Mit der Einführung von Emails wurde das Briefgeheimnis nicht abgeschafft

Internet & Email

Internet und Email

Internet und Email

Es ist auch eine Frage der Generationen: die einen mögen es sehr, die anderen hassen es regelrecht. Dieses „erreichbar“ sein auf einer Vielzahl von Kanälen. Hinzu gekommen ist in den letzten zehn Jahren die Emailadresse. Ganz zu schweigen vom Handy. Oder die (mehreren) Emailadressen, jede für seinen Zweck.

Menschen oberhalb der Vierzig (Vierzig Plus) erinnern noch genau, welche Revolution mit der weltumspannenden Einführung des Telefaxgeräts verbunden war.

Irrtümlich erfolgte auch beim Telefax die Annahme, wer ein solches Gerät bereitstelle, der sei ‚rund um die Uhr erreichbar‘ und müsse daher binnen 60 Minuten schon antworten. Mit der Einführung von Emails darüber hinaus, hat sich das noch einmal beschleunigt. Schon nach fünf Minuten rufen Menschen an und sagen, sie hätten eine Email gesendet, und -ach- die sei noch nicht gelesen worden?

Warum sollen Nachrichten auf elektronischem Wege schneller gelesen werden (müssen), als konventionelle per Brief? Richtig: Man muss nicht einmal aufstehen, um sie zu lesen. Kein Briefumschlag muss geöffnet werden und auch der Eingangsstempel entfällt zunehmend. Digital sind Nachrichten absetzbar. Ob sie auch gelesen werden, ist eine ganz andere Frage. Allerdings sind heute Emails auch per Handy unterwegs abrufbar.

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Innovativ: Viagra in allen denkbaren Farben und Formen – denn „Weihnachten ist Potenzzeit“

SPAM

Viagrafreie Zone Verbotsschild

Viagrafreie Zone Verbotsschild

Kaum konzentrieren kann sich der moderne Hausverwalter-MenschMann. Denn auf komischen Wegen kommen immer wieder neue Angebote, sich mit anderen als den eigentlichen Kernaufgaben zu befassen. Irgendwo haben wir mal gehört, dass die Superpille Viagra nicht gesund sei, und insbesondere nicht, wenn man sie in Unmengen nascht. Gut, nun haben wir eigentlich ständig neue Angebote dieser Art, die niedlichen Dinger zu erwerben. Lutschen, zerkauen oder schlicht runterschlucken?

Und da der Mensch Mann bekanntlich schwer „nein“ sagen kann, mussten wir täglich gleich mehrere Schachteln davon erwerben, zwanghaft. Jedem individuellen Angebot folgend. So viel, wie angeboten wurde zu bestellen, konnten wir indessen nicht tagtäglich verspeisen.  Deshalb entschloss sich gesichtspunkte.de, diese Website zur Viagra-freien Zone zu erklären. Noch dieses eine Mal soll dieser verlockende Hinweis hier abgedruckt werden, entlarvend. Zugleich soll ein Hyperlink scharfgeschaltet werden. Denn,  so die bestechende Idee:  Wenn man Viagra per Hyperlink umleitet in die unendlichen Weiten der Internet-Galaxie, dann werden vermutlich Jahrzehnte vergehen, bis geschickte, neue Spyder den Weg zurück, von Link zu Link, klink, zu uns finden. Und wir haben endlich Ruhe. Ganz schön gewitzt, oder?

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Foto des Tages: Der besorgte Hausbesorger schaut auch hinter die Kulissen

Foto des Tages: Irgendwo in Kreuzberg (Foto: André Pederzoli)

Foto des Tages: Irgendwo in Kreuzberg (Foto: André Pederzoli)

Der Herr Hauskommissar ist Bestandteil der ’nationalen Eingreiftruppe‘ einer namentlich ungenannt bleibende Hausbesorgungs- und Hausreinigungsfirma. Und die Zusammenarbeit mit ‚den Jungs‘ ist immer wieder erfreulich. Er -der Kommissar Saubermann- war in Berlin-Kreuzberg, in welcher Straße genau, spielt keine Rolle. Gerüchteweise wurde uns bereits von Eigentümerseite zugetragen, ‚die Jungs‘ seien am Großreinemachen. Das ist so ein Turnus, der je Objekt unterschiedlich oft pro Jahr anfällt. Wir hatten noch eingewendet, nix dagegen, wer selbständig arbeitet, den soll man dafür nicht kritisieren. Wer nachdenkt, nachdenken kann, ist schließlich klar im Vorteil gegenüber Andersdenkenden bzw. nicht Denkenden, die man also ständig an schubsen, motivieren und auf den Weg bringen muss. Das ist hier eindeutig nicht der Fall, der Kommissar fürs Haus und sein Stellvertreter, aber auch umgekehrt, sind Mitdenkende im Kreise der gewissenhaft Gebliebenen. Der Alltag ihres Berufs hat sie noch nicht geschliffen und gleichgültig gemacht.

