3050/15: Gedenken: Heute vor siebzig Jahren

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In stillem Gedenken:

Heute vor siebzig Jahren hat sich einer der größten Verbrecher Deutschlands aller Zeiten nach einer hastig vollzogenen Eheschließung eine Kugel in den Kopf gejagt. Aus Feigheit vor dem Feind. Nichts fürchtete er so sehr, als von Josef Stalin wie ein Affe im Käfig in Moskau auf dem Roten Platz als Kriegsverlierer zu Schau gestellt zu werden. Aufgeknüpft am Ende in ähnlicher Art und Weise wie der italienische Duce Benito Mussolini. Nichts wünschte sich Josef Stalin mehr, der noch lange Geheimdienstler hat fahnden lassen. Später brachte die Obduktion Gewissheit. Adolf Hitler hat sich erschossen.

Der 30. April 1945 vor siebzig Jahren: Es wird seinen Grund haben, dass der 30. April in der Statistik aller Nachkriegsmonate überwiegend mit großartigem Sonnenwetter auftritt. Wie ein Versprechen auf durchgreifende Verbesserung der Lebensumstände. Menschen können ohne Tyrannenschatten leben. Tun es.

In stillem Gedenken bei den Opfern der Schreckenstyrannei und nicht bei einem wahnsinnigen Selbstmörder, dessen Schicksal nicht in den Kategorien von Pietät, Mitgefühl und mit einem Anflug von Milde angesichts der verstrichenen Zeit entgegnet werden kann. Dafür war dies Lebenswerk viel zu abscheulich.

Zeitgeist: Viel Rauch um Nichts!

3049/15: Positionen: Hausmüll, Bauschutt, Falschbefüllung. Textbrief, Serien, Nichterfüllung. Viel Rauch um Nichts.

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Zeitgeist: Viel Rauch um Nichts!

Wie funktioniert gute Kommunikation? Aufgabengerechte Abwicklung nach dem Minimaxprinzip? – Antwort: Zunehmend prozessgesteuert, flach und effektiv, aber: Immer nur für den Initiator. Egal wie es beim Empfänger ankommt. Das ist das Gegenteil von ganzheitlichem Denken. Leider.

In Berlin-Friedenau wurde die Hausmülltonne falsch befüllt. Wie sich heute durch Recherche und Telefonate herausstellt, hat ein Hausbewohner seine Wohnung renoviert. Dabei wurde in den Hausmüll geworfen, was überwiegend ganz in Ordnung ist. Wir sind nicht staatlich geprüfte Abfallexperten. Sondern Ottos namens Normalverbraucher. Die Grenzziehung ist mitunter scharf. Sie wird schärfer mit den Jahren, in denen wir uns eine bessere Welt versprechen durch Regulierung und mehr, weil gewissenhaft getrennt wird. Noch gewissenhafter. Soweit zum Zeitgeist der Hausmüllentsorgung.

Was zu beanstanden war, sagt ein Hausbewohner: Es waren ein oder zwei Ytong-Steine. Die BSR sieht hierin eine Falschbefüllung mit Bauschutt und wenn man sich das einmal kritisch zur Brust nimmt, bleibt von dem Vorwurf soviel gar nicht übrig. Im Grunde genommen bis zu zwei Ytong-Steine. Wann liegt eine Falschbefüllung mit Bauschutt vor? Ab eins? Ab zwei? Kann nicht ein (oder zwei) davon Restmüll sein? – Na ja.

Damit sind wir schon im herrlichsten Streit über Rechtsansichten oder anders ausgedrückt: Erstickt von lauter unwesentlichen Gesichtspunkten des täglichen Lebens. Denn wesentlich alleine ist: Wir wollen problemlos leben. Und nicht Probleme hin und her schieben.

Von Bedeutung ist nicht der Routinevorgang, sondern die Art und Weise, wie das Wellen schlägt. Hier sprechen wir wieder vom Zeitgeist, von unternehmerischen Überlegungen und Lösungen, die tragen sollen, aber nicht tragen werden. Weil sie schlicht versanden.

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3048/15: Gedenken: Vor 100 Jahren wurde in Belgien das erste Mal systematisch Giftgas eingesetzt.

