Wirtschaftsplanauszug Wohngeld alt neu

3150/16: Positionen: Darf das zu zahlende Wohngeld auf volle EURO-Beträge aufgerundet werden?

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Laotse_Richtig.oder.falsch

Ist man ein Könner seines Fachs? Oder sind wir inzwischen alle verblödet von beruflicher Computerbenutzung? Lassen wir die Software schon machen? Oder ist die Software gut und durchdacht, ja geradezu folgerichtig programmiert? Zum Thema des Wirtschaftsplans in Eigentumswohnanlagen hier ein paar ordnende Gedanken. Und der Hinweis, man kann das alles auch anders sehen. So viel Freiheit nehmen wir uns.

In Berlin-Halensee bemängelt ein Kunde, dass die Verwalterin einen Wirtschaftsplan (WP) für 2017 vorlegt, in dem wie in den Jahren vorher das Wohngeld „hochgerundet“ wird, sodass der Eigentümer bei Genehmigung ein auf volle EURO lautendes Wohngeld zu zahlen hat. Das sei nicht korrekt.

Es sind zwei Beträge, das Wohngeld an und für sich und der monatliche Ansparbetrag für die Zuführung von Geld an eine Instandhaltungsrücklage (Insta RL). Beispielsweise errechnen sich 201,15 und 74,13 EUR.. Hieraus rundet das verwendete, professionelle Hausverwaltungsprogramm 202,- und 75,- EUR. Dies sei nicht korrekt, schreibt der Beschwerdeführer. Und übt harsche Kritik.

Es ist eine Meinung. Hält sie den Anforderungen an Wirtschaftspläne und Wohngelder stand?

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Präzisa - Die Verwalter

1930/14: Positionen: Die Leistungen des Verwalters – und was der Eigentümer davon wahrnimmt!

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Ein Opfer der Steinlaus? Frankfurt/Main, Sprengung des Uniturms

Vor Weihnachten hatte der Vorsitzende dem Verfall der WEG-Anlage am Kudamm durch die berühmte Steinlaus noch den Riegel vorgeschoben. Sein Onkel, der berühmte Zooforscher und Tiersachverständige hatte der Steinlaus, erstmals beschrieben von Vicco von Bülow, zu nationaler Berühmtheit verholfen. In einem flammenden Plädoyer erstritt sein Neffe nunmehr die „Verwaltung durch eine von Einzelschicksalen losgelöste“ Behandlung und Sichtweise. Durch eine große Verwaltungsfirma mit Sachbearbeitern, Gruppenleitern, Teams und vielen Wohnanlagen.

In der Eingangshalle in der Wilmersdorfer Bundesallee hängt ein großes Plakat. Hier residiert die Präzisa, Zusatz „Die Verwalter“. Das ist eine große Bude, die Präzisa. Sagen wir, eine der größten „Verwalterbuden“ Deutschlands. Über mehrere Etagen zieht sich die Präzisa hin. So ca. 400 Eigentümergemeinschaften beispielsweise werden von dort aus verwaltet.

Seit die Firma aus der Kantstr./Ecke Kudamm -am Zoofenster- umgezogen ist und die neuen Räume in der Bundesallee vor einigen Jahren bezog, ist wieder viel passiert. Viel von dem, was Eigentümer gar nicht wahrnehmen. Und einiges, das sich herumspricht.

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1828/13: Positionen: Alle hundert Jahre modernisiert eine Hausverwaltung ihre Software #Marktrecherchen #In eigener Sache

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Software [ˈsɒf(t)wɛː] (dt. = weiche Ware [von] soft = leicht veränderbare Komponenten […], Komplement zu ‚Hardware‘ für die physischen Komponenten) ist ein Sammelbegriff für ausführbare Programme und die zugehörigen Daten. Sie dient dazu, Aufgaben zu erledigen, indem sie von einem Prozessor ausgewertet wird und so softwaregesteuerte Geräte in ihrer Arbeit beeinflusst. In diesem Sinne wurde der Begriff erstmals 1958 von John W. Tukey benutzt. Durch das softwaregesteuerte Arbeitsprinzip kann eine starre Hardware individuell arbeiten. Es wird heutzutage nicht nur in klassischen Computern angewendet, sondern auch in vielen anderen Systemen, wie beispielsweise in Waschmaschinen, Mobiltelefonen, Navigationssystemen und modernen Fernsehgeräten. (Aus Wikipedia: „Software“)

