3223/19: Positionen: Fortbildung und Erkenntnisgewinn

Jahresabrechnung #Foto des Tages

Jahresabrechnung #Foto des Tages

Seit das Foto gemacht wurde, ist Zeit verstrichen, Papier geblichen. Aus den MS DOS-Schrifttypen sind Windows-Schriften geworden, die sich beliebig skalieren lassen, True Type Schriften, Soft-Fonts und Abrechnungshardcore. Anforderungen an gute, richtige Abrechnungen werden ausgeweitet. Gerade überlegt eine Landgerichtsrichterin, ob Betriebskosten zwischen Garagen- und Wohnungseigentümern aufzuteilen sind? Im heute bearbeiteten Fall sind es nicht nur diese Schwierigkeitsgrade, sondern viel komplexere Komplexe: Um recht freundlich zu lächeln, braucht es Schmierigkeitsgrade. Und Zutrauen, dass alles sich zum Guten wendet. Dazu gute Musik. Wie wir empfehlen können, indem wir hier darüber gut reden. Sehr gern sogar.

Heute Abend hören wir De Phazz, soulige, erdige und funkyesque Magma wie Milchmädchen aus allem Guten jener Herren Länder. Sängerin Pat Appleton macht Spaß, wenn wir zuhören, sie ganz genießen. Was für obercoole Musik. Nicht zu laut: Auch wenn Spotify Musiker lausig bezahlt, lässt einen das Querhören wippen, gute Laune im Herzen zu haben und das ist, was wir dringend benötigen. So urban, so kosmopolitisch wie De Phazz, machen schwerwiegendste Abrechnungsprobleme Spaß, sie machen Glauben, Lieben, Hoffen, wenn wir nur intensiv genug an ihnen arbeiten, würden wir die Welt verbessern. Gerechter: Bis auf die Unverbesserlichen, denen man gar nichts recht machen kann. Heute, berichten Künstler, die davon leben, Ja, wovon denn?, ist ein großer Tag oder vielleicht besser, es wurde ein erster richtiger Schritt gegen miese Machenschaften großer Weltkonzerne gegangen. Gegen das rohe Management: Mies von der Rohe, der Rohheit. Zugunsten eines erstzunehmenden Urheberrechts im Internet. Nein, wir halten heute Abend ausnahmsweise fest.

Pat Appleton: Mach weiter, Du Heilige. Wie schön, wie fluffig dies Projekt. Wie geradeaus, meint Doctor Feelgood, der Berichterstatter.

Im Übrigen: Diese Abrechnung zu entwickeln ist ein berufliches Highlight, auch wenn es Zeit kostet. Es gehört zum Stoff, den man Fortbildung und Erkenntnisgewinn nennen kann. Nicht muss. Falls es einen nicht interessiert. Weiter arbeiten…diese bittere Pille namens Abrechnung wird heute Abend noch geknackt.

Dann muss jeder Mensch mal knacken, ausreichend lange, um am nächsten Morgen gern wieder aufzustehen. Hach.

3222/19: Positionen: Der Handwerker

Wutbürger: Ich hasse es #Handwerkerangebote

Der Handwerker:

Und seine Tendenz, einem potenziellen Auftraggeber irgendeine nicht näher erläuterte Zahl hinzuwerfen, weil ein Angebot erbeten wurde.

Was woran liegt? Richtig: Ich schreibe nie richtig gehende Angebote mit Positionen und prüfbar, das ist zu mühsam, ich habe auch so genügend zu tun.

So kostet gerade der Einbau von zwei Wasseruhren 600,- €, wobei die Anfrage lautete, das Material stellen wir.

Reine Lohnkosten. Wofür? Keine Antwort.

Weiter arbeiten…

 

3221/19: Positionen: Schnatterinchen ist ein arschge***es Suppenhuhn und Rechtspflegerin in Notariatsaktenverwaltungsdingen und Römpömpöm

Überhaupt: Dieses blasierte: „Ich bin nicht für die Technik beim Amtsgericht zuständig.“ Da lachen sie ja, die Hühner. – Und was fällt dem Amtsgericht überhaupt ein, Menschen so zu behandeln? Ein Stimmungsreport.

Schnatterinchen ist Rechtspflegerin beim Amtsgericht Schöneberg und bearbeitet Anfrage zum Thema Notaraktenverwaltung. Notare gehen in den Ruhestand und dann wachsen ihre Aktenbestände hinüber zum  Amtsgericht, wo sie verwahrt werden. Bzw. verwahrlosen.

