895/2010: FotoPodcast: Aushang des Tages „genitalische Aushänge“ – Vorsicht, Rücksicht, Nachsicht #Stilfragen

 

(Dieser Beitrag ist zugleich auch in der Kategorie Lied des Tages verschlagwortet.) 

LP Cover Hoffmann & Hoffmann

LP Cover Hoffmann & Hoffmann

 

Es war eine schnulzige Schlagerschmonzette, die die Gebrüder Hoffmann & Hoffmann einst (1983) zum Besten gaben: Vorsicht, Rücksicht, Nachsicht. Geschrieben von Volker Lechtenbrink

Das ist das Credo, aus dem die Verhaltensweisen von Mehrfamilienhausbewohnern eingerührt werden müssen. Es geht darum, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Darüber kann streiten, wer sich einen in Berlin ausgehängten Privat-Hausaushang eines Bekenntnisträgers verinnerlicht, der jetzt via facebook auftauchte. Das Bekenntnis lautet, Eltern zu sein. Ob Eltern allerdings in ähnlicher Weise vorzugehen etwas Positives vorleben, ihren Kindern, indem sie Aushänge mit bemerkenswertem Inhalt ins Treppenhaus hängen, steht auf einem anderen Blatt. 

Denn ob eine junge Frau mit dunklen Haaren (nur noch auf dem Kopf) oder ein etwas dicklicher Mann allein oder zu zweit am Fenster stehen, ist für den Hausfrieden zunächst einmal von wenig Bedeutung. Bedeutungsschwanger wird die Angelegenheit, die einer – er hat Kinder – schriftlich festgehalten hat, durch die Art und Weise der Zur-Schau-Stellung vermittels eines Hausaushanges. Der hat folgenden Wortlaut

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893/10: Lied des Tages: U-Bahn hin, U-Bahn her (in Neukölln) von Rupert’s Kitchen Orchestra #Bandtipp

Die Berliner Combo „Rupert’s Kitchen Orchestra“ (kurz: RKO) kann man weder als Küchenorchester noch als reines Spaßprojekt begreifen. Humor hat, wer es trotzdem tut. Die Band hat sich weitgehend der leicht brennbaren Unterhaltungsmusik verschrieben, zu Deutsch: dem Funk. Dabei fallen hier und da auch andere stilistische Reminiszenzen an, so wie beispielsweise und aus aktuellem Anlass die Umschrift eines bekannten Songs namens „Bata Bata“ (Original: Miriam Makeba). Das kennen wir auch von Otto Waalkes schon, der diesen Song als „Dumma Sack, Dumma Sack“ (verzieh dich) coverte. Sehr zu Freude aller Otto-Fans.

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882/2010: Lied des Tages: Im internationalen Internetz-Haifischbecken gefischt #Jaroslaw Ilski

Ich liebte ein Mädchen in Polen, die hat mir die Unschuld gestohlen! (Ingo Insterburg, Ich liebte ein Mädchen)

Stell dir vor, du verreist nach Polen, über die Oder. Irgendwo steht so ein Klavier herum. Es ist verstimmt, aber es lässt sich noch drauf spielen. Und dann schubst dich so ein junger Schnösel zur Seite und sagt auf Polnisch „Moment mal“, aber du verstehst es nur dem Sinn nach, nicht wörtlich. Du kannst kein polnisch.

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876/2010: Lied des Tages: Smile When You Say Goodbye – Babes on Orgel (aus Berlin) #Kulturtipp

 Baby, do you understand me now? Sometimes I feel a little mad (Don´t le be misunderstood, Santa Esmeralda)

Der Song gehört wohl wenigstens vom Intro her zu den jahrhundertrelevanten Schmachtfetzen, die uns die Wässerchen in die Iris (!) treiben. Oder knapp daran vorbei bzw. besser gleich ganz in den Augapfel. Die Tore fluten! Die Babes on Orgel gaben den Song auf die hier vorgestellte Weise und schön war’s – dem Publikum hört man an, dass es schon in der balladesken Vorstufe des treibenden, anschließenden Discogrooves skandiert: Hip, hip, hoorrray! Oder so ähnlich.

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858/2010: Lied des Tages: In der Kulturecke von gesichtspunkte.de fiedelt ein mopsfideler Asiat Beglückendes

Nicht alle Kulturecken sind wirklich eckig. Eine Kulturecke kann auch rund sein!

Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten. (Karl Kraus) – Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, bekommen auch Kinder eine Chance zu musizieren! (Sinngemäße Abwandlung, anders herum)

In Berlin war übers Wochenende eine Menge los. Inhaltlich ging auf Veranlassung des Landesmusikrats Berlin die Idee auf Reise, ob wir etwas tun müssten, um der Musik in unserem Leben mehr Geltung zu verschaffen. Die Antwort ist in der Frage schon implementiert, irgendwie. Na klar. Es haben sich einige zu Grußworten hinreißen lassen. Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin, oder der Bundespräsidentschaftskandidat Christian Wulff. Damit ist klar: Genau diese Forderung gehört positiv abgehandelt.

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851/2010: Lied des Tages: Das Kraftfuttermischwerk besticht uns mit Unterhaltung @it’s best

Wer sich über Vuvuzelas beschwert, der grillt am liebsten Gemüse. (Nilz Bokelberg, Blogger, Entrepreneur, Vuvuzelaanhänger)

Wie wenig hoch auch die Sonne der Kultur gerade in diesen Tagen steht, oder stimmt das gar nicht? Es ist Zeit für Alternativen. Ganze 72 Minuten lang ist der hier vorgestellte Mix von „Das Kraftfuttermischwerk“, ein dichtatmosphärisches Hörvergnügen, sehr gut geeignet für die arbeitenden Moloche in den Großstädten des Landes, die von Vuvuzela nichts halten und am Kaffeebecher nuckeln, um den Lärm der Welt hinter sich zu lassen.

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833/2010: Alltag: In unserer virtuell geführten Fernbeziehung hat eindeutig die Frau die Hosen an!

Ja, das kann ich als WEG-Verwalter nicht anders sagen. Sie hält die Dinge auf Trab und bewegt auch mal welche. Heute berichtet sie mir aus Berlin-Spandau:

Morning, eine neue Mülltonne stand heute früh auf der Straße vor der Durchfahrt, habe sie zum Müllplatz gezogen. Zur Info: Müllabfuhr war vorgestern da, säuberlich in Tüten verpackter Müll lag vor den beiden vollen Tonnen (da eine ja fehlte). Müllabfuhr hat Mülltüten nicht mitgenommen und stattdessen in die Ecke geschmissen, wo sie teilweise zerplatzen und der Müll zerstreut herumlag. Habe alles in die frisch geleerten Tonnen gepackt und mich bei Müllabfuhr beschwert“ (Quelle: Email von Sabine, deren Name ich geändert habe) 🙂

Vorgestern war die Mülltonne einfach weg. Verschwunden. Hat sie jemand geklaut? Wer klaut eine Mülltonne? Alles klar, am vergangenen Sonntag hatte ich sowas auf dem Schirm. Ich war an der Krumme Lanke, wettermäßig bedingt als Privatier. Hier wird deutlich: Hausverwalter denken in ganzheitlichen Zusammenhängen. Das ergibt sich aus folgendem.

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812/2010: Personen: Herr Hengstenberg aus Mildessa hat wenig Zeit und keinen Überblick, er bittet um Support

Papa will da nicht mehr wohn… – eingedeutscht von Stefan Gwildis (Temptationsklassiker)

Herr Hengstenberg (* Name geändert) aus Mildessa (* Wohnort geändert) hat wenig Zeit. Statt seiner ruft irgendeine Maklerin an. Sie sagt, Herr Hengstenberg hat wenig Zeit. Er sei jetzt nach Brüssel abgeflogen. Von dort fliege er gleich weiter nach New York. Sie rufe an, weil er da diese Wohnung in Kreuzberg habe, und jetzt habe sie auch jemanden gefunden, der sie kaufen möchte. Von dreien freuen sich zwei, Vorfreude.

Und weil zwei sich freuen, wenn es „Pinke, Pinke“ (berolinisch) gibt, schildert sie die Sachlage wie folgt:

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809/2010: Lied des Tages: Ach herrjemine…- Eigentümerversammlung, Fußball WM, Hotel California

Hasta la vista, baby. (Arnold Schwarzenegger in „Der Terminator“)

Doch wer hätte das gedacht? Jedes Jahr müssen Eigentümerversammlungen terminiert werden. Aber alle voraussichtlich vier Jahre (oder sind es fünf?) findet eine Fußball-Weltmeisterschaft statt. Was das eine mit dem anderen zu tun hat? In diesen Tagen arbeitet der Terminator an der Terminfindung, an Terminen, Räumen, Sitzungsmöglichkeiten, Veranstaltungstechnik – kurz: Versammlungen

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806/2010: Video (Lied des Tages): In Balin – P.R. Kantate

 Wo jehn die jeilen Parties ab? (…) wo herrscht die harsche Freundlichkeit ? (…) Wo hält sich jeda für nen Held? (…) Wo steppt der Bär? IN BALIN!“

Ein bisschen von dem Esprit von „Balin“ ist dem nachfolgenden Video zu entnehmen.

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