623/2010: Foto des Tages: Frau mit Zigarre auf Kuba (von Elke Pohl)

Cuba 031 - Foto des Tages (Frau mit Zigarre)

Cuba 031 - Foto des Tages (Frau mit Zigarre)

(Auf das Bild klicken)

Ja, Freunde, so kann’s gehen. Schreibst was über Guantanamera und einen gut illustrierten, amüsant geschriebenen Reisebericht, den eine gewisse Elke Pohl verfasst hat; und -schwupps- schon bekommst du  Digitalbeweise für die Kernfragen kubanischer Lebensführung, übersandt aus Berlin-Pankow. Zigarre rauchende Frauen waren angesprochen und hier haben wir eine kubanische Prachtdame, die vor Lebensfreude zu sprühen scheint. Besser sahen definitiv auch Frauen in den Goldenen Zwanzigern des letzten Jahrhunderts in Berlin nicht aus, die gerne Männerfummel trugen und dicke Zigarren rauchten.

Fassen wir zusammen: Wir waren weder bei den einen (auf Kuba), noch bei den Anderen (in den Zwanzigern….) persönlich dabei. Bei ersteren war Elke Pohl. Allerdings könnten wir zur letzteren Dame noch heutige Zeitzeugen, wie den 89-jährigen Walter R. aus Neukölln (nicht aus Kuba) befragen. Richard von Weizsäcker, Helmut Schmidt, George Schultz und Henry Kissinger wiederum nicht: die haben keine Zeit und befassen sich trotz Ruhestand als ‚elder statesmen‘ in Berlin heute und dieser Tage mit der Frage, wie man die ganze Welt atomwaffenfrei machen kann. Von hieraus gutes Gelingen.

Weiterlesen

622/2010: Lied des Tages: Guantanamera – Das Lied handelt über Guantanamo (Stadt)


Pete Seeger, Guantanamera – via Youtube

 Guantanamera ist die weibliche Form des Adjektivs zu Guantánamo und bedeutet „aus Guantánamo stammend“. Für sich allein stehend heißt es so viel wie „Bäuerin aus Guantánamo“, weil „guajiro“ „der Bauer“ heißt.“ (wikipedia-Eintrag zum Lied Guantanamera, hier)

Heute geht es weit von Berlin weg, direkt nach Kuba und dort in die Stadt Guantánamo. Nicht verwechselt werden darf das bedeutungsschwangere Stück kubanischer Volksgeschichte Guantanamera mit deutschen Coverversionen, die in Fußballstadien gegrölt werden: ‚Ein Rudi Völler, es gibt nur ein Rudi Völler.‘ Guantánamo: Das ist nicht die amerikanische Militärbasis, sondern eine kubanische Stadt.

Weiterlesen

621/2010: Foto. Podcast: Irgendwo in Berlin Zehlendorf …

…wechselt die Verwaltung den Kabelnetzbetreiber aus: ob am Ende die
Entscheidung auch eine Lösung war im Sinne der Bewohnerschaft, wird
sich noch erweisen. Oder ob nur weitere Spesen entstanden sind? Im
Vorhinein kann man das nie sagen. Fest steht: der (nachträgliche)
Rechtfertigungsdruck der Verwalterin beginnt rein zeitautomatisch ab
hier zu laufen, nein, zu rennen.

Ob’s eine GmbH ist oder eine Co. KG, interessiert hier niemanden. Dis
muss schlicht funktionieren!

Bleibe kritisch.
Image posted by MobyPicture.com
– Posted using MobyPicture.com

620/2010: Yahoo-Nachrichten: Wetter, Wetter, Wetter, Prognosen – und dämliche Fragen obendrauf

Screenshot Yahoo News - 02.02.2010

Screenshot Yahoo News - 02.02.2010

Der allseits geschätzte Weblogger Wilhelm Ruprecht Frieling, Pseudonym: Prinz Rupi, brachte seine Erfahrungen über das erfolgreiche Anreißen von interessanten Artikeln mit einer passenden Überschrift auf den Punkt und titelte die Geschichte folgendermaßen in der Schlagzeile:

