… dieses Katers ist das Handwaschbecken – es scheint nach neuesten
katzenergonomischen Gesichtspunkten angeschafft worden zu sein.
Allerdings war der Kater erst als zweites da. Huhn oder Ei – die
Reihenfolge ist egal. Für ihn.

– Posted using MobyPicture.com
Monat: Januar 2010
602/2010: Plädoyer: Königs-Wusterhausen darf definitiv nicht wegfallen (Lied des Tages)
![]()
Udo Lindenberg, 1990, in Ostberlin – Bunte Republik Deutschland und Mädchen aus Ost-Berlin (via Youtube)
Die ganze Wahrheit aber ist: Königs-Wusterhausen darf nicht wegfallen, denn das wäre fatal. Bis 1718 nannte es sich Wendisch Wusterhausen und hätte daher das Akronym ‚WW‘ -will wegfallen- unfreiwillig assoziiert. Die Assoziation ‚kann wegfallen‘ als Synonym für den Ort Königs-Wusterhausen ist in der Tat unter vielen, vornehmlich westlichen Ureinwohnern Deutschlands weit verbreitet und löste daher Lächeln beim Emailempfänger aus.
601/2010: Bundesgerichtshof verneint Haftung einzelner Wohnungseigentümern für Abwasserkosten
Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass die Beklagten nicht als Gesamtschuldner haften. Die Vertragsangebote der Klägerin richteten sich nach dem Wortlaut der Vertragsbedingungen nicht an die einzelnen Wohnungseigentümer, sondern an die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer. Mit der Annahme der Angebote sind Verträge über die Belieferung mit Wasser und die Abwasserentsorgung jeweils mit der Wohnungseigentümergemeinschaft zustande gekommen. Soweit diese bei der Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums am Rechtsverkehr teilnimmt, ist sie nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs rechtsfähig. (Pressemitteilung des BGH)
Der Bundesgerichtshof (Aktenzeichen: hat mit Pressemitteilung Nr. 15/2010 vom 21. Januar 2010 endinstanzlich über einen Berliner Rechtsstreit entschieden. Im Hintergrund einer Klage des klagenden Berliner Versorgungsunternehmens (na, welches war das? Preisfrage) standen Spruchkammer-Entscheidungen des Amtsgerichts Spandau (1. Instanz) und des Landgerichts Berlin (2. Instanz) auf dem Prüfstand in Karlsruhe. Es ging um den in § 421 BGB normierten Begriff der Gesamtschuldnerschaft. Dort heißt es wie folgt:
„Schulden mehrere eine Leistung in der Weise, dass jeder die ganze Leistung zu bewirken verpflichtet, der Gläubiger aber die Leistung nur einmal zu fordern berechtigt ist (Gesamtschuldner), so kann der Gläubiger die Leistung nach seinem Belieben von jedem der Schuldner ganz oder zu einem Teil fordern. Bis zur Bewirkung der ganzen Leistung bleiben sämtliche Schuldner verpflichtet.“
Skurril: Der Mikrozensus des Statistischen Bundesamts spricht vom Migrationshintergrund.
![]()
Aber auch der eine oder andere Grund außerhalb gastronomischer Gesichtspunkte lässt sich denken. Vielleicht auch jener küchentechnische, nicht immer nur ‚im eigenen Saft‘ schmoren zu wollen?
Update in eigener Sache: dies ist der 600. Artikel auf dieser Website.
Weiterführend
Guten Morgen, Deutschland! Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist… (Gehörlosigkeit): 2be deaf in Berlin
![]()
(Herbert Grönemeyer, Musik nur wenn sie laut ist) via youtube
Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist. Ihr Traummann muss Bassmann sein. Dann vergisst sie, dass sie taub ist. Wie viele andere Menschen in ganz Deutschland und überall woanders auf der Welt.
Die besungene Dame gehört zu den Gehörlosen Tauben (*) Deutschlands und hat damit infolge eines nicht funktionierenden Gehörs nur noch die Möglichkeit, Musik mit dem Körper zu spüren. Ein Bassmann, so die Theorie von Herbert Grönemeyer, wäre demzufolge eine Art Referenzmannpartner für sie. Denn seine Musik könnte ihr u.U. in die Magengrube fahren. Gehörlose Taube(*) wurden in einer früheren Fassung des Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 828 BGB) auf denselben geistigen Stand gesetzt wie Minderjährige.
Briefschnipsel: Dein Treppenhausfußboden, das empfindliche Wesen – Rücksichtnahme
Ein Treppenhausfußboden ist ein fragiles Etwas, eine empfindliche Oberfläche und ein sensibles Oberes. Der Gebäudereiniger hat es verletzt. Er missachtete den PH-Wert. Das Drama, den empfindlichen Treppenhausbelag zu meucheln, spielte sich im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg ab. Dort gehört Prokrastination zur Lebensart.
Unschönes Ergebnis. Er sieht unschön aus, der Fußboden. Da hilft weder Clerasil, noch gut zureden. Reine Haut startet hier, für ein reines Gewissen ist die Geschäftsleitung des Gebäudereinigers verantwortlich. Ob dem Fußboden auch ein neuer Clerasil-Pickel-Blocker-Stift helfen würde, der seit kurzem auf dem Markt ist?