Einer, ein Mitarbeiter, sagte mir im Telefonat neulich rechthaberisch und hielt das für eine fintenreiche Finesse seinerseits: „Ich weiß ja nicht, was Sie machen würden, wenn Sie 2.000 Akten zu verwalten hätten?“ – „Oh, das kann ich Ihnen sagen, die würde ich erst mal digitalisieren lassen und dann wäre es ein Ende mit der fruchtfleischlosen Banane vom Suchen.“ – Woraufhin er wie eine Maschinenpistole Attacke rief und einen Gegenangriff anhob:

„Ich bin ja hier nicht für Fragen zuständig, wie die Digitalisierung des Aktenbestandes zu machen ist.“

Genau, dann halts Maul (nur gedacht).

Da ist der Finger direkt in der Wunde:

Freche Thesen aufstellen, die einfach nur die Zeit verschwenden (des Anrufers), blasiert sein, von oben herab. Und wenn dann Antwort dräut, auf den mangelnden Einfluss hinweisen und sich  davonstehlen aus der Verantwortung. Nie verantwortlich sein, auch nicht für das, was man daher redet.

Die Zustandsbeschreibung im öffentlichen Dienst ist katastrophal. Daran trägt die Politik die Hauptschuld. Sie kann keinen Flughafen. Sie kann keine Verwaltung. Sie kann kein Kraftverkehrsamt. Sie kann keine Baustellen. Sie kann keinen öffentlichen Personennahverkehr als Ersatz für den totalen Verkehrskollaps. All das kann Berlin derzeit nicht. Grenzenlos überfordert, so wird es nicht mehr lange weiter gehen.
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3220/19: Positionen: Schlüsseldienst

Hömma, was machst Du eigentlich beruflich?

Na ja, ich mach Schlüssel nach.

Wie machen Schlüssel denn so?

3219/19: Positionen: Im Amtsgericht im Amtsgericht ist Holzaktion

Im Amtsgericht Schöneberg ist man jetzt übrigens erst mal nur noch von 09 bis 13 Uhr erreichbar. Vielleicht war es ja auch schon immer so. Wie sollte es denn auch sonst gewesen sein. Wäre ich Tontechniker, ich würde jetzt in der Auxburger-Puppenkiste nachschauen, wo hier ein Weg nach draußen führt. So aber?

Großes Behördenwesen, schlanker Staat. Aufgabenreduktion. Man fragt sich um 14:30 Uhr, wo die Menschen sind? Denn sie antworten nicht auf Briefe. Ein Gesellschaftervertrag aus dem Aktenfundus des Amtsgerichts (Notariatsverweser) muss beglaubigt hergeschickt werden. Das dauert jetzt schon drei Wochen. Mann, so wird Deutschland nie wieder Weltspitze.

Auf Nachfrage gibt es allerdings die Telefonzentrale: Da geht zwar auch immer erst mal keiner ran, weil gerade alle im Gespräch sind. Nur mit wem? Mit mir ja nicht. Ich bin der Andere, die Anderen, das sind wir. Die Landbevölkerung.

Berlin – ein Unternehmen Zukunft.

Was wir heute nicht schaffen, das lassen wir morgen schon liegen.

Außer Flughafen.

3289/19: Positionen: Deutschland und der digitale Bossa Nova – Die bayerische Hausbank vereitelt den Verwalterwechsel – Aus Gründen!

Im Jahre 2019 in Deutschland ballen sich Abwehrkräfte neu zusammen und suchen nach Ausreden, um möglichst Sand im Getriebe der Welt zu werden. Nicht Öl. Von wegen #läuft. Das war mal. Früher war der Bossa Nova schuld: Heute sind es die Banken. Die Versicherungen. Die Behörden. Wenn wir unter Hashtags #Ausreden und #Abstellgleise berichten über Vorkommnisse, die einer erlebnisgerechten, schönen und handhabbaren Welt massiv im Wege stehen. Wir zeigen Falschheit, Ablenkung und Umlenkrollen auf, Leerlauf, digitales Pingpong, virtuelles Pjöngjang – Sinnlosigkeit und Menschen, die nur noch flach zu denken in der Lage sind und die selbst nicht verstehen, dass sie alles nur optimierten Prozessen überlassen. In Amerika schätzen sie die Neue deutsche Härte von Rammstein. Bei uns sind es die Sparkassen und Behörden: Alles wird jetzt digital passgerecht gemacht. Konterkarierende Kräfte. Wie in dem Fall, in dem eine Bank versucht, Gründe zu suchen, nichts zu tun. Einen neuen Verwalter nur zu bedienen, wenn er nach bestimmten Vorstellungen spurt. Es ist eine Spur der Steine.  – Jetzt droht erst mal der Datenschutz im Datenschmutz der ausgetauschten Emails.

