602-10 – Juristerei: Anspruch auf rechtliches Gehör, Anhörungsrügen und Chinas Nobelpreisträger Liu Xiaobo

Banner Rechtliches Gehör

Leih mir dein Ohr und ich sing dir ein Lied und ich bemüh mich die Tonart zu sehen, uh, ja ich schaff´s wenn mir die Freunde helfen! (Deutsche Textversion von „With A Little Help from my Friends“, The Beatles)

Das Recht, angehört zu werden, entstammt nicht den Berufsstatuten der Hörgeräteakustiker-Vereinigung von Deutschland und ist in größeren Teilen im Land des (eingefrorenen?) Lächelns -im Reich der ehemaligen Mitte- in China eher nicht sehr stark verbreitet. Das muss aktuell der chinesische Nobelpreisträger Liu Xiaobo erfahren. Was gäbe er drum, auch nur einmal angemessen angehört und schließlich freigelassen zu werden? Das wird Weile haben, braucht Zeit und währenddessen macht China ordentlich diplomatischen Druck über Skandinavien auf, erschießt den norwegischen Blauling und prügelt auf die Weltmeinung ein. Mir ist die Einflussnahme der chinesischen Regierung (nur von der rede ich) auf die Weltmeinung viel zu stark und „bekomme Kreislauf“, „Hals“ und „Rücken“ auf einmal!

Das chinesische Äquivalent zum deutschen Wort China ist Zhōngguó, das im Deutschen Recht gut mit Reich der Mitte wiedergegeben wird. (Quelle: deutsche Wikipedia) Insofern ist klar, dass damit nicht etwa eine meinungsmäßige Mitte und eine besondere Gemäßigtheit zum Ausdruck kommt! Damit hat das nichts zu tun!

Dass das Nobelpreiskomitee gar nichts mit dem norwegischen Staat zu tun hat, stört die Chinesen nicht, denn es passt nicht ins Denkschema. Für die chinesische Regierung ist, was in Zeitungen steht oder in Komitees beschlossen wird, immer nur eins: das Ergebnis wirksamer Kontrolle, Einflussnahme und äußerst rigider Staatsführung. Möglicherweise können sie sich kaum vorstellen, dass in westlichen Ländern unterschiedliche Meinungen, Strömungen, unabhängige Entscheidungen, Würdigungen und allerhand Freiwilligkeit existieren. Ein Land, das die Anzahl der Kinder gesetzlich vorschreibt, hat keinen besseren Weg gewusst.

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601-10 – Update: Die Markthalle am Gleisdreieck hatte am Wochenende eröffnet, ein Eindruck davon!

Wir hatten darüber berichtet, dass die Markthalle am Gleisdreieck ihre Scherengitter über das letzte Wochenende das erste Mal hochklappt (Ankündigung hier)

Reinhard Schubert war da und hat folgenden repräsentativen Eindruck fototechnisch festgehalten, den wir hiermit unserer werten Leserschaft gern präsentieren.

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600-10 – Linktipp: Ich liebte ein Mädchen in Tempelhof, die war sehr lieb, doch bisschen doof #Reinhard Schubert

Machen wir es kurz:

Die Headline (Überschrift) dieses Artikels entstammt einem Lied von Ingo Insterburg namens „Ich liebte ein Mädchen…“ und wurde hier schon des Öfteren -wenigstens- teilweise zitiert. Leider reimt sich nichts auf Tempelhof, was sich auf Wannsee reimt: ….die konnt kein nackten Mann sehen!

Allerdings: Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises gestern Abend gab es ja genug davon, sodass wir heute auf Entzug gehen und Nudisten außen vor bleiben! Unvergessen und erneut erinnert: Kurt Krömer als Moderator und mit der Aussage, er sei Illusionskünstler, er könne Körperteile in anderen Menschen verschwinden lassen! weiterführend hier…

Aber Tempelhof, das ist ein neues Projekt von Reinhard Schubert und hier gibt es mal einen eindrucksvollen Preview (einen Vorausblick) auf das Projekt, Tempelhof in 360° Panoramen abzubilden.

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598-10 – Lied des Tages: Timon Hoffmann hat einen neuen Hit geschrieben, er sagt, niemand hat’s bemerkt!

