1785/13: Positionen: Die Welt mit lustigen kleinen Grafiken erklären #Entwürfe

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Gebrauchsgrafik: Außendienst

Gebrauchsgrafik: Außendienst

Die Glaubens-Kongregation der Ehrfürchtigen fragt: „Was soll´s?“ Und „Warum macht der das?“ Du sagst: „Einfach nur so.“  Wird schon einen Sinn haben. Nicht alles muss man erklären.“ – Ein Erklärungsversuch

Es gibt ein kurzweiliges Blog, das uns die Welt mit Excel-Grafiken erklärt. In vielerlei Hinsicht kann man Tortengrafiken aus der Welt der Tabellen umbiegen. Man muss nur die Komik darin sehen. Alles unmöglich. Alles möglich.

Ähnlich ist es mit Gebrauchsgrafiken, Schnitzel von Bildern, Ikonen, Ausmalbildern, um zu visualisieren. Das kann man sein lassen. Oder benutzen, um Message „zu transportieren“. „To brief our Detektiv“ zu sagen, ist dämlich, komplettbekloppt. Als kürzlich eine 23-jährige sagte: „Ihre Email ist so durchsetzt, was wollen Sie mir eigentlich sagen?“, da sagte sie: „Keinen Sprachdurchfall, bitte.“ Schluck.

Ich Idiot, … Nüchternheit, Reality und Sinn fürs Wesentliche, das wünsche ich mir. Dann könnte ich schlicht Aufgaben verrichten und müsste nicht stets noch irgendein Kopfkino abschalten, mich dazu zwingen, weil es mich unverabredet anspringt, während ein Hausaushang zu zimmern ist. Habe ich zu viele Freiheiten? Warum sperrt mich niemand ein in engmaschige Arbeitsprozesse? Ich fürchte, diese Gedanken bringen mich auch nicht weiter. Die Grafik hängt jetzt bald in Lichtenberg. Die vorüberziehen, werden anhalten und sich fragen: Was soll das? Genau deswegen habe ich sie angefertigt. Ein „Eyecatcher“. Ich will partout, dass der Aushang gelesen wird. Viele Aushänge leiden unter ADS, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Meine nicht, sie werden wahrgenommen. Weil Worte (und kleine Bildchen) „meine Sprache“ sind.

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1784/13: Video: Mit Wigald Boning: Bangkok Backstage (Folge 2)

gesichtspunkte.de auf facebook

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„If You think, that site is funny, like this page and be a honey!“ (Abwandlung eines alten Spontispruchs langhaariger, muffliger, nach Patchouli riechender Uralt-68iger)

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Wigald Boning: BANGKOK BACKSTAGE – Teil 2 (via Youtube)

Niemals hätten wir vermutet, dass in Thailands Schlick Schlupfschnecken verborgen sind, die man mit Backpulver heraus treibt. Wigald Boning zeigt es uns in der Reality Soap von Tommy Krappweis, wie das geht. Ansonsten duscht er im Freien mit einem Sechsjährigen mit Elefantenabdeckung und erklärt uns in vielerlei Hinsicht das Alltagsleben in Thailand, Pointe: Wokmuscheln verdammt scharf!

Hier wieder direkt aus dem Berliner Speckgürtel, aus Bangkok. Folge 1 haben wir kürzlich gezeigt, ist unten verlinkt. In Folge 2 bricht sich die Thaikultur weiter Bahn durch den Dschungel unseres Unwissens.

Die von Tommy Krappweis verfilmten Reiseerinnerungen des Wigald Boning sind kurzweilig, spannend und zeigen Brisanzien des Alltagslebens in Thailand. Womit übrigens auch der Beweis angetreten ist, dass facebook tatsächlich ein „soziales Netzwerk“ ist. Niemand hätte sonst einer so verkommenen Website wie dieser hier ein so ödipaltraumatisches, knallhart recherchiertes Urlaubsvideo zur Verfügung gestellt. Selbst Bernd, das Brot, knarzte nur verächtlich in seinem alten Brotkasten, als die Redaktionsanfrage in seiner Spelunke landete. Hätte Pedro Pumpernickel nicht vermittelt, was wäre wohl draus…., wir hätten doch nie mit Schlagzeilen wie diesen recht getitelt? Viel Spaß.

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Kompliziert: Berechnungsschema Straßenraumnutzung

1782/13: Fotowelt: Kompliziert: Berechnungsschema Straßenraumnutzung

Kompliziert: Berechnungsschema Straßenraumnutzung

Kompliziert: Berechnungsschema Straßenraumnutzung

Faustformeln wie „Gehweg X Übriger Straßenraum geteilt durch Parkflächen“, Nonstop Nonsens der öffentlichen Verwaltung, Hirngespinste gläserner Gerechtigkeit im öffentlichen Straßenraum

Als Anrainer von Bürgersteigen dafür bezahlen, dass das Haus instandgesetzt werden muss und eine Rüstung aufgestellt wird. Die öffentliche Verwaltung berechnet das ganz gerecht. Oder gerächt? Egal, der Gedanke führt nicht weiter. Einfach zahlen, Schnauze halten. Und gut ist. Wehe, wenn es zur Fristüberschreitung kommt.

Vier Seiten Kleingedrucktes hat der Straßensondernutzungsgestattungsapparat parat. Es wird einem schwindelig.

1780/13: Video: Mit Wigald Boning: Bangkok Backstage (Folge 1)

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Wigald Boning: BANGKOK BACKSTAGE – Teil 1 (via Youtube)

„Garlic? Oh, I have never seen a thing like that,“ sagt Wigald Boning erstaunt. Dies sind die Abenteuer des deutschen Comedystars Wigald Boning als Gast im thailändischen Fernsehen. Begleitet von seinem RTL Samstag Nacht Kollegen Tommy Krappweis und Erik Haffner (u.a. Regie: Ladykracher, Pastewka) an den Handycams ließ sich Wigald durch diverse TV-Shows schleusen, stets darauf bedacht, weder sich noch seine Gastgeber allzu sehr zu blamieren. Dass dies nicht immer gelang und manchmal sogar gehörig schief ging, macht diesen ungewöhnlichen Reisebericht zu einem sehr persönlichen, spannenden, frei- wie auch unfreiwillig komischen Stück Dokumentation mit Culture-Clash, Comedy und Charakter.

gesichtspunkte.de goes international. Wo Thailand liegt? Natürlich im Berliner Speckgürtel. Ja nee, iss klar..

Die von Tommy Krappweis verfilmten Reiseerinnerungen des Wigald Boning, präsentiert auf dem nationalen Beweisparkett für Couchpotatoes im bewohnten Berlin-Brandenburger Mehrfamilienhaus. Alle Beiträge zur kostenfreie Miete & Logis, Pringles nicht vergessen zu essen.

 

1778/13: Positionen: Die Updates meines Lebens #Alltag

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Apple-Store am Ku´damm, Berlin (facebook-Video via Socialcam)

Apple-Store am Kudamm: Hier kauft man das, was vom Mainstream nachgefragt wird. Sonderapplikationen, ausgefuchste TechWare bekommt man hier nicht, dafür ist das Flair gekonnt inszeniert. Wie auf einem Campus des Weltwissens stellen sich hier Teenager vor die Webcams der Geräte, zappeln und posieren herum und versuchen schon jetzt einmal vorsorglich, sich gekonnt in Szene zu setzen. 2 be unique with all the others here. Endlich einzigartig.

Die Updates meines Lebens vollziehen sich leise, still, aber bemerkt. Während ich schon loslegen will, benötigt am Morgen der PC erhebliche Eingriffe und Neustarts, um überhaupt wieder ordnungsgemäß arbeiten zu können.

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1776/13: Positionen: Ein schwanzloser Hund kann seine Freude nicht zeigen (albanisches Sprichwort) #Unterlagen-Tango

Ein schwanzloser Hund kann seine Freude nicht zeigen (albanisches Sprichwort)

Ein schwanzloser Hund kann seine Freude nicht zeigen (albanisches Sprichwort)

Ich bitte um eine Zusendung von den folgenden Unterlagen:
1.      Teilungserklärung
2.      Protokolle der letzten Versammlungen, Beschlüsse
3.      Wirtschaftsplan
4.      Letzte Wohngeldabrechnung
Vielen Dank im Voraus (aus Email an Hausverwaltung)

Geübt im lateinamerikanischen Tanz wird heute der „Unterlagen-Tango“ gegeben. Die Wohnung soll verkauft werden. Nun ruft der Eigentümer an. Wir sagen: „Wieso?“ Und: „Das haben Sie doch alles schon.“ Er hat es nicht, sagt er. Wo ist es? Er weiß es nicht. Dann verbessert er sich: „Er hat es gehabt, weiß aber nicht, wo es geblieben ist.“ – Dann kommt diese Email. Am nächsten Morgen ruft er wieder an. Wo es bleibt? „Haben Sie die Email überhaupt bekommen?“ Und „Schicken Sie es per Email.“ Man kocht innerlich. Jemand beschäftigt uns mit seinen Problemen, die alles betreffen, was er hat. Eine Eigentumswohnung, eine Teilungserklärung, X Protokolle der letzten Versammlungen, Beschlüsse, Wirtschaftsplan, letzte Wohngeldabrechnung. Die Anfrage kommt per Webformular.

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1771/13: Historie: Herr oder Frau Bellerbaum in Berlin-Schöneberg hat Regeln an die Wand genagelt! Da stehen sie noch heute!

Chimäre ihrer Zeit: Die Bellerbaum-Beschriftung

Chimäre ihrer Zeit: Die Bellerbaum-Beschriftung

Die Schrift „Sütterlin“ ist eine alte deutsche Schreibschrift, die Anfang des letzten Jahrhunderts eingeführt und dann ca. 1942 offiziell wieder abgeschafft wurde. Zeitzeugnisse dieser Zeit sind Schriften, die wir nur noch höchst selten antreffen. Manchmal in einem Kellergang. Dann sind wir baff.

Es gibt Handwerker, die sind Tischler und sie haben eine Art erotisches Phantasma ihrer Arbeit. Manche streicheln alte, gestrichene Fensterflügel, doch der Lack ist ab. Sie sagen: „Ich liebe Holzfenster.“ Das sind keine Perversen, sondern Handwerker mit Liebe zum Detail. Eben etwas Ähnliches kann man von Hausverwaltern sagen, die eine spürbare Affinität zum historischen Diskurs verspüren. Ein altes Haus beherbergt lustwandlerische Tendenzen, der Hausverwalter streift durch die Kellergänge und wird eines Schildes gewahr, das da hängt. Es ist uralt und handbeschriftet, und drauf steht in Sütterlin:

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1770/13: Nachruf: Ilse S. aus Wedding ist gegangen

Trauerkerze

Trauer - Lyrics: Selma Meerbaum-Eisinger

Trauer – Lyrics: Selma Meerbaum-Eisinger (aufs Bild klicken)

Das Schönste, was ein Mensch hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken. (Aus der Trauermitteilung) –

Einmal fassen tief im Blute fühlen
Dies ist mein und es ist nur durch dich
Klagt ein Vogel, ach auch mein Gefieder
Näßt der Regen flieg ich durch die Welt
Flieg ich durch die Welt (aus „Am Fenster“, City)

Ilse S. (Baujahr 1935) aus Berlin-Wedding ist tot. Lasst uns lächeln, indem wir an sie denken. Sie war Wohnungseigentümerin am Volkspark Rehberge. Eine Zeit aktiv als Verwaltungsbeirätin. Sie war so alt wie Eltern von Kindern, die wie ich Baujahr 1962 sind. Langsam „kommen die Einschläge“ näher, hat Tony Krahl, Sänger von City („Am Fenster“) mal gesagt, als Herbert Dreilich (Karat) gestorben ist. Wir wachsen nach. Wir kommen dort hin, zuerst sind unsere Eltern dran und irgendwann wir. So ist es und es ist nicht zu ändern.

Ilse S. war eine Großartige.

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1763/13: Positionen: Die neue TrinkwasserVO macht Ärger, weil Labore und Hausbewohner nicht zusammenarbeiten…

Positionen

Positive oder negative Verwaltung?

Die Legionellen-Prüfungspflicht ist dies Jahr neu eingeführt worden. Sie macht im Ergebnis nur Ärger und die Mieter/Hausbewohner sind extrem uneinsichtig und durchkreuzen die Terminabsprachen der probewilligen Lebensmittellabore. Am Ende verhandeln Verwalter ständig mit Laboren und Bewohnern über die Zutrittsmöglichkeiten, als sei die Prüfung etwas Hirnrissiges, das sich Gebäudeeigentümer ausdenken Nein, das war der Bundesgesetzgeber. Der sich ausgedacht hat, dass das Leben noch nicht komplex genug ist. #Zwischenstatus #TrinkwasserVO

Ein gedachter Augenblick, heute Morgen. Frustrierend: Nachdem zwischen Paris, Berlin-Anderswo und dem Hygieneinstitut hin- und her gemailt wurde, findet morgen nun endlich der Prüfungstermin statt. Er ist gewissenhaft vorbereitet. Heute Morgen kommt das Hygieneinstitut „aus dem Mustopp“ und sagt, man sei im Urlaub gewesen und ob alles klar sei? Bisschen spät. Niemand hat die Absicht, eine Fassade der Bissigkeit zu errichten.

Aber ich.

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1761/13: Fotowelt: Gebrochene Treppentralje

Treppentralje

Treppentralje

In Berlin-Kreuzberg ist eine Treppentralje kaputt gegangen. Das kann ja mal passieren. Der Tischler ist unterwegs. Die Reparatur ist eingeleitet.

Hat jemand noch Zweifel? Genau, Hausverwaltungen erledigen ständig solche Aufträge. Möglichst gleich, allen Unkenrufen zum Trotz. Damit sich niemand „den Nuschel“ bricht. Wie die Berliner sagen. Wenn sie zu sowas was sagen.

Weiter arbeiten…