640/2010: Traumjob Hausverwalter für Wohnungseigentum

Im Gespräch: Verwalter & Verwaltungsbeirätin

Im Gespräch: Verwalter & Verwaltungsbeirätin

Dunkel war´s, der Mond schien helle, als ein Auto blitzeschnelle,
langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute, schweigend ins Gespräch vertieft.
Als ein totgeschossener Hase über’n Sandberg Schlittschuhe lief…
Und ein blondgelockter Jüngling mit kohlrabenschwarzem Haar,
aß ne Butterstulle, die mit Schmalz bestrichen war.“
(Herkunft unbekannt, nähere Infos hier)

Die Szene spielt sich wider Erwarten nicht im Rotlichtmilieu ab, auch wenn’s so scheint. Es ist der 25. Januar 2010 um 22:51 Uhr, Time to say Goodbuy (ottisch: Zeit für einen guten Einkauf).

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639/2010: Außendienstbericht: Dadideldum, der Kommissar geht um – und wer im Loch angesäuert ist!

Begehungsprotokoll

Begehung am 29.01.2010, Projekt Zukunft. Im Keller eines Hauses in Berlin-Dahlem (Zehlendorf) geht der Lochfraß in die nächste Runde. Das gefräßige Mistkerlchen hat einen gehörigen Appetit. Ob die Muffen, Verschraubungen und Passstücke noch lange durchhalten, ist ungewiss. Wenn endlich was geschieht. Der Hauskommissar kombiniert scharf. Ein Fachmann für derartig Unterirdisches muss her. Er muss uns sagen, was wir zu tun haben. Außerdem: Nach § 10 EnEV (neueste Fassung, seit September 2009) müssen wärmeführende Leitungen gedämmt sein. Das erfüllen die hier nur zum Teil. Der Fachmann muss die weitere Dämmung anbieten. Alles in allem gibt’s einen fachlichen Rat zu bestellen, das kostet noch nichts. Und ein Kostenangebot. Das kostet auch noch nichts. Wenn das Angebot gut ist, dann kostet’s was. Damit’s nicht bald noch viel kostet.

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638/2010: Gute Idee: Emailregeln 01.2010 – …for a better understanding!

Emailregeln 01.2010

Emailregeln 01.2010

Jupp, diese Regel hat was für sich. Operation Geistesblitz.

Macht natürlich jeder und niemand ist angesprochen. Vor allem nicht ich selbst. Allerdings ist vom Input meines Mailreaders her schon vieles drin, dass aufgrund einer nachträglichen Betrachtung, losgelöst von der Zeit, überflüssig erscheint. Oder zumindest überarbeitungsbedürftig. Oder etwas, was sich nur zu einem Ganzen zusammenfügt, wenn man sich eine Fülle von verschiedenen Emails aus dem unbearbeiteten Posteingang herausfischt. Oder aus derselben Email, in der alles über eine Vielzahl von verschiedenen Dateiformaten verstreut liegt. Sachen, die auf dem Kopf stehend aufgeliefert werden (Scans, falsch herum). Da wäre es manchmal besser, solche Dinge kämen überhaupt nur an, wenn sie eine Art Contentfilter durchlaufen haben. Den es noch gar nicht gibt. Spamfilter gibt es schon, aber diese filtern derartige Emails nicht raus. Udo Lindenberg, Altrocker mit Wohnsitz in Hamburg, hat es vor vielen Jahren schon einmal ganz klar so formuliert und da gab es Emails noch gar nicht: ‚Die beste Droge ist ein klarer Kopf.‘

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637/2010: Foto.Podcast: Der Anachronismus des Büroalltags | win-win, lost-lost, lang-lang-Situationen

Und gelegentliche Bestandteile nervenverstärkender Büroernährung!
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Foto.Podcast xxl (nachträglich hinzugefügt):

Ritter Sport Marzipanschokolade (rot, rechts) gehört im Gegensatz zu den Zartbitter-Täfelchen (links, lila) nicht zu den lebensverlängernden Maßnahmen richtiger Ernährung. Wohingegen Kaffee Altersdemenz wirksam bekämpfen soll. Es kommt bei vielem auf die richtige Systematik an, wer keine hat, ist selber schuld:

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636/2010: Zitat des Tages: Sir Peter Ustinov und die Androhung von Festungshaft in Spandau

 „Alt ist ein Mensch nicht, wenn es an seinem Körper zu zwicken beginnt, nicht, wenn das Treppensteigen schwerer fällt, nicht, wenn die Augen nicht mehr so recht wollen, nicht, wenn sein Haar ergraut. Alt ist ein Mensch, wenn er aufhört zu staunen oder es überhaupt nie gelernt hat, wenn also seine Phantasie ergraut.“ (Sir Peter Ustinov)

Alt ist ein Mensch aber doch, wenn er beispielsweise Geiselnahmen durchführt und Anlageberater ihrer Freiheit beraubt (gestern hier). Nicht wenige haben sich dieses Jahr etwas auf die Agenda geschrieben, das abzuwickeln sogar einen gewissen Spaß-Faktor zeitigen sollte, sofern es die persönlichen Lebensumstände zulassen: der Jahrgang 1960 wird dieses Jahr ‚fuffzich‘. Wo stehen die ‚richtigen Fuffziger‘ (berolinisch das Gegenteil von den falschen…) heute?

Ganz im Mittelalter, so meint Jürgen aus Spandau. Jürgen plant die Inhaftierung etlicher Leidensgenossen Weggefährten Anfang September ZwanzigZehn in der Zitadelle Spandau, einem mittelalterlichen Burgwall als Festung erbaut im 16. Jahrhundert.  Der Grund: er möchte 100 Jahre alt werden, „Alt wie ein Baum“ (Puhdys)


Puhdys, Alt wie ein Baum – 1976 und 1984 (via Youtube)

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635/2010: Lied des Tages: Pete Wyoming Bender – Du bist nicht wie die andern…


Pete Wyoming Bender – Du bist nicht wie die andern….

Pete Wyoming Bender (Jahrgang 1943, geboren in Frankreich) hat indianische Wurzeln und verlebte seine Kindheit in den USA. 1962 kam er im Alter von 19 Jahren nach Deutschland und lebt seit 1974 in Berlin. Hier tritt er regelmäßig auf. Inzwischen lebt er in der Prignitz, aber Auftritte, zu denen man sehr gut hingehen kann, sind immer noch regelmäßig zu verfolgen. Pete Wyoming Bender ist ein perpetuum mobile und beileibe kein Schlagersänger. Wem das zuerst in den Kopf kommt, weil er frühere Werke in deutscher Sprache wie das heutige hört, dem sei geraten, das Schaffenswerk des Herrn ein bisschen weitgehender zu verfolgen.

In unserer SerieDas Leben der Anderen“ berichten wir über uns und die anderen, und das aus möglichst vielen verschiedenen Perspektiven. Darunter auch Menschen, die nicht wie die Anderen sind. Menschen, die eindimensional sehen, sind perspektivlos. Pete Wyoming Bender ist nicht wie die anderen. Er ist ein Individualist, ein leiser Poet und ein Mensch, der das Texten in Deutsch durchaus sprachgewaltig versteht. Man möchte vielen Menschen ein bisschen von der leisen Nachdenklichkeit eines Pete Wyoming Bender wünschen. Von Verletzlichkeit, Bescheidenheit und der Fähigkeit zuzuhören.

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