsten Bühne begleitet: Den Berliner Straßen. (Zitat: RBB Online)

Musik ist auch so eine Sache geworden, sagt Alice Phoebe Lou im Interview mit dem RBB. Das klingt ziemlich wissend. Und stimmt. Selbstverständlich. Sie ist jung und sie hat viel zu sagen. Mehr als wir gewöhnt sind. Sie ist eine Feuertänzerin. „Für mich ist es eine Ehre, auf der Straße Musik zu machen.“

Der Fall einer kleinlichen Ordnungsgeldbehörde gegen die Straßenmusikerin Elen Wendt sorgte kürzlich für harsch kritische Schlagzeilen. Weiterführend ist das unten verlinkt. Die Südafrikanerin Alice Phoebe Lou ist auch so eine: Steht an Straßen, auf Plätzen und Brücken und singt sich eins. 22 Jahre alt, engelsgleiches Gesicht und von einer inneren Klugheit getrieben, dass vielen beim Anblick bzw. Anhören schwindlig wird. Sie will die Plattenfirmen hinter sich lassen, sich nicht vereinnahmen lassen, ist von Reinheit und unverfälschter Spielfreude. Sie erklärt in diesem RBB-Beitrag in zutreffend wirkender Art und Weise, warum ihr ihr Leben wichtig ist, so wie es ist.

Toll.

Weiterführend

Die Straßenmusikerin Elen Wendt in der Casa Ordnungsamt
Alice Phoebe Lou im Beitragssprengel

Innovatives Telekomprodukt in Planung: Das T-Licht

3142/16: Wetter: Berlin unter Wasser, Haustürbrausen, heiße Quellen und Elementarschäden. Doch wo bleibt der Telefonmann?

Button_Satire.

Berlin unter Wasser (gif)

Starkregen in Berlin: Eine fassungslose Zusammenfassung.

Gerade wartet gestern Benno Klein (* Name geändert) auf den Telekomtechniker. Doch dann schwimmt Berlin. Es fällt Wasser, dass die Kanaldeckel hoch quellen. In Teilen von Berlin Land unter.

Benno hatte den magentafarbenen Branchenriesen bestellt, als er Nachrichten hörte. Es ging um dunkle Kanäle, es gäbe heiße Quellen im Internet, die man nicht gleich sieht. Die aber doch funktionieren und sie machten die Menschen wunschlos glücklich. Es gäbe dort nichts, was es nicht gäbe. – Großer Stadtregen, Benno ganz pragmatisch und seine Flucht nach vorn: „Ich schwimm dem Mann entgegen.“ – Akopalüze nau! Wo ist der Telefonmann? Ich geh trotzdem ran. Vibrationsalarm.

Gesagt getan. Wenn nur nicht der Gullydeckeldruck wäre.

Telefonmann Gustav Glasfasel (*) wurde derweil vom Vorstand des Unternehmens eilig herbeigerufen. Eine Farbunverträglichkeitsgarantie zwischen schwarz und magenta sei festgestellt worden, dies alles geschehe in ängster Abstimmung mit der Bundesregierung. Man dürfe die Telekommitarbeiter jetzt nicht mit ihren Engsten allein lassen, dachte Benno.

Glasfasel spricht schnell auf Bennos Mailbox: „Magenta und schwarz, das passt nicht zusammen,“ das habe jetzt die Telekom entschieden. „Weisung von ganz oben.“  Im Hauseingang hat Benno zur Stoß- bzw. Schwallzeit eine Torbrause genommen. Dann legt er sich flach auf die Sonnenallee und schwimmt gegen die Fließrichtung Glasfasel entgegen. Nach dem Torbrowsen.

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Nr. 5 lebt! Rettet die Telefonbücher!

3141/16: Kommunikation: …sucks… – Nr. 5 lebt! Rettet die Telefonbücher.

