Sometimes it snows in april – sometimes I feel so sad… (Prince) – Schnee und Eis und Pflichten

Blaue Flecken und Blessuren

Blaue Flecken und Blessuren

 Generell müssen zwischen 07.00 Uhr morgens und 20.00 Uhr abends die Wege von Schnee- und Glatteis befreit werden. Diese Verpflichtung obliegt dem Eigentümer. Bei Schneefall darf der Räumpflichtige das Ende des Niederschlags abwarten. Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung bedeutet der gesetzliche Wortlaut „unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls“, dass mit der Schnee- und Glättebekämpfung nicht solange gewartet werden kann, bis jeglicher Schneefall aufgehört hat. …  Bei Glätte ist unverzüglich nach ihrem Entstehen mit abstumpfenden Mitteln ausreichend zu streuen (Sand, Granulat o. ä.). Falls erforderlich muss auch bei anhaltendem leichten Schneefall gestreut werden, sofern das Streumittel noch in kurzer Zeit seine Wirkung verliert.“ (Quelle: Info Winterdienst – Rathaus Steglitz-Zehlendorf, download hier am Ende dieses Artikels kostenlos)

Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt, heute ist schon beinahe morgen (Barry Ryan, 1971, hier). So oder zumindest so ähnlich lautet die Grundeinstellung der Wetterstrategen in Berlin in diesen Tagen. So schnell, so unerträglich schnell muss es jetzt immer dann gehen, wenn’s losschneit. Die Berliner Schneeräumbetriebe kommen (allerdings) nicht „in die Hufe“, wird gesagt. Die Warmlaufzeiten der Schneebeseitigungsfahrzeuge verhalten sich umgekehrt äquivalent zur Mindest-Tiefsttemperatur des jeweiligen Tages. Wetter, Wetter, Wetter, Donnerwetter nochmal, fluchen Passanten, Mieter, Wohnungseigentümer und Notleidende. Die Schneebeseitigungspflicht werde kaum noch ernst genommen, Tage vergehen, bis die Bürstenbinder in der Wohnanlage antraben. Gefragt wird nach Dienstleistung, ausgeteilt aber wird Streugut. Und das in rauen Massen. Alles andere als schön sieht das aus, sobald später die Schneeschmelze einsetzt. Geschäftsführer Andreas Schmidt von der Fa. ALLCURA Haus- und Grundstücksbetreuung, bringt es im Gespräch auf den Punkt: ‚Genau, auf uns wird das irgendwie abgelastet dann.‘

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Video: Warum sind Deutschlands Kinder zu dick? Boris Becker und Sarah Wiener geben Beckmann (Das Erste) Antworten

So ist das Leben. Der Star-Tennis-Ex-Spieler Boris ‚Besenkammer‘ Becker und die Starköchin Sarah Wiener geben heute Abend Beckmann Antworten auf diese fulminante Frage. Boris Becker leitet das Gespräch recht bald mit der Antwort auf die ihm niemals gestellte Frage ein, warum er seine Stiftung gegründet habe. Er schwafelt was von Kindern, die sich nicht richtig ernähren. Richtig aber ist, allen anderen Stellungnahmen von Becker zum Trotz, dass dieser seiner Stiftung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur zum Zwecke des Steuern sparens gegründet hat. Auch die Sarah-Wiener-Stiftung kommt ins Gespräch. Sie kümmert sich aber anderslautenden Gerüchten zum Trotz nicht um die Rettung der gleichnamigen Würstchen. Wer hätte das gedacht? Auch sie, so sagt die Stifterin jedenfalls, kümmert sich um irgendwas Mildtätiges mit Kindern und Essen und nicht um Steuern sparen. Wer hätte (auch das) gedacht?

