Lage, Lage, Lage – Aberdeen Property legt research-Bericht Januar 2010 vor

Unnützes Wissen - Gras....

Im Dossier der Frankfurter Immobilienspezialisten Aberdeen (Ausgabe 01.2010) kommen die Autoren zu folgendem Fazit:

 Für Investoren an den Immobilienmärkten wird diese weitere Unterscheidung von Marktteilräumen, Lagen bzw. Clustern zunehmend wichtiger. Wieder einmal gibt folglich der Kapitalmarkt das Veränderungstempo vor. Es bleibt als Herausforderung für die Branche, dass – vor allem in Zeiten, in denen ein Großteil der Investoren auf das Segment Core und Core+ fokussiert ist – ein Blick über den Prime-Tellerrand notwendig wird und ein Abgleich von Investoren- und Nachfragerinteressen erfolgt. Es existieren attraktive Investitionsopportunitäten nicht nur im vielzitierten aber wenig repräsentativen Primebereich, sondern auch „daneben“ – von uns als „etabliert“ definiert. Dabei kann die „etablierte Lage“ qualitativ neben Prime liegen, sich räumlich auch auf Gebiete abseits der Citylagen (z.B. Verkehrsknotenpunkt) erstrecken. Neben dem bekannten Lageaspekt ist ein weiterer wesentlicher Entscheidungsfaktor im Investmentprozess in der Objektqualität zu finden, sodass der altbekannte Lehrsatz „Lage, Lage, Lage“ um den Aspekt „Objekt, Objekt, Objekt“ erweitert werden muss.“

Das ist ein bisschen schwer verständlich aufgeschrieben, finden wir. Man hätte es einfacher formulieren können.

Dass wesentliche Entscheidungsfaktoren von Investoren in der Objektqualität zu finden sind, darf als bekannt gelten. Einen research-Report braucht man dafür aber vermutlich nicht.

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Zitat des Tages: Um aber Ideen zu verwirklichen, …Selbsterkenntnis

Skurril: Ideen verwirklichen

Skurril: Ideen verwirklichen

Baum (Pfad) der Erkenntnis: hier – Urheber: Thomas Gotthal, eigene Erkenntnisse

Das genannte Zitat darf frei/kostenlos verwendet werden, wenn der Urheber als Informationsquelle genannt wird. Wir bedanken uns bei unseren Lesern und wünschen ein schönes, stalkingfreies Wochenende.

Hintergrundrecherche: A.C.A.B. an der Wohnungseingangstür löst Richtersprüche aus

A.C.A.B - All cops are bastards

A.C.A.B - All cops are bastards

Wieder so ein Fall: da hat einer in Berlin-Neukölln etwas an seine Wohnungstür gehängt. Findet er’s lustig? Was bedeutet es überhaupt.

Die Recherche ergibt: Die Buchstabenabkürzung steht für ‚all cops are bastards‘ und deswegen hat hier jedenfalls die Polizei keinen Zutritt. Den wird sie wohl auch nicht geltend machen, denn es gibt ja das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung. Das OLG Karlsruhe hat dazu in dem Fall vom 23. Juni 2008 – Az. 1 Ss 329/08 – entschieden, dass sich strafbar wegen Beleidigung (§ 185 StGB) macht, wer auf einen Polizisten zeige und diesem zurufe: ‚A.C.A.B.‘.  Selbst schlechtes Englisch sprechende Polizeibeamten könnten sich also darauf berufen. Nähere Informationen und auch Abgrenzungsversuche beispielsweise zum Tragen eines T-Shirts mit diesem Aufdruck hier.

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Von Cato dem Älteren können wir lernen – über Verwalterverträge und wann man sie abschließt…

Positionen

Rem tene, verba sequentur! (Quelle: gotthal.de)

Rem tene, verba sequentur! (Quelle: gotthal.de)

Schreibt ein Verwaltungsbeirat, er wünsche nun ‚getreu Cato, dem Älteren‘ den Verwaltervertrag (endlich) abzuschließen. Die Wohnanlage in Berlin-Dahlem soll vertragsgerecht gestellt werden. Da hat er recht. Dass das so und nicht anders ist, dazu musste erst einmal recherchiert werden. Diese Sache -dieser Verwaltervertrag- lag anfänglich herum, erst aus diesen und jenen Gründen, die Übernahmehandlungen ggü. der Vorverwaltung waren viel wichtiger. Auch steckte eine gewisse Absicht dahinter: Erst einmal die Zusammenarbeit nachweislich gut anlaufen zu lassen, und dann ein bisschen abzuwarten, ob sich die Zusammenarbeit gut entwickelt.  Sie entwickelte sich gut. Nun ist es Zeit, über eigene Schatten zu springen.