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Gemeinsam einsam – alle für alle – jeder für sich – Vom Reglement in geschlossenen „groups“

Positionen

Zitat zusammen, getrennt
die leere im gesicht
gemeinsam einsam
alle für alle, jeder für sich“

(Rivo Drei, Song „Alle für alle“) – Live-Video hier

 Erwachsene Menschen, aber auch schon Kinder, sind heute über das Internet vernetzt in vielerlei Zusammenhängen. Es gibt zwar noch ein paar ‚Ewiggestrige‘, die die Nutzung von Internet und Email ablehnen, oder sich „da nicht mehr“ eingewöhnen möchten. 1998 hatten 8% einen Internetzugang zuhause. 2003 waren es 51% der Haushalte. Inzwischen nutzen (mehr als) 70% der deutschen Bevölkerung Internet (von zuhause aus). Wie die Berliner Popgruppe RIVO DREI singt, sind wir aber auch zunehmend „gemeinsam einsam“, alle für alle, jeder für sich, alle gegen jeden. Womit hier keine Kritik an alten Menschen, die sich nicht mehr eingewöhnen möchten, geübt wird. Gerade der Anteil der alten Menschen steigt seit Jahren kontinuierlich an, sie werden „Silver Surfer“ genannt, in Anleihe an die Vorstellung vom grauhaarigen Senior, der sich mit 80 Jahren noch anschickt, die weltweiten Gewebe des „weh weh weh“ zu erforschen. Über Zuspruch kann sich das Internet gerade bei alten Menschen nicht beklagen.

Zielgruppenfragen: Eltern von Kindern, Sportvereins-Mitglieder, Freizeitmusiker, und auch Wohnungseigentümer bzw. Hausbewohner von Mehrfamilienhaus-Wohnanlagen nutzen das Internet noch nicht befriedigend mit seinen zur Verfügung stehenden Nutzungsmöglichkeiten. Diese Aufzählung ist keineswegs vollständig. Jahrelange Erfahrung trieb Thomas Gotthal jetzt an, einmal einen „Roten Faden“ übersichtlich zusammen zu schreiben, in dem er uns zu erklären versucht, was für Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind, wenn sich Menschen miteinander vernetzen.

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SPAM: Die Kernfrage ist doch, ob Gibraltar schon bald in Bedeutungslosigkeit versinkt?

SPAM

Was waren das noch für Zeiten? Der Beatle John Lennon heiratete im März 1969 sein geliebte Yoko Ono auf Gibraltar. Die James-Bond-Geschichte Ein Hauch des Todes wurde in Gibraltar abgedreht. Der (neue) James Bond-Darsteller Timothy Dalton war sich nicht zu schade, als herrlicher Mann vom Himmel zu regnen und bei einer schicken Brünetten auf das Segeltuchdach ihres Bootes punktzulanden. Sie beeilt sich noch, ihrem Gesprächspartner am Telefon zuzuflüstern, jetzt habe es aufregende Männer geregnet. Zeiten waren das. Gibraltar war -jedenfalls unserer Erinnerung nach- immer etwas Besonderes.

Und nun das. Ein Fax trifft ein. Die Absenderkennung funktioniert, im Unterschied zu anderen vergleichbaren Faxen erweckt hier jemand den Anschein eines ganz gewöhnlichen Vorgangs. Es geht um „wunderschöne Kunstpflanzen mit Naturstämmen“. Ein Bambus Baum, 1,50 m hoch, statt für 199,- EUR nur 69,- EUR. Ein Ficus statt für 399,- EUR nur für 119,- EUR (bei Größe von 2,40 m). Es sind ganz erstaunliche Angebote, die von der Faxnummer 0031 848 385317 an uns gefaxt werden. Die Vorwahl 0031? Richtig: Das Fax kommt aus den Niederlanden.  Das Fax kannst Du hier einmal lesen. Wer es im Original, in Farbe, sehen will, der sollte sich im Unterschied das pdf ansehen, das hier erreichbar ist. Die schwarz-weiß-Version (als Fax) hat allerdings zusätzlich „fair klingende Nutzungsregeln“ und Zusätze.