Hellmuth Karasek popelt oder Bitte, bitte fick mich.“ (Überschrift, Artikel vom 16.03.2008, hier)

Was den Literaturprinzen aus Berlin-Südende (Stadtteil Steglitz) zu derartigen Schlagzeilen anfocht, lieferte er als Begründung überzeugend am Ende desselben Artikels nach und dies darf man getrost als transparentes Schreiben interpretieren, es ist nachvollziehbar:

Doch wo popelt nun eigentlich Hellmuth Karasek? Nun, der Meister liest aus seinen Glossen »Vom Küssen der Kröten«, und dabei wird nicht gepopelt. Aber ein zugkräftiger Titel für meine Kolumne ist schon die halbe Miete. Das zumindest habe ich in Leipzig gelernt …

Weiterlesen

619/2010: Goldene Worte: Über das glimpfliche Ende eines Rechtsstreits über Wohngeld in Berlin

Portal Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg

Portal Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg

 In dem Rechtsstreit WEG Irgendwostraße in Berlin-Nirgendwo (* Ort geändert)
78 C512/09 WEG (* Verfahrensnummer geändert)

teilt die Beklagte mit, dass sie die Zahlung der Hauptforderung nebst Zinsen zur Erhaltung des Rechtsfriedens am Donnerstag, dem 14. Januar 2010 an die Prozessbevollmächtigten der Klägerin geleistet hat. Die Beklagte ist gerade erst in das Haus eingezogen und zieht es vor, die mögliche Zerrüttung mit der Wohngemeinschaft aufgrund des Rechtsstreits durch Zahlung des geltend gemachten Betrages zu vermeiden. … Die Beklagte kündigt ferner an, für den Fall, dass die Klägerin die Erledigung des Rechtsstreits erklärt, auch die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.“ (Quelle: Schriftsatz einer Rechtsanwältin)

Weiterlesen

618/2010: Lied des Tages: Das bisschen Haushalt (Johanna von Koczian) macht sich nicht allein….

Moderne Haushaltsführung

Moderne Haushaltsführung


Johanna von Koczian – Das bisschen Haushalt (1977) via Youtube

 Ich habe mir den Schaden im Erker/ Wintergarten/ in der Whng. Frau Han (*) am 28.01.10 angesehen und dabei festgestellt, daß sie vor allem über das auf der ungedämmten Decke des Wintergartens anfallende Kondenswasser klagt.“ (Zitat Email Handwerker vom 02.02.2010) (*) Name geändert (die Redaktion)

Dass ein derartiges Lied heutzutage ähnlich erfolgreich sein könnte, kann als fraglich gelten. Im gezeigten Video (Hitparade 1977) sitzen in den vorderen Zuschauerreihen auch Udo Jürgens und Roland Kaiser, beide noch erheblich jünger. Man hat im Übrigen nicht den Eindruck, als wäre der Song mit Chartnotierung aus den Siebzigern eine Art Geheimtipp aus deren Leben, wie sich die beiden männlichen Schlagerantipoden vorstellen, über Frauen zu denken. Beide galten von jeher als interessiert am weiblichen Geschlecht, aber nicht aus Gründen einer guten Haushaltsführung durch (Kopftuch-)Frauen, wie Johanna von Koczian sie als ‚Heimchen am Herd‘ besingt. Die genauere Überprüfung des investigativen Videos von 1977 ergibt allerdings, dass auch Michael Holm (Tränen lügen nicht) herumsitzt. Roland Kaiser und Michael Holm wippen mit den Füssen zum Klang der Musik, oder auch zum Text, mit dem sie inhaltlich konform gehen? 1977 hat dieser Song etliche Hausfrauen zum vernehmbaren Nachsingen animiert, da war dieser Song eine Art erstes Aufbegehren von Hausfrauen aus der Bunten Republik Deutschland. Alice Schwarzer hätte diese Art leiser Sozialkritik, in einem Song verpackt, sicher als zu bürgerlich abgelehnt. Ganz ausgeschlossen indessen, dass ein derartiger Song 2010 auch wieder in die Hitparade käme.

