190-09 – Anruf des Tages: Womit Hausverwalter regelmäßig zu tun haben….

 

 

 

Gute Kommunikation? Telefon
Gute Kommunikation? Telefon

 

 

Sie hat eine schrille, tönende Stimme, das Alter der Stimme ist geschätzt 70plus. So ein bisschen überdreht und fast falsettartig. Sie versteht jetzt, dass jemand das Telefon abgehoben hat. Sie sagt: ‚Ach, ist doch jemand zuhause.‘ Sie stellt sich als Frau Müller-Dornscheid (* Name geändert, Doppelname) vor. Sie fragt auch nicht, mit wem sie spricht.

Nun sagt sie: ‚Sind Sie erkältet? Sie haben eine ganz schreckliche Stimme.‘

Ich verneine höflich, sage, es ginge mir gut, für meine schreckliche Stimme könne ich daher heute nichts. Oft sagen mir Leute, ich hätte eine sehr sympathische, Vertrauen erweckende Telefonstimme. Würde ich so aussehen, wie es meine Stimme am Telefon verspricht, heißa…, doch das ist eine andere Geschichte, die hier eine Rolle spielen kann.

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189-09 – Instandhaltungsreport: Zwei Fotos für eine Ideenumsetzung…

Foto 1 von 2 - Auflösung des Hauseingangs
Foto 1 von 2 - Auflösung des Hauseingangs

Die Mängelmeldung kommt präzise aus Berlin-Kreuzberg. Es sind zwei Fotos anbei, auf denen sich die schleichende Auflösung der Bausubstanz präsentiert. Auf Foto 1 (oben) sieht man die Eckschutzschiene der Türeinfassung (Fasche). Sie ist raus gesprengt. So was passiert nicht von selbst. Sind einige ein- und ausgezogen dort, mancher hat noch gegengehauen mit irgendwelchen Möbelstücken. Die Schiene muss raus, eine neue, stärkere eingesetzt werden. Das ganze muss beigeputzt werden und dann farbtonmäßig an die übrige Putzfarbe (aha, gebrauchte Farbtöne) angeglichen werden, damit nicht der Neuanstrich hinterher hundsgemein aussieht, weil frisch und unverbraucht, während der gebrauchte Farbton in der Restfläche äußerst unangenehm ins Auge sticht, aua.

Die Hauseingangstür sieht ein bisschen verlottert aus im Moment. Früher war da, wo jetzt eine Spanplatte (weiß, schmutzig) drin war, mal eine Drahtglasscheibe. Mehrmals haben irgendwelche jugendlichen Wachulken die Scheiben kaputt gemacht. Immer wieder kam der Glaser. Dann wurde entschieden, es mit einer -hässlichen- Spanplatte zu versuchen. Und seit dem gibt’s kein Problem mehr. Nur sieht es nicht aus. Finden wir jedenfalls. Die gesamte Tür in rot und das „Inlay“ in weiß sollten (doppelseitig) neugestrichen werden. Vielleicht sollte man farbmäßig folgendes machen: Die rote Einfassung ist prima und sticht optisch als ordnendes Element hervor. Es hat Signalwirkung, dort ist die Tür, jawoll. Das weiß-schmutzige Türinnenfeld sollte dieses Weiß jetzt verlieren.

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188-09 – EILMELDUNG: Um 13:55 Uhr wurde das Gesetz beschlossen…GEILMELDUNG

EILMELDUNG

Der Abgeordnete Daniel Buchholz (SPD) informierte uns, dass das von uns angeregte und initiierte Änderungsvorhaben zum Berliner  NachbarrechtsG heute um 13:55 Uhr im Abgeordnetenhaus beschlossen wurde. Den Parlamentariern der zustimmenden Fraktionen hiermit herzlichen Dank. Weitere Informationen dazu in Kürze.

Die Website gotthal.de meldet dies ebenfalls, wobei folgendes kurios ist und allein nur dem Wunsch von Websitegestaltern zu verdanken ist, so genannte sprechende URLs zu initiieren:

Aus dem Berliner NachbarrechtsG und der dazu ergangenen EILMELDUNG wird dort, ganz Internet, eine NachbarrechtsGeilmeldung. Wobei dies vorher niemand sexistisch meinte. Stimmt trotzdem, oder?