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In stillem Gedenken:

Am 22. April 1915 setzten deutsche Soldaten in der Nähe des belgischen Städtchens Ypern im 1. Weltkrieg erstmals Giftgas ein. Der Wind musste dafür günstig stehen. Als es so weit war, wurde gehandelt. 180 Tonnen flüssiges Chlor wurde eingesetzt. Der deutsche Chemiker Fritz Haber schuf in Diensten der Armee das tödliche Gas und damit einen weltweiten Standard. Andere Länder waren keinen Deut besser, sondern schlechter in Entwicklungsarbeit vorangekommen. Mit deutscher Gründlichkeit waren Deutsche Vorreiter einer Entwicklung, die bis heute anhält. Und trotz weltweiter Ächtung wird immer wieder Giftgas als perfide, heimlich, still und leise daherkommende moderne Kriegswaffe eingesetzt. Die gedankliche Verbindung zu Zyklon B, dem Ausschwitz-Gas, ist nicht abwegig.

Das ist 100 Jahre her. Das virtuelle Gedenken ist angemessen. Es erinnert an eine von vielen falschen Entwicklungen der Menschheit.

Dass Fritz Haber später als „Vater des Gaskriegs“ offiziell bezeichnet wurde, verhinderte nicht die Verleihung des Nobelpreises an ihn.

3047/15: Positionen: Knorke…die verpassten Anrufmöglichkeiten

Knorke_Telefonanrufe

…wenn Du angeblich nicht erreichbar gewesen sein sollst, aber Dein digitales Logfile aufzeichnet, wer definitiv nicht versucht hat anzurufen. Das Schwarzer-Peter-Spiel, wer sich zu bemühen hätte….

Open Office ist nicht nur eine Bürosoftware. Es ist das System fester erreichbarer Bürozeiten, ansprechbar zu sein und Ansprechbarkeit (Kommunikationsdaten) zu veröffentlichen. Ein amtlicher Anmeldevorgang für ein Gewerbe dauert Zeit. Das eGovernment soll es einfach machen. Formular herunterladen, ausfüllen, wegschicken, fertig. In der Realität dauert es acht Wochen, bis die Verwaltung eine erste Reaktion zeigt. So geht´s nämlich nicht ist ein Grundprinzip des Antragswesens. Fühlt sich falsch an: „Leider habe ich Sie nicht erreichen können, ich habe noch Fragen. Rufen Sie mich an.“ – Tatsächlich hat niemand angerufen. So ist es verzeichnet. So ist es nicht verzeichnet: Der niemals erfolgte Anrufversuch wurde nicht aufgezeichnet. Anrufe werden aufgezeichnet. Kommunikationsnachweiswesen: Niemals stattgefundene Kommunikation ist aufgezeichnet, nirgends.

Wahrscheinlicher, jemand arbeitet an der Tunnelung: Telefoniere niemandem wochenlang nach. Lass Leute anrufen. Denn die wollen was. Dann haben die den Schwarzen Peter. Und sie, die Bearbeiterin, hat ihre Ruhe. So machen es viele: Niemand gibt es zu. Es ist eine Art Textbaustein: Ich habe sie nicht erreichen können. Kommunikationsfreie Zeit ist freie Zeit. Was nicht vorformuliert ist: Ich habe es auch gar nicht erst versucht. Unerreicht. Aber nicht genial.

Genial oder rein zufällig passiert auch folgendes: Die New York Times findet die Rüdesheimer Str. in Berlin-Wilmersdorf weltweit hervorstechend, wie man hier sehen kann.

Joerg´s Zwiegespräche mit sich selbst

3046/15: Positionen: Zwiegespräche mit Gott #FotoDesTages

Positionen

Joerg´s Zwiegespräche mit sich selbst


Ahne: Zwiegespräche mit Gott – Ein skeptischer Sympathisant

Damit Joerg hier nicht an den Pranger gestellt wird, habe ich mir erlaubt, dies fotografische Bildschirmungetüm noch digital nachzubearbeiten. Wir bitten um Entschuldigung: Aber wir sind weder sozial inkompetent noch ….

Das soziale Netzwerk ist hier und da asozial. Weil es indiskret ist und die größten, denkbaren Banalitäten ausplaudert. Doch das ist alles nur Software. Dass sich hinter einer Neuigkeit nichts Neues verbirgt, ist eine Binsenweisheit. Und dass die Amis gern auf der Oberfläche schliddern, auch.