Richtig und bedauerlich ist aber auch:

Niemand lädt mich als den Star-Hausverwalter ein, und eine Stiftung haben wir auch noch nicht gegründet. Dafür kümmern wir uns zu Weihnachten 2009 um die Weiterverbreitung des ältesten Kulturguts, das Deutschland zu bieten hat, dem Weihnachtslied. Gut, es ist ein englisch-amerikanisches (Jingle Bells), gut, es ist in zeitgemäße Formen (Hip Hop) verpackt. Aber man muss die Sache grundsätzlicher sehen. Es geht darum, dass Deutschlands Kinder nicht zu dick werden: Nachahmeffekt sehr hoch, oder?

Allen unseren Lesern ein

weiterführender Link

Bloggwart als Hip Hopper

Wobei der Link um den 15.01.2010 ungültig wird, eventuell auch gut so. Erstaunlich: Die Menge an Angeboten zu personalisierten Glückwünschen und Telegrammen aller Art.

Video: Wir beschäftigen nur die besten Handwerker, und die sind gerade gut genug.

Als gewissenhaft arbeitende Hausverwaltung suchen wir stets nur die besten aller in Frage kommenden Handwerker aus. Ideen- und Einfallsreichtum kennzeichnen diese lustigen Männer des Werkelns und des Schaffens.  Seht selbst. Wer hätte so etwas für möglich gehalten. Handwerker der Spitzenklasse. Gleichwohl: ein bisschen phallisch kommt das Video schon daher. Das macht aber nichts: es kommt schließlich nicht von uns.

Mietertipp: Für die Einhaltung der Hausordnung müssen Tierbesitzer beizeiten mit ihren Tieren üben

Hausverwaltus maximus

Hausverwaltus maximus

Um im Mehrfamilienhaus nicht unangenehm aufzufallen, wird von professionellen Hausverwaltern insbesondere vor Weihnachten dringend empfohlen, mit dem eigenen Tier rechtzeitig Trainingseinheiten anzufangen, damit das Tier sich dem Menschen adäquat gegenüber benimmt. Direkt aus einer solchen Trainingseinheit stammt dieser Kurzbeitrag. Da die Tierhaltung sich in der Rechtsprechung aller bedeutenden Gerichte immer mehr zur Selbstverwirklichungs- und Selbstbestimmungsdomäne freier Menschen (und Mieter) entwickelt, konnte gesichtspunkte.de in diesem Fall nicht anders, als sich ggü. dem strikten Verbot von Kleintierhaltung zu erlebnispädagogisch wertvollen Verhaltenstipps durchzuringen.

via Youtube (bereits mit > 50.600 Zugriffen)

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Update 06.01.10

Der künftige Zehlendorfer Hausbesitzer Axel B. aus Berlin-Charlottenburg informierte uns heute über sein künftiges Haustier und kündigte an, trotz werdender Mitgliedschaft in einer Mini-WEG in Berlin-Zehlendorf das Recht auf Haustierhaltung stringent und ‚mit verve‘ durchzusetzen. Beigefügt war folgender Videobeitrag:

Wir wünschen problemfreies Wohnen, demnächst in Zehlendorf, Herr B. aus C. nebst Familie!

gesichtspunkte.de brachte in Erfahrung: Flashmobs stehen an

news

Zitat Dönitz war voll von dieser Gefühlsduselei, er schwamm geradezu in einer Gefühls-Soße, und Tatsachen waren ziemlich uninteressant.“ (Andrew Williams: U-Boot-Krieg im Atlantik. S. 279)

Wie die Redaktion von gesichtspunkte.de aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfuhr, rotten sich derzeit einige Internetjunkies zusammen, um einen Flashmob zu organisieren. Ob es sich dabei um ein Flashmob handelt oder um ein Smart Mob, kann dahingestellt bleiben.

Unbestätigten Gerüchten zufolge soll der Flashmob in der Nähe des Thielparks in Berlin-Dahlem unmittelbar vor einem Grundstück stattfinden, das mit dem Oberbefehlshaber der deutschen Wehrmacht, Großadmiral Dönitz (* 1891, + 1980) in Verbindung zu bringen sein soll? Diese Information ist jedoch gänzlich unbestätigt.  Inhaltlich soll es wohl darum gehen, dass der Oberbefehlshaber der Deutschen Wehrmacht  in unmittelbarer Wohnnähe zu einem anderen Oberbefehlshaber wohnte, der sich in bestimmten Zusammenhängen einen ähnlichen Rang erworben habe. Die Gerüchtelage ist hier ausgesprochen ’schwammig’….

