210-10 – Zeitgeist Zwanzig.Zehn: Im Schornsteinfegerwesen tut sich was…

Im Schornsteinfegerwesen tut sich was. Letztes Jahr wurde das Monopol abgeschafft, nun werden die Schornsteinfeger in Berlin frei wählbar sein. Bemerkbar ist, dass auch die neuen Medien bei den Schornis (berolinischer Ausdruck) inzwischen verstärkt bei den bisher als traditionell-konservativ auftretenden ’schwarzen Glücksbringern‘ ankommen. Zunehmend gibt es auch mal eine Homepage mit wirklich servicedienlichen Hinweisen, die sich sogar benutzen lässt. Auf den Briefbögen erscheinen seit kurzem auch mal Emailadressen, Funktelefonnummern, teils sogar unterschieden zwischen Werkstatt und Büro (Bürokram oft von zuhause aus).

Dies alles lässt uns hoffen, dass der früher schon mal anzutreffende ‚kasernenhofartige‘ Ton von so genannten Bezirksschornsteinfegern eher eine Erscheinung des Schornsteinfegermonopols war, mit der Folge, dass in Zukunft Kundennähe, Zufriedenheit, echte Partnerschaft wächst, gedeiht. Schornsteinfeger geben zunehmend ein Berufsbild als moderne Gebäudetechnik-Dienstleister und erweitern ihren beruflichen Horizont noch. Der Gebäudeenergieberater ist ein zunehmend interessantes Erweiterungsmodul für die schwarze Zunft.

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209-10 – Skurril: Das Jahr 2010 wird ab sofort anders ausgesprochen, Zwanzigzehn

Skurril: Zwanzigzehn
Skurril: Zwanzigzehn

In meinem Kopf hat sich dieser Tage die Vorstellung festgesetzt, dass es für Nine-Eleven eine sprachliche Fortsetzung geben wird: Zwanzigzehn, sprich twenty-ten. Das allein hat der Jahreswechsel bewirkt und überall habe ich es jetzt so gehört. So kam ich selbst zur Gewissheit, dass Zwanzigzehn gegenüber Zweitausendundzehn sprachlich der Vorzug zu geben ist. Kaum einer hat vormals Agenda zweitausendzehn gesagt, es hieß immer Agenda Zwanzigzehn. Also bleibt uns keine andere Wahl. Wir müssen unseren Sprachgebrauch anpassen. Etwas anderes hat kaum Sinn.

Das Leben als Fisch bleibt, wie es ist: höchst filo-so-fisch. Weiter arbeiten….

Weiterführende Links

Filo-so-fisches (auf gesichtspunkte.de)

Suche nach Fisch (auf gesichtspunkte.de, Anglerlatein vom Feinsten)

208-10 – DSDSZ: Deutschland sucht den Superzettel – Aufruf für Messies und deren Betreuer

Absender unbekannt (Quelle: Homepage)
Absender unbekannt (Quelle: Homepage)

Ritzt Du Dir auch manchmal aus Spass die Haut? Gehst Du auf den Strich? Lebst Du auf der Strasse? Stehst Du auf Schmerzen? Hängst Du an der Nadel? Wenn ja, lass uns eine Band gründen. Ruf an unter 244-0822 und hinterlasse eine Nachricht für Innocent Bystander Jesse.“ (Aushang, Quelle hier)

Die Schweizer Betreiber dieser in Deutschland gehosteten Domain haben sich etwas Lustiges ausgedacht, worüber wir als Linktipp hiermit artig berichten. Sie sammeln Zettel, Schnipsel, auch abgestürzte Brieftauben? Jedenfalls ist schon ein Buch erschienen.

Gescheiterte Liebeserklärungen, missglückte Heiratsanträge, zerfledderte Tagebücher, kurz die besten Funde aus dem deutschsprachigen Raum werden gute Chancen haben, im zweiten Buch abgebildet zu werden. Na, wenn das nichts ist? Mal auf den Dachboden steigen oder in den Keller, und schauen, was in alten Kisten noch aufgefunden werden kann? Viel Spaß dabei. Der Besuch der Website lohnt. Zur Bequemlichkeit hier noch ein Ausriss aus der Website,

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207-10 – Skurril: Das Winterwetter entlastet uns von unnötigen Aufgaben – Zitat des Tages

Skurril: Hauptwasseruhr vereist!
Skurril: Hauptwasseruhr vereist!