Hausfrauen kaufen weiße Ware. Heavy Metal-Fans schwarze. Hausverwalter kaufen Hardware und Software. Software für Hausverwaltungen anschaffen, das ist eine ziemliche große Investition in eine ziemlich verbindlich werdende Zukunft. Die Fragen, die sich bei der Anschaffung von Hausverwaltungssoftware stellen, sind mannigfaltig, aber im „Auge des Betrachters“. Wir beschäftigen uns dieses Jahr intensiv mit dieser Frage.

Eine Art Marktrecherche ist fertig. ausgeguckt sind „Softwehren“, deren Bedienung gute Arbeitsergebnisse versprechen. Aber halten diese Weichwaren ihre vollmundigen Versprechungen? Ein paar Kritikpunkte stehen deutlich als „Fog“, Nebel des Grauens, über der Kaufentscheidung. Willkürlich einige Gesichtspunkte.

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Der Filoso-Fisch spricht: Arbeitsqualität lässt sich nicht beliebig vervielfältigen

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Klara-Kopp-Weg (Quelle: Christoph Sinnen)

Klara-Kopp-Weg (Quelle: Christoph Sinnen)

Wer in unternehmerischen Zusammenhängen denkt, macht sich manchmal ‚filoso-fische‘ Gedanken. Der Gedanke legt den Weg zu Tat. Die Frage ist, ob man lieber ganz viele Häuser verwaltet, oder ob es besser ist, nur wenige -aber gute- ‚Kabachen aufzumüpfen‚?  Aufmüpfen? Richtig, mit einem Verwalterwechsel bezweckt jemand doch im Wesentlichen eine Verbesserung von bislang unbefriedigenden Zuständen. Niemand wechselt im Übrigen grundlos seinen Verwalter aus. Es muss etwas im Argen liegen, und das tut es auch, zumeist.

Mal ist der Verwalter mit der Instandhaltungsrücklage abgehauen, z.B. nach Malaysia, von wo er jetzt einen illustren Immobilienladen betreibt, der Ferienhäuser an Singapurs Traumstränden offeriert, sehr gern auch an ehemalige Nachbarn, die sich in Asien einen Wohnsitz erwerben. In einem solchen Fall teilte uns mal die Staatsanwaltschaft mit, ein internationaler Haftbefehl werde nur dann erwogen, wenn sich die Gesamtsumme einer begangenen Untreuehandlung auf insgesamt mehr als eine Million Deutsche Mark belaufe. Ob das jetzt anders geworden ist, damit haben wir uns nicht (mehr) beschäftigt, denn der Untreueakt dieses Verwalters liegt schon entsprechend lange zurück. Ein anderer ‚Kollege‘ wurde in Berlin von allen nur der ‚einarmige Bandit‘ genannt. Der ist auch in dieser Branche nicht mehr tätig. Namensgebend war zweierlei: eine Behinderung an einem Arm, und die Spielautomaten gleichen Namens in Las Vegas. Tommy Schmidthuisen (* Name geändert) hat eine beträchtliche Anzahl von Wohnungseigentümern in Berlin um die Rücklagen gebracht.

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Charity und Hausverwaltung?

Auf der Website gotthal.de wurde heute ein seit längerem überlegtes Vorhaben jetzt in die Tat umgesetzt: Es geht darum, auf soziale Projekte hinzuweisen und diese zu empfehlen. ‚Social networking‘ einmal ganz anders verstanden.

Für weitere Vorschläge aus der geneigten Leserschaft sind wir offen und prüfen diese gern. Der Anfang ist gemacht, der Weg ist das Ziel, ist die Tat und die konkrete Unterstützung. Wer etwas hat, was er geben kann, ist herzlich eingeladen, dies zu tun. Dafür herzlichen Dank.

