2146-26 – #Positionen – Vom kleinen Postverkehr #Zeitgeistdimensionen

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15.06.26 #Briefumschlag #Selbstklebend #Verfall #Digitalisierung
15.06.26 #Briefumschlag #Selbstklebend #Verfall #Digitalisierung

Verfall

Die Digitalisierung schreitet voran. Und die alten Briefumschläge verbrauchen sich schon seit längerem nicht mehr. Unmenge große Vorräte in Großpackungen zu 2.000 Stück je Karton liegen und rotten. Von wegen selbstklebend. Gnadenlos verblichen.

Gebraucht abwägende Vernunft (Ratio): Die Selbstklebestreifen sind so alt, dass wenn seltene Exemplare von analogen Empfängern ohne Emailadresse am Wirtschaftsleben nur noch in der zweiten Bearbeitungswelle nachbeschickt werden. Wer Email hat, kann mitreden. Wer keine hat, muss warten, bis ein Pritstift gefunden oder nachbestellt wurde, weil in Wirklichkeit kaum noch einer zum örtlichen Postamt geht, um zugeklebte Briefumschläge auf die Reise zu senden. Die Zustellvermutung für analoge Post wurde schon verlängert. Finanzämter rechnen schon mal mehr. Fristbewährte Anhörungsbögen von Berliner Behörden mit empfindlichen Rechtsfolgen werden inzwischen von alternativen Billigpost-Dienstleistern (wie der PIN AG) verschickt. Mit Folgen: So ein Brief kann schon mal drei bis vier Wochen brauchen, um beim Empfänger überhaupt anzukommen. Auf Vorwürfe, so könne man keine Fristen einhalten, sagen die Mitarbeiter telefonisch, das wüssten sie: Man nehme das nicht mehr so eng mit den Fristen.

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804-11 – News: Stimmt es, dass bei uns Radioaktivität aus Japan ankommt?

Radioaktivität - Änderungsentwurf von blackbirds.tv
Radioaktivität - Änderungsentwurf von blackbirds.tv

(Quelle: www.blackbirds.tv)

Auch und gerade die Medien sind wie einer dieser ekelhaften, vernichtenden Tsunamis: wer die google-News täglich visuell auswertet und die Berichterstattung am Beispiel der atomaren Katastrophe von Fukushima beobachtet, stellt schnell fest, dass die Fernsehberichterstattung eine viel, viel kürzere Halbwertzeit hat als Plutonium (Halbwertzeit: 24.000 Jahre). Die Medien hingegen sind längst über uns hinweg geschwappt, haben uns in Nachrichten rund um die Uhr ersäuft und zogen sich dann zurück ins Meer der Belanglosigkeiten. Was bleibt: viele Ertrunkene!

Mit dem Ersten sieht man gut, auf dem Zweiten besser? Okay, aber in dieser relevanten Frage, auf deren Beantwortung wir insgeheim in den letzten zwei Wochen immer wieder mal gehofft haben, ist nun das Blog der Tagesschau vorgeprescht und nimmt das Thema auf: Stimmt es, dass Strahlung aus Fukushima zu uns herüberweht? Wir halten diesen Blogeintrag für so wichtig, dass wir ihn verlinken.

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783-11 – Prognosen: Beste Grüße aus Tutukaka! Aber, oh Gott, wo bitte liegt Tutukaka?

Der liebe Gott hat seiner Wut über die mißratenen Kinder der Erde Luft gemacht und sich ausgekotzt. #Eintrag eines facebookianers zur Situation in Japan

Bereits der Popgigant Prince titelte eine seiner Scheiben mit „Around The World In A Day“, während noch Jules Verne 80 Tage benötigte, um einmal um dieselbe zu ziehen. Und der gnadenlose „Fred von Jupiter“ ist nicht mehr länger noch allein, bekommt Besuch von Mutter Erde,  bekommt jetzt Besuch von einer Sonde, nicht für Mägen. Sie ist etwa tischgroß und hat unterschiedliche Temperaturen auf der Tagesseite von ca. 450° und auf der Nachtseite von minus 185° zu verkraften. Heiß ist es auf dem Jupiter und kalt. Jedenfalls nicht so heiß, als das eine Kernschmelze zu befürchten ist. Gott sei Dank.

Anke Kosanke (* Name geändert) jedenfalls ist gerade jetzt in Tutukaka. Nie gehört? Taka-Tuka-Land, ja, das schon. Oder Popocatépetl, ein Vulkan. Bzw. Titicacasee?

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661-10 – FotoPodcast: Die Vorbilder sind ausgetauscht, analog gegen digital ist jetzt digital analog in der Kette

Digital morpht zu analog!
Digital morpht zu analog!

Wir laden unsere Batterie. Wir sind jetzt voller Energie! Wir sind die Roboter! (Starker Liedtext der Gruppe „Kraftwerk“)

Hier nun der Beweis: Die Verwertungskette hat sich umgedreht. Versuchten früher die Hersteller von digitalen Endgeräten noch, die analoge Anmutung zu klonen, ist es heute umgekehrt. Der Straßenkünstler, der die Menschen für ein annehmbares Salär zeichnet, schickt die Dame „auf Trebe“. Sie soll was trinken gehen. Bis er sie fertig hat, sie als analoges Abbild, reicht ihm der kleine Screen des Handys und irgendwann raunt er ihr zu: „Isch habbe ferdsch!“ – Gesehen 2009 beim kroatischen Straßenporträtiér!

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