Merke: Besser die Hauptwasseruhr ist vereist, als sie ist verreist. Allerdings: die Wildschweine sind seit kurzem nicht mehr auf dem Grundstück unterwegs. Ein hoher, massiver Zaun schützt die Ruhlebener, deren Grundstück direkt am Park liegt, vor den grunzenden Wildsauen.

Quelle: Email eines Verwaltungsbeirats-Mitglieds aus Berlin-Charlottenburg, Ortsteil Ruhleben.

205-09 – Zitat des Tages: Der Papst hat zur Christmette was Kluges gesagt

Vormaliger Papst mit Attentäter
Vormaliger Papst mit Attentäter

Zitat  Der Streit in der Welt, die Unversöhnlichkeit miteinander rührt daher, dass wir eingeschlossen sind in die eigenen Interessen und Meinungen.“

Papst Benedikt XVI. gelegentlich der Christmette 2009, unmittelbar nach einem zu Boden Gezerre durch eine 25-jährige Frau, aber allerdings unbeeindruckt vom Geschehen.

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Weiterführende Links

Etwas anderer, Literatur-Papst

Vergebung durch vormaligen Papst

The Europolonian Community

204-09 – COPRO-Gruppe: Zum Firmenjubiläum (16 Jahre) ist eine gelungene Selbstdarstellung erschienen

Buchbesprechung

1993-2009 – 16 Jahre COPRO

Die COPRO ist ein in Berlin ansässiger Projektentwickler im Immobilienbereich. Mit dem Slogan „Wir bewegen Immobilien“ stellt sich die COPRO-Gruppe im Netz hier umfassend dar. Zielobjekte der Gruppe sind in Berlin und im Stuttgarter Raum denkbar. Projekte – Management – Grundbesitz: so sieht die Dreiteilung der Unternehmensbereiche aus.

Aus Anlass ihres ’schrägen, ungeraden‘ 16-jährigen Geburtstags hat ungewöhnlicherweise die Firma nun eine 73 Seiten umfassende Festschrift herausgegeben. Das gut gestaltete Kompendium lässt die vergangenen Jahre ohne Wehmut, ein bisschen mit Stolz, Revue passieren. Und gedacht ist wohl auch an einen Ausblick Richtung Zukunft.

Rüdiger Lange (Berlin) hat darüber räsoniert, wie man Berlins Skyline als radelnder Freizeit-Fotograf ansehen könnte.  Das Foto wurde geschossen vom Teufelsberg und bildet die Skyline gut ab. Mit Rückenwind zu Problemlösungen, titelte unsere Partner-Website mugshooting.de den entsprechenden Artikel. Dass sich dies Foto nun in der Festschrift im Vorsatz (folgende zwei Innenseiten des Buch-Hardcovers) wiederfindet, ergibt eine Synergie mit der Ursprungs-Überschrift. Denn man hat den Eindruck, die COPRO-Gruppe versteht ihr wirtschaftliches Werkeln an einem besseren Berlin gleichsam als Problemlösung. Wie nur wenig andere Fotos, so befanden die Bildredakteure der Agentur Totems (Gesamtherstellung), sei dieses Foto von Rüdiger Lange geeignet, einen auskömmlichen, unverbaubaren Gesamtblick auf die wichtigsten  Objekte der COPRO-Gruppe in der Skyline von Berlin zu verorten. mugshooting.de stellte das Foto honorarfrei zur Verfügung im Gegenzug freiwilligen Selbstverpflichtung, eine übliche Spende an das Berliner-Arbeitslosenzentrum -kurz: BALZ- zu leisten. Die Spende ist inzwischen verabredungsgemäß eingegangen.

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203-09 – Zu Weihnachten 2009 gibt es keine überraschenden Geschenke: alles ist vorhersehbar

Nachbarn, Nachbarn - Geschichten aus dem Alltag

Er gehört ganz unbestreitbar nicht zu den gut Belichteten, was den ‚human factor‘ angeht. Seine Umgangsformen sind eher rüde, dafür aber präzise und knapp. Nur was man nicht verleugnen kann, wird von ihm anerkannt. Alles andere unterscheidet er wie ein italienischer Pizzabäcker in Streifen und Formen, in flache Teller, Ebenen. Niemand weiß so richtig über ihn Bescheid, denkt er.

