1890-16 – Positionen: Mit einer Freikarte ins Kopfkino, zur Berlinale, zu Frühsammers und ins Yorckschlösschen nach Kreuzberg

Foto: Lo Graf von Blickensdorf, Yorckschlösschen

Freikarte.Kopfkino.

Olaf Dähmlow, Yorckschlösschen
Olaf Dähmlow, Yorckschlösschen

Joelle Meissner und Olaf Dähmlow sitzen für ein gemeinsames Foto getrennt sitzend in einer Kneipe namens Yorckschlösschen. Das Foto folgt auf Seite 2, die nachfolgende Geschichte hat sich genau so zugetragen. Vielleicht war sie auch ganz anders. Hier wurde eine Eintrittskarte ins Kopfkino gelöst.

Es ist noch recht still, heimlich und leise auf der Yorckstr. in Berlin-Kreuzberg. Irgendwo Anna Ecke ist dort das Yorckschlösschen. Nur zwei Menschen sitzen im Gastraum und warten auf Verköstigung. Sie und er. Dame, Flaneur.

Wie pasteurisiert ist der Moment, Hitzewallung inklusive. Es sind die Wechseljahre. Hitze die Währung, dies zur Erklärung.

Queen Mum trug Hüte und wurde über 100. Elisabeth von England eifert Muttern jetzt nach. Ob sie´s schafft? Wer weiß das schon.

Peter Frühsammer sagt, er sagt sonst nie, wer bei ihm und Frau Sonja Frühsammer zum Essen da war. Aber jetzt war Merryl Streep da. Verstehst Du? Die Streep.

Da kann man mal eine Ausnahme machen. Er hat auch wirklich gut lachen, Peterle, Göttinnengatte, gut geht’s Geschäftle. Fleißiges Ehepaar, Sterneköche, Powerpaar (Berliner Morgenpost), Tennisclub-Sternerestaurant.

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1889-16 – Bild des Tages: Der Beruf des Hausverwalters an und für sich

Icon fotowelt

Berufsbild Hausverwalter (gif)

Die einen reden über Fackeln im Sturm oder vom Wind Of Change.

Der Hausverwalter vielleicht vom Fels in der Brandung.

Es kann aber auch eine Dünung sein. Bzw. eine Art Aktion Sühnezeichen für den beruflich schwierigen Bildungsweg. Bzw. den Auftrag, die Hausgemeinschaft zu einigen. So steht er da, mit nassem Haar, der Unendlichkeit ein Stück weit nah.

Weiter arbeiten….

Danke, Maria, du hast mir das gegeben

1888-16 – Nachruf: Roger Willemsen (* 15. August 1955 in Bonn, † 8. Februar 2016 in Wentorf bei Hamburg)

Roger Willemsen (17jährig, auf Sardinien, Privatfoto)

Kerze

Roger Willemsen (17jährig, auf Sardinien, Privatfoto)
Roger Willemsen (17jährig, auf Sardinien, Privatfoto)

Als erste Strafe versagte Zeus den Sterblichen das Feuer. Um das Feuer für die Menschen wiederzuerlangen, hob Prometheus einen langen Stängel des Riesenfenchels in den Himmel, um ihn am vorüberrollenden funkensprühenden Sonnenwagen des Helios zu entzünden. Mit dieser lodernden Fackel eilte er zur Erde zurück und setzte einen Holzstoß in Flammen. (Aus Wikipedia zu Prometheus, hier)

Der Krebs hat ihn fortgerissen. Es ist noch kein Jahr her, da bekam er eine solche Diagnose und zog sich zurück ins Privatleben. 60 Jahre alt wurde er, kein Jahr älter. Dabei war er ein Lichtblick, ein Leuchtgeschenk für intelligente Menschen, ein Zeusfeuer am Himmel der verkommenen Journaille. Er war auch Freak, mochte Jazzmusik und für gute Literatur legte er sich mächtig ins Zeug.

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1887-16 – Prognosen: Bitte werdet gesund!

Werdet gesund! Get well soon!

Prognosen

Werdet gesund! Get well soon!


Johnny Cash – Bridge Over Troubled Water

Sending prayers

Let us think on those who
are in unhealthy situations,
illness or in hospital.

Please get well soon.

Mit guten Gedanken

Wir denken an diejenigen,
die in Ungesundheit sind,
in Krankheit oder im
Krankenhaus.

Werdet gesund!

A campain of – Eine Kampagne von: https://gesichtspunkte.de – Hauptsache, man hat welche

1886-16 – Metaebenen: Die Vielzahl der ungelösten PC-Probleme hat sich soeben erledigt (gif)

Drops, gelutscht

Drops, gelutscht

MyComputer (gif)

Dieser Drops ist gelutscht.

Anruf bei der Computer-Hotline,

ich bin schon etwas älter (87 Jahre) und habe irgendeinen Fehler mit dem Windowszeug gemacht. Ich kann jetzt meinen Computer nicht mehr wiederfinden. Gott sei Dank hat meine Frau die Sache mit dem Smartphone gefilmt. Was habe ich falsch gemacht?

Haben Sie schon einmal nachgesehen, ob das Netzkabel gesteckt ist?

Das geht nicht: Es ist mitverschwunden.

1885-16 – Positionen: Der Abgeordnete Daniel Buchholz (SPD, Berlin) zu Megadeals der Vonovia AG und Deutsche Wohnen AG

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Positionen

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Mehr als 100.000 Berliner Wohnungen (davon 12.000 in Spandau) sollen bei einer feindlichen Übernahme der Deutsche Wohnen AG durch die Vonovia AG (vormals Deutsche Annington) von einem privaten Eigentümer an den nächsten übergehen. Daniel Buchholz: „Die Erfahrung zeigt, dass solche Mega-Deals regelmäßig zu Lasten der Mieter und Mitarbeiter gehen. Steigende Mieten, weniger Service, weniger Instandhaltung und der Abbau von Arbeitsplätzen wären die sicheren Folgen einer spekulativen Übernahme. Wir brauchen Wohnungsneubau und keinen spekulativen Handel mit dem Wohnungsbestand.“ Auf seine Initiative hin wird sich der Bauausschuss des Abgeordnetenhauses am 20.01.16 mit dem Thema beschäftigen.

Den Abgeordneten Daniel Buchholz findest du bei Interesse hier auf seiner Homepage…

1884-16 – Video: Er ist nicht sehr nett, aber er kann sie verstehen #LiedDesTages

Alles klar, Herr Kommissar? Der Hausinspektor!

_icon Tageslied/Lied des Tages

Was man nicht kann, das kann man auch nicht verlernen. (Dieter Bohlen, Jurymitglied)


„nicht sehr nett“ Stefan Jürgens Odeon/Wien

Veröffentlicht am 02.03.2014: Stefan Jürgens präsentiert aus seinem aktuellen Album Alles immer möglich den Track „nicht sehr nett“ (m/t : stefan jürgens ) live mit seiner Band.
Gesang und Klavier: Stefan Jürgens, Schlagzeug: Johannes Maximilian Bendel, Bass: René Flächsenhaar, Gitarre: Matthias Kahra, Keyboards: Sebastian ‚Ray‘ Strahl, Gitarre: Jörg Weisselberg – Ton: Tigersound – Tiger und Harald Baumgartner – Licht: Odeon Crew – Kamera & Schnitt: Christian Schottstädt

Der Schauspieler Stefan Jürgens ist in den Erinnerungen präsent. Er gehörte zum RTL Samstag Nacht-Clan um Olli Dittrich und Wigald Boning. Besonders seine berühmten Anfangsbuchstabensalate vom Type Kentucky Schreit Ficken sind in Erinnerung geblieben. Auch die schier unendliche Kondolenzliste seltsamer Sterbefälle, die mit den Worten „Karl Ranseier ist tot“ begann, ist Film- und Comedygeschichte.

Wir sehen Stefan Jürgens inzwischen hauptsächlich als Kommissar in bösen Krimis, in denen wir ihn langhaarig, mal bärtig und häufig griesgrämig wahrnehmen. Der Berliner Fotograf Lutz Müller-Bohlen genannt Gramm hat ihn jetzt im Kesselhaus in Berlin fotografiert. LMBgG macht sehr schöne, gekonnte Fotos, häufig schwarz-weiß.

Dass Stefan Jürgens eigene Platten aufnimmt und Songs singt, die es in sich haben, war uns indessen weniger bekannt. Dabei hat Singen in diesen Kreisen durchaus System: Jan-Josef Liefers tut es und ist vielleicht sogar mit der musikalischsten Schauspielerin der Welt, Anna Loos (Silly) verheiratet. Sogar Axel Prahl macht Musik. Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen. Dabei liegt es auf der Hand: Wer als Musiker nichts werden konnte, wird irgendwann Schauspieler. Um dann als Sänger wieder zu reüssieren. Das ist keine Abwertung. Es ist viel schwieriger als Musiker grenzenlos berühmt zu werden, als als Schauspieler feste, einigermaßen einträgliche Tagessätze für Filme einzustreichen.

Der Song „nicht sehr nett“ trifft es einigermaßen. Stefan Jürgens liefert hier einen großartigen, gutgemachten Song ab. Lustig: Einige finden, Stefan Jürgens, der habe so eine große Ähnlichkeit mit dem Berliner Musiker Dirk Zöllner. Na, musikalisch aber nicht, Leutz.

