1740-14 – Breaking News: Vitali Klitschko und ein deutscher Treppenwitz der Geschichte

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Mauergraffito Büro Gotthal
Mauergraffito Büro Gotthal

Um Kämpfer aus Russland abzuwehren, hat die Ukraine einen Plan entwickelt: eine 2000 Kilometer lange Mauer an der Ostgrenze des Landes. Bürgermeister Vitali Klitschko äußerte sich in Berlin dazu und bat Deutschland allgemein um Hilfe und „Know-How“. (meldet der Tagesspiegel hier)

Ach, Vitali. Aus dem Speckgürtel von Berlin – in der Ukraine – kommt die Meldung und sie besitzt nicht gerade wenig „Komik“. Gefragt wie immer: Deutsches Know How. Brrrr….

Ja, es ist richtig: Wir verfügen über ziemlich viel know how, was den Bau innerdeutscher Grenzen angeht. Dass diese Erfahrungen eins zu eins auf den Konflikt Rußland/Ukraine anzuwenden seien, ist jedoch wirklich nicht richtig. Genau so gut könntest du auch anfragen bei Pink Floyd, die über viel bessere Erfahrungen (The Wall) verfügen. Nein, unsere Erfahrungen, ehrlich gesagt, besagen, es sei auf Dauer keine Lösung, höhere Mauern zu errichten, die die Menschen am Umgang miteinander hindern. Auch aus technischen Gründen verfängt die Klitschko-Idee heute nicht mehr. Es drohnen Luft-Luft-Erkundigungen.  Zeppeline wurden inzwischen wegen Brandgefahr abgeschafft, aber selbst aus dem Weltraum ließe sich leichten Fußes jede Art von Mauer überwinden. Selbst die Chinesen betrachten ihre historische Mauer als Relikt aus einer alten, rühmlichen Zeit. Außerdem: Die Schädlingsbekämpfung. „Auf der Mauer, auf der Lauer, liegt ne kleine Wanze…“ – Und noch einmal: Mauern lösen das zugrunde liegende Problem eher nicht.

Soviel zu den NEWS des Tages, die oben verlinkt sind. Wir geben zu, nicht ganz im Themenfokus dieses Blogs.

1739-14 – Traumjob Hausverwalter: Von nahen Branchen

_icon Traumjob Hausverwalter

…

Die Tätigkeit als WEG-Verwalter (Verwalter von Wohnungseigentümern) ist vielen gar nicht richtig bekannt. Teils wird sie verkannt. Und teils von Menschen bewundert: Weil sie auch als Grenzgängertum daher kommt, von Zeit zu Zeit. Richtig zusammenfassen kann man diese Arbeit ungefähr wie folgt. Das Video wurde allerdings in einer ähnlichen Branche erfasst.

1737-14 – Nachruf: Joachim „Blacky“ Fuchsberger

Kerze

Selten hat mich eine Nachricht mehr ins Herz getroffen als heute die über den Tod von Blacky Fuchsberger. Und selten fiel es mir schwerer dazu ein paar passende Zeilen zu schreiben…
weil immer das Gefühl bleibt, dass ich eh nicht in Worte fassen kann, was für ein wundervoller Mensch er war und wie sehr er mir fehlen wird. Es gibt nicht viele Menschen, die ich wirklich bewundere oder als eine Art Vorbild sehe – Blacky war einer davon. Denn er war viel mehr als ein großer Entertainer, Schauspieler oder Moderator – er war ein fantastischer und uneingeschränkt großartiger Mensch.(Oliver Kalkofe auf facebook)

In München verstarb gestern zuhause Joachim „Blacky“ Fuchsberger.

Es kann nicht die Aufgabe dieses Blogs sein, den offiziellen Nachruf zu schreiben. Es gibt berufenere, zuständigere „Organe des öffentlichen Nachrufs“ und die werden dafür bezahlt. Der hier anzulegende Nachruf erfüllt vielmehr eine private Wächterfunktion als Hinzufügung zu denjenigen weiteren Nachrufen, die sich die Journaille so aus der Feder saugt.

Von Joachim „Blacky“ Fuchsberger, so habe ich gerade erst gelernt, ist kolportiert, aber m.E. nicht offiziell als richtig bestätigt, er habe sich in der ersten Zeit seiner beruflichen Betätigung als Radiosprecher in den Fünfziger Jahren vor einer Sendung gern einen genehmigt. Es war diese deutsche Zeit, in der es noch üblich war, härtere Geistgetränke zu sich zu nehmen: Schnaps, Cognac, Weinbrand oder Whiskey beispielsweise. „Blacky“ nahm „Black & White Whiskey“, ein Getränk, das aktuell nicht so groß in Mode ist. Das habe seinen damaligen Chef veranlasst, ihn um Absenz vom „Bölkstoff“ (vom Whiskey) vor Radiosendungen zu bitten. Und das habe letztlich auch zum genannten „Spitznamen“ Blacky geführt. Das ist eine lustige Geschichte aus einem anderen Jahrhundert.

