Es ist nicht irgendeiner unwichtigen Schnapszahl geschuldet, z.B. der Zahl 999, die aktuell vorzuweisen keine schlechte Leistung ist. Nein, berauschende, geistige Getränke waren nicht dafür verantwortlich. Und doch kommt er uns als Verwalterin fremder Grundbesitzlichkeiten häufiger unter: er tschirpt nicht und ruft auch nicht laut Tirili. Er ist eher ein Hasardeur, ein untypischer, flüchtiger, gefiederter Vogel und wo er war, da stinkt´s den Leuten. Wer ihn sieht, bewundert seine schillernde Auffälligkeit. Viel öfter ärgern sich die Menschen aber über sein Auftreten, wenn er bereits längst wieder weg ist: der Schmutzfink ist in vielen, vielen Wohnanlagen schon gesehen worden. Ein geeignetes Gegenmittel? Schwierig, schwierig.
Nach Generation Punk und Generation X jetzt Generation Next, aber warum gucken die denn so? – Morgengedanken vom 08.11.2010
die Fernsehshow am Samstagabend, die man sich ansehen muss, weil alle außer man selbst das wollen! Tante Gottschalks Haareberge werden immer steif-aufdrapierter und stehen wie ein Betonzelt. Daneben Miley Cyrus in durchsichtigem fast nichts und die Ehefrau sagt: „Sie ist siebzehn!“, als ich das feststelle, aha, also muss sie was anhaben. Und die Teenager, die in dieses Alter jetzt kommen. Auf Fotos bei myspace, facebook und Konsorten sehr verbreitet: das Duckface.
Mutter hat heute Geburtstag, wird 75 Jahre alt, Baujahr 1935. Mutti ist seit mehreren Jahren tot, ich werde am 08. November auch weiterhin an sie denken, nehme ich mir fest vor. Wider das Vergessen!
Sie -die Kids- sind eben im fraglichen Alter! Wobei das „fraglich“ als Akronym steht für „ich frage mich schon die ganze Zeit, was das soll“. Danke, Gunter, für „den spirit“ diesbezüglich! Morgens ist immer am besten! Teils war ich allein drauf gekommen, mit deiner Hilfe bekam es den richtigen Pfiff, Freund!
Immer wieder schön: Die Rechtschreibprüfung meines Office-Programms. Man muss sich aber alle Vorschläge mal auf der Zunge zergehen lassen: dann ergibt das durchaus Sinn! Ich darf gar nicht drüber nachdenken! #Radio Gaga
Rrrrasscchhhhellll kkkkrrrruuuummmpppelll rrrrhhhh…..ich habe da mal eine Frage…krrrccchhhhhh: Stellen sie auch Wohnberechtigungsscheine aus?
Er:
Nein!
Sie:
Ach so, danke! Krrrkkssss…..aufgelegt!
Übrigens: Wir sollten auch schon Babyschwimmen, Rückenmassagen und gynäkologische Eingriffe vereinbaren! Haben wir aber nicht! Wohnberechtigungsscheine haben wir noch nie bearbeitet! Das war heute das erste Mal! Glücklich ist, wer vergisst, dass es nicht zu ändern ist!
Als behindert gelten solche Mieter, deren Bewegungsfreiheit erheblichen oder dauerhaften Einschränkungen unterliegt. Gemeint sind damit nicht nur Einschränkungen aufgrund einer anerkannten Schwerbehinderung, sondern auch solche, die auf altersbedingten Behinderungen beruhen. (Internetratgeber Recht, Link am Ende des Artikels)
Es ist ein Vormittag. Montagvormittag. Herr Lemke (* geändert) aus Lichtenrade ruft an. Er ist 93 Jahre alt. Vor Wochen bat er telefonisch um eine Einbauerlaubnis als Mieter. Er möchte anstatt der Badewanne eine Dusche einbauen, zu ebener Erde, weil er in die Wanne nicht mehr reinkommt. Seine Frau ist auch schon 90. Ich hatte gesagt, dagegen hätte ich nichts einzuwenden. Ich dürfte es aber nicht entscheiden, das sei eine Frage, die müsse er seinem Vermieter (dem Wohnungseigentümer) stellen. Das hat er schon, sagt er, der hätte ihn an mich verwiesen. Problematisch sei, da müsse ein Deckendurchbruch gemacht werden in den Keller.
