1730-14 – Erinnerung: Hannah Arendt schuf den Begriff der „Banalität des Bösen“

Erinnerung: Hannah Arendt

Erinnerung: Hannah Arendt


Hannah Arendt im Gespräch mit Günter Gaus

In voller Länge! „Das beste Gespräch, das ich je geführt habe.“ (G. Gaus). Das legendäre Interview mit Günter Gaus in ungekürzter Fassung! Filmmaterial ergänzt mit Standbildern. Im Zentrum stehen Gegenwartsfragen zu politischem Denken und Handeln. Einleitend wird das Spannungsfeld von Philosophie und politischer Theorie erörtert. Ein weiterer Aspekt sind Geschlechterrollen sowie insbesondere der Prozess gegen Adolf Eichmann. Das Buch von Hannah Arendt (´Eichmann in Jerusalem´) war im Herbst 1964 in der Bundesrepublik und 1963 in den USA erschienen,  Arendt nimmt hierzu Stellung („Zur Person“, 28.10.1964). – Hier gibt’s noch ein sehenswertes Portrait über Hannah Arendt (64 Min.): http://www.youtube.com/watch?v=HDKHev…
Teil der Playlist „Hannah Arendt (Vorträge, Gespräche und ein Portrait)“ hier: http://www.youtube.com/playlist?list=…

Weiter geht es auf Seite 2 mit einem Gespräch zwischen Hannah Arendt und Joachim Fest aus dem Jahre 1964.

Weiterlesen

1729-14 – Historie: Was unklar geblieben ist…: Woraus ist der Chiemsee-Kessel wirklich? Und warum interessiert sich niemand dafür?

Historie


Der Nürnberger Ärzte Prozess

Der Nürnberger Ärzteprozess fand vom 9.12.1946 bis zum 20.8.1947 als erster der zwölf Nürnberger Nachfolgeprozesse gegen Verantwortliche des Deutschen Reichs zur Zeit des Nationalsozialismus im Nürnberger Justizpalast vor einem amerikanischen Militärgericht (Military Tribunal I) statt. Angeklagt waren 20 KZ-Ärzte sowie ein Jurist und zwei Verwaltungsfachleute als Organisatoren von Medizinverbrechen. Urteilsverkündung am 20.8.1947:
7 Angeklagte: Todesstrafe
5 Angeklagte: lebenslänglich
4 Angeklagte: Haftstrafe 10 bis 20 Jahre
7 Angeklagte: Freispruch

Medizinische Experimente, Konzentrationslager, Dachau, Ravensbrück, Walter B. Beals, Richter, Sulfonamid-Versuche, Erfrierungen, Zyklon B, Krematorien, Auschwitz, Majdanek, Lepraversuche, Gasbrand, Röntgen-Sterilisation, Sterilisationsversuche, Euthanasie, Fleckfieberversuche, Fleckfieberinfektionen, Unterdruckkammern, Experimente an Brüsten, Unterkühlungsversuche

Die Angeklagten:
Viktor Brack, SS-Oberführer, Oberdienstleiter „Kanzlei des Führers“
Todesstrafe – am 02.06.1948 hingerichtet

Karl Brandt, SS-Arzt, SS-Obergruppenführer und Generalleutnant Waffen-SS, Reichskommissar Sanitäts- und Gesundheitswesen, Generalkommissar für Kampfstofffragen, Euthanasiebevollmächtigter, Begleitarzt Hitlers
Todesstrafe – am 02.06.1948 hingerichtet

Rudolf Brandt, SS-Standartenführer, Persönlicher Referent des Reichsführers-SS, Leiter Minister-Büro im Reichsinnenministerium, Todesstrafe – am 02.06.1948 hingerichtet

Weiterlesen

1728-14 – Positionen: Was Konfuzius über „Handwerker“ weiß! Und Konfusius über Smartphones, Downgrades und den Sommerurlaub

Positionen

Konfuzius spricht "Handwerkerempfehlungen"

 


(Zu Nashi Young Cho – Bei Interesse, hier gefunden: blackbirds.tv)

„Handwerkerempfehlungen spricht die Hausverwaltung
ggü. interessierten Kunden stets nur ohne Gewähr aus,
und nicht ohne Gewehr, wie oft fehlerhaft vermutet
wird. Selbiges gilt umgekehrt: Interessierte Kunden sprechen
über Hausverwaltungen in ähnlich unverfänglicher Art
und Weise Empfehlungen aus. Denn diese sind häufig
von Verfall begriffen: Was heute als “gut“ gilt, kann schon morgen „der größte Fehler“ eines Menschen gewesen sein.“

Konfusius hat schlaue Sachen gesagt. Z.B. über das Internet, er galt als Kritiker der sozialen Netzwerke und fand: „Wenn Du schließlich einen DSL-Anschluss hast, so sei gewiss, es ist nicht alles Gold, was geht.“ (am 12.05.465 vor Christi, auf dem Marktplatz von Qufu, Schandong, Berliner Speckgürtel) – Seit dieser Zeit downgraden einige Eltern pubertierender Jugendlicher die Smartphones ihrer Kinder, um sie vor allzu viel Kommunikation mit Urlaubsbekanntschaften des diesjährigen Sommerurlaubs zu schützen. Die Sängerin Nashi Young Cho wohnt übrigens eher in Heidelberg. Ihre Liebe zu Heidelbeerkuchen ist nicht verbrieft. Hätte es Konfuzius nicht gegeben, doch das….ist eine andere…..

 

1727-14 – Positionen: Danke, Klaus Wowereit!

Positionen

_danke.Klaus.Wowereit

„Herr Gotthal, sie sind so angenehm unmöglich.“ (aus einer Email heute morgen) – Darf man das auch an ihn weitergeben, an Klaus Wowereit?

Angesichts seines heutigen Rücktritts im Monat Dezember 2014 ist heute der richtige Zeitpunkt, ihm zu sagen: Danke, Klaus Wowereit, für eine langjährig engagierte Tätigkeit als Berliner Bürgermeister.

Erfolgreiche Tätigkeit schließt auch Misserfolge ein. Einige davon waren groß und sind schmerzlich. Das ändert nichts daran.

1726-14 – TV-Kritik: Die Verfilmung „Dschungelkind“ ist in der ARD-Mediathek noch kurze Zeit abrufbar #TV-Tipps

Banner Fernsehtipp

Dschungelkind_Screenshot3

Liebe, Hass, Vergebung, Brutalität und die Schönheit des Lebens! #Sujet des Films in den Worten der Autorin

Direkt im Berliner Speckgürtel liegt bekanntlich Papua-Neuguinea, praktisch „umme Ecke“.

Dort ist das Dschungelkind mehrere Jahre ihres Lebens zuhause gewesen und davon handelt die Verfilmung eines Beststeller-Buchstoffs selben Namens aus dem Jahre 2011 mit guter schauspielerischer Besetzung.

Für noch kurze Zeit sind die zwei Teile der ARD-Ausstrahlung noch über die Mediathek derselben abzurufen. Ich kannte das Buch bereits vom Hörensagen und habe Sabine Kuegel, die Autorin des Bestsellers, das Dschungelkind, in einer sagen wir üblicherweise nicht so schön moderierten Talkshow gesehen. Welche, tut nichts zur Sache (es war Markus Lanz).

Weiterlesen

1725-14 – Positionen: Vom Datenschutz am Telefon im Büro einer Hausverwaltung

_icon.Data.Error (Datenschutz)

Rrring.

Guten Tag.

Guten Tag. Ich bin  hier in der XYstraße in Spandau. Wir suchen hier Herrn Schillinger.

Und?

Können Sie mir sagen, ob der hier noch wohnt?

Nein.

Warum?

Weil wir Ihnen das hier am Telefon nicht sagen.

Dann sind Sie ein Idiot.

Danke.

Krrrkksss…

 

1724-14 – Modernes Märchen: Der Frosch – powered by Günter Janocha, Leipzig

Mietfreier Mitbewohner im Kellerlichtschacht! Der Frosch!

Es war einmal... (Moderne Märchen)


Günter Janocha (via Soundcloud)

Er hat schon mit Buddy Miles gejammt, dem Schlagzeuger, Musiker und Tausendsassa, den wir noch als Mitglied der Jimi Hendrix-Experience Numero Zwo kennen. Ansonsten spielt Günter Janocha schon so lange Schlagzeug, dass wir mit zwei Händen und einer entsprechend Anzahl Fingern gar nicht klarkämen, die Jahre nachzuzählen. Ach, weißt? Iss auch Wurscht. Sei kein Frosch! Quak.

Weiterlesen

1723-14 – Aushang: Vom „Kinder über den Hof brüllen lassen“ und der Verwechslung von Ursache und Wirkung

Aktion: Aushang für die Ewigkeit
Aktion: Aushang für die Ewigkeit
Kinder über den Hof brüllen zu lassen (Foto: Malte Welding, Journalist)
Kinder über den Hof brüllen zu lassen (Foto: Malte Welding, Journalist)

Die hammerharte Analysefähigkeit des Schriftführers, der sich ganz allgemein gesagt mehr Rücksichtnahme, bessere Eltern und am besten gar keine Kinder wünscht und der Rundumschlag gegen solche missliebigen Mitbewohner im Hause..

„Kinder um 5:20 Uhr über den Hof brüllen zu lassen“ setzt den aktiven Willen gequälter Eltern voraus, die derartiges anzuordnen beabsichtigen. „Dann heul doch“, so in etwa (Lyrics von Tic Tac Toe, bisschen her schon). Das zeugt von sehr wenig Mitgefühl. Denn wir gehen alle hart arbeiten, nehmen Rücksicht und gönnen uns allen unseren Schlaf. Nur den Nachbarn gönnen sie es nicht, diese kleinen Racker großgewordenen Eltern, die ihren Kinder einfach nicht verbieten, laut über den Hof zu brüllen.  Nein, die Sache ist klar, die Schuldigen sind ausgemacht, es sind diese „ein geistiges Führungsgefühl“ vermissen lassenden Eltern, die ihre uferlosen, borderlinehaften Haustyrannen (anderes Wort für Kinder, vor allem bei kinderlosen Eltern in Verwendung) anweisen, zur Unzeit zu brüllen.

Im Grunde ist die Welt doch ganz einfach in diesen wenigen Sätzen erklärt.  Ob der Aushang Vorbildcharakter besitzt?

 

1722-14 – Gedenken: Erinnerungen an den 20. Juli 1944

Gedenken.20.Juli.1944

Das wäre ja doppelt schmerzlich, sonst denkst Du, die sind umsonst gestorben. Und das wäre das Fürchterlichste (Friedrich Wilhelm von Hase, Sohn von Paul von Hase)

Um 12:42 Uhr detonierte die Bombe: Das Attentat auf Adolf Hitler nahm an diesem Tage vor 60 Jahren seinen Verlauf, in Polen im Führerhauptquartier, in der Wolfsschanze. Details zum genauen Ablauf sind bekannt, das Attentat fand direkt im „inneren Sperrkreis“ statt, unter einem schweren Eichentisch, von dem einige Historiker mutmaßen, seine hölzerne Schwere und Massivität habe den Tod von Hitler verhindert. Mit IKEA-Möbeln wäre das wohl anders gelaufen. Reine Spekulation.

Einige der Widerständler wurden an „Fleischerhaken“ aufgehängt in Plötzensee. Die Konstruktion, die auf dem Banner oben zu stehen ist, wurde für das Aufhängen der Attentäter auf Adolf Hitler eigens angefertigt. Die Hingerichteten sind und bleiben die wahren „deutsche Helden“. In unseren Erinnerungen bewahren wir uns ein liebendes, ehrendes Andenken an die mutigen Männer und Frauen des 20. Juli 44. Hitler bezeichnete sie als „eine ganz kleine Clique ehrgeiziger, gewissenloser und zugleich verbrecherischer, dummer Offiziere.“

1721-14 – Fotowelt: Heimlich, leise, leise, und immer schön hübsch versteckt…. #Commerzbank

Heimlich, heimlich, hübsch versteckt!

Icon fotowelt

Heimlich, heimlich, hübsch versteckt!
Heimlich, heimlich, hübsch versteckt!

Die auf einem Kontoauszug der Commerzbank ausgedruckte Konditionsänderung ist ein schönes Beispiel dafür, wie dynamisches Vertragsmanagement heute funktioniert: Heimlich, heimlich, hübsch versteckt! Heute hier, morgen dort und übermorgen noch per SMS werden unsere Konditionen, Vertragsklauseln und dergleichen abgeändert. Wir haben das Recht zu widersprechen. Es ist nur sinnlos.

Eine saubere Vorgehensweise könnte die Bundesregierung mal regeln: Dann wäre es vorbei mit einseitigen Änderungsakten und Abänderungen bestehender Verträge müssten expressis verbis vereinbart werden. Nein, das wäre kein Rückschritt, sondern ein Fortschritt: Hin zu mehr Kundenfreundlichkeit. Kostenerhöhungen müssten begründet und schließlich akzeptiert werden. Eine fristlose Kündigung der Geschäftsbeziehung wegen Neueinführung einer Gebühr von 1,90 EUR, wie oben angedacht, ein vollkommen abwegiger Gedanke. Es geht uns hier darum aufzuzeigen, wie es läuft. Und das ist nur ein klitzekleines Beispiel.