Im Berliner Speckgürtel, München, gibt es eine Hausbank. Das kleine, freundliche, bayerische Unternehmen sieht, wie es den fachlich schwierigen Punkt einer Verwalterlegitimation als Kuh vom Eis bekommt. Das Vorgehen dabei würde Teile der Bevölkerung verunsichern.

Die Bank bekommt die schriftliche Beschlussfassung über die Abberufung der Hausverwaltung aus wichtigem Grund. Hier liegt eine gewisse Eilbedürftigkeit vor. Sie wird vorab telefonisch informiert. Die neue Verwalterin schickt die Verwaltervollmacht sowie die schriftliche Beschlussfassung hierüber. Nun antwortet die Bank: „Bevor wir Ihnen Informationen …..benötigen wir die entsprechenden Nachweise der Bestellung. Dies hat datenschutzrechtliche Gründe.“ Was?

Aus anderen Gründen wie diesen schreibt sie: „Bitte lassen Sie uns zur Gegenprüfung noch eine Eigentümerliste zukommen.“ – Die hat sie auch schon, denn ein schriftliche Beschlussfassung ist naturgemäß nur wirksam, wenn sie von sämtlichen Eigentümern (Hervorhebung: sämtlichen) unterzeichnet ist.

Weiter: „Jedoch ist uns aufgefallen, dass Sie ab 01.01.2019 bestellt sind. Eine Bestellung auf unbestimmte Zeit ist laut WEG nicht zulässig.“ Eine unbefristete Bestellung endet nach Maßgabe des Wohnungseigentumsgesetz ab der 2. Bestellung nach fünf Jahren. Nun greift sie direkt in die Vertragsfreiheit der Parteien WEG und Verwalter ein und sagt: „Daher benötigen wir den Verwaltervertrag, in welchem der Zeitraum klar definiert wurde.“ Offenbar stellt die Bank sich vor, sie könne den Parteien des Vertrages vorschreiben, sie hätten zur Legitimation der Verwalterin einen Verwaltervertrag abzuschließen und diesen auch noch offenzulegen. Das ist falsch.

Was benötigt wird, ist ein Nachweis der Bestellung und eine Verwaltervollmacht.

3288/19: Positionen: Unsicher sein und bleiben dürfen.


Eisbär Knut

Seelig sind die geistig Bekloppten, denn sie brauchen keinen Hammer. (Alter Spruch) – Sag mal: Du hast das nicht gut durchdacht, oder? – Hast Du eine Stirnhöhlenvereitelung?

Dieses Quantum Unsicherheit im Leben. Wie es wirklich ist, entscheiden häufig Gefühle, geboren aus dem Moment. Dass es unheimlich wichtig ist. Finde ich es wichtig, weil ich selbst Warnungen erhalte? „Wenn Du nichts tust,“ ruft Onkel Wumba, der Onkel von Karla Kolumna, der Reporterin. Pippi lacht, weil ihr Credo ist: Ich bau mir eine Welt, wie sie mir gefällt. Widde widde witt bumm bumm, tschak. – Sie hat ein Haus, ein wunderschönes Haus. Sie hat Zeit und Tim und Anika sind zu Gast, sie treiben Schabernack mit der Zeit. Die macht nur vor dem Teufel halt, heute ist schon beinahe morgen. Klar lese ich die Zeit. Halbjährlich Zeitumstellung. Ich hab bloß nie welche. Früher las ich morgens. Seit der Umstellung mit Zeitverschiebung.

Ist die Terrassensanierung dringlich, unaufschiebbar? Muss sie sofort in Angriff genommen werden? Oder ist es sinnvoller abzuwarten, bis richtige Angebote für vier Stück vorliegen und eine Versammlung der Eigentümer beschlossen hat? Ich kann ganz klar sagen, wie wichtig ich diese Frage finde: Ich bin mir da wirklich ganz klar total unsicher.

Ich finde gut, dass ich unsicher bin. Sonst wäre ich nämlich am Ende. Ich wäre nur der übliche Klugscheißer mit stärksten charakterlichen Mängeln. Der Kundige muss unsicher sein dürfen. Manchmal brauchen wir Geduld. Oder Spucke. Wir sehen uns alles an, wir sammeln weitere Informationen, aber wann schlagen wir zu? Klötzsch! Karl Lagerfeld ruht in Frieden, er sagte unter anderem: „Ich diskutiere nicht. Ich habe vorher nachgedacht.“ Ich bin eher ein wohlüberlegter, strukturierter Eisbär, weniger ein Tanzbär. Ich muss sagen können, dass ich unsicher bin, und verletzlich. Ich kann mich irren. Ich kann immer nur so gut ich kann.