„Vier Monate ist er jetzt im Amt, und er sah sich schon dem Vorwurf ausgesetzt, dass er zwar die eine oder andere Rede hält, aber eigentlich nichts zu sagen hat. Seit gestern wissen wir: Das stimmt.“ (Presseschau der Süddeutschen Zeitung, das Zitat wird der gedruckten Ausgabe der Berliner Zeitung zugeschrieben)
Langsam, langsam, Berliner Zeitung. Richard von Weizsäckers Format erarbeitet man sich nicht über Nacht! Lasst ihm ein bisschen Zeit, sich zu entwickeln!
Das Telefon macht einen Großteil unserer täglichen Praxis aus. Wie auch beispielsweise diese Anrufe.
Herr Kurze (* Name geändert), Verwaltungsbeirat, Berlin-Steglitz, Ortsteil Lankwitz, ruft von unterwegs nach Potsdam aus dem Auto per Handy zurück. Das ist die Mobilitätsgarantie. Ich hatte ihn darum gebeten. Er hat schon fünfmal heute angerufen, sehe ich in der Anrufliste. Jetzt, beim sechsten Mal, kommt er wieder nicht zum Ziel. Denn ich telefoniere „auf der anderen“ Leitung. Ich bin erst seit 9 Uhr morgens im Büro, es ist 09:10 Uhr. Ragga dang, rrrinng, das Telefon klingelt und klingelt, sie haben sich heute Morgen alle gegen mich verschworen.
Alarm, die Italiener kommen: Sie kaufen jetzt „deutsche Wohnungen“ und planen sogar, diese gelegentlich zu bewohnen. Wenn sie allerdings zuhause in Italien das Geld ranschaffen, um in Berlin Wohnung und monatliches Wohngeld zu bezahlen, sind sie nicht da. Sie sind weg. Und die Wohnung steht leer. Manchmal kommen italienische Freunde auf einen Blitzbesuch nach Berlin, dann bekommen sie die Schlüssel. Sie machen sich ein paar schöne Tage in Berlin. Die Verwalterin hat ein paar Probleme,die sonst nicht bestehen.
Bedeutet Musik aus den Seventies zu hören, einen schlechten Musikgeschmack? #Sinnfragen
Allerdings: Der Aushangschreiber hat keine Ahnung und outet sich als drömeliger Schlecht-Geschmäckler. Denn in Berlin ist längst unumstritten und stets ausgebucht, wenn die einzige funktionierende Disko-Lokomotive Disco Inferno Berlin im Quasimodo aufspielt. Dem Empfänger dieser unwillkommenen Nachricht können wir daher echte Lebenshilfe anbieten. Bitte diesen Link aufsuchen (gilt nur im September 2010), Karten besorgen für den 03. oder 04. September 2010 und die alte Bauernregel beherzigen: Buchen sollst du suchen! In diesem Falle Karten für zwei der besten Unterhaltungskonzerte im Monat September 2010 im Quasimodo. Zur Einstimmung auf den Diskoseptember auf Seite 2 der korrekte Kulturquerverweis via Youtube. Hoher Funfaktor!
Der Alltag hat uns wieder ein. Die Hausverwaltung bearbeitet ganz normale Sachen. Wie jeden Tag. Die Schulferien sind zu Ende. Viele sind wieder da.
Der Datenschutz
Auch Frau Dr. Zander (* Name geändert), die mit uns in keinerlei Beziehung steht. Sie ist Ärztin für Radiologie in Berlin. Heute erreicht uns der CT-Befund (Computertomographie) für Ilse Hochmayer, geboren am 17.12.1941. Sie hat eine „unklare Genese“, normal dimensionierte Herzhöhlen, aber keine größeren myokardialen Narben, die man abgrenzen könne. Sie sei ein „ausgeglichener Versorgungstyp“.
Wir fühlen uns als Hausverwaltung ein, so gut wir können. Nicht alles verstehen wir gleich richtig. Inzwischen ist sogar uns klar geworden, dass dieses Telefax ein Irrläufer an unsere Hausverwaltung ist, der unsere Kernkompetenzen, nicht die Kernspin-Tomographie („des Grauens“) bei weitem übersteigt. Und auch das Maß dessen, das uns etwas anginge. Der Datenschutz der Patientin ist verletzt. Ein Refax mit diesem Hinweis hat die Klinik nun, die solche Befunde per Fax absetzt, eine geläufige Praxis, haben wir schon häufiger gehabt.