Super.

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Weiterführende Links

Papa was a rolling stone (Worum geht’s da eigentlich?)

187-09 – Was im Arbeitsrecht als Bienenstich-Urteil durchgeht, ist im Mietrecht kaum denkbar…

Bienenstich-Urteil (Quelle: Der Spiegel)
Bienenstich-Urteil (Quelle: Der Spiegel)

Was ist nur los im bundesdeutschen Arbeitsrecht? Fragt der Spiegel in seiner Ausgabe 49.2009.

Man stelle sich eine derartige Spruchpraxis bitte nicht im bundesdeutschen Mietrecht vor. Ein Mieter läuft morgens zur Arbeit. Auf dem Weg schnippt er seine filterlose Zigarette weg, sie liegt im Innenhof. Dabei sieht ihn der Hauswart und schwärzt ihn bei der Hausverwaltung an. Die kündigt ihm fristlos. Nicht auszudenken.

186-09 – Geschmackloses Gastro-Interieur muss kein Aufruf zu Wiederholungsbesuchen sein

Geschmackloses Gastro-Mobiliar
Geschmackloses Gastro-Mobiliar

Sowas hängt immer nur auf Männertoiletten. Klar, die Mädels setzen sich hin.

Allerdings: Wären wir hier als Verwalter bzw. Vermieter tätig gewesen, hätten wir davon abgeraten. Ist schon ein bisschen eklig, oder? Wir waren seit dem auch nicht mehr dort. Jedem nach seiner Facon, wir finden es nicht so schön.

FotoHandy-Foto

185-09 – Foto des Tages: Eine Allianz der Hirnlosen bildet gefährliche Banden im Süden Berlins – von Videotie

Stalking Joe Mc Donald
Stalking Joe Mc Donald

„Er ist auch ausgezogen, aber nur, um ungezogen zu sein.“ (Erkenntnis)

Es ist eine ‚Allianz der vollkommen Hirnlosen‘, hat einer gesagt. Eine andere nannte ihn den Wurm. Wieder ein anderer sagte, er sei eine Zecke. Er habe sich einen Wirt gesucht, wie das Parasiten so machen. Und den saugt er jetzt aus.

Nicht alles trifft die Sache richtig gut. Richtig ist aber folgendes: er macht Psychoterror, hält sich selbst für einen bewegten Linken, aber achtet die Menschenwürde anderer Menschen nicht, sondern tritt sie mit Füssen. Seit Monaten macht er dieses Spiel mit den Videokameras. Ob er eine angeschlossen hat oder nicht, darüber streitet er nicht. Wenn man ihn danach befragt, dann weicht er nebulös aus, obwohl es alle gesehen haben. Die hier abgebildete Kamera ist in einem Dachgeschoss montiert auf einem Stativ. Das ‚magische Auge‘ zeigt aus dem Küchenfenster der Büroeinheit und schielt zwischen den Lamellen einer heruntergelassenen Jalousie hindurch. Die Kamera ist auf einen privaten Garten gerichtet. Er ist weiterhin ‚der Wurm‘, und einer nennt ihn jetzt auch Stalking Joe Mc Donald.

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183-09 – Nostalgiker kommen bei stayfriends.de voll auf ihre Kosten, aber teils schwingt auch Enttäuschung mit

Das Portal stayfriends.de ist eigentlich von der Ursprungsidee her eine Webseite, auf der sich ehemalige Freunde, geordnet nach ehemaligen Schulen, wiederfinden können.  Das Portal ist recht erfolgreich und hat derzeit (Eigenauskunft stayfriends.de) rund 9,2 Millionen Mitglieder, whow, angesichts einer Gesamtbevölkerung von 81 Millionen Menschen ein fast repräsentativer Querschnitt durch die (in die Jahre gekommenen) ehemaligen Schüler Deutschlands.