Es gibt Verwalter, die arbeiten ohne (schriftlichen) Verwaltervertrag als Verwalter von Wohnungseigentümergemeinschaften. Das büro gotthal gehört nicht zu dieser „freiheitsliebenden Kategorie“ eines unförmlichen Miteinanders. Schon die Berufsbezeichnung Verwaltung assoziiert eine ordnende Form. Richtig ist nach Auffassung der auf Wohnungseigentum spezialisierten Fachverwaltung, dass insbesondere Wohnungseigentümer sehr gut beraten sind, in Schriftform Rechte und Pflichten miteinander festzulegen.  Die schriftlich Agierenden wiederum besorgen sich entweder Vordrucke aus dem Papierwarengeschäft (WEG-Verwaltervertrag, Soundso-Verlagsvordruck Nr. 0815) oder – und das finden wir besser – es gibt einen eigens entwickelten (und mit den Jahren beträchtlich fortgeschriebenen) Muster-Verwaltervertrag. Eine ganz eigene Strickart, state of the art. Wer in dem Geschäft Ahnung hat, kann solche eigenen gelebten und entwickelten Vordrucke vorweisen, die sich überwiegend kundenfreundlich lesen. Von wegen Ausgewogenheit.

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Zitat des Tages: Udo Vetter auf Twitter – Der digitale Firmensitz im Überblick

Positionen

Zitat Zwölf Anwälte an sechs Standorten. Klingt eher nach Netzwerk denn nach Sozietät.“ Twitterer Udo Vetter

gesichtspunkte.de meint dazu:

Das muss nicht sein. Möglich ist auch, dass es sich hier um einen digitalen Firmensitz handelt. Die alte, konventionelle Vorstellung davon, dass Menschen in festen Strukturen leben (und arbeiten) müssen, an einem Ort, mit einem Büro, durch dessen Büropforte Menschen an reizenden Sekretären und Sekretärinnen vorbeischreiten, ist nachweislich überholt. Von Zuhause aus kann problemfrei gearbeitet, und bei Bedarf sogar geackert werden, dass „die Heide wackelt.“ Kleine schlagkräftige Units (Einheiten) entstehen so auf diese Weise. Und auch ganze Millionenseller.

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Was ist eigentlich ein ‚Spiritus rector‘? im Zusammenhang mit Verfahren?

Keep it under control!

Bei der sehr geschätzten Wikipedia-Enzyklopädie heißt es dazu wörtlich:

Zitat Spiritus Rector („führender, lenkender Geist“, wörtlich der „Geist als Führer“) ist ein lateinischer Phraseologismus und bezeichnet eine Person, von der sich eine Gemeinschaft, in seltenerer Verwendung des Ausdrucks auch ein Individuum, geistig leiten lässt.

Je nach Zusammenhang kann damit eine Führungsrolle in religiösen, weltanschaulichen, politischen, künstlerischen oder sonstigen Fragen gemeint sein, die sich nicht bzw. weniger aus einem besonderen Amt, sondern vor allem aus der Anerkenntnis der besonderen geistig-intellektuellen Fähigkeiten der betreffenden Person ergibt.

Wir entnehmen dieser Beschreibung eine positive Bedeutung. Wir haben diese Bezeichnung aber in der letzten Zeit immer nur negativ besetzt gelesen, als gäbe es eine Berechtigung, einen „Spiritus rector“ (Sr) als etwas negatives hinzustellen. In ein paar Verfahren wird er -der Sr- als Metapher für etwas Böses verwendet, dass sich die übrigen Beteiligten zu Unterjochten macht, die daher keinen eigenen Willen mehr besitzen. Wie oft ist der Begriff gefallen und nun stellen wir fest, es ist ein überaus positiv besetzter Begriff: die geistige Führung entstamme einem Anerkenntnis

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Im Umgang miteinander schätzen sich Menschen oft falsch ein…