(via Youtube)
Guten Morgen, Deutschland – Niederst-Temperaturen, Grauzonen und (m)eine Eisprinzessin
![]()
Grauzone, 1981 – Ich möchte ein Eisbär sein (via youtube)
Die Temperaturen dieser Tage lassen sich als ein bisschen ungemütlich beschreiben. Heute Morgen waren es Minus 12 Grad Celsius. Eins ist heute allerdings erfreulich: Ich habe heute Morgen eine richtige Eisprinzessin gesehen.
Sie heißt Nicola R. und fährt tagaus tagein und bei jeder Witterung mit dem Fahrrad aus dem äußersten Süden von Berlin in den -gelinde gesagt- etwas nördlicheren Teil von Zehlendorf zu einer Grundschule, wo sie ihren Dienst als Lehrerin versieht. Täglich. Während inzwischen viele Menschen morgens erst am PC nachsehen, was wetter.com oder ein vergleichbarer Internetdienst für Wetter prognostiziert, anstatt die Tür aufzumachen und zu fühlen, fährt Nicola R. bei jedem Wetter mit dem Fahrrad auf einen geschätzt 8 bis 10 km langen Arbeitsweg zur Schule. Man kann allerdings nicht sagen, dass sie keinen Internetanschluss besitzt. Nur einmal, letztes Jahr, fuhr sie ein paar Tage mit dem Auto. Eine Sportverletzung. Es müssen für Nicola R. schon sehr gewichtige Gründe vorliegen, warum sie nicht mit dem Fahrrad…
Bei ihren Schülern ist sie beliebt. Sie gilt als freundliches Wesen und grüßt immer mit einem strahlenden Lächeln. Zur Witterung passend trägt sie auch während der kälteren Tage dieses Jahres stets stechende, kristallblaue Augen, die kein Wässerchen trüben könnte. Heute Morgen sagte einer: Alle Achtung, und ein anderer ‚Sie ist wirklich eine taffe Frau.‘ Das ist sie.
Twitter Weekly Updates for 2010-01-24
- RT Fotoblog | : Nord-Ost Thailand: Der lange Weg nach Udon Thani in der Provinz Isaan – Reisebericht http://tinyurl.com/y9l6um5 #
- Fotoblog | : Nord-Ost Thailand: Der lange Weg nach Udon Tha… http://www.mugshooting.de/weltweit/2010/01/22/der-lange-weg-nach-udon-thani/ #
- Fotoblog | : Fassadenbewuchs genau zwischen zwei Grundstücken: Der Bart muss ab. http://bit.ly/8Vj4ZQ #
- RT @gotthal Die Klospülung kann man jemandem abstellen, aber der Klodeckel muss deswegen nicht trist aussehen http://bit.ly/5wxXo3 #
- RT @gotthal Rechtsanwalt 2.0 verschwindet in der Versenkung, wo ist er? http://bit.ly/7tAyXh #
- Fotoblog: Open-Air-Konzert für Oldies auf Kuba – die ganze Wahrheit hier bitte http://bit.ly/4Tumfg #
- @AliceSchwarzer Frau Schwarzer, diesen Tweet sollten Sie erklären, aus Berlin herzlich, thomas gotthal in reply to AliceSchwarzer #
- Fotoblog | : Open-Air-Konzert für Oldies in gan… http://www.mugshooting.de/weltweit/2010/01/18/open-air-konzert-fur-oldies-in-ganz-kuba/ #
Rhabarber: Prozesse von Querulanten vor Gericht enden immer: Wir werden alle sterben! Palim, Palim!
![]()
Im Gefängnis: Bald wieder Zeit für kultige Spiele (Dieter Hallervorden, Nonstop Nonsens, Fernsehserie 1975-1980) via Youtube
Es gibt, immer wenn Gerichtsdinge anstehen, diese Art Verfahren, die komplett überflüssig sind. Sie haben überhaupt keine Aussicht auf Erfolg oder kosten lediglich nur Zeit und Geld, verfolgen aber kaum lohnenswerte Ziele. Manchmal ist selbst das nicht zu erkennen: das Ziel. In denen es um etwas geht, was von einem menschlichen Standpunkt aus zweitrangig ist. Entscheidender erscheint uns, dass wir gesund sind und unsere begrenzte Lebenszeit nützlichen, schönen Dingen zugewendet ist, besonders wenn wir glauben, dass die Lebenszeit von vornherein begrenzt ist. Die inzwischen aufgelöste, etwas schräge Berliner Band Knorkator (1994-2008) hat das sehr gut auf den Punkt gebracht: Wir werden alle sterben! Den Kopf frei bekommen von Zwängen und wirtschaftlichen Sorgen, dass es uns gut geht. Und doch streiten manche wie die Kesselflicker vor Gericht. Das sind oft Menschen, denen etwas abhanden gekommen ist: Lebensglück.
Virales Marketing: Im Außendienst scheuen wir weder Kosten noch Mühe
![]()
Im täglichen Außendienst und auf Objektbesuch scheuen wir weder Kosten noch Mühen. Wir müssen manchmal erfinderisch sein, denn unmöglich können wir immer Schlüssel vom Objekt dabei haben. Erfindungsreichtum ist unsere Kür und Barriereüberwindung unsere Pflicht. Unser Außendienstmitarbeiter wurde dabei neulich gefilmt.
Wer das Video erstellt hat, war bei Redaktionsschluss nicht bekannt. Dass er es ausgestrahlt wissen wollte, ist indessen gewiss. Unser Mitarbeiter Baron von Münchhausen lässt grüßen.
Hintergrund
Virales Marketing (via mashable.com) und mit Dank an
Tilo Bonow (Blog)