Weblotse

1883-16 – Nachbarn: Jeder hat das „Recht auf Verwahrlosung“

Rechtliches

Diese Sache ist heiß!
Diese Sache ist heiß!

Wo ist die Grenze?

Die alte Dame ist jetzt in Betreuung in einer sozialgeriatrischen Einrichtung. Es war schon lange nicht mehr richtig sauber. Im Grunde genommen war es das Gegenteil. Die Hausbewohner nahmen es stoisch hin. Es war nicht zu ändern.

Der Sohn muss jetzt den Weg finden, Mutter begreiflich zu machen, dass sie es alleine nicht mehr kann. Dass sie Hilfe braucht und Hilfe annehmen muss, auch wenn sie das nicht für erforderlich hält. Sie ist alt, läuft nur noch gebeugt wie ein Fragezeichen als schmutziges Gespenst durch die Gegend. Niemand gibt ihr die Hand.

Die Polizei hat tatsächlich gesagt, es gäbe ein Recht auf Verwahrlosung.

Ich habe nachgeschaut: Und tatsächlich. Darüber wird noch zu sprechen sein.

Weblotse

1882-16 – Trendbarometer: Sehr trendy derzeit: Das Sammeln von Gif-Dateien

trendbarometer

Dackel, Hund (gif)

Dass sich die Menschen neben ihrem Arbeitsbildschirm einen zweiten halten, auf dem sie in der Parallelwelt surfen, ist inzwischen teils auch in Arbeitgeberkreisen nicht mehr unbedingt verpönt. Man ist über Facebook in Echtzeit erreichbar. Lässt das soziale Netzwerk nebenbei laufen.

„Du bist wohl immer auf facebook.“ Was wie ein Schuldvorwurf klingt, ließe sich indes auch nützlich einsetzen für gute Kommunikation, die Wege dieses Herrn sind unerfindlich.

Neu in Mode gekommen ist seit kurzem das Sammeln einer als ausgestorben geglaubten Spezies Dateiformat. Die Rede ist von gif-Dateien, kleinen animierten, bewegten Bildern, die bewegen. Sie sind zu nichts nütze, machen aber Spaß. Um sie zu teilen, benötigt man einen Internetserver, der die Abbildung von bewegten Bildern unterstützt. Facebook gehört nicht dazu. Das macht es erforderlich, die niedlichen kleinen Animationen von anderswo her einzubinden mit einem gesetzten Link.

Wie beispielsweise dieser Wackeldackel, den Veronika im sozialen Netz geteilt hat und der jetzt auf gesichtspunkte.de niedlich aus der Wäsche schaut. Inzwischen haben viele die eigene Festplatte voll, weil sie sich die Verweilorte dieser kruden, rauen Dateiformatchen nicht merken möchten. Sie wollen sie vielmehr individuell jederzeit anderswo einsetzen.

Die Welt ist schon verrückt.

1881-16 – Positionen: Eins ist wirklich klar. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.

Gutmensch_Banner

Eins.ist.klar_Nichts_Banner

Gutmensch ist sprachlich eine entweder ironische, sarkastische, gehässige oder verachtende Verdrehung des eigentlichen Wortsinns „guter Mensch“ in eine Verunglimpfung. Der Ausdruck gilt als politisches Schlagwort mit meist abwertend gemeinter Bezeichnung für Einzelpersonen oder Personengruppen („Gutmenschentum“). Diesen wird vom Wortverwender eine Absicht bzw. Eigenschaft des – aus Sicht des Sprechers – übertriebenen „Gutseins“ oder „Gutseinwollens“ unterstellt, wobei diese angebliche Haltung unterschwellig als übermäßig moralisierend und naiv abqualifiziert und verächtlich gemacht wird. In der politischen Rhetorik Konservativer und Rechter wird Gutmensch als Kampfbegriff verwendet. (Zitiert aus Wikipedia zu „Gutmensch“)

Und weil soviel passiert, steht kaum zu befürchten, dass der Begriff weiter mäandern könnte. Edgar Froese (Tangerine Dream) ist tot. Aus der Traum. Lemmy Kilmister ist tot. Jack Daniels bekommt eine Weltwirtschaftskrise. David Bowie ist tot. Was soll jetzt noch gut sein? Nichts.

Gutmenschen werden über kurz oder lang aussterben. In Istanbul werden Menschen weggebombt und in Syrien Journalisten geköpft, Kulturschätze geraubt bzw. zerstört werden. Und vieles mehr: Der Gutmensch ist geächtet.

Aus allen möglichen anderen Gründen: Mit der Verbannung des Worts Gutmensch wird endlich Ordnung geschaffen im fest vorgezeichneten Weltuntergang. Die Berliner HipHop-Band KIZ singt passend: Hurra, die Welt geht unter.

Der Schweizer Cartoonist Johannes Borer hat den Gutmensch gezeichnet, hier….