Gut zu wissen, Wissen ist Macht

Im täglichen Umgang miteinander schätzen sich Menschen häufig falsch ein. Sie glauben aufgrund „jahrelanger Erfahrungen“, den anderen zuverlässig, richtig und treffsicher einschätzen zu können. Hier und da kommt es vor, dass Menschen dadurch in missliche Lagen geraten, weil sie sich im zwischenmenschlichen Kontakt stark irren. Indem ein Mensch die Verhaltensweisen eines anderen meint vorhersehen zu können, gerät der andere schnell in Irritationen und fühlt sich missverstanden. Wenn ein anderer aber überraschende Wechsel und Veränderungen zeigt, ist man selbst manchmal baff. Nicht schlecht ist in dieser von Meinungen vorgefassten Welt ein Weg, der aus einem energiegeladenen in einen Energie ablassenden Zustand überwechselt, ohne dass dies jemand erwartet hätte. Dies nimmt Druck aus Zuständen, die uns als unerfreulich erschienen. Wer solche Veränderungen herbeiführen oder auch zulassen kann, ist dem persönlichen Glück ein Stück näher gekommen.

Das Problem ist, dass die Situation wahrscheinlich falsch eingeschätzt wird, von allen Seiten, sagt jemand. Wichtig ist, sich gegenseitig besser zuzuhören und in seinen Entscheidungen mehr bei sich zu bleiben. Autarke, selbstbewusste Entscheidungen sind zu treffen, die nicht fremdbestimmt sein sollten. Lob, Anerkennung, aber auch Tadel und Anklage sind Gesichtspunkte menschlichen Umgangs miteinander, die erst einmal warten müssen, bevor man sie wirklich äußert. Nur ein langfristiger Erfolg der Verbesserung im Verhältnis zwischenmenschlicher Beziehungen ist überhaupt der Rede wert. Öl ins Feuer, Wasser auf die Mühlen, jede Energie-Zugabe erhöht die Verarbeitung gesellschaftlicher Ressourcen und die Beschäftigung bzw. den Umgang, die Befassung von Menschen mit Dingen, die wesentlich, unwesentlicher oder vollkommen unwichtig sind.

Der Dissens von Menschen, die auf engem Raum Tür an Tür miteinander wohnen, ist von der Konstruktion her gemeinschaftlich angelegt, als eine Art Zwangsgemeinschaft, möglicherweise wider Willen. Gerade deshalb muss diese Art notwendigen Umgangs miteinander besonders behutsam werden, bzw. bleiben. Wenn sich jemand selbst bezichtigt, in den Augen eines anderen einer zu sein, der ein schlechtes Leben geführt hat, hat er das Problem, sagt ein anderer. Wir haben keine andere Wahl, als auf diese Art von Selbstbezichtigung wissend zu schweigen. Und zu verstehen.

Serienbetrüger gefasst und verurteilt!

Serienbetrüger gesucht!

Serienbetrüger gesucht!

Im Februar 2008 hatte gesichtspunkte.de in diesem Artikel vor einem systematisch vorgehenden Serienbetrüger gewarnt. Ferner wurde um sachdienliche Hinweise gebeten, die zur Ergreifung des Täters führen. Nun will gut Ding eben Weile haben. Heute können wir berichten. Der Herr wurde vor längerem gefasst. Die Frage, wie er nun zu einer angemessenen Bestrafung käme, blieb indessen längere Zeit ungeklärt. Den jeweils angesetzten Terminen zur Hauptverhandlung entzog sich der Herr mehrere Male, in dem er Atteste vorlegte, die ihm die Verhandlungsunfähigkeit bescheinigten. Heute fand nun der Termin vor der zuständigen Strafkammer statt. Im Ergebnis gestand der Täter die ihm zur Last gelegten Straftaten uneingeschränkt. Er muss nun für drei Jahre ins Gefängnis. Wir bedanken uns nochmals bei den Hinweisgebern und melden den Fall daher als abgeschlossen. Zu den Akten.

Handschellen

Handschellen

Essentielle Gesichtspunkte entdeckt: Von Chemie und Essig im Kundenkontakt

Die Chemie muss stimmen!

Die Chemie muss stimmen!