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Feedback zu einer Vielzahl von Nachfragen zu ‚Die Nachbarin‘

Update

Aufgrund einer Vielzahl von  Nachfragen aus Kreisen der Leserschaft nehmen wir noch einmal kurz wie folgt Stellung:

Die Redaktion von gesichtspunkte.de hatte sich kürzlich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, die bis dahin laufende, sehr erfolgreiche Serie ‚Die Nachbarin‘ aus den Textbeiträgen zu nehmen. Dies wurde hier auch vernünftig und nachvollziehbar begründet.

Selbst wenn die Geschichten mokant, haarsträubend, aber zutreffend aufbereitet wurden, so sieht doch die Redaktion von gesichtspunkte.de bis dato keinen Sinn darin, die Geschichten wieder zu veröffentlichen. Das hat auch was mit Rücksichtnahme auf die Gefühle anderer zu tun und wird daher weiterhin als richtige Entscheidung verteidigt.

Wir bitten um Verständnis, dass wir die Serie derzeit nicht wiederbeleben möchten. Es gibt genügend andere, haarsträubende Geschichten, die sich unter anderen Oberbegriffen zusammenfassen lassen, als unter ‚Die Nachbarin‘. Den Wunsch, Horst Schlämmer und Gisela noch einmal hier zu sehen, der dürfte kein Problem darstellen. Das war ja ein echter Knüller. Viel Spaß.

Remember: Der 11. September 2001 war ein rabenschwarzer Tag!

Trauerkerze

(Tagesschau, Beitrag vom 11. September 2001, Abendausgabe)

In stillem Gedenken an die Opfer dieses rabenschwarzen, zunächst ganz normalen Arbeitstages. An eine Welt, die sich erinnerungshalber in die Zeit vor dem 11. September 2001 und in die gesamte Zeit danach unterteilt. Die Welt hat sich sehr verändert seit dem 11. September 2001.

Gemeinsam einsam – alle für alle – jeder für sich – Vom Reglement in geschlossenen „groups“

Positionen

Zitat zusammen, getrennt
die leere im gesicht
gemeinsam einsam
alle für alle, jeder für sich“

(Rivo Drei, Song „Alle für alle“) – Live-Video hier

 Erwachsene Menschen, aber auch schon Kinder, sind heute über das Internet vernetzt in vielerlei Zusammenhängen. Es gibt zwar noch ein paar ‚Ewiggestrige‘, die die Nutzung von Internet und Email ablehnen, oder sich „da nicht mehr“ eingewöhnen möchten. 1998 hatten 8% einen Internetzugang zuhause. 2003 waren es 51% der Haushalte. Inzwischen nutzen (mehr als) 70% der deutschen Bevölkerung Internet (von zuhause aus). Wie die Berliner Popgruppe RIVO DREI singt, sind wir aber auch zunehmend „gemeinsam einsam“, alle für alle, jeder für sich, alle gegen jeden. Womit hier keine Kritik an alten Menschen, die sich nicht mehr eingewöhnen möchten, geübt wird. Gerade der Anteil der alten Menschen steigt seit Jahren kontinuierlich an, sie werden „Silver Surfer“ genannt, in Anleihe an die Vorstellung vom grauhaarigen Senior, der sich mit 80 Jahren noch anschickt, die weltweiten Gewebe des „weh weh weh“ zu erforschen. Über Zuspruch kann sich das Internet gerade bei alten Menschen nicht beklagen.

