1333/11: Historie: Die „Senatsreserve“ ist und bleibt u.a. Dosenfleisch, nun aus Neuruppin, das war früher schlicht undenkbar!

Senatsreserve, jetzt aus Neuruppin!

Senatsreserve, jetzt aus Neuruppin!

Manchmal führt Nachdenken zu Ergebnissen, manchmal ist auch Kommissar Zufall im Spiel. Der Frage „Was macht eigentlich die Senatsreserve heute?“ bin ich verschiedentlich und ohne jedes Ergebnis nachgegangen. Bis mich Kommissar Zufall in Heiligenhafen (Ost-Holstein, Ostsee) in einen Supermarkt führte. Ich schickte mich an, einen Segeltörn zu bevorraten und da stand sie dann plötzlich: die Fleisch gewordene Lust meiner Kindheitserinnerungen!

Das waren noch Zeiten: Als Kinder aßen wir die, wenn der Senat seine Bestände verkloppte. Ziemlich gern. Die Westberliner Bevölkerung wurde gegen eine drohende Wiederholung der Berlin-Blockade eingedeckt. Wikipedia verzeichnet dazu alle erhältlichen, guten Informationen. Wir fügen nur das Dosenfleisch hinzu. Heute kommt es aus Neuruppin, sozusagen vom damaligen östlichen Klassenfeind (für Nicht-Ironiker: Scherz!). Aber das ist Geschichte und möglicherweise ist das Unternehmen ja nur dort hingezogen, weil…..(bitte selbst recherchieren)…

Weblotse

1332/11: Bücher: Christian von Ditfurth´s fiktiver Roman „Der 21. Juli“ erscheint als Neuausgabe im Geest-Verlag

Buchbesprechung

Lea Rosh, Fernsehjournalistin mit Vergangenheit (hier), titelte einmal

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland! (#Todesfuge: Das hatte Paul Celan mal geschrieben und sie griff es, fatal, wie es nun mal ist, auf, wurde dafür berühmt, gelobt, aber auch geschmäht und beleