1900-16 – Historie: Von türkischen Sultanen und Beschimpfungen der übelsten Art und Weise

Restmüll auf deutsch - türkisch - arabisch: Artakalan Cöp u.a.
Restmüll auf deutsch – türkisch – arabisch: Artakalan Cöp u.a.

Im Berliner Speckgürtel, in Ankara (Türkei), steppt der wütende Sultan und scharrt mit den Hufen. In Deutschland 2016 entscheidet Jan Böhmermann mit seiner Crew (soeben), die für Donnerstag geplante Sendung soll nicht produziert werden.

Der Böhmermann steht im Fokus des Weltinteresses. Er hat offenbar in unentschuldbarer Art und Weise in einen türkischen Honig gestochen, der jetzt nach und nach ausläuft. Und wie in diesen Kreisen üblich, ordnet der Herr Sultan auch gleich an, was die deutsche Bundesregierung zu machen hat. Es wurde Strafanzeige gestellt. Böhmermann erhält auf facebook auch Drohungen von beleidigten Türken. Und ja, möglicherweise ist auch die Grenze des guten Geschmacks übertreten worden. Sogar ziemlich sicher. Diese Schmähkritik hätte man nicht bringen müssen. Aber sie legt Deutschland 2016 ziemlich unverhohlen offen, die Flüchtlingswunde der deutschen Bundesregierung, die recht redet, wenn sie sagt, ohne die Türkei ginge es nunmal nicht. Verständnis dafür und danke an eine unvergleichliche Frau von Welt, die Bundeskanzlerin Angela Merkel, auf die Deutschland durchaus stolz sein kann. Ein Vergleich mit einem historischen Schriftverkehr kommt jetzt hoch.

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1899-16 – News: Vom Verlust des Briefkastenschlüssels +++Breaking News+++

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Briefkästen als Visitenkarte eines Hauses
Briefkästen als Visitenkarte eines Hauses

+++Breaking News +++ Zur Frage, ob der aufgefundene Schlüssel zu einem Briefkasten des Hauses passt, konnte die Hausverwaltung kein offizielles Statement abgeben. Dem Vernehmen nach handelt es sich um ein panamaisches Briefkastenmodell eines institutionellen Anlegers, der die Schlüssel namentlich nicht gekennzeichnet hatte.

Die Nachricht aus dem Berliner Speckgürtel, in Panama, sorgt für Aufregung. Zwar sei durch die inzwischen herzliche, gute wirtschaftliche Verflechtung zwischen Berlin und einigen namentlich ungenannt bleiben wollenden Berliner Bürgern mit Panama eine Ideenbrüderschaft im Geiste entstanden. Die aber gefährde die gedankenlose Sorglosigkeit eines anonymen Ignoranten. Dieser hat einen Schlüssel verloren.

Ein englischsprachiger Mitarbeiter der Hausverwaltung namens John Doe veröffentlichte zur Auffindung des Briefkasteninhabers daher Datenträger, um die Auffindung des wirtschaftlich Berechtigten gezielt zu unterstützen. Glücklicherweise fand er dafür zur Kooperation Willige („Willing & Able“) bei weltweit verschiedenen angesehenen Medien, sodass einer kurzfristigen Auflösung der Affäre „Key Largo“ nichts im Weg steht.

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1898-16 – Linktipp: Von Barbara Fickert, der Blindgängerin

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Kopfkino

Ich wollte der ganzen Welt mitteilen, dass und wie man jetzt, auch ohne sehen zu können, genauso viel Spaß im Kino haben kann wie jeder andere auch. Nach ein paar ermutigenden Anstupsern aus meinem Umfeld habe ich dann, natürlich mit technischer Unterstützung, die Seite „Blindgängerin“ ins Leben gerufen. Bis jetzt bereue ich es keine Minute, mich unter die Blogger gemischt zu haben, im Gegenteil! Blogfrei wäre ich bestimmt nicht so oft ins Kino gegangen und hätte viele tolle Filme verpasst.

Barbara Fickert wohnt in Berlin-Spandau und geht gern ins Kino.

Darüber schreibt sie ein lesenswertes Blog. Der Grund, warum ihr Blog so lesenswert ist: Sie ist stark sehbehindert und betrachtet Filme mit technischen Hilfsmitteln. Darüber schreibt sie: intensiv, niemals oberflächlich und immer mit einer guten Portion Chuzpe. Das Blog wird als lesenswert weiterempfohlen, weil es die Barrieren aufhebt, die man im Gesehenen als ein Ding mit einer zu festen Vorstellung vermuten kann. Barbara Fickert kann auch Kopfkino bedienen.

Ferner habe ich ein ausführliches Interview mit Barbara Fickert verlinkt. Spreaded those words of wisdom…und lass es nicht sein, uns mehr zu erzählen.

Weiterführend
Das Blog der Blindgängerin Barbara Fickert
Blinde Kino-Bloggerin: Barbara Fickert im Gespräch mit Heiko Kunert

1897-16 – Positionen: Wenn man Kunden Zugriff auf Kundencenter gibt, sind vernünftige Bedienungsführungen wichtig

Im Verdacht: Haupt-Hauszähler-Wasseruhr! "QN 10"
Korrekturhilfe zu "Wasseruhr"
Korrekturhilfe zu „Wasseruhr“

Wenn ein Kunde einen richtigen Zählerstand eingibt, weil die BWB (Berliner Wasserbetriebe) einen falschen hoch- bzw. errechnet haben, so wird eine Dropdown-Liste mit Gründen angezeigt, wenn die richtige Eingabe nicht plausibel ist. Natürlich ist die richtige Eingabe des abgelesenen Zählerstands plausibel, und zwar natürlich nicht aus den per scrolldown zur Verfügung stehenden Gründen, sondern aus den richtigen. Das muss man bei den BWB wohl überarbeiten. Denn sie gibt abstruse Abweichgründe vor, die der Realität nicht Rechnung tragen. Der geneigte Kunde nennt also einen xbeliebigen Grund.

Wir haben folgendes notiert: Zählerstand ist geschätzt. Richtigen Zählerstand ermittelt und per 05.01.2016 bei den BWB im Kundencenter hinterlegt, als Abweichgrund „neuer Swimmingpool“ angegeben, da keine richtige Begründung als Ausweichgrund zur Verfügung steht, die richtige Begründung wäre „Es liegt eine Verbrauchsschätzung vor.“

Diese wird hingenommen, Verzicht auf neue Abrechnung, aber Richtigstellung der Verbrauchsangaben ASAP as soon as possible….

…damit die richtige Wasserabrechnung nicht baden geht. In einem virtuellen Swimmingpool.

1896-16 – Positionen: Vom Leben in Warteschleifen – „Lilly Was Here“

Max Liebermann - Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!

Positionen

Im Verdacht: Haupt-Hauszähler-Wasseruhr! "QN 10"
Im Verdacht: Haupt-Hauszähler-Wasseruhr! „QN 10“

In Berlin-Kreuzberg soll der alte Gasanbieter rausfliegen. Unsere Liebe ist in die Jahre gekommen, ein neuer Anbieter soll her. Der Preisvergleich ergibt: Es kann ordentlich eingespart werden. Könnte, wenn nicht die Umstände dagegen sprächen. Wie aber wird man ein guter Verwalter, der sich kümmert und seinen Hausbewohnern die Nebenkosten mit sorgfältigem Blick senkt.? Antwort: Es ist kompliziert. – Eine Praxisbeschreibung.

Manchmal fragen mich Menschen, wie ich es noch schuffte schaffte, auch noch ein Blog wie dies zu schreiben. Wie mit Zwiebeln häuten, dass die Tränen drüsen und mit Texten, die zwiebeln. Relefant: Toröooo! Benjamin Bloggwart lässt grüßen.

Manchmal antworte ich dann: Kein Problem. Ich wechsle den Strom- oder Gasanbieter und dann hat man Zeit. So wie bspw. eine Geschäftsanbahnung mit dem Strom- und Gaslieferanten „Stromio“, der sich auch als gas.de bezeichnet. Noch verwirrender ist der ganze Unternehmensauftritt: Es heißt Stromio für Strom, gas.de für Gas und nun kommt’s. Es heißt Grünwelt, aber es ist Stromio. Boah! Haste nicht gesehen. Nö, erstmal nicht. Es ist offenbar ein großes Marketinggebrüll. Hier nun die Verbraucherbrill.

Die Wechselformalitäten sind was für ausgekochte Logistikexperten. Der Wechsel erfolgt nicht einfach, sondern kompliziert, denn so ist ja auch das Leben. Dabei könnte alles so einfach sein.

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1895-16 – Positionen: Bitte seid gut zu Vögeln, aber behaltet auch die Mitbewohnerbelange im Auge. #Hausaushang

Der schräge Vogel!

Positionen

Der schräge Vogel!

Aushang für Berlin-Wilmersdorf
Krähen, Vögel

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Hausbewohner,

wir bitten, die Fütterung von Krähen in der Wohnanlage zu unterlassen.

Die Fütterung führt dazu, dass sich die außergewöhnlich intelligenten Vögel vom Ort ihrer
Fütterung positiv angezogen werden. Dadurch werden sie domestiziert und suchen
Futterplätze wie diese regelmäßig auf. Es ist bereits erwiesen, dass die Tiere in der Lage
sind, innerhalb kürzester Zeit untereinander zu kommunizieren und erfolgreiche
Ernährungsstrategien an Artgenossen weitergeben. Mit der Zeit kommt es dadurch zu
einem nicht wünschenswerten, vermehrten Anflug von immer mehr Vögeln.

Wir danken Ihnen für die Beachtung im Interesse eines geordneten Zusammenlebens aller
Hausbewohner.