Der Betreiber dieser ungewollten Beglückung hat eine Website, die hier erreichbar ist. Doch vor dem Ansehen bitte weiter lesen.

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Die Dinge sind im Fluss, oder zerfliessen sie nur? – Von Rathäusern und Internetauftritten in Berlin

Ich selbst - 1986 - IX. Parteitag der SED in Ost-Berlin

Ich selbst - 1986 - IX. Parteitag der SED in Ost-Berlin

(Hinweis: Foto und Bildunterschrift sind nicht echt, diese Art Fotos findest du hier)

Wir kennen seit langem das Internetportal berlin.de. Und wir haben immer wieder auch mit den Bezirksmolochen in unserer tagtäglichen Arbeit zu tun. Große Behörden sind sie, die Rathäuser von Berlin. Nach der Bezirksreform sollte es ja so sein, dass durch die Zusammenlegung zu neuen, größeren Verwaltungsbezirken Synergieeffekte entstehen. Aus Friedrichshain und Kreuzberg wurde nun Friedrichshain-Kreuzberg. Hat eigentlich irgendjemand mal ausgerechnet, wie viel Geld dieser Bezirk einmal für die Gestaltung eines komplett anderen Webauftritts außerhalb von berlin.de ausgegeben hatte, bevor offenbar bezirksübergreifend entschieden wurde, die Rathäuser Berlins in eine Nische der Website berlin.de zu verorten?

Auch neue Wappen mussten mit der Bezirksreform her. Das hat auch Geld gekostet. Und dann so ein Modernisierungsdruck auf dem „Unternehmen Verwaltung“ (Frankiermaschinenaufdruck). Be Berlin, heißt es, aber Berlin ist nicht nur arm, sondern auch sexy. In kaum einem Adressdatenbestand wie dem der Berliner Verwaltungen muss der arme Verwalter fremder Mehrfamilienhausgrundstücke ähnlich viel rumfuhrwerken, wie in den Kontaktdaten der bezirklichen Rathäuser.

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Die Systemmeldung: Schornsteinfeger sind aktive Datenschützer – vom Umgang mit dem Berufsstand

Logo der Schornsteinfegerinnung

Logo Schornsteinfeger

Schornsteinfeger-Website mit Usability

Schornsteinfeger-Website mit Usability

Die Berliner Schornsteinfeger sind in einer Innung zusammengeschlossen. Die Website findet der Interessierte hier. Gar nicht mal schlecht gemacht, die Website. Sehr nützlich: Man kann dort das Grundstück eingeben, zu dem man den zuständigen Schornsteinfeger benötigt und da arbeitet dann im Hintergrund eine Datenbank, die den richtigen Schornsteinfegermeister -im Berliner Jargon: „Schorni“- anzeigt. Aufrufen kann man auch eine „virtuelle Visitenkarte“.

Das Schornsteinfegerhandwerk ist ein in die Jahre gekommenes Handwerk, das sich noch traditionell ausnimmt. Auf der Website der Innung hingegen und an jenem Orte, an dem sich ein ortskundiger Besucher des Adressverzeichnisses echte Arbeitshilfen holen möchte, wird dann mit dieser schönen Systemmeldung aufgewartet. Wie bei anderen streng vertraulichen Contentbibliotheken wird demnach die Funktion der rechten Maustaste von (Windoofs)Benutzern beschnitten, reglementiert und daher verstümmelt. Ein nachvollziehbarer Grund findet sich nicht. Es handelt sich um das Adressmaterial „eines Schornis“, der ausgewiesenermaßen Schornsteinfeger ist.

