1070/11: Linktipp: Der SPIEGEL rekapituliert: „Mein Leben in der Warteschleife“ – Service-Alptraum Deutschland

König Kunde – von wegen! Konsumenten schmoren in der Endlosschleife von Callcentern, werden ausspioniert und mit absurden AGB traktiert. SPIEGEL-ONLINE-Kolumnist Tom König berichtet über schlimme Service-Erlebnisse. Diesmal: der verzweifelte Versuch, den Telefonanbieter zu wechseln. (Quelle: Spiegel online, Link unten)

Das sollte muss man lesen. #Lesetipps

Und wenn einem selbst was dazu einfällt, einfach eine Email an diese Adresse und mit etwas Glück landet das im Spiegel. Auch nicht schlecht, guter Service das!

Ach, und (Update) wie die Faust aufs Auge passt thematisch, was Johnny Haeusler auf spreeblick zum Thema Webwerbung schreibt. Amüsant, gut geschrieben und (leider) zutreffend. Ist ebenfalls verlinkt jetzt. Blitzgescheit ist jedenfalls diese Vorstellung des Autoren, der gezielte Korrekturkäufe vorgibt gemacht haben zu müssen:

Seitdem ich vor etwa drei Jahren eine Webcam für jemanden mit bestellt habe, bekam ich, das ist kein Witz, regelmäßig homoerotische Videos angeboten, und obwohl ich nichts gegen gut gebaute Männer einzuwenden habe (die sicherlich einfach nur mehr Vitaminprodukte zu sich nehmen als ich), bin ich schlicht und einfach überhaupt nicht die Zielgruppe. Ich musste Dutzende Hetero-Sexbücher bestellen, bis sich das wieder eingerenkt hat! (Quelle: spreeblick, Link unten)

Weblotse

1069/11: Video: To Whom It May Concern, Rainer Langhans, APO-Opa, Sept. 2007, Dschungel-Fieber!

Das Leben der anderen...

In dem verlinkten Videobeitrag reflektiert Alt-Kommunarde Rainer Langhans Sinn und Unsinn des Feldexperiments „Dschungel Camp“. Was man in dieser Gruppenchose lernen kann, was daran Bösartigkeit ist oder Weiterentwicklung, bzw. wann diese regelrecht durch Art und Weise der Aufnahmen konterkariert werden, darüber macht sich Langhans in dem 3 minütigen  Videospot Gedanken. Die nun teils aktuelle Fragen an ihn beantworten, finden wir! Deshalb die Verlinkung

Rainer Langhans steht für die ersten anders gearteten Wohnexperimente Deutschlands nach dem Krieg in Richtung auf die Aufweichung der bürgerlichen Wohnkonventionen. Die Kommune I in Berlin, die heute wie eine ehemalige Popgöttin verehrte Uschi Obermaier und die inzwischen mehreren Verfilmungen der damaligen Zeit stehen für eine inzwischen etwas mildere Sichtweise der „bürgerlichen Mitte“ auf die Alt-Achtundsechsziger. Diese 68-er sind inzwischen selbst 68, 79, Eltern, ja Großeltern und erzählen ihren bürgerlichen Nachfahren, wie sie versucht hatten, weniger bürgerlich zu sein. Was diese Geschichten betrifft, war die Welt doch wieder zu einer Scheibe geworden: zu einer Art Drehteller und aktuell ist, was 68 begann, inzwischen wieder im Großbürgerlichen angekommen, zumindest überwiegend. Das Experiment 68 dürfte sich nicht sehr durchgesetzt haben, wenn man das mal vorsichtig festhalten darf.

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1064/11: FotoPodcast: das Kleingedruckte…

…ist so klein, man kann es kaum lesen! Wer nicht aufpasst, kassiert eine feste Laufzeit von zwei Jahren: es geht um eine Altpapiertonne! Zwei Jahre sind eine Ewigkeit!
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1062/11: Methusalem: Die Großwetterlage, der Methusalem-Komplex und überhaupt, es ist arschglatt! #Mitgefühl

Banner Methusalem-Kompott!

Schon mal draußen gewesen heute? Es ist arsch…. – alte Menschen sind heute sicherungsverwahrt. Zuhause!