1894-16 – Video: Er war so wild nach ihrem Erdbeermund – mit lebenslangen Folgen

Nosferatu (gif)


Pola Kinski – Sexueller Missbrauch durch Klaus Kinski

Veröffentlicht am 08.04.2014 – Lebenslinien: Pola Kinski – Die Berührte – Obwohl Pola Kinski von ihrem berühmten Vater Klaus Kinski 14 Jahre lang missbraucht wurde, hat es die Schauspielerin, Ehefrau und Mutter von drei Kindern geschafft, sich ein intaktes Leben aufzubauen. Die Filmautorin erzählt die Geschichte einer Frau, die trotz jahrelangen Missbrauchs durch den berühmten Vater Klaus Kinski ihren eigenen Weg gefunden hat. Hin und her gerissen zwischen Liebe, Angst und Ekel hat Pola Kinski den wahnsinnigen Vater erduldet und das schreckliche Geheimnis mit niemandem geteilt. (Hinweis: Aufgrund von Urheberrechtsansprüchen des Bayerischen Rundfunk ist der Film immer wieder weg, während ihn dann ein weiterer Mensch wieder hochlädt. Weil der Film ja wichtig ist.)

Heimlich, still und leise nahm Kinski Tochter Pola in ein Hotelzimmer mit und verging sich an ihr. Der Dämon, der Unbeherrschte, Eitle, der Radikale, Grenzüberschreiter, der seine Tochter nicht hergeben wollte. Ein durch und durch mieser Typ, der heute -diesen Geschehnissen zum Trotz- von Max Giermann kongenial persifliert wird.

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1893-16 – Skurril: Von der Lebensdauer eines Wohngebäudes

Skurril: Ideen verwirklichen
Skurril: Ideen verwirklichen

Die durchschnittliche wirtschaftliche ·Gesamtnutzungsdauer für Mehrfamilienhäuser als Mietwohngebäude beträgt nach WertR 2006, Anlage 4: 60 – 80 Jahre, sachverständig eingeschätzt
werden 80 Jahre. Das Alter des Bewertungsobjektes beträgt zum Bewertungsstichtag 124 Jahre. #Gutachtenauszug

…schreibt die Sachverständige für die Bewertung von Eigentumswohnungen im Gutachten zum Verkehrswert einer Wohnung in Berlin-Friedenau.

Worauf sie eben kein Copyright besitzt. Deswegen wird es hier veröffentlicht. Wenn sich der Wert nach der Nutzungsdauer einer Immobilie bemisst, werden 80 Jahre als sachverständig eingeschätzt. Das Haus steht nun 124 Jahre. Infolgedessen dürfte es eigentlich gar nichts mehr wert sein. Der Verkehrswert der 136 m² großen Wohnung in Berlin-Friedenau beträgt allerdings 323.000,- €. Es ist diese Art menschlicher Logik, weswegen wir Sachverständige brauchen. Skurril.

1892-16 – Nachruf: Der AFN-Tontechniker Peter Fritz Willi Lustig (* 27. Oktober 1937 Breslau; † 23. Februar 2016 Husum) ist tot.

Nachrufe

Kerze

Peter „Löwenzahn“ Lustig ist tot. Nicht lustig.

„Bei einem Dreh für die Band „Ton Steine Scherben“ hat der Regisseur zu mir gesagt: „Jetzt komm mal vor die Kamera, du kannst so gute Sprüche machen. Sag was Komisches.“ Da stand ich plötzlich und habe, glaube ich, ein Ei auf meinem Kopf zerschlagen und gesagt: „Fernsehen ist scheiße.“ Wurde natürlich nie gesendet, aber seitdem galt ich beim Sender als fernsehtauglich.“ (Peter Lustig, Der Spiegel, hier)

Das war später. In der Zeit des Kennedy-Besuchs in Berlin 1963 war Lustig beim amerikanischen Sender AFN angestellt. Dort nahm er als einer der ganz wenigen als Tontechniker die berühmtesten 3 Worte Berolinismus audiotechnisch entgegen, die je ein Amerikaner Berlin widmete: „Ich  bin ein Berliner“.

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1891-16 – Positionen: Coffee to go? – Und was mit dem Becher?

Positionen

Du bist super! Kaffeetasse mit Rührung
Du bist super! Kaffeetasse mit Rührung

Der umweltpolitische Sprecher der Abgeordnetenhausfraktion der SPD, Daniel Buchholz, teilt mit:

Schnell einen „Coffee to go“ getrunken – schon ist der Becher Abfall. 170 Millionen Wegwerfbecher kommen so jedes Jahr in Berlin zusammen, viele davon landen auf der Straße. Um die Becherflut einzudämmen, haben die umweltpolitischen Sprecher aller Parteien zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe eine Kampagne für Mehrwegbecher gestartet.

Kaffeeketten, Backshops und Tankstellen sollen sie ebenso wie Wegwerfbecher anbieten. Möglich ist auch ein Rabatt für Kunden, die einen eigenen Becher mitbringen. Berlin könnte international mit gutem Beispiel voran gehen. Wie die „Becherheld-Kampagne“ funktionieren soll, lesen Sie hier:

http://daniel-buchholz.de/?p=1104