1606/12: Positionen: Der bevorstehende Erstbezug der Wohnanlage, Björn Casapietra, Thorsten Samesch und ein gefühltes „Halleluja“

Nobody can´t reach us the water! Unvergleichlich!

Nobody can´t reach us the water! Unvergleichlich!

Organisation ist alles.  Zwei Voraussetzungen sind denkbar.

Die eine: Es ist noch gar nichts organisiert. Denn wo nichts ist, ist nichts.

Die andere: Es war schon organisiert, aber nicht gut. Besser man umorganisiert alles nochmal neu. Aber nicht aus Anfängerstolz und Verblendung. Sondern weil man erkennt, so wie es ist, so darf es  nicht bleiben.

Der Erstbezug einer Wohnanlage ist erst einmal noch gar nicht organisiert. Oder nach vollkommen anderen Gesichtspunkten. Z.B. nach dem Kriterium gutlaufender Bautätigkeit. Der Bauleiter hat andere Punkte im Gesicht, als es ein Hausverwalter für gewöhnlich hat. Was dem einen die Masern, sind dem anderen die Pocken. Oder umgekehrt.

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1292/11: Berlin & all die Bezirke der Welt: Ist Gentrifizierung sowas Ähnliches wie verkappte Genmanipulation?

Wer früher stirbt, ist länger tot! Berliner Morgenpost

Wer früher stirbt, ist länger tot! Berliner Morgenpost

Ob in Berlin, Paris oder London – überall in Europa werden ganze Stadtviertel von Investoren umgepflügt. „Gentrification“ nennen Soziologen diese Aufwertung. Viele Menschen fühlen sich davon bedroht, denn steigende, oft unbezahlbare Mieten sind die Folge, und ein Stück originärer, lebendiger Stadtteilkultur geht verloren. Die Dokumentation „Kunst oder Kommerz? Der Kampf um die Stadt“ zeigt, wie sich Künstler gegen diese Prozesse wehren. Denn sie sind die Pioniere, die Viertel mit günstigen Mieten entdecken und ihnen ein besonderes Flair geben – bis die ersten Investoren kommen. (Klappentext zum Film)

Wer früher stirbt, ist länger tot, das ist bekannt. Aber stirbt die Stadt, und findet ihre Seele keine Ruhe? Stadtentwicklung, Stadtentwicklungsplanung, Ghettoisierung, über derlei Gesichtspunkte haben wir hier schon ausführlich berichtet. Ein Begriff fiel indes noch nicht: Gentrifizierung, auf immobilien-kauderwelsch: Gentrification. Es geht um die Veränderung der Stadt infolge professioneller, aber gewissenloser und reißbrettartiger Immobilien- und Standortentwicklung. Ökonomisch geprägtes Immobilien-Development. Die Investoren kommen aus aller Herren Länder und ihr Einsatzort ist ihnen ziemlich egal. Motiv ist der Prozentsatz der zu erwartenden Rendite, die Immobilien-Consultants rechnen Zahlenprognosen schön. Auch der deutsche Immobilien-Tycoon Schneider machte das. Bis das Traum- und Schaumgebäude in den Mädler-Passagen in Leipzig zusammenbrach, die Handschellen klickten. Die überwiegende Anzahl der anderen, weiteren Immobilienfritzen ist schlauer.

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5/07: Betriebskosten: Laien als Lakaien – neuer Verwalter!

Kürzlich bat uns ein Freund,  eine ihm zugegangene Mieterhöhungs-Ankündigung auf ihre Rechtmäßigkeit hin zu überprüfen. Dies taten wir, und waren schließlich bass erstaunt. Das Haus in der Wilmersdorfer Uhlandstr. wird seit kurzem von einer neuen Hausverwaltung betreut, da der Eigentümer gewechselt hat. Auch die Verwaltung war uns namentlich bereits bekannt, und es wird vermutet, dass eventuell genau diese Wohnanlage in der Uhlandstr.  zu Wohnungseigentum mutieren könnte? Doch das muss man abwarten, möglicherweise ist schon die Abgeschlossenheit beantragt?

Nun nimmt sich die Verwalterin als moderne, zeitgemäße Hausverwaltung aus und kündigt den Mietern gegenüber an, man wolle in Kürze Kaltwasseruhren einbauen, und dies entspreche auch dem Üblichen und der Zeit gemäßen. Es sei sogar auch gesetzlich vorgeschrieben. Zur Begründung zog die Hausverwaltung die Vorschriften der HeizkostenVO heran und legte dar, die Maßnahme daher kurzfristig zu erledigen. Wir haben herzlich gelacht. Denn noch nie haben wir gehört, dass der Einbau von Kaltwasseruhren von einer professionellen Hausverwaltung, die nach unserer Kenntnis mehr als 20 Jahre am Berliner Markt tätig ist, mit den Vorschriften der Heizkosten VO begründet wird. Noch nie haben wir auch von der Unhöflichkeit gehört, dass Hausverwalter derartige Maßnahmen ohne schriftl. Belehrung des Mieters über seine Mitwirkungsrechte ankündigen. Welch schlechter Stil!

Besagter Freund hat übrigens einen Mietvertrag, in dem eine Brutto-Kaltmiete vereinbart ist. Vereinbart ist, dass die Betriebskosten, egal in welcher Höhe sie tatsächlich anfallen, pauschal und betragsmäßig unspezifiert in der (Brutto)Kaltmiete enthalten sind. Man wird also gespannt bleiben dürfen, wie es der professionellen Hausverwaltung nun gelingt, den Anschluss an diese mietvertragliche Vereinbarung eines zur jährlichen Abrechnung darüber viel zu faulen Vermieters (des Voreigentümers) zu finden. Ein Tipp sei jedoch erlaubt: Dies geht nur mit Zustimmung des Mieters, doch das ist ein anderes Thema und soll hier nicht weiter vertieft werden….der Vorgang steht unter aufmerksamer Beobachtung des Bloggwarts. Wir freuen uns schon jetzt auf neue Post aus Absurdistan!