1725/13: Positionen: Lekkerschmecker-Gemecker…

Aus deutschen Landen, frisch auf den Tisch (Blues), CD-Cover

Aus deutschen Landen, frisch auf den Tisch (Blues), CD-Cover

Alt wirst du erst, wenn du glaubst, du weißt Bescheid. Dann „weisse Bescheid“. Z.B. über den Energiemarkt. Oder über die Versicherungen. Wenn du jung bleiben willst, musst du dir nur eine bestimmte persönliche Einstellung sichern: Erstens glaube nie, nach was es aussieht! Zweitens wisse: Verpackung ist immer nur draußen und alles fließt, so auch das Leben.

„Wir sind bei irgend solchen Holländern seit kurzem unter Vertrag. Die heißen LEKKER. Oder so?“ So heißt es seit längerem, wenn wir gefragt werden, in dem einen Haus in Kreuzberg und noch ein paar anderen anderswo. Was sich „LEKKER“ nennt, ist aber längst nicht mehr holländisch, also aus Nederlandse Plattlande, sondern ein Multifunktions-Anlagestrategiepapier von Spielmächten. Gerechten? Zur Erinnerung: Nach einem gewissen Wirrwarr darüber, wer uns nun eigentlich Rechnungen schicken will und wer das auch ausdrücklich darf, hatten wir schriftlich um Klarstellung gebeten. Ein Artikel dazu ist taggleich hier veröffentlicht. Heute allerdings kommt nun endlich Antwort aus Utrecht, Scheveningen, vom Amsterdamer Fischmarkt oder aus Stockholm, Turku oder Büllerbü.

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1113/11: Kreuzberg: Einer für alle, alle für einen, umgekehrt, Micha und die schrägen Vögel vom Kreuzberg

Schornsteinfeger-Website mit Usability

„Ich gehöre zu den Glücklichen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Denn wer kann das schon von sich sagen: Ich bin seit über 40 Jahren mit Spaß Schornsteinfeger.“ (sagt Schornsteinfegermeister Michael Schmidt hier – allerdings: Das ist schon „der Brüller“, oder? Kennt jemand einen, der das Hobby, Schornsteine zu fegen angibt? Und hat sich das positiv oder negativ auf die Partnerwahl ausgewirkt? Ich würde nie behaupten, es war schon in frühester Kindheit mein Hobby, Häuser zu verwalten! Wobei: In der Park- bzw. der Schloßallee auf dem Monopoly-Brett…? Nein, es ging darum, Immobilien und Straßenzüge zu „raffken“ und nicht darum, sie mit Anstand, Beständigkeit und über Jahre hinweg kontinuierlich positiv zu verwalten. #Hobbys & Sternstunden der Internet-Selbstdarstellung #Anregung zur Textüberarbeitung

Als wir über die Anfänge des Interneteinzugs (nicht Durchzug) im Schornsteinfegerwesen berichteten und die obige Sperrung der rechten Maustaste durch einen besonders klugen „Schorni“ erwähnten, war die Welt schon anfangs in der Ruhr. In Aufruhr. Es hat sich seit dem viel getan, auch und sogar im Schornsteinfegerwesen. Die obige eingerückte Lösung ist eine Wahllösung für die berühmten drei Musketiere, aber sie gilt auch im Schornsteinfegerwesen als Wahlspruch, als Credo der schwarzgewandeten Männer, die jedenfalls früher regelmäßig auch zum Glück bringen verdonnert waren. Sie traten jedenfalls seltener in welches, als sie Glück brachten. Hoffen wir mal.
Und wenn, wäre es nicht aufgefallen, die schwarze Kleidung von Kopf bis Fuß, doch lassen wir das.

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Ping Pong: Nachbarstreit an Giebelfassade

‚Du hast mir meine Schaufel weggenommen, ätsch, dafür hab ich Dein Eimerchen!‘ So oder ähnlich könnte man die konkurrierende Haltung zweier Nachbarn beschreiben, die gegeneinander anschreiben. Sie schreiben und also existieren sie. Die eine, das ist die Dame aus Köln, der gehört das Haus (Familienbesitz), der andere, das ist ein WEG-Verwalter aus Berlin, also ein ganz armes Würstchen, buckelnder Diener einer furiosen Eigentümergemeinschaft. Beide eint das Interesse an der optimalen Verwaltung des von Ihnen betreuten Grundbesitzes: sie, es ist ihr Eigentum, und er, es ist sein(e) Beruf(ung).

Sie hat ein Miethaus (nicht Miezhaus) am Wickel und er die WEG. Als wäre das nicht schon Strafe genug: Der Ort des Gefechts ist Berlin-Schöneberg. Beide haben gemeinsame Grenzlinien, sie hat ein Gartenhaus mit einer unverputzten Brandwand, die rohen Klinker zeigen zum hinteren zweiten Gartengrundstück der WEG. Seit jeher ist dieser hässliche Giebel verwaist, denn wer hat schon Interesse an der Schönheit seines unsichtbaren hinteren Giebels. Und deshalb rankt seit jeher wilder Wein (und früher auch Knöterich, der inzwischen weg ist) und verdeckt die öde Tristesse wenigstens rudimentär.

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