Wir sind so fett und satt, aber so mancher hat zum Überleben nur ne Schale Reis! (Textauszug „Grüner Punkt“)

Allerdings hat die Feststellung von Timon Hoffmann, Berliner mit Wohnsitz in Lichterfelde, einen Haken: Sie stimmt nicht ganz. Denn wir haben das Video gesehen, und wo, spielt keine Rolle. Es ist jedenfalls ein Song, der nachdenklich macht. Und da er textbasiert ist, wird es kaum Sinn machen, wenn wir noch viel neuen Text hinzufügen. Viel Spaß bei diesem Song oder sollten wir besser einfach nur sagen: Hörenswert?


Timon Hoffmann – Grüner Punkt (via Youtube)

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595-10 – Linktipp: Über dieses Wochenende eröffnen nun die Markthallen am Gleisdreieck, hingeschaut

Kaskadierte Immobilienblasen

Berlins neue Attraktion!
Ab Sa+So, den 9./10. Oktober 2010, bieten wir Ihnen alle 14 Tage ein völlig neues Marktkonzept: Wochenmarkt (inkl. Bio) & Foodmarkt, Antik-, Kunst-, Design- & Fashion- und Flohmarkt verteilt auf 4 wunderschöne historische Hallen und einem Open Air Bereich im Zentrum von Berlin! Nach Vorbild anderer weltweiter Metropolen jetzt endlich auch in Berlin, der neuer Treffpunkt für alle Berliner zum brunchen, shoppen, schlendern, alles unter einem wetterfesten Dach. Hier können Köstlichkeiten aus der Region eingekauft und/oder an gemütlichen Tischreihen verzehrt werden. 20 Gastronomen präsentieren sich neben den Betreibern von Blumen-/Gemüse-/Fleisch- & Fischständen. Flanieren Sie über unseren Antik-, Kunst- und Flohmarkt. Live Jazz, Karaoke, Auktionen, DJs und vieles mehr – Marktschreierei auf der noch übersichtlichen Website des künftigen Shopping-Paradieses (Link am Ende des Artikels)

Was hier oben fassadenmäßig als Kaskade im Foto verbaut ist, erfüllt eben doch nicht die Träume Andersdenkender. Coolness war gestern. Wie von gewöhnlich gut unterrichteten Kreuzberger Greisen zu erfahren war, eröffnet am Wochenende ein ganz neues Shopping-Refugium „im gehobenen Kreuzberger Standard“ die Scherengitter: die Markthallen am Gleisdreieck. Was sollen wir lange reden, der Tagesspiegel hat darüber berichtet, und eine etwas leer wirkende Website ist auch im Netz. Auch wenn einige das „voll link“ finden, wir verweisen dorthin!

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594-10 – Bild des Tages: #Flurbereinigung erinnert uns an die Buchmesse vom 6.-10.10.2010

Roter Stern: #Flurbereinigung
Roter Stern: #Flurbereinigung

Kurz und schmerzlos, gut gesehen! Gut gemacht! Und daher hier empfohlen: #Flurbereinigung, Berliner Künstler aus Charlottenburg! Isst gern Kuchen! Notfalls lässt er ihn verpixeln, darüber berichteten wir! Google Street View, Google Cake View oder -das gibt es aber schon- Google Book View (kurz: google books)

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  • Hier geht´s lang zur Homepage #Flurbereinigung
  • Archiv: Der verpixelte Kuchen von #Flurbereinigung

593-10 – Tagestipp: Reinhard Schubert fertigt vorzügliche Panorama-Fotos an (360°) – bei überschaubaren Kosten!

Reinhard Schubert (Quelle: 360 cities)
Reinhard Schubert (Quelle: 360 cities)

Der Globus quietscht und eiert, der Rost sitzt überall,
Bald is er ausgeleiert, der alte Erdenball!
Doch wir, wir wollen ihn schmieren, wer wäre nicht dafür?
Und’s dann nochmal probieren! Ja singt eins, zwei, drei, vier…

Der Globus quietscht und eiert!