Wem Hintergrundrecherchen im Stil von Günter Wallraff gefallen, der sei auf dieses Interview der Zeit hingewiesen.

Der Link zu gotthal.de ist  hier zu klicken….

Gründung einer ‚bad bank‘ erneut abgelehnt.

In diesen Tagen ist wieder deutlich zu lesen. Peer Steinbrück (Finanzminister der Bundesregierung) lehnt allen Vorschlägen zum Trotz die Neugründung einer ‚bad bank‘ ab. In Krisenzeiten ist das ein Konzept zur Sanierung von Banken, indem notleidende Kredite der zu sanierenden Banken in ein gesondertes (eventuell neues) Kreditinstitut überführt werden. Der Staat, ein Einlagensicherungsfonds oder eine Bankengruppe übernimmt folgend die Haftung für die faulen Kredite.

Wie wäre es aber, wenn man diese innovative Idee der Gründung von ‚bad banks‘ in die Branche der Haus- & Grundstücksverwalter überträgt. Nun gut, die  Bad Company gab es bereits in den Siebzigern. Vorreiter dieser Idee war gewiss auch nicht Michael Jackson, dessen Album  ‚Bad‘ sich nicht so gut verkaufte wie  ‚Thriller‘. Aber eine ‚bad Hausverwaltung‘, die sozusagen die schlecht verwalteten WEGs und Miethaus-Besitztümer Deutschlands unter einem Dach vereint? Das wäre doch die Idee? Oder gibt es sogar mehrere solcher, sehr großen Firmen schon? Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Branchen Bank und Hausverwaltung liegt bekanntlich oft in der unterschiedlichen Größenordnung. Doch eins ist sicher: Beide können Geld vernichten! Darüber nochmals nachdenken. Für heute nur so eine fixe Idee…

Zappenduster: Mieter sitzen im Zelt….

Spiegel Online berichtet über einen bemerkenswerten Umgang mit Bewohnergefühlen. In Berlin-Mitte befindet sich an irgendeiner Stelle, deren Name nichts zur Sache tut, eine Wohnungseigentümergemeinschaft. Diese beschließt, eine vollflächige Fassadenplakatierung, wobei zuvor ein großes, 30 m breites Baugerüst aufgestellt wird und die gesamte Vorderfassade sodann hinter einem großflächigen Plakat eines DSL-Anbieters verschwindet. Der Beitrag ist sehenswert, das Vorgehen bemerkenswert. Auf die Idee wären wir nicht gekommen! Und Nachäffen wollen wir es auch nicht. Nichts gegen Werbung zur Steigerung der Einnahmen einer WEG, doch Werbung muss sich einfügen und verträglich sein. Die durch und durch intensiver werdende Kommerzialisierung zum Nachteil von Bewohnerzufriedenheit und sozialer Ausgewogenheit kann nur äußerst kritisch angemerkt werden. Dass die dort tätige Hausverwaltung das nicht abgewiegelt und in richtige Schranken gewiesen hat, sollte zu denken geben.

Der Fall ist typisch verschachtelt in rechtlichen Fallstricken, die im Beitrag deutlich werden: die WEG wird von den Wohnungseigentümern verwaltet, die Mieter sind offenbar ohne gleichzeitige Betreuung (Mietsonderverwaltung). Und die Wohnungseigentümer wiegeln gegenüber den Mietern ab, wie auch die Hausverwaltung: als Mieter hast Du hier nichts zu sagen! Bzw.: Ich habe mit Dir nicht verbindlich darüber zu reden! – Das nennt man Problembewusstsein.  Nein, auch eine Hausverwaltung darf eine Meinung haben, und sicherlich muss sich diese am zu rettenden Hausfrieden orientieren. Was im Beitrag zu sehen ist, nennen manche den ‚Manchester-Kapitalismus‘, also die ärgste aller denkbaren Stufen eines ausufernden…. Wir stufen es als Katastrophe ein.

 Spiegel Online Video (04:43 Minuten) – externe Website