Die Wohnungseigentümerin hat noch keine Pflegestufe. Sie ist deutlich 93 Jahre alt und in ihren letzten Jahren. Der Malteser-Hilfsdienst, der selbst keinen Pflegedienst diesbezüglich durchführt, hat zwar einen Hausnotruf in der Wohnung in Berlin-Wilmersdorf, darf aber auf Verdacht nicht dort vorbeifahren. Das sei Hausfriedensbruch. Der Malteser-Hilfsdienst grenzt sich telefonisch recht stark von der Möglichkeit ab, dort „auf Verdacht“ mal schnell vorbei zu fahren. Ob eine Pflegestufe beantragt werden könnte, kann bspw. die Caritas (Telefon der Pflegezentrale: 6179790) klären. Es ist irgendwie doch kein „ganzheitlicher Ansatz“, man stößt jetzt auf Zuständigkeiten, Abgrenzungen und „das dürfen wir nicht“. Sozialträumerei meinerseits? Mal wachen Auges dort vorbeigehen? Hat man überhaupt jemals ein Verhältnis zur Seniorin aufgebaut? Ich stelle fest: Niemals, die Fragen, die wir klären, haben mit Geräten, Wachzyklen, Überprüfungsturnen und dergleichen zu tun. Wenig mit Mensch. Wann ist der Mensch ein Mensch?

Nein, das tut die Hausverwaltung natürlich nicht, wie die sich das vorstellen: Eine Pflegestufe für einen alten Eigentümer beantragen! Was diese „sozialen Hansels“ sich immer denken, im eigenen Saft schwimmen sie von Antrag, Formular, Vorgang, Zuständigkeit und Chevapcici. Sie selbst wissen eher genauer, was sie nicht tun dürfen, können, sollen, als was sich eventuell aufgrund einer echten Bewohner- bzw. Nachbarnbesorgnis anbietet zu tun! Was wissen wir denn, wir sind nur eine Hausverwaltung?

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1061/11: Linktipp: Sie hat das absolute Gedächtnis, gerade so, wie die gewöhnlichen Mitarbeiter unserer Firma!

Die nachfolgend, zumindest einleitend erzählte Geschichte hat einen sowas von fiktivem Charakter, das wirste gleich mal merken! Später allerdings heißt es „Back To Reality“

Da klingelt das Telefon und die Mieterin Frau Müller-Lüdenscheidt (* Name geändert) aus Berlin-Wilmersdorf ist dran. Sie sagt, sie hätte doch damals -1991, am 15. April, ein Freitag- gelegentlich der Mietvertragsunterzeichnung eine Kaution von 1.502,- DEM (in Worten Deutsche Mark) eingezahlt. „Richtig“, wende ich ein und korrigiere ihr Anliegen nur sanft andeutungsweise: „Es waren nur 1.452,- DEM, erinnern Sie sich? Es waren zwei Fünfhunderter mit den SerienNummern (Nrn aus Datenschutzgründen entfernt :-)) . Wir hatten damals die Angewohnheit, die Geldscheine der in bar zu entrichtenden Kaution zu fotokopieren. Sie schaut in ihrer Kopie der Quittung nach, kann diese Angaben bestätigen und entschuldigt sich.

Oder die Sache mit dem Perlator, das ist dieses Kalk- und Flusen- bzw. Restesieb auf dem Wasserhahn. Sie hatte diese Klausel im Mietvertrag unterschrieben und nun beriefen wir uns als Mitarbeiter der Hausverwaltung darauf: Für die Dauer des fünfjährigen, befristeten Mietverhältnisses hätte sie Kleinstreparaturen in ihrem Gewerberaum bis zur Höhe von 8% der Nettokaltmiete selbst auszuführen und die Rechnungen hierüber jeweils zum Jahresende der Verwalterin zur Mieterakte einzureichen.

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1059/11: Linktipp: Es ist sowas von gräuslich, was uns noch zu essen angeboten wird, noch…. #Eier

Banner Essen für Eigentümer, Mieter & Verwalter

Zwei Themen, die derzeit vielen „an die Eier“ gehen: Der rapide Qualitätsverlust, gepaart mit der schlichten Unmöglichkeit, noch sicher zu sagen, was man eigentlich kauft, wenn man Eier kauft und das Single-Dasein vieler Menschen! Ist der Mensch kein Paarhufer?

Es ist inzwischen kaum noch vorstellbar, dass wir irgendein Lebensmittel erwerben, das nicht irgendwie von einem heimlichen Zubereitungsskandal durchsetzt ist. Das ist nun die Folge einer inzwischen nur noch ergebnisorientierten Gewinnmaximierung. DER SPIEGEL hat das Thema umfassend zusammengestellt und nachdem wir vor kurzem schon einmal richtig wütend wurden,  als wir feststellten, dass auch Biohühner in ekelhafter Weise gehalten werden. Ja, was sollst dann noch fressen? So denken jetzt nicht nur die Bayern, gelle?

