10-09 – (Neue) Serie: Nachbarn, Nachbarn – Geschichten aus dem Alltag

Nachbarn, Nachbarn - Geschichten aus dem Alltag

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Eine enge Straße ist die Elmshorner Str. in Berlin-Zehlendorf. Dort holen wir die Tochter ab. Sie hat bei ihrer Freundin übernachtet. Es war toll, die Sonne scheint. Das Fahrrad laden wir hinten in das Auto, denn wir wollen noch anderswo hin. Der Vater der Freundin ist Hobbyimker. Die Gegend ist von Ein- bis Zweifamilienhäusern  durchsetzt, Grundstück reiht sich an Grundstück. Hobbyimker? Richtig: Die Bienen fliegen fleißig ein und aus, es wimmelt. Ob man denn da nicht Ärger mit Nachbarn bekomme? Immer dieses Gewimmel. Setz dich mal mit einem Stück Kirschtorte in den Garten. Kein Problem, sagt die Tochter, die Viecher haben eine andere Ausflugschneise, ihre Flugrichtung geht nicht gen hinter dem Haus gelegenen Garten, sondern zur Straße hin. Dort lang ist ein gedachter „highway to hell“, wobei Bienen nichts tun, sie gelten als friedliebende Insekten, die ihren Stachel für die notwendige, letzte lebensrettende Abwehraktion aufsparen. Die Nachbarn, sagt sie, haben kein Problem, es sind alles nette. Gibt es auch, so was.

Wir fahren los in Fahrrichtung. Die Elmshorner Str. ist eine Sackgasse, an ihrem Ende ist ein Wendekreis. Der ist weiter hinten. So weit wollen wir nicht fahren, um zu wenden. Wir suchen uns eine Auffahrt zu einem Grundstück aus, dort schlagen wir nach links ein, um eine Dreipunktwendung zu machen. Alles ist ziemlich eng. Vor dem Haus steht eine alte Frau, sicher über siebzig, mit Kittelschürze und irgendwelchem Gartengerät, langstielig. Sie schaut grimmig, als sie uns sieht. Ich schlage ein und suche den ersten von drei Wendemarken. Die alte Frau bewegt sich -immer wo anders hinschauend- demonstrativ Richtung ihrer Auffahrt. Sie will sich offenbar in den Weg stellen, verhindern, dass wir Punkt eins von dreien ansteuern können. Es gelingt ihr nur schwer, ich bin inzwischen sehr nahe an ihr dran, nun schaut sie hoch und bläkt: ‚Da hinten ist der Wendekreis.‘ Sie meint wohl, wir haben kein Recht, auf die Grundstücksauffahrt, die über den Bürgersteig angeordnet ist, zu fahren. Ist es ihr alleiniges Wegerecht? Ich setze mit dem großen Auto zurück, Richtung Punkt zwei. Sie schimpft und brubbelt irgendwas Ungehöriges. Wir lassen diese bemerkenswerte „grande dame“ zurück mit ihrem Frust und fahren davon.

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9-09 – Zehn Jahre nach den Bauarbeiten ist die Luft raus – aus der qualifizierten Mängelbehauptung

Verwalter, Verwaltungsbeirat - genervt
Verwalter, Verwaltungsbeirat - genervt

Im Bauen hat die Wohnungseigentümergemeinschaft in Berlin-Neukölln ein eigenes Ermessen an den Tag gelegt. Es ging um die Frage, wie man mit außenliegenden, ungeschützten Laubengängen umgeht, die das Wetter nicht abriegeln. Laubengänge sind so eine architektonische Erfindung der fünfziger, sechziger Jahre. Vorn und hinten dran gepappt , sind sie den Wohnungen vorgelagert, die sich an diesem „Außenflur“ entlang ergießen. 1999 hatte die Gemeinschaft die Laubengänge und vieles andere instandgesetzt. Damals gingen die Diskussionen, wie immer in solchen Fällen, in grundlegendere Richtungen. Was ist eigentlich ein Laubengang? Dazu an anderer Stelle mehr.

Ein in der Baubranche beruflich tätiger Miteigentümer hatte seinerzeit gebeten, auch zu prüfen, inwieweit man die Laubengänge einfach komplett verglast, damit das Wetter nicht mehr herein schlägt. Denn im Winter beispielsweise bildet sich dort schon mal Eis auf den Trittflächen. Das war damals abgelehnt worden, weil es viel zu kostspielig war. Die Gemeinschaft hatte andere Probleme. Eine äußerst marode Vorverwaltungssituation mit Pleite derselben war gerade abgewendet worden. Für die nun festgelegten, viel geringeren Arbeiten mussten nichtsdestotrotz empfindliche Sonderumlagen gezahlt werden. Und es kam noch ein Nachschlag: Die Metallstützen der Balkongeländer stellten sich als konstruktiv angegriffen heraus. Alles in allem wurden locker 250.000,- DEM (Deutsche Mark) „verballert“. Die Baufirma ging übrigens kurze Zeit später pleite.