Gute Kommunikation? Telefon

Gute Kommunikation? Telefon

Aus irgendwelchen Gründen kehrt sich die zu verteilende Belastung – die Last – des gewöhnlichen Lebens neu auf. Seitenverkehrt: Der Mieter wohnt in einer Wohnung im Haus in Lankwitz. Sein Vermieter ist sein Ansprechpartner, der hat einen Vertrag mit ihm über die Wohnung. Die Verwaltung der Eigentumswohnanlage hat mit dem Mieter nichts zu tun. Er wurde namentlich auch nie gemeldet. Er könnte Hinz heißen. Oder Kunz. Er heißt allerdings anders. Nun wendet er sich an die Hausverwaltung, die ihn nicht kennt. Mit dem Kontaktformular. Regel Nr. 1: Kontaktiere stets den Richtigen. Nr. 2: Mit dem richtigen Kommunikationsmittel. Und so fort…

Er besucht die Internetseite der Verwaltung, trägt Namen und Emailadresse und Handynummer ins Kontaktformular und fordert, sich bei ihm zu melden. Er ruft nicht an. Er erteilt Order, dass andere ihn anrufen. ‚Ich bitte um Rückruf wegen dem Wasserschaden.‘ Wasserwas?

Es ist später Nachmittag. Die Bürozeit ist vormittags zwischen 09 und 12 Uhr. Die Email wird mit Fragezeichen gelesen. Wer ist der Mann? Warum bittet er hier um Rückruf? Eigentümer ist er nicht. Warum denkt ein wildfremder Mann, man werde schriftliche Arbeitsanweisungen befolgen? Was ist, wenn sie ins leere gehen? Ein Notfall kann es nicht sein. Da wäre ein Klempner richtig. Der Mann muss sich an seinen Vermieter wenden.

Die Technik des Manns gibt Anlass, eine Zustandsbeschreibung von ‚Kommunication 2.0‘ zum Gegenstand eines Artikels zu machen. Der Mann hat auch am nächsten Tag nicht angerufen. Er hat sich gar nicht mehr gemeldet. So wie die Hausverwaltung. Ein tolles Gefühl hat man nicht. Man macht sich Sorgen. Über die Verworrenheit unserer gesellschaftlichen Benimmregeln sowieso. Höflichkeit, Anstand, Rücksichtnahme, aber ist ja auch egal: Es geht ja um meinen Wasserschaden, da hat man keine Zeit. Es war heiß in den letzten Tagen: Alles weggetrocknet?

Ninja Baby (gif)

3140/16: Statistik: Waffen

Lesbarkeitsstatistik

Es ist viel los.

Überall wird geschossen. Bomben explodieren. Ein Arzt wird von einem Patienten hingerichtet. Es brennen ein paar Spraydosen in der Nähe eine Behörde für Migrantenangelegenheiten. Sofort schrecken alle hoch.

RBB online meldet dazu heute die Statistik. 46.211 Waffen sind in Berlin registriert. Davon sind 20.929 Kurz- und 25.292 Langwaffen. Was Langwaffen sind, wissen wir aus München. Der RBB hat errechnet: 1 Waffe pro 76 Einwohner.

Und das sind nur die registrierten Waffen. Alle Angaben übrigens ohne Gewehr.

Denken wir weiter drüber nach.

3139/16: Video: Der Comenius Garten in Berlin-Neukölln (via #ttt) – Titel, Thesen, Sakramente

Haus & Garten

Auszug aus der Sendung vom letzten Sonntag Abend: Comeniusgarten-Berlin-Neukölln: Ein bezaubernder, sehr ätherischer Beitrag über Berlins rohen Bezirk Neukölln.

Im Grunde macht die Einbindung von Videos via Facebook wenig Spaß. Dass wir es trotzdem tun, ist der herausragenden Qualität dieses Videobeitrags aus der Sonntagsendung von titel, thesen, temperamente geschuldet und dem Anliegen, dem Herz mehr Raum zu geben, unter freiem Himmel. Eine solche Idee gibt es mitten in Berlin und der Beitrag zeichnet feinfühlig, zutreffend und ein bisschen hoffnungsvoll auf, warum es sich lohnt, in den Garten zu gehen.

Mit diesem Bericht hat der Moor seine Schuldigkeit getan. Geliefert. Gesendet. Danke, ttt, schön gemacht. Nicht um Pokemons zu suchen, übrigens.

Weiterführend

3138/16: Positionen: Der obige Rechnungs- bzw. Kundenbezug wurde geprüft. Wir bitten, mit Ihrer IT dringend zu sprechen!

Stimme der Kritik

Der Kritiker - MRR

Der Kritiker – MRR

Ob der Wechsel vom Energielieferanten namens Platzhirsch zu einem neuen, jungen wilden Anbieter mit erheblichen Einsparungen verbunden ist? Beim Gas? Beim Strom? Oder ob er auch mit einer erheblichen Qualitätseinbuße in der Kundenbetreuung verbunden ist? Dies ist das Thema der nachfolgenden Ausführungen. Ein paar Erfahrungen.