Rubriken: ‚Gut zu wissen‘ und ‚Zitate‘ insbesondere:

Heute eine banale, aber essentielle Forderung im Emailschriftverkehr, und sie ergab sich fast automatisch, meine Emailpartnerin sagt, es sei auf den Punkt gebracht:

Zitat ….Sitzung von der Sorte ….(gekürzt) Plenumssitzungen war, die wir scheinbar einmal im Quartal aus masochistischen Gründen brauchen. „die Chemie muss stimmen“ bringt den Wunsch ….(gekürzt) auf den Punkt.“

Inhaltlich behandelt wurde die Frage, mit wem man als Verwalter zusammen arbeiten kann und mit wem man es besser lässt. Ach so, und auch umgekehrt: Auch Verwalter haben hier Forderungen wie diese. Es ist Zeit: Eine Eigentümerversammlung ruft, der Bloggwart muss weg.

‚IM Angriff‘ hat mit Stasi nichts zu tun: Kurzporträt Claudia Hattitten

SPAM

Wer einen Instant Messenger (Kürzel: IM, aha!!) benutzt, der an einer Flatrate hängt, lässt diesen auch einfach mal so laufen, auch vom Abend des einen zum Morgen des anderen Tages. Dann kann sich schon mal was abspielen über Nacht. Die Stasi ist allerdings aus diesem Beitrag hier gleich wieder raus, denn ein ‚IM‘ ist nicht ein ‚Informeller Mitarbeiter‘ der ehemaligen Datenkrake, sondern ein schlicht praktisches Tool für ‚1 zu 1-Unterhaltungen‘ (Chatten) via Software. Klug beraten sind diejenigen, die den IM so einstellen, dass nicht jeder auf ihn zugreifen darf. Wer also auf die Freundesliste meines IMs geraten will, muss sich zunächst ordnungsgemäß autorisieren (lassen). Die Autorisierung bedeutet, ich erfahre, mit wem ich es zu tun habe und ich entscheide, ob ich es mit ihm oder ihr in Zukunft tun würde: chatten. Denn Chatten kann vor allem auch eins sein: ein Zeitdieb. Der Messenger zeigt mir heute morgen folgende Anfrage an:

Autorisierungsanfrage von Claudia Hattitten

Autorisierungsanfrage von Claudia Hattitten

Mein eventuell künftiger ‚Buddy‘ (englisch für Freund) mit der ICQ Nummer 435448119 möchte mich künftig als Freund bezeichnen und auf seine Kontaktliste setzen. Will ich diesen Buddy autorisieren und es ihm/ihr erlauben? Ich überlege. Eine individuelle Begründung liefert mir Nummer 43548119 mit. ‚Hallo! Was tuen deine Fotos hier?? Ich bin sprachlos! Bin entsetzt Buchstabensalat!‘ (Ende Zitat). Ich bin ein bisschen computererfahren, und als erstes stolpere ich über den angehängten Buchstabensalat. Ich rate, die Autorisierungsanfrage kommt von weit her, richtig, aus dem Ausland. Da hat jemand einen Messenger und eine andere ISO-Codierung auf dem Computer eingestellt als ich. Mein Zeichensatz ist ‚deutsch/mitteleuropäisch‘, dann ist der von Nr.  435448119 eventuell russisch, lateinamerikanisch oder sogar asiatisch? Meine Neugier ist aber nicht geweckt, weil angeblich meine Fotos bei ihr oder ihm sind, worüber er/sie sprachlos zu sein vorgibt. Als nächstes muss ich in Erfahrung bringen, wer Nr. 435448119  ist? Das ist bei ICQ-Usern möglich. Ich steuere die Website von icq.com hier an und erfahre: Sie heisst vorgeblich Claudia Hattitten und vermutlich hat sie auch welche, ist 27 Jahre alt aus Deutschland. Ich mache mir Gedanken über die deutsche Claudia, die jetzt meine Freundin werden will. Sie will chatten mit mir! Ich lerne jetzt, dass die Chatten ein germanischer Volksstamm waren und schließlich ist mir klar, dass der Gedanke die Tat vorbereitet und alles im rechten Lot ist. Claudia, das ist ein urdeutsches Phänomen und nicht umsonst sangen einst ‚Die Ärzte‘: ‚Claudia hat nen Schäferhund, den hat sie nicht ohne Grund!‘ 

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