Vom Leben als Pfadfinder – Psychologik des Alltags

Hausverwalter sind auch nur ganz gewöhnliche Menschen. Wir haben Höhen und Tiefen, es geht uns gut, es geht uns schlecht, es geht uns so ‚lala‘. Und doch haben wir vieles mit der Pfadfinderbewegung gemeinsam. Wir müssen sehr, sehr häufig ‚Pfade finden‘, englisch ‚pathfinder‘. Ein Problem kommt herein, wie bewältigen wir es? Wem müssen wir das Problem weiterleiten? Oder müssen wir selbst ‚manpower‘ an den Tag legen? Vieles läuft ’so durch‘, manchmal denke ich, wir sind ‚gute Durchlauferhitzer‘, wenn Input und Output sich die Waage halten. Wir müssen gut funktionieren.  Manchmal morgens vor dem Rasierspiegel, auch heute, nimmt man sich vor, wieder ‚eine gute Tat‘ zu begehen.

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Irgendeine Art von Moorleiche, also eine Sache, die noch herumgelegen hat, aufzuarbeiten, zu erledigen und künftig viel, viel besser zu arbeiten. Soviel Ehrlichkeit muss sein, das einzugestehen. Heute Morgen habe ich mir vorgenommen:

‚Nie wieder unerledigte Emails von den Hausinspektoren der für uns arbeitenden Hauswartsdienst-Firma!‘

Sprachs und schon vor neun setzte eine Hülle und Fülle von Kleinaufträgen an Handwerker mit der Bitte um Erledigung ein. Nicht falsch verstehen: Manches liegt schon lange unerledigt, weil es uns nicht wichtig erschien. Manches lag auch absichtlich so lang rum, weil erst einmal ‚das Wetter‘ abgewartet werden musste, bzw. die Veränderung der Großwetterlage. Ja, im Großen wie im Kleinen, nehmen die Dinge ihren Lauf, aber unsere Einstellung zu diesen Dingen, die ändert sich auch von Zeit zu Zeit. Und jetzt fühlen wir uns wohl, dieser Tag kann nur gut werden. Einer Kundin schreibe ich heute Morgen per Email: ‚Heute wird ein schöner Tag, und wenn nicht, dann denken wir uns einen!‘ So, jetzt muss ich aber weiterarbeiten…

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