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8-09 – Zitat des Tages: Dieter Bohlen will sich partout nicht zurücknehmen

Der Kritiker - MRR
Der Kritiker - MRR

Zitat Gekämpft wird nur mit gleichen Waffen. Kandidaten, die sich nicht wehren können, wurden und werden von mir nicht absichtlich runtergemacht. Im Gegenteil. Aber meine Erfahrung und mein Menschenverstand sagen mir, wem ich die nackte Wahrheit sagen kann. Dabei bleibe ich.“

Dieter Bohlen, inzwischen langjähriger, umstrittener Juror der Talentshow Deutschland sucht den Superstar, hat von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen FSF vier Verhaltensmaßregeln für eine weitere Staffel der Sendung erhalten, an die er sich zu halten habe. Die vier Punkte verbieten ab jetzt u. a. Fäkalsprache, Vergleiche mit Tieren, sich über Aussehen, Schwächen von Kandidaten lustig zu machen. Bohlen meint, er könne sich nicht in der „Goethe-Sprache“ eines Marcel Reich-Ranicki betätigen. Bohlen tritt dafür ein, weiterhin „Klartext“ reden zu dürfen.

6-09 – 12 Gründe, warum man ebay-Verkaufsartikel nicht nackt fotografieren sollte….

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Quelle: onlinemarktplatz.de
Quelle: onlinemarktplatz.de

Die Website onlinemarktplatz.de hat überzeugend und mit Fotos dargelegt, warum man ebay-Verkaufsartikel nur mit Vorsicht ins Internet stellen soll und nachdem man die Verkaufsfotos sorgfältig überprüft hat.

Prädikat: sehenswert
Der Artikel ist hier zu finden.
Das von der Website übernommene Privatfoto eines Amateurs haben wir als nichtkommerziellen Preview eingebunden.

5-09 – Plus Minus (ARD) meint: Viele Hauptwasseruhren sind überdimensioniert

Ratgeber

Wasser (Quelle: BWB)
Wasser (Quelle: BWB)

Wie das Fernsehmagazin PlusMinus (ARD) in einer Sendung vom 21.07.09 mitteilt, sind in einer Vielzahl von Mehrfamilienhäusern bundesweit unnötig groß dimensionierte Wasserzähler eingebaut, mit der Folge, dass hierfür zu hohe Gebühren seitens der Wasserlieferanten erhoben werden. gesichtspunkte.de hat den Textbeitrag zum erschienenen Fernsehbeitrag von PlusMinus kostenlos zum nichtkommerziellen download bereitgestellt.

Praxistipp

Verwalter wie Hauseigentümer sollten die Größe der verwendeten Zähler nachprüfen und sensibilisiert sein. Erscheint der Wasserzähler für die Versorgung des konkreten Hauses zu groß, empfiehlt sich, Kontakt mit dem Wasserlieferanten aufzunehmen. Entsprechende Schreiben kündigte die Hausverwaltung Büro Gotthal auf ihrer Website an.

Weiterführende Links

Pdf-Fassung des Textbeitrages zur Fernsehsendung

Link zum Büro Gotthal – Newsbeitrag

4-09 – Ein Kollege aus Viersen meint: Hausverwaltung für 10 EURO – wie geht das?

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10 Euro
10 Euro

Ein Kollege aus Viersen, Klaus P. Lewohn, schreibt auf seinem Hausverwalter-Blog eine nachdenkliche Betrachtung zur Frage eines angemessenen Verwalterhonorars. Diese kann gesichtspunkte.de im Grundsatz nur als richtig und nachvollziehbar begründet anerkennen und erlaubt sich daher, den Beitrag zur Lektüre zu empfehlen.

Der Artikel stellt die Mentalität „Geiz ist geil“ bzw. „Billig will ich“ in Frage.

3-09 – Nachruf zu Lebzeiten eines Beirats durch den Verwalter: Für Klaus W. aus N. und eine gute Zusammenarbeit

Viele sagen, dass Gefühle nicht in ein Weblog hineingehören. Sich zu sehr zu äußern, menschlich nachvollziehbar, sei angesichts elektronischer Nachvollziehbarkeit etwas Schlechtes. Das wird hier nur zum Teil so gesehen. Wer seinen Alltag mehr oder minder tagesaktuell beschreibt, der hat gute und schlechte Momente. Menschen, die finden, dass man derartiges nicht erzählen dürfe, sollen das mit sich selbst ausmachen. Wer damit kein Problem hat, äußert sich auch weiterhin tagesaktuell.