Mit Timelines und News Boxen aber kann man Menschen auch in Verruf bringen. Etwa wenn aus Gründen einer funktionierenden Werbewirtschaft im Seitenbanner erklärt wird: Thomas Gotthal mag Romika-Schuhe. Und wer weiß, vielleicht bevorzugt er Elefantenschuhe? Gar nichts stimmt. Alles falsch.

3045/15: Positionen: Vom Wohlklang der Telefonstimme

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Die Firma Sonor sitzt in Bad Berleburg (im Berliner Speckgürtel), in Nordrhein-Westfalen und baut Schlagzeuge. Sie wurde 1875 durch Johannes Link gegründet. Heute gehört das Unternehmen zur Weltklasse im Bereich des großartigen Schlagzeugbaus. Ist’s der SONORe Klang? Kein Zweifel. Und die Verarbeitung. Homepage des Unternehmens

Bestimmt kein Zufall:

Am Telefon sagt man meiner Stimme einen SONORen Klang nach. Es fehlt alltäglich tatsächlich nicht an attraktiven Angeboten. Zu sprechen. Noch ein bisschen. Ach, bitte.

Dass ich persönlich ähnlich wirke, hat noch niemand behauptet. Ich sollte Radiosprecher werden. Angebote?

#Spackensuada pdf Formulare

3044/15: Positionen: Was sind das eigentlich für Menschen? Eine #Spackensuada

#Spackensuada pdf Formulare

Kennwortschutz

Was sind das eigentlich für Menschen in Firmen und Behörden, die eFormulare zum Ausfüllen als ‚pdf‘ bereit stellen, die Benutzung derselben jedoch als „schreibgeschützt“ mit Kennwortschutz anlegen, damit man sie nicht ändern
kann?

Wie sehen eigentlich Spacken aus? Das Wort geistert herum und niemand hat eine genaue Vorstellung vom Antlitz des Dämlichen. Indes eine Spackensuada vom Zaune zu brechen, böte sich an: Erstens gibt es das Wort so gar nicht. Damit werden wir wortschöpferisch tätig. Googles neue Aufgaben: Das Wort hat Berechtigung. Eine Suada auf Spacken vom Zaune zu brechen, die Formulare anfertigen, die Benutzer nicht benutzen dürfen, ohne von der neuen Welt (digital) in Analogie (Ausdrucken, Ausfüllen, Unterschreiben) des zwanzigsten Jahrhunderts (und früher) zurück zu lustwandeln, dann den Vordruck wieder einzuscannen und ihn erneut digital loszusenden. Damit er als nächstes gleich als unzulässig abgelehnt wird. Das ist doch irre.

Die sich das ausdenken, als Spacken zu bezeichnen? Oder einfach nur als Hirnis? Oder aber als ganz besonders gewissenhafte Reichsbedenkenträger…. Das überlassen wir dem Leser, sich dazu eine eigene Meinung zu bilden.

3043/15: Knorke: Haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a EStG

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…wenn Du Dir Gedanken machst über Steuern und Deine Frau sagt: „Ich bin Deine Haushaltsnahe Dienstleistung.“

Knorke.

3042/15: Fotowelt: Das Gründungsgebäude von Harley-Davidson (1903)

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3041/15: Fotowelt: Ein Museumsbesuch und die unabsehbaren Folgen für das allgemeine Empfinden von Hochkultur

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Museumsbesuch_Foto

Es ist verwirrend: Ein Problem ist, dass wir nichts mehr wissen. Ein anderes: Dass wir nichts mehr nicht wissen. Wir schlagen kurz nach, was wir nicht wissen. Und glauben, Antwort parat zu halten. Online. Doch das ist nur eine Oberfläche, auf der kein Tiefgang blüht: Auf einige der drängendsten Fragen haben wir trotz alledem keine vernünftige Antwort. Zum Beispiel zum Thema ‚Information overflow‘, zu Ablenkung und Denkdiffusion.

Der Museumsbesuch findet bildungsbeflissen statt. Ein jeder dieser Schüler schlage soeben nach im mobilen Wikipedia. Dort stehen Antworten auf Häufig gestellte Fragen, FAQs. In Wirklichkeit war diese Geschichte vollkommen anders, denn das ist nur die Oberfläche. Ertappt: Dass die Schülerinnen und Schüler sich für den Museumsbesuch an sich gar nicht so sehr interessiert haben, ist wahrscheinlich. Smart ist das nicht. Generation Smartphone!

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