Was Reinhard Schubert macht, lässt sich ganz einfach geschichtlich erklären. Reinhard Schubert war früher mal professioneller Musiker. In seiner heutigen Arbeit ist ebenfalls eine stark musikalische Komponente, die Laien nicht wahrnehmen. Er fängt Schwingungen ein, wenn sie entstehen – „flyin´through the air“…., wie in dem alten Song gleichen Namens der Oliver Onions (Oliver´s Zwiebeln) aus Italien. Das Video dazu ist hier, hat aber mit unserer Geschichte nichts zu tun.

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587-10 – Alltag: Von Telefonanrufern, Anrufbeantwortern und verpassten Rückrufgelegenheiten #Lied des Tages

Gute Kommunikation? Telefon
Gute Kommunikation? Telefon

Das Telefon macht einen Großteil unserer täglichen Praxis aus. Wie auch beispielsweise diese Anrufe.

Herr Kurze (* Name geändert), Verwaltungsbeirat, Berlin-Steglitz, Ortsteil Lankwitz, ruft von unterwegs nach Potsdam aus dem Auto per Handy zurück. Das ist die Mobilitätsgarantie. Ich hatte ihn darum gebeten. Er hat schon fünfmal heute angerufen, sehe ich in der Anrufliste. Jetzt, beim sechsten Mal, kommt er wieder nicht zum Ziel. Denn ich telefoniere „auf der anderen“ Leitung. Ich bin erst seit 9 Uhr morgens im Büro, es ist 09:10 Uhr. Ragga dang, rrrinng, das Telefon klingelt und klingelt, sie haben sich heute Morgen alle gegen mich verschworen.

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586-10 – Politik Berlin: Ich war heute im Abgeordnetenhaus: zum StraßenreinigungsG Berlin tagte der Ausschuss!

Berliner Winter 2010 (Foto: Thomas Gotthal)
Berliner Winter 2010 (Foto: Thomas Gotthal)

Kinders, das war aber auch ein harter Winter, die vergangene „Schneeschüppsaison“ 2009/2010. Jeder erinnert sich noch dran. Wir auch. Anfang des Jahres 2010 hatten wir gut zu tun. Wir berichteten darüber. Es ging damals um „Schnee von gestern“. Den Berliner Abgeordneten haben wir heute bisschen was erzählt, vom Schnee von gestern und warum man deswegen auch an den Schnee von morgen denken müsse, und so weiter. Der Ausschuss für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz hatte uns eingeladen, eine Stellungnahme abzugeben, zu dem Entwurf eines neuen Berliner Straßenreinigungsgesetzes. Die Idee fanden wir prima und zogen mithin heute vor den Ausschuss. Schließlich hat kaum jemand die Möglichkeit, der Senatorin Frau Lompscher und nicht wenigen Abgeordneten der verschiedenen Fraktionen mal was „Vernünftiges“ zu diesem Thema zu sagen, und vor allem: aus der Praxis.

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579-10 – Die Kleinanzeige des Tages: In Kreuzberg ist eine Zweizimmer-Wohnung zu vermieten! #Oasis

Eine fiktive Kleinanzeige, die Wohnung ist allerdings nicht frei, um das gleich klarzustellen:

Kreuzberg, Ecke Blücherstr., nette, sonnendurchflutete Zwei-Zimmer-Wohnung mit Balkon und verbautem Grünblick, lt. Bauaufsicht liegt die Wohnung direkt an einer „Oase der Beschaulichkeit“, die von Mietern sehr geschätzt wird, Warmmiete 150,- € jährlich.

Währenddessen begehrt der Vollstreckungsschuldner und Wohnungseigentümer Anton Tathorst (* Name geändert) Vollstreckungsschutz und hält das Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg zum Narren. Er will die WEG-Verwalterin nicht in die Wohnung lassen, die einen gerichtlichen Titel hat, das zu dürfen.  Bald muss Anton Tathorst zumindest vorübergehend an einen anderen Ort ziehen, eine weitere „Oase der Beschaulichkeit“, aber die liegt nicht in Kreuzberg! Merke: In Berlin gern anzutreffen: Oasen der Beschaulichkeit! Wer hat sich dieses Wortgerüst nur ausgedacht?

In der Hoffnung, dass das Konstrukt „Oase der Beschaulichkeit“ nun nicht in unseren festen Wortschatz integriert wird!

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