Ein Verwaltungsbeirat macht „die Fliege“. Er verkauft seine Wohnungen. Wir schauen zurück auf eine Zusammenarbeit mit Klaus W. aus N., nicht aus B. (Berlin). Klaus W. aus N. hat als „westdeutscher Eigentümer“ im Verlaufe der 80iger und 90iger mehrere Wohnungen in Berlin erworben. Der Vertriebskanal, über den er Wohnungen erworben hat, ist mittlerweile nicht mehr existent. Der Vertriebskanal ist pleite, insolvent. Unsere Wege trafen sich erstmals 1997. Ein (anderer) Wohnungseigentümer hatte den Wohnungseigentümern einer Wohnanlage in Berlin-N. (* Bezirk) empfohlen, die dramatischen Zustände ihrer derzeitigen WEG-Verwalterin mit Hilfe eines beherzten (neuen) Verwalters zu ordnen. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit begann. Die Wohnanlage wurde verwaltungsmäßig übernommen, eine Vielzahl von ungelösten Problemen aus Missmanagement, unsauberer Geschäftsführung und dergleichen trat zutage. Eine „zupackende Art“ versprach sich die Wohnungseigentümergemeinschaft.

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2-09 – Konfliktschlichtung und Mediation – eine schwierige Aufgabe

Zitat Besonders gefährlich sind diejenigen Konflikte, die nicht wahrgenommen oder verdrängt werden. Sie können derart eskalieren, dass die Beteiligten darunter leiden und keinen Ausweg mehr finden oder sogar zu gewalttätigen Lösungen greifen.“ (Quelle: Religionspädagogisches Zentrum Loccum)

Wenn zwei sich streiten, schlichtet der Dritte. So lautet in etwa die Formel, um die Aufgabe einer Mediation richtig zu verstehen. Denn die Frage ist, ob zwei sich verstehen würden, wenn nicht ein Dritter beide sachkundig anleitet. Menschen geraten in Streit und manchmal ufert dieser so aus, dass sämtliche Kontaktaufnahmemöglichkeiten wechselseitig komplett blockiert sind. Jeder weitere Versuch, den Streit in sachliche Bahnen zurückzuführen, endet dann stets immer wieder sofort auf folgender Einbahnstraße: ‚Du bist schuld.‘ oder ‚Du hast angefangen.‘ Weit gediehene Streitigkeiten lassen sich auf diese Weise überhaupt nicht lösen.

Das Religionspädagogische Institut Loccum -kurz RPI-: „Geht man aber davon aus, dass ein Konflikt selbst ein Signal ist, bietet er eine Chance zur Veränderung und Weiterentwicklung von Beziehungen und Strukturen.“ Mediation bietet in Konfliktfällen Vermittlung durch unparteiische Dritte, die von beiden Seiten akzeptiert werden. Streithähnen wird geholfen, eine für beide Seiten einvernehmliche Lösung zu finden.

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1-09 – Vom richtigen Umgang mit Emails und Regeln, die die Welt verändern (könnten)

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Internet und Email
Internet und Email

Zitat Du hast ein Recht auf gute Korrespondenz, wir aber auch!‘

Das Kommunizieren per Email gehört zwischenzeitlich zu den vorrangigen Anwendungen moderner und unmoderner Menschen. gesichtspunkte.de ist überhaupt nur eine einzige Rechtsanwaltskanzlei in Berlin bekannt, die es sich regelrecht verbittet, Emails mit der Mandantschaft auszutauschen, es sei denn, in einer vorher für einen ganz besonderen Einzelfall getroffenen Individualvereinbarung wäre dies -und nur für diesen einen Fall- vereinbart worden. Nein, überwiegend gehen Leute aller Altersjahrgänge dazu über, sich per Email auszutauschen.

Zu Emailen ist furchtbar formlos, geht schnell und schwupps hat der andere ‚den Salat‘. Oder aber auch eine stilsichere, in ästhetischer Form hervorragende Textmitteilung. Der Siegeszug der SMS beim Handytelefonieren hat mit der Schlichtheit dessen zu tun. Einfach bis zu 160 Zeichen eintippen und los. Der andere bekommt es ebenso einfach, wie bestechend. Die Aussage muss deutlich formuliert sein. Sonst: Hä? Was für Emails viel weniger gilt, denn Emails haben keine Text- und Formvorschriften.

Das bringt uns inzwischen auf den Trichter, dass Emails, die wir versenden, und einfach wieder zurückgesendet werden, rücksichtslos ist. Je nach Einstellung des persönlichen Emailprogramms auf dem eigenen PC werden beim Rücksenden Einstellungen vorgenommen, die den zuvor eingetroffenen Text hinter eine persönliche, eigene Signatur stellen, wahlweise einen „Kamm“ -das Zeichen >– voranstellen, oder wenn wir mehrmals miteinander gespielt haben, sogar mehrere Kämme – also beispielsweise >> –

Hallo Horst,

alles super bei Dir?

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