Ich selbst nun noch ein Weilchen.
Aber dann: Na warte.

(Qualität ist immer das Ergebnis angestrengten Nachdenkens.)

3287/19: Audio: Die Made – #Audio #Podcast

Im Rahmen der Gesamtüberlegungen zu #Wirsindmehr erfolgt hier die Veröffentlichung eines Gedichts von Heinz Erhardt, dessen Gesamtschaffen im Rahmen der Berichterstattung hier und auch außerhalb jeglicher Betrachtung von Kontext Verehrung findet. Wir sind mehr bedeutet hier an dieser Stelle: Wir sind hier mehr Menschen, die das kennen als etwa diejenigen, denen nicht einmal der Name etwas sagt. Ich möchte der Vollständigkeit halber hinzufügen: Noch. Schönes Gesamtwochenende. Es tröpfelt von hieran durch die riele Schmatze dieses Blogs. Pardon, die schmale Ritze. Sie merken schon: Das war die Fortsetzung von Erhardt mit anderen Mitteln. Dann könnten wir ja ab hier wieder Du zueinander sagen.

Ein Stück aus dem Tollhaus der Fünfziger Jahre Westdeutschlands.

Der Autor ist Heinz Erhardt.

Gelesen vom Blogwarth von Hogwarth am 23.02.19 im audiophilen Selbstversuch. Hinweis: Es gibt Vorleser, die lesen es anders.

Das ist erlaubt.

 

[Unerhört: Dieser Beitrag lässt sich  im Berichtskern anhören, nicht auslesen. Wir bitten um Verständnis.]

3286/19: Kein Nachruf: Karl Lagerfeld

Karl Lagerfeld #gestorben

Karl Lagerfeld #gestorben

 

Zu Grabe wird von Totengräbern getragen werden, die bemerken, sie trügen nun das erste Mal was von Lagerfeld.

Sicher ist: Es werden keine Jogginghosen sein.

Karl Lagerfeld: Mach es gut.

Großartiger Modemacher, Innovator, Entrepreneur, Stachel im Fleisch menschlicher Macken allerorten, Zyniker, Selfmade-Mann auf der Suche nach der ewigen Schönheit und Jugend, mit einer Aura wie kein Zweiter. Respekt vor einer großen Lebensleistung.

Ruhe in Frieden.

 

3285/19: Linktipp: Die Berliner Firma Aspire verkauft Wohnungen. Wer zu spät bekommt, den strafft das Leben.

Spekulatius (Sinnbild)

Spekulatius (Sinnbild)

Eine gute Frage ist: Wie lange werden ausländische Nutznießer von Anlage-Immobilien in Berlin mit ihrem Rundum-Sorglos-Paketen glücklich bleiben? Bricht bald alles zusammen? Oder sind die geschaffenen Betreuungsstrukturen stark wie Rheinstahl und  zäh wie Haribo-Gummibärchen bzw. unbarmherzig großartig wie man es von solchen sicheren Investments erwarten darf? Die Frage bleibt heute bestimmt unbeantwortet. Aber sie ist gestellt.

Auf jede Hausse folgt eine Baisse, doch momentan hausiert die Hausse noch mit Peaks am oberen Anschlag. Deswegen -erfahrungsgemäß- die obige Frage nach dem mutmaßlichen Niedergang. Es ist ein schöner Spekulatius mit einem deutsch-israelischen Geschäftsfokus berichtet der RBB über die Firma Aspire und ihre Umwandlungstätigkeit und die darauffolgenden Streifzüge durch das neu geschaffene Wohnungseigentum. Mieter versuchen, die Strukturen zu verstehen und ihre gesetzlichen Vorkaufsrechte wahrzunehmen. Nicht immer erfolgreich. Einige der Vertragsbedingungen sind nicht bekannt und es wird vermutet, dass diese absichtlich geheim gehalten werden. Der Beitrag ist als sehens- und lesenswert verlinkt.

Zweitens ist das Thema Unpünktlichkeit hiermit erfolgreich und rechtzeitig aufgegriffen. Wer zu spät kommt, dem strafft die Uhr das Zeitmanagement. Zu spät zu bekommen, z.B. Informationen über Vertragsklauseln (siehe oben, Aspire), ist da ähnlich. Der eine kommt zu spät, der andere rückt die Infos nicht raus. Da alles Leben endlich ist, verliert also der Nutznießer rechtzeitiger Informationen wertvolle Lebenszeit, um Steine zu sammeln, die man später wieder verstreuen will (so analog zu den Puhdys: Wenn ein Mensch lebt.)

Lassen wir das.

Weiterführend