Der Fairness halber nenne ich den Gaslieferanten nicht, den ich auf dem europäischen Gasmarkt für Energielieferanten ausfindig gemacht habe und bei dem ich für eine Anlage in Berlin-Wilmersdorf ungefähr die Hälfte der bisherigen Gaskosten bezahle. Pacta sunt servanda: Verträge sind einzuhalten. Ich sehe Kostenersparnissen entgegen, die ggü. dem Berliner Platzhirsch (Bitte, keine Namen) wirklich viel preiswerter sind. So weit. So gut.

Das Kundengeschäft ist inzwischen eingetütet und es gibt ein Kundencenter-Login. Dort stehen zwei Schreiben zum download (pdf) bereit. Eins sagt freundlich Hallo und ein zweites bestätigt den Lieferbeginn (Vertragsbeginn). So ein Briefdokument (pdf) ist ein Stück Papier im neuzeitlichen Sinne. Manche Menschen drucken und heften es ordentlich in einen Leitzordner, der von Büro2000 (jetzt: 3000) oder Herlitz24 sein kann. Andere Menschen wiederum haben bereits elektronische Dokumentenmanagementsysteme selbst eingerichtet oder als funktionierende Software erworben. Die nennen so was einen eBrief und verzichten auf Papierausdrucke (analoges Büro). Sie heften Briefe, Rechnungen und Vertragsdokumente elektronisch weg. So ist es auch hier.

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Bewertung: 1 von 5 Sternen (gross)

3137/16: Onlinebewertungen: Rent A uncritically Critic. Fürs Bewertungsportal #yelp – Help!

Bewertung: 1 von 5 Sternen (gross)

Die Beratung war sehr nett und professionell, das schriftliche Angebot auch für mich als Leihen verständlich. (Yelp.de, User Sablev, 23.06.09, hier)

Auf dem Empfehlungsportal yelp.de ist immer mal die Hölle los.

Was die Fa. M. Schulze in Kreuzberg angeht, verdächtigt ein User Fa. Schulze öffentlich, die durchweg guten Onlinebewertungen selbst geschrieben zu haben. Da lacht das Leserherz. Dabei sind die Bewertungen durchaus stimmig, finden wir. Wir kennen die Firma von früher, setzen sie aber seit vielleicht 15 Jahren nicht mehr ein, warum? Das ist Geschichte. Punkt.  Regelrecht zum laut lachen aber die Idee, wenn man sich genehme Kritiken schreiben ließe, einfach einen Rezensenten zu mieten, zu leihen. Auszuleihen. Nutzer Sablev jedenfalls erfüllt die Voraussetzungen bereits. Auch für ihn als Leihen sind die Zusammenhänge dieser Firma verständlich.

Klasse. Rent A uncritically Critic. Miete einen unkritisch agierenden Kritiker. Geschäftsfelderweiterung. Har. Guckst du yelp?

Diesen Beitrag habe ich beanstandet. Was für ein unfairer, nichtssagender Versuch, jemanden in Verruf zu bringen: Mal sehen, wie yelp mit der Beanstandung umgeht? Ich sage ja immer: Die Amis.

Lies joemoes Beitrag zu M. Schulze Badezimmer und Sanitär auf Yelp

Makita Baustellenradio

3136/16: Kritik: Über den Versuch, ein Autoradio einzubauen

Stimme der Kritik - bleibt kritisch!

Stimme der Kritik – bleibt kritisch!

Rezensiert:
* ACR Autoradio, Blissestr. 2-4, Wilmersdorf (Berlin) – Homepage

Besser geht’s nicht.

Das Autoradio ist kaputt. Es hat eine CD gefressen und gibt sie nicht wieder her. Und das abnehmbare Frontpaneel tut’s auch nicht. Die meisten Funktionen gehen gar nicht mehr. Betätigt man den CD-Auswurfknopf, geht das Radio an, oder aus. Es tut Vieles nicht mehr und Weniges nicht richtig. Ich rufe von unterwegs aus an und kann an die Blissestr.,/Ecke Wilhelmsaue ranfahren. Sofern ich darf. Flexibilität meinerseits ist gefragt. Ich will keinen Termin machen. Ich wohne zu weit weg dafür.