Und vor allem: Mit wem? Immer mehr Menschen leben als Singles und basteln lebenslang an einem vermeintlichen Wunschpartner, bis sie partnerlos….und was dann? DER SPIEGEL hatte auch das vor kurzem als Titelseiten-Thema und wir verlinken mal zum Pdf-Artikel, der gutgeschrieben ist und einem einiges vor Augen führt. Gut geschrieben, übrigens von zwei Singles, die dazu auch Einblicke in ihre Seele geben.

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1057/11: ManTantra: Am Mantra eines Mannes erkennt man seinen Johannes…oder auch sein Ziel!

 

Aus dem Unternehmens-Handbuch der Fa. Vatro Trocknungstechnik, lt. Firmen-Website derzeit 500 Mitarbeiter, Niederlassungen in ganz Deutschland, und „das gefällt“ uns, schaut:

(aufs Bild klicken)

 Die entscheidende Frage aber ist: Was ist eigentlich ein ManTantra? Und inwieweit haben Unternehmensgrundsätze wie diese etwas damit zu tun? Müssen derartige Grundsätze der modernen Unternehmensführung morgens -ggf. barfuß- gechanted werden?

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1055/11: Karussell: Die Kanzlei Wanderer & Partner zieht umme Ecke, das Personalkarussell dreht sich weiter…

Rechtliches

„Unsere Anwälte sind die Wertschöpfung der Kanzlei. Denn sie müssen nicht nur herausragende Köpfe in mehreren Fachgebieten sein und die Rechtsgebiete Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht und Öffentliches Recht abdecken. Sie sind auch Virtuosen im Zeit-, Wissens- und Informationsmanagement -und außerdem einfach sympathisch.“ (Selbstdarstellung im O-Ton der Kanzlei Müller Radack, Quelle: hier)

Ach, was haben wir gelacht, ich und mein Bauch! Ansonsten viel Personalien und Wanderer, wir Wanderer in diesen Tagen!

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1054/11: Polaroid des Tages: Oazapft is! Ein 2 m großes Monstrum hängt an der Rinne! Und nu?

Polaroid des Tages - Oazapft is, an der Dachrinne!

Polaroid des Tages - Oazapft is, an der Dachrinne!

Bitte prüfen: Zwischen Xystr. 1+2 hinten Hof großer 2 m großer Eisdildo an Dachrinne, droht herabzufallen, was veranlassen? Ggf. Industriekletterer? (SMS-Nachricht an Hauswart)(

Die Sache ist am 23.12. eingetroffen. Das Büro war geschlossen. Still und leise, wie Weihnachten nun mal ist, traf die Email ein, und im Anhang war dieses Foto versteckt. Niemand war da, Betriebsruhe, Weihnachtsfrieden. Okay, stimmt nicht ganz: die Email wurde doch bemerkt. Das sind Zauberer, so Hausverwalterleutz, die das Büro zumachen und dann nichtsdestotrotz auf eine Email rechtzeitig reagieren können. Es gebot die Weihnachtsruhe, über alles Weitere den Mund zu halten. Weg ist er jedenfalls.

(VÖ zeitversetzt 03.01.)

1050/10: Foto des Tages: Ich kann jetzt nicht, ich muss Schnee schüppen!

Schnee schippen!

Ist das ein Buchgeschenktipp? Weihnachten 2010 ist überhaupt das erste Weihnachten in meiner Erinnerung, in dem es anfängt, mit eBooks jetzt relevant zu werden. »Helmut Schmidt raucht ja nicht nur Zigaretten. Jedes Mal bringt er Schnupftabak mit und trinkt dazu Kaffee mit Milch und extra viel Zucker. Unsereins würde angesichts dieser Dröhnung wie Rumpelstilzchen durch die Flure hüpfen. Schmidt dagegen ist dann überhaupt erst auf Betriebstemperatur.« Giovanni di Lorenzo im SPIEGEL (Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt, Kiwi-Verlag hier)

Die Mitarbeiter der Hausverwaltung im Außendienst? Nein, nein. Es ist nur eine Ausrede. In Wirklichkeit lungern sie faul und überfuttert vor den Vorweihnachtsbratenresten herum, unfähig überhaupt noch etwas zu richten. Deswegen: Eine gern benützte Ausrede einer Hausverwaltung, sobald der Schneefall eingesetzt hat.