25-09 – Nachruf: Senator Edward Kennedy (77) ist tot

Trauerkerze

Senator Edward „Teddy“ Kennedy (*22.02.1932, + 25.08.2009) ist tot. Er starb im Alter von 77 Jahren an einem Gehirntumor und war der letzte Überlebende der zweiten Generation der Kennedys. Wir erhalten einen Anruf aus New York von jemand, der ihn persönlich kannte, und reden ausführlich über das Leben dieses großen, westlichen Politikers. Kennedy hat viel durchgemacht in seinem Leben, und gehörte zweifelsohne zu den wichtigsten, einflussreichen Amerikanern. Jemand, der ihn kannte und den mit ihm eine Freundschaft verband, sagt uns sinngemäß: Teddy war eine Seele von Mensch. – Seine Liebe zu den Menschen, seine Aufopferung für sein Land und seine kontinuierliche Neugier, die Menschen betreffend, sein stetiges, aufmerksames Nachfragen bei Menschen, um ihre individuellen Gedanken zu erfahren, und auch nächtelange Gespräche gehörten zu freundschaftlichen Empfindungen, die Menschen aus seinem Umfeld schätzten und liebten. Sehr intensive Gespräche, Nähe, Anwesenheit.

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24-09 – Linktipp: Ist unser Parlament ein „Kessel Buntes“? Und was ist ein Kollateralerfolg?

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Das Leben der anderen...

Screenshot parlamentsferien.de
Screenshot parlamentsfernsehen.de

Sind unsere Volksvertreter „die Anderen“? Wissen wir überhaupt, was die treiben? Ist der Bundestag am Ende „ein Kessel Buntes“? Was ist ein „Kollateralerfolg“, wie Jerzy Montag (Bündnis 90/Gründe) soeben behauptet, was ist ein „14-Punkte-Papier“ und welcher von diesen 14 Punkten war falsch? Wichtige Fragen, Antwort darauf können nur die Abgeordneten erteilen, wenn sie in spritzigen Dialogen die deutsche Wirklichkeit versuchen, angemessen zu regeln.

Wen das bunte Treiben unserer Bundestagsabgeordneten interessiert, der kann es via Internet live mit verfolgen. Ganz einfach: Man tippt in seinen Browser lediglich „parlamentsfernsehen.de“ ein und schwupps ist man mitten in einer gerade laufenden Bundestagsdebatte. Die Qualität ist hervorragend, sehr gutes Angebot der Bundesregierung. Glasnost.

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Link zum parlamentsfernsehen.de

23-09 – Glosse: Die Baubranche soll sich mal paar Dinge merken: Wie man Aufträge bekommt

biggest bohei

Die Baubranche soll sich einmal hinter die Ohren schreiben, wie man Aufträge und lang andauernde, zufriedene Geschäftskontakte generiert. gesichtspunkte.de hat zwar nicht die Weisheit „mit Löffeln gefressen“, aber heute mal ein paar überdenkenswerte Anregungen dazu. Gut sind immer wieder Beispiele aus dem konkreten Alltag.

Die Malerfirma ist wirklich lieb und nett am Telefon. Der erste Kontakt kam zustande auf Vermittlung einer Architektin in Kreuzberg, die gute Erfahrungen mit dieser „Malerbude“ gemacht habe. Solche „guten Referenzen“ von „guten, langjährigen Kontakten“ übernimmt ein Verwalter gern und er versucht daher, im Namen und im Auftrag seiner Mandantschaft gute, preiswerte Firmen zu finden. Andere jedoch lieber nicht, denn oft genug versuchen Menschen im Kontakt mit einer Verwalterin, Firmenvorschläge zu unterbreiten, die nicht au f guter Leistung beruhen, sondern auf dem persönlichen Kennen (des Sohns mit wenig Aufträgen, des Schwagers mit guten Kontakten, des unschlagbar guten Onkels). Menschen, die allein aufgrund sozialer Kontakte beauftragt werden, sind mit Vorsicht zu genießen, denn sie berufen sich bei Qualitätsmängeln sehr schnell auf eine Art nicht verabredete, scheinbare „soziale Komponente“ ihrer Geschäftsbeziehung, die sich in Wahrheit als nichts anderes als Vorteilsnahme darstellt. Gute Verwalter bemühen sich daher zu wohldosierter Distanz zu Firmen, die Auftragsleistungen zu erbringen haben. Erst wenn jemand viele Jahre und im andauernden Vergleich mit anderen zweifellos gute Leistungen