Zielgruppenfragen: Eltern von Kindern, Sportvereins-Mitglieder, Freizeitmusiker, und auch Wohnungseigentümer bzw. Hausbewohner von Mehrfamilienhaus-Wohnanlagen nutzen das Internet noch nicht befriedigend mit seinen zur Verfügung stehenden Nutzungsmöglichkeiten. Diese Aufzählung ist keineswegs vollständig. Jahrelange Erfahrung trieb Thomas Gotthal jetzt an, einmal einen „Roten Faden“ übersichtlich zusammen zu schreiben, in dem er uns zu erklären versucht, was für Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind, wenn sich Menschen miteinander vernetzen.

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Video: Die Hausverwaltung der Zukunft?

Das Konzept ist modern und reicht weit in die Zukunft hinein. Hausverwaltungen der Zukunft verkommen zu elektronischen Laboren, in denen weißgekleidete Ingenieure den Mietern der Wohnanlagen auf dem Kopf herum trommeln. Sie machen sie gefügig für ihre optimierten Ressourcen und sie pflanzen den Bewohnern ihrer Wohnanlagen Wohlverhaltenschips in den Kopf ein. Zustimmung zur Mieterhöhung war gestern! Hier werden Zustimmungen gleich mit implantiert.

Neuere Elemente mischen sich mit traditionellem ‚auf dem Kopf rumtanzen‘. Die Mietersprechstunde mutiert zum Testlabor, auf dem Mietern zu Recherchezwecken Wohnungsnummern implantiert werden. One, two, wiederhole three, three, three, bis der Turntable aufhört zu drehen.

Doch ruhig: Das Video hat nachweislich nichts mit einem heimlichen Branchenriesen aus der Hausverwaltungsbranche zu tun, der versucht, die Hausverwaltungsbestände ganz Deutschlands für seine elektromedizinischen Zwecke zu okkupieren. Vielmehr handelt es sich um ein beeindruckendes Beispiel für virales Marketing. Das Video ist mit großer Gewissheit branchenfremd. Glück gehabt.

Denn die zunächst entworfenen Ideen, was es mit diesem Video auf sich haben könnte, wären besorgniserregend. Hausverwaltungen müssen auch und gerade in der Zukunft kundenfreundlich sein und Menschen zuhören können, sowie deren Alltagsprobleme angemessen, schnell und zielsicher lösen können. Daran gilt es, weiter zu arbeiten.

Zitat des Tages: Horst Schlämmer von der HSP-Partei meint….

Zitat Ich verspreche nichts, aber ich halte Worte“ (Horst Schlämmer im Interview mit planet interview)

In einem Interview, das am 17. August von der Süddeutschen Zeitung in Zusammenarbeit mit planet interview veröffentlicht wurde, antwortet Horst Schlämmer auf wichtige Fragen zur bevorstehenden Bundestagswahl. Die Website mugshooting.de hatte aus aktuellem Anlass über die Berliner Fantastischen Vier berichtet, die an der Affenschaukel (Stichwort Krumme Lanke) auch zum Thema Horst Schlämmer wichtige Gesichtspunkte äußerten. Aus Gründen einer politisch korrekten Berichterstattung durch gesichtspunkte.de haben wir hier die wichtigsten Materialien kurz zusammengestellt.

Am Ende stellt sich die Frage, ob Horst Schlämmer die jungen, mittleren und älteren Menschen in Deutschland erneut so politisiert, wie es die 68iger unter Rudi Dutschke 1968 in Berlin versuchten. Die starke gesellschaftliche und integrative Figur könnte aktuellen Umfragen zufolge bereits 18% der Stimmen für sich vereinnahmen. Ob Jürgen Rüttgers (CDU) oder Bushido (parteilos), jeder lässt sich offenbar gern vereinnahmen. Doch warten wir das tagespolitische Geschehen ab. Horst Schlämmer stellt am Ende daher fest: „Am Ende werden wir alle die Gelackmeierten sein.“

Weiterführende Links

Videointerview mit Horst Schlämmer auf planet interview

Artikel der Süddeutschen zum Interview ‚Isch habe Drang nach oben‘

Bericht über die Fantastischen Vier auf mugshooting.de