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1735-14 – Video: Der kleine Oskar Matzerath von einst ist groß geworden und zu Gast bei Johnny Haeusler (FluxFM) #Tipps

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David Bennent im Interview (1979)

„Man kann nicht genug darüber sprechen, was in dieser Zeit passiert ist.“ (David Bennent, im Interview mit Johnny Haeusler, FluxFM, 07.09.14 – 11:30 Uhr – Über die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland)

Er ist Jahrgang 1966 und war von signifikantem Kleinwuchs. Aber er war frech, schamlos und ohne jede Angst und riss im Vergleich zu allen anderen Schauspielern des Schlöndorff-Films „Die Blechtrommel“ die Blicke der Kinozuschauer auf sich, so ist das geflügelte Wort vom „frechen Oskar“ auf ihn passend zugeschnitten. Im übrigen schrie er glasklirrend und gerierte sich in Interviews recht selbstsicher und selten in Wortfindungsschwierigkeiten.

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1734-14 – Positionen: Was Konfusius über Neugier, klärende Gespräche und moderne Techniken weiß

Positionen

Konfusius_Email

„Normal ist der menschliche Kontakt im Rahmen eines zielführenden Gesprächs geprägt von dem Interesse, sich zu verstehen und voneinander zu lernen. Eine neue, ganz andere Technik heißt Email, sie ist häufig das Gegenteil davon. Leider.“ – „Normal is a human contact as part of a purposeful conversation, influenced by the interest to understand and learn from each other. A new, completely different technique is called email, it is often the Opposite. Unfortunately.“

Überall gehetzte Menschen, in aller Herren Länder. Die Welt globalisiert sich. Menschen kaufen Wohnungen in fremden Ländern und verstehen nicht, was da „in Deutschland“ abgeht. Der berühmte, alte chinesische Philosoph Konfusius aber ist ein schlauer Mann gewesen. Deswegen verleihen wir seinem weisen Wort hier Gehör.

Denn sie wissen scheinbar, wie man kommuniziert: Per Email. Auf diese komplett elektronische Art und Weise glauben sie, die Dinge vor sich hertreiben zu können. Doch am anderen Ende der Flatrate sitzen Menschen, denen einfach der schwarze Peter zugeschoben wird. Es geht darum: Wer muss was machen und wer ist wofür zuständig. Eine einfache Forderung könnte lauten: Bleib neugierig. Und sei nicht unhöflich. Sondern „beweg Deinen Arsch“ (sorry) und geh ans Telefon. Frage dich durch und schieb das nicht auf eine schriftliche Ebene. Denn auf der schriftlichen Ebene wird alles zu Beton.

Unmöglich, noch etwas aufzuklären. Eine häufige Erfahrung: Für die größten Lappalien werden seitenweise Dokumente eingescannt, komplizierte Fragen in schlechtem Englisch abgefasst und hin- und her gemailt. Ein Anruf würde alles aufklären. Zur beiderseitigen Zufriedenheit. Das Thema ist unerschöpflich. Und ärgerlich.

1731-14 – Positionen: Von Sabbelsendungen im öffentlich rechtlichen Laber-TV

_danke.Klaus.Wowereit

Herrn W. aus B. habe ich schon gedankt für 13 Jahre bemühtem „Dienst am Volke“, trotz alledem. Trotz Groß-Fluchhafen „BER“ und und und.

Auch die regelmäßigen und zu vielen „Sabbelsendungen“ im deutschen Sabbelfernsehen reißen nun kein neues Ruder der Erkenntnis noch rum. Wowi geht und wirkt gestern Abend im öffentlich rechtlichen Blabla-TV der urlaubsrestgebräunten Sandra Maischberger wieder gefestigter, selbstbewusster und erstarkt. Niemand greift ihn noch ernstlich an, es ist bereits ausgemachte Sache, dass er geht. Das ist auch gut so, findet er selbst.

Keiner der hinzu geladenen Gäste stößt noch irgendein Beerdigungs- oder Beleidigungsrequiem gegen ihn aus oder wirft mit abschließenden Fäkalien nach Wowi. Es ist seltsam: Wenn einer schon geht, wird nicht nachgetreten. Das überrascht. Wowi war offenbar sehr geachtet und wird es in der Erinnerung auch bleiben. Auch Diepgen gibt sich staatsmännisch und würdigt die schwere Aufgabe. Politisch hat W. aus B. den Kopf für ein gescheitertes Projekt Großfluchhafen hinhalten müssen.

Er hat ihn nicht gebaut.

DER SPIEGEL hat die Sendung hier kommentiert. Die Berliner Zeitung hier