Weiterlesen

617/2010: Foto.Podcast: von italienischen Küchen

Dieser Mops war nachweislich kurz in der Küche, stahl dem Koch jedoch
kein Ei. Der Koch wurde abgehalten, Dog Au Vin zu zaubern, der Mops
ist noch zu jung. Er war‘ s nicht in Men in Black, das war nicht
einmal sein Schwippschwager. Dieser Mops ist Zehlendorfer. Das Foto
meint den Mops links im Bild.

Tatort Corso Italia, Zehlendorf Mitte
Image posted by MobyPicture.com
– Posted using MobyPicture.com

616/2010: Facebookgruppe I love my mum – Warum man dieser Gruppe nicht beitritt…

Screenshot I love my mum - zu verkaufen

Screenshot I love my mum - zu verkaufen

Man sieht es gleich auf den ersten Blick: die Betreiber dieser Gruppe wollen nur unser Bestes. Sie wollen einen hohen Preis herausschlagen. Im Unterschied zu Mama: die hatte mit Kohle nichts im Sinn. Sie liebte uns, bzw. liebt uns noch immer, wenn sie noch lebt, ohne jegliche Rücksichtnahme auf Geld, Penunsen, Flöhe und Karriere. Und deshalb ist die käuflich zu erwerbende Liebe einer imaginären Internetmami Bullshit. Sie ist eine gefakete Mami. Sagt es lieber eurer richtigen Mami direkt. Dass Mami übrigens nicht nur die beste von allen ist, sondern manchmal auch anstrengend sein kann, steht auf einem anderen Blatt. Fürs Grundgefühl wichtig: sie zu lieben, nicht mehr, nicht weniger. Nicht beitreten.

Ist jedenfalls meine Meinung.

615/2010: Webschnipsel des Tages: Der Viagra-Mann mailt: Man lebt nur 1X – probier’s aus!

Stoppen Sie ihre Werbung, sonst erschiessen wir diesen Hund!

Man lebt nur 1X - probiers aus!

Man lebt nur 1X - probiers aus!

Im eigenen Spamordner nachgeschaut: Dieser Betreff ist falsch.

Richtig ist:

Weiterlesen

614/2010: Lied des Tages: Ich bau dir ein Haus aus Schweinskopfsülze (Die Doofen)


Paul singt Schweinskopfsülze (via Youtube)

 Sülzen erhalten ihre Festigkeit durch leimgebende Stoffe, die vor allen in den Knochen und Geweben von jungen Tieren, wie Kalb und Schwein, vorhanden sind. Durch langes Auskochen von Kalbs- oder Schweinsfüßen in reichlich Wasser werden diese leimgebenden Stoffe gelöst und geben nach dem völligen Erstarren der Sulzbrühe ihre Festigkeit. Leimstoffe sind gesund und leicht verdaulich.“ (Quelle: Hedwig Maria Stuber – Ich helf dir kochen, Originalausgabe 1955)

***

Ich helf dir kochen! (Kochbuch, Erstausgabe 1955)

Ich helf dir kochen! (Kochbuch, Erstausgabe 1955)

Wigald Boning und Olli Dittrich waren vor längerem unterwegs als von der Restcrew absorbiertes Schlagersprengsel Die Doofen. Ihren Ausgangspunkt nahm ihre Karriere in der von Hugo Egon Balder initiierten Sendereihe Samstag Nacht. Dort erspielten sich die beiden Herren ihre ersten, allerdings wohl beachteten Vorschusslorbeeren für das, was hinterher noch kommen musste. Unausweichlich musste. Allerdings ist bis heute eines unerschütterlich wahr und so allerdings auch noch niemals von irgendeiner Hausverwaltung in Deutschland gesagt worden: Häuser aus Schweinskopfsülze gelten als zu verwaltende Objekte, bzw. Liegenschaften der Kategorie B, also nicht als erstklassig. Als brancheninterne Plaudertausche geben wir dieses Wissen damit heute weltweit zum ersten Mal einer interessierten Öffentlichkeit preis.

Weiterlesen