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Zitat des Tages: Der Stern-Leser Julian2225 verteidigt Stalken als Passion

Stop Stalking - Nachbarn

Stop Stalking - Nachbarn

Zitat In diesem Sinne, alles Ansichtssache. Da heutzutage alles auf wegwerf gepolt ist gibt es halt Probleme mit denen die damit nicht zurechtkommen. Wer noch nicht gestalkt hat, dem wurde noch nicht das Herz gebrochen. So einfach ist das.
Aber da Menschen heute etwas versprechen und morgen von versprechen sprechen, muss halt passion zu einer Kriminalitaet heraufbeschwoert werden.
Das NUR die Zeit die Wunden des Liebenden heilt spielt heute keine Rolle mehr.“

Der Stern-online-Leser Julian2225 erklärt uns mit diesen Worten, wie einfach das ist. Ist das so einfach? Der Stern hatte sich in diesem Artikel mit der Stalking-Problematik insgesamt und mit den ersten vorliegenden Erfahrungen einer Beratungsstelle für Stalker (Täter) in Berlin-Steglitz auseinandergesetzt. Unter der Überschrift „Stalker sind keine Monster“ erschien der komplette Beitrag hier. Dass Leser Julian2225 den Artikel richtig gründlich gelesen hat, ist nicht zu vermuten. Denn dort wird u.a. ausgeführt: „Stalker nehmen die Realität völlig verzerrt wahr“. Weiter heißt es: „Stalking entwickle Suchtcharakter. Das gesamte Denken und Fühlen kreist zwanghaft nur um die eine Person. Das ist eine Belastung, die an den Tätern nicht spurlos vorbeigeht. 60 Prozent der Stalker sind oft depressiv, 50 Prozent leiden unter Schlafstörungen, 41 Prozent unter Nervosität und 38 Prozent unter Angst.“ Wie Leserbriefschreiber Julian2225 angesichts dessen von Passion anstatt Stalking sprechen kann? Es wird wohl unerfindlich bleiben. Besonders helle „würgt“ der Textbeitrag, ganz unten unter dem Artikel dort“ in der Tat nicht.

„Wer noch nicht gestalkt hat, dem wurde noch nicht das Herz gebrochen.“

Julian2225 beschreibt sich selbst als Täter, der eine Berechtigung daraus herleitet, dass ihm ein(e) andere(r) aktiv (als Täter) das Herz gebrochen hat. Eigene Verantwortung ist ihm fremd.

„…muss halt passion zu einer Kriminalitaet heraufbeschwoert werden. “
Fast ein bisschen dumm, diese Aussage, oder?

 

Skurril: Wie viele Facetten hat ein Mensch? – Ralf Husmann hat eine Definition gefunden

Skurril: Ralf Husmann meint...

Skurril: Ralf Husmann meint...

Ralf Husmann ist hauptberuflicher Gag- und Pointenfinder für eine Vielzahl von bundesdeutschen TV-Formaten. Zu seiner Kundschaft gehören Harald Schmidt, Anke Engelke, Oliver Pocher und eine Vielzahl anderer, berufl. hauptsächlich komisch vorkommender Menschen.

Weitere Skurrilitäten findest du hier.

Was ist eigentlich ein ‚Spiritus rector‘? im Zusammenhang mit Verfahren?

Keep it under control!

Bei der sehr geschätzten Wikipedia-Enzyklopädie heißt es dazu wörtlich:

Zitat Spiritus Rector („führender, lenkender Geist“, wörtlich der „Geist als Führer“) ist ein lateinischer Phraseologismus und bezeichnet eine Person, von der sich eine Gemeinschaft, in seltenerer Verwendung des Ausdrucks auch ein Individuum, geistig leiten lässt.

Je nach Zusammenhang kann damit eine Führungsrolle in religiösen, weltanschaulichen, politischen, künstlerischen oder sonstigen Fragen gemeint sein, die sich nicht bzw. weniger aus einem besonderen Amt, sondern vor allem aus der Anerkenntnis der besonderen geistig-intellektuellen Fähigkeiten der betreffenden Person ergibt.

Wir entnehmen dieser Beschreibung eine positive Bedeutung. Wir haben diese Bezeichnung aber in der letzten Zeit immer nur negativ besetzt gelesen, als gäbe es eine Berechtigung, einen „Spiritus rector“ (Sr) als etwas negatives hinzustellen. In ein paar Verfahren wird er -der Sr- als Metapher für etwas Böses verwendet, dass sich die übrigen Beteiligten zu Unterjochten macht, die daher keinen eigenen Willen mehr besitzen. Wie oft ist der Begriff gefallen und nun stellen wir fest, es ist ein überaus positiv besetzter Begriff: die geistige Führung entstamme einem Anerkenntnis

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