Doch jetzt ist Weihnachten und seine Mutter hat ihm was geraten, damit er in einem langfristig angelegten Streit noch Punkte auf dem eigenen Wohlverhaltenskonto verdient. Er hat es weitgehend so geschrieben, wie es Mama von ihm verlangt hat. Sogar ohne Schreibfehler.

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Vor ein paar Jahren wurde er Vater, doch seine Tochter wohnt inzwischen anderswo: in einer richtigen Familie, in  der es warm ist und reich an sozialen Kontakten in Berlin-Steglitz. Sie ist da gut aufgehoben. Ganz anders er. Mike Manteciori (* Name geändert) hat seinen human factor so gut wie gar nicht im Griff. Im Moment lebt er so ein bisschen in einem Provisorium. Mike muss einen Weihnachts-Wunschzettel geschrieben haben an den lieben Gott und der hat ihn gefragt, ob er sich 2010 verändern möchte? Dazu gehört erneut ein Umzug, diesmal zurück ins Grüne. Gut, letztes Wochenende war er mit seiner Neuen schon in der Wohnung Maße nehmen, in die er jetzt einziehen will. Mama hat auch da geholfen. Beim Messen.

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202-09 – Video: Warum sind Deutschlands Kinder zu dick? Boris Becker und Sarah Wiener geben Beckmann (Das Erste) Antworten

So ist das Leben. Der Star-Tennis-Ex-Spieler Boris ‚Besenkammer‘ Becker und die Starköchin Sarah Wiener geben heute Abend Beckmann Antworten auf diese fulminante Frage. Boris Becker leitet das Gespräch recht bald mit der Antwort auf die ihm niemals gestellte Frage ein, warum er seine Stiftung gegründet habe. Er schwafelt was von Kindern, die sich nicht richtig ernähren. Richtig aber ist, allen anderen Stellungnahmen von Becker zum Trotz, dass dieser seiner Stiftung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur zum Zwecke des Steuern sparens gegründet hat. Auch die Sarah-Wiener-Stiftung kommt ins Gespräch. Sie kümmert sich aber anderslautenden Gerüchten zum Trotz nicht um die Rettung der gleichnamigen Würstchen. Wer hätte das gedacht? Auch sie, so sagt die Stifterin jedenfalls, kümmert sich um irgendwas Mildtätiges mit Kindern und Essen und nicht um Steuern sparen. Wer hätte (auch das) gedacht?

Richtig und bedauerlich ist aber auch:

Niemand lädt mich als den Star-Hausverwalter ein, und eine Stiftung haben wir auch noch nicht gegründet. Dafür kümmern wir uns zu Weihnachten 2009 um die Weiterverbreitung des ältesten Kulturguts, das Deutschland zu bieten hat, dem Weihnachtslied. Gut, es ist ein englisch-amerikanisches (Jingle Bells), gut, es ist in zeitgemäße Formen (Hip Hop) verpackt. Aber man muss die Sache grundsätzlicher sehen. Es geht darum, dass Deutschlands Kinder nicht zu dick werden: Nachahmeffekt sehr hoch, oder?

Allen unseren Lesern ein

weiterführender Link

Bloggwart als Hip Hopper

Wobei der Link um den 15.01.2010 ungültig wird, eventuell auch gut so. Erstaunlich: Die Menge an Angeboten zu personalisierten Glückwünschen und Telegrammen aller Art.

201-09 – Video: Wir beschäftigen nur die besten Handwerker, und die sind gerade gut genug.

Als gewissenhaft arbeitende Hausverwaltung suchen wir stets nur die besten aller in Frage kommenden Handwerker aus. Ideen- und Einfallsreichtum kennzeichnen diese lustigen Männer des Werkelns und des Schaffens.  Seht selbst. Wer hätte so etwas für möglich gehalten. Handwerker der Spitzenklasse. Gleichwohl: ein bisschen phallisch kommt das Video schon daher. Das macht aber nichts: es kommt schließlich nicht von uns.