Seit kurzem gibt es auch ein vorkonfektioniertes persönliches Bewertungstool. Nun kommen auch immer schöne kleine newsletter via Email von stayfriends. Und mein ganz persönlicher newsletter, den ich eigentlich gar nicht will, erinnert mich heute an die Zusammenfassung meiner persönlichen Stärken wie folgt:

Zitat Gesammelte Erinnerungen
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Ihre Freunde meinen, Sie waren früher…
Mein Schwarm (1 Person)  Sonnenschein (1)  lustig (7)  kreativ (5)

Zum Pferde stehlen (5)  charmant (5)  gutaussehend (2)  hilfsbereit (5)

schlagfertig (9)  clever (11)

13 Personen haben ihre Meinung über Sie abgegeben.

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182-09 – Zitat des Tages: Klaus Zapf, der Spediteur, ist nicht mehr im Besitz seiner Belegschaft

Zitat

„“Wenn du Wurst verkaufst, musst du auch aussehen wie die Wurst, ich sehe aus wie die Wurst, umzugstechnisch.“ (zugeschrieben Klaus Zapf)

Auf dieser Website bleibt die Frage offen, wie dann der typische Hausverwalter auszusehen hätte? Obwohl gerade diese Frage sozusagen systemimmanent ist, angesichts der durchweg vorhandenen Anzugträgerfraktion und angesichts leider nur wenig wirklich individuell gekleideter Hausverwalterkollegen. Doch das Zitat des Tages kommt direkt aus der Harald-Schmidt-Show vom 03.12.09 und ist damit brandaktuell.

Heute gestern ist er Gast bei Harald Schmidt, der fragt:

„Wo haben Sie eigentlich ihre Konten, Herr Zapf?“

Klaus Zapf antwortet:

„Na gut, ich musste jetzt zwei Konten schließen, die waren voll.“

(ARD, Harald Schmidt Show vom 03.12.09)

Nicht jeder hat vergleichbare Probleme. Klaus Zapf schon. Bei Harald Schmidt steht er in Verdacht, ein zweistelliges Millionenvermögen zu besitzen. Er winkt bescheiden ab. Klaus Zapf, Vorzeige-Linker und Karl Marx vom Äußeren her nicht unähnlich, ist übrigens auch Hausbesitzer, Vermieter und gehört damit wohl eher zu den untypischen Hauseigentümern in Berlin. Früher war die Spedition Zapf im Besitz der Belegschaft. Die Zeiten haben sich geändert. Zum Wohl des Unternehmens, so ist zu lesen.

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Weiterführende Links über ein ‚Berliner Urgestein‘ mit Abstrichen

Klaus Zapf in der Wikipedia

Die Zeit vom 20.04.08 über Zapf

181-09 – Webschnipsel des Tages: Manche Abstimmungen finden auf dem Bierzettel statt

Biertischzettel mit Meinung
Biertischzettel mit Meinung

„Erhöhung der Instandsetzungsrücklage wäre o.k.“ (Aufschrift auf Bierzettel)

  • Instandhaltungsrücklage: Finanzielle Ansparrücklage von Wohnungseigentümern zur Sicherstellung von Instandhaltungsvorhaben, die in der Zukunft liegen.
  • Instandsetzungsrücklage: Finanzielle Ansparrücklage von Wohnungseigentümern für Instandsetzungsvorhaben infolge unterlassener Instandhaltung?

Bitte die beiden vorherigen Definitionen noch nicht als gottgegeben hinnehmen. Dazu ließe sich noch was ausführen. Ist aber gar nicht das Thema, nur weil es so auf einem Bierzettel stand.

Auf einer Versammlung in Berlin-Neukölln ist der Zeitdruck inzwischen groß geworden. Etliche Eigentümer sitzen schon etwas unruhiger auf ihren Stühlen. Wir sind in einer Stampe. Zur Begriffsklärung Stampe am Ende dieses Artikels.

Sie will jetzt gehen, denkt sie. Sie haben beide noch was vor, auch ihr Lebensgefährte hat schon ein paarmal was herüber gemurmelt. Sie fasst sich ein Herz und sie trifft eine Entscheidung. Time to say goodbye. Aber die Eigentümer sind nach jahrelangen pädagogischen Empfehlungen eines Versammlungsleiters auch ein bisschen geschult in Sachen wechselseitiger Rücksichtnahme. Es gehört zu den vornehmen Pflichten eines Eigentümers, einer Versammlung beizuwohnen. Und nur wenn man gar nicht anders kann, entscheiden allein die Füße – gehen! So weit ist es jetzt. Später steht noch der Wirtschaftsplan 2010 an.

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