Wir haben die ganze Werkstatt voller Autos sagt er. Ich weiß. Kommen Sie vorbei: Wenn ich mit wenigen Handgriffen was in Ordnung bringen kann, mache ich das. Sonst müssen wir einen Termin machen. Alles klar.

Auf der Ecke fahre ich hinten in die Hofeinfahrt mit Schranke. Ich muss kurz warten, dann werde ich bedient. Es ist nicht der, mit dem ich telefoniert hatte. Aber er springt ein, weil der andere mit einem Kunden zu tun hat. Ich werde ernst genommen. Das gefällt mir.

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3135/16: Positionen: Ordnungsamt im Fußgängerdienst, 17 brennende Autos und Bekenntnisse gegen law and order-Politik

Positionen

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Hiermit übernehmen wir die Verantwortung für die Zerstörung der Autos des Ordnungsamtes in Berlin-Köpenick letzte Nacht. Wir setzen damit ein Zeichen gegen den Ordnungswahn innerhalb dieser Gesellschaft und senden eine Botschaft an den Law-and-Order Sheriff Henkel, der seit Monaten versucht, seinen persönlichen Rachefeldzug gegen alle Andersdenkenden zu führen. – Bekennerschreiben im Internet hier

Ein Ordnungswahn wie Erdogan? Wenn es brennt und zündelt und Autos in Flammen aufgehen, ist jetzt das Ordnungsamt gemeint. Eine Fokussierung, die in der linken Stadtguerilla Platz greift. Man möchte die Law-and-Order-Politik geißeln, was viele Linke als Vorschriftenfaschismus verstehen. Diese Kritik geht im Prinzip in Ordnung und wird von kritischen Bürgern mit Argwohn und Wut geteilt. Der Staat wächst sich aus zur Vorschriftenkrake mit einem miesepetrigen, nicht mehr erreichbaren Beamtentum im kleinlichen Komplettdurchgriff auf den (Wut)Bürger. Vorschriften, die Vorschriften. Sie müssen das verstehen. Ein Spießbürgerstreich.

Dass die gewählten Mittel nicht in Ordnung sind, ist keine Frage. Man zündet nicht Autos an. Viele Menschen sind verdrossen und tauchen vor dem übermächtigen Großklopsgebilde öffentliche Verwaltung ab. Rückzug ins Private. „Nur ja jetzt keinen Staat, bitte.“ Das Ordnungsamt muss sich derweil leibesertüchtigen: Dass die Mitarbeiter jetzt zu Fuß laufen müssen, weil alle Autos brannten, hat etwas für die Gesundheit und spazieren gehen macht den Kopf frei: „Vielleicht um zu merken, was für einen bescheuerten Job sie machen“ stellt ein Leserbriefschreiber (oben verlinkt) mehr als lakonisch fest. Der Hauptmann von Köpenick war schließlich Fußgänger.

Weiterführend
Zutreffend ausgewertet: Der Tagesspiegel zum selben Thema

3134/16: Tückisch für Anfänger: Man kann die Gerechtigkeit nur eines Arbeitstages nicht mit Messlattenkubikmetern erschlagen.

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Schreibt der Schlüsseldienst:
„wie bestellt so berechnet. Da ein Storno einen erheblichen Aufwand für meine Steuerberaterin im DATEV-Programm darstellt (Storno, neue Rechnung und eine extra Rechnung über 3 Schlüssel) und mir diese Buchung zusätzlich in Rechnung gestellt wird, bitte ich Sie den Betrag für die 3 Schlüssel von dem WEG Konto intern an Herrn Viel (* Name geändert) zu überweisen.“ – schreibt die Mitarbeiterin vom Schlüsseldienst

Und ja, bemerkenswert.

Man lässt das als Hausverwaltung mal so auf sich wirken und fragt sich: „Wie geht’s weiter?“

Ist aber auch richtig: Man kann die Gerechtigkeit nur eines Arbeitstages nicht mit Messlattenkubikmetern erschlagen. Hinzu kommt die Langzeitbeobachtung des Dienstleisters. Wird er in Zukunft ähnlich kleinlich und unpassend auf die Bitte reagieren, 3 Schlüssel in eine andere Rechnung zu packen, die die gesamte Schließanlage eines Hauses betrifft? Von wegen extra Rechnung für 3 Schlüssel. Die Dame hatte wahrscheinlich gerade viel zu tun. Wer nicht?