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22-09 – Im Umgang miteinander schätzen sich Menschen oft falsch ein…

Gut zu wissen, Wissen ist Macht

Im täglichen Umgang miteinander schätzen sich Menschen häufig falsch ein. Sie glauben aufgrund „jahrelanger Erfahrungen“, den anderen zuverlässig, richtig und treffsicher einschätzen zu können. Hier und da kommt es vor, dass Menschen dadurch in missliche Lagen geraten, weil sie sich im zwischenmenschlichen Kontakt stark irren. Indem ein Mensch die Verhaltensweisen eines anderen meint vorhersehen zu können, gerät der andere schnell in Irritationen und fühlt sich missverstanden. Wenn ein anderer aber überraschende Wechsel und Veränderungen zeigt, ist man selbst manchmal baff. Nicht schlecht ist in dieser von Meinungen vorgefassten Welt ein Weg, der aus einem energiegeladenen in einen Energie ablassenden Zustand überwechselt, ohne dass dies jemand erwartet hätte. Dies nimmt Druck aus Zuständen, die uns als unerfreulich erschienen. Wer solche Veränderungen herbeiführen oder auch zulassen kann, ist dem persönlichen Glück ein Stück näher gekommen.

Das Problem ist, dass die Situation wahrscheinlich falsch eingeschätzt wird, von allen Seiten, sagt jemand. Wichtig ist, sich gegenseitig besser zuzuhören und in seinen Entscheidungen mehr bei sich zu bleiben. Autarke, selbstbewusste Entscheidungen sind zu treffen, die nicht fremdbestimmt sein sollten. Lob, Anerkennung, aber auch Tadel und Anklage sind Gesichtspunkte menschlichen Umgangs miteinander, die erst einmal warten müssen, bevor man sie wirklich äußert. Nur ein langfristiger Erfolg der Verbesserung im Verhältnis zwischenmenschlicher Beziehungen ist überhaupt der Rede wert. Öl ins Feuer, Wasser auf die Mühlen, jede Energie-Zugabe erhöht die Verarbeitung gesellschaftlicher Ressourcen und die Beschäftigung bzw. den Umgang, die Befassung von Menschen mit Dingen, die wesentlich, unwesentlicher oder vollkommen unwichtig sind.

Der Dissens von Menschen, die auf engem Raum Tür an Tür miteinander wohnen, ist von der Konstruktion her gemeinschaftlich angelegt, als eine Art Zwangsgemeinschaft, möglicherweise wider Willen. Gerade deshalb muss diese Art notwendigen Umgangs miteinander besonders behutsam werden, bzw. bleiben. Wenn sich jemand selbst bezichtigt, in den Augen eines anderen einer zu sein, der ein schlechtes Leben geführt hat, hat er das Problem, sagt ein anderer. Wir haben keine andere Wahl, als auf diese Art von Selbstbezichtigung wissend zu schweigen. Und zu verstehen.

21-09 – Jürgen Rüttgers (CDU) hatte nur eine kleine Tüte…

Awards

Wie der Kölner Stadtanzeiger heute meldet, bekommt Jürgen Rüttgers (CDU) den ‚Orden wider den tierischen Ernst‘, verliehen vom Aachener Karnevalsverein, die Zeitung schreibt:

Zitat Rüttgers sei zudem Anwalt des kleinen Mannes und habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, dessen Wurzeln in der Kindheit lägen. Zur Einschulung habe er von seiner Mutter nur eine sehr kleine Schultüte bekommen, damit die Kinder aus dem örtlichen Kinderheim nicht neidisch werden konnten.“

Jürgen Rüttgers gibt uns mit der kleinen Schultüte ein gutes Beispiel dafür, wie man ‚mit bescheideneren Verhältnissen‘ als den eigenen vorbildlich umgehen kann. Ganz im Gegenteil zur regelmäßigen Präsentation eigenen Wohlstands. Fanden wir interessant. Haben und Sein. Sympathisch.

20-09 – Zitat des Tages: das kreative Potential

Haus & Garten

Ein Kunde hinterlässt folgende Nachricht auszugsweise:

Zitat …Ich habe mir aber auch noch eine andere Firma angefragt. Ich finde, vom kreativen Potential funktioniert die Firma nicht ganz so toll.“

Hintergrund

Der Garten- und Landschaftsbauer macht keine ausreichend guten Vorschläge für die Außenanlagengestaltung mit Fahrradplatz. Auch dafür braucht man kreatives Potential. Scharf beobachtet.

19-09 – Neues Recht zwingt Finanzämter zur Mitteilung des Einheitswerts von Wohnungen

Rechtliches

Wie die Website gotthal. de hier mitteilt, ist durch den Gesetzgeber eine Gesetzesänderung erfolgt, die eine vorhandene Rechtslücke nach der WEG-Rechtsnovelle wirksam schließt. Finanzämter beriefen sich bislang auf das Steuergeheimnis und weigerten sich (teilweise), Wohnungseigentümergemeinschaften als betreibenden Gläubigern, den Einheitswert einer zur Zwangsversteigerung stehenden Wohnung mitzuteilen. Welche genauen Nachteile dadurch hinderlich entgegen standen, erläutert der Beitrag auf vorstehender Website.

Wir meinen: Gut, wichtig, richtig, danke, Gesetzgeber.

18-09 – Neue Rechtsprechung zur Videoüberwachung von Rasern

Bundesadler
Bundesadler (Quelle: BverfG)

Das Leben der anderen...

Das Bundesverfassungsgericht hat eine äußerst bemerkenswerte Entscheidung getroffen, die wir hier kurz unseren Lesern, und weitgehend unkommentiert zur Verfügung stellen möchte. Die Entscheidung hat das Aktenzeichen 2 BvR 941/08 und ist datiert vom 11.08.09.

Den Wortlaut der Entscheidung kannst Du hier kostenlos downloaden.

gesichtspunkte.de meint, die Berichterstattung hierzu thematisch als grenzwertig für diese Website anzusehen, gleichwohl wird die Entscheidung als sensationell und in wirklichem Sinne „freiheitlich“ angesehen und daher hier veröffentlicht. Mit Dank an das Bundesverfassungsgericht dafür.

Weiterführende Links

Bundesverfassungsgericht – Startseite

17-09 – Der fremde Mann in meinem Bett

Polizeibericht

Eine eher lustige Geschichte verbreitete die Nachrichtenagentur AP am 17. August 2009.

Danach sei ein 27-jähriger Mann aus Kiel am frühen Montagmorgen in seine Wohnung zurückgekehrt und habe dort in seinem Bett einen 18-jährigen vorgefunden, der tief und fest schlief. Als die herbeigerufene Polizei den Mann schließlich weckte, entpuppte sich die Sache als „einigermaßen harmlos“. Der angetrunkene, alkoholisierte Mann hatte in seinem Dschumm die Wohnungstür verwechselt, seine eigene nicht gefunden und daher diese sicherheitshalber eingetreten, weil sie sich mit dem Schlüssel nicht öffnen ließ. Von wegen harmlos.

Dass derartige Probleme auch entstehen könnten, wenn Unberechtigte in stark alkoholisiertem Zustand oder unter dem Einfluss von Drogen wilde Dachterrassen-Partys feiern, ist allerdings nur gesichtspunkte.de anlässlich dieser wohl wahren Geschichte aufgefallen. gesichtspunkte.de hatte u.a. hier über derartige Randerscheinungen ungewöhnlichen Zusammenlebens berichtet.

Wir empfehlen daher, den unberechtigten Aufenthalt von Personen in jeder Wohnanlage ernst zu nehmen und sich ggf. nicht zu scheuen, auch die Polizei zu rufen. Denn wer schläft schon gern im selben Bett mit fremden, narkotisierten Männern? Nicht auszudenken, sie landeten versehentlich im Bett alleinstehender Frauen, die dieses für sich gänzlich ausschließen möchten. Nicht auszudenken auch: Schläft ein solcher Fehlgeleiteter dann im Ehebett eher mittig auf der Besucherritze? Ebenfalls empfehlenswert: Haustür abends fest abschließen und Schlüssel nur an Berechtigte ausgeben, mit Kontrolle durch die Hausverwalterin. Man kann gar nicht so weit denken, wohin solche Geschichten führen können.

Weiterführende Links

Link zum Original-Artikel AP vom 17. August 2009

Link zur Meldung auf gesichtspunkte.de

16-09 – Report: Das Leben der anderen – Neulich im Tennisclub (Berlin ist ein Dorf)

Das Leben der anderen...

Unterhalten sich drei im Tennisclub, egal in welchem. ‚Mensch,‘ sagt der eine, ‚der war doch eigentlich immer ein ganz patenter Mann.‘ Sie reden über einen, der nur noch äußerst selten kommt, eigentlich fast gar nicht mehr. ‚Richtig‘, sagt der andere, ‚aber es ist auch schon eine Ewigkeit her. Der soll starke Gesundheitsprobleme inzwischen haben.‘ Der dritte Mann wendet ein: ‚Nein, nein, der ist eigentlich äußerst agil, ich würde sagen, ein rüstiger Rentner.‘ ‚Bist Du sicher?‘, fragt Mann Numero Zwo zurück. ‚100%-ig sicher‘, sagt Mann Numero Drei. Er ist Arzt und kann sich die Mitgliedschaft in einem exklusiven Tennisclub problemlos leisten. Er sagt, er hört da schon seit Jahren immer wieder was aus der Nachbarschaft, da gibt es ein Hauen und Stechen. ‚Wer hätte das gedacht?, sagt Numero Eins. ‚Gut, wir wussten immer, dass er ein harter Brocken ist!‘ Es haftet ihm so ein Stallgeruch an, von wegen unerbittlicher Unternehmer „vom alten Schlage“. Was wohl darunter zu verstehen ist? ‚Gut zu wissen‘, sagen die anderen beiden schließlich. Sie werden es auch anderen erzählen, was vorgefallen war. Es ist gar nicht mal so schlecht, dass man mal so informell miteinander gesprochen hat. Nun aber ab zum Training und hinterher noch in die vereinseigene Schwimmhalle. Vom Schwimmen kennt man sich, vom regelmäßigen Schwimmen. Aber wenn sie ihn mal wieder sehen, dann werden sie nichts davon sagen. Sie tauschen es nur informell mit den Anderen aus, denn irgendwie ist es „Das Leben der Anderen“, und geht sie nichts an. Aber das sie es nun wissen, ist gar nicht mal so schlecht.

Zwei der drei Gesprächspartner an diesem sonnigen Nachmittag sind stolze Hausbesitzer und haben jeweils mehr als zweihundertfünfzig Quadratmeter zur Verfügung. Der vierte Mann, ihr Informant, der hat wenigstens einen schönen Garten. Auch nicht schlecht.

In Berlin leben dreieinhalb Millionen Menschen, und doch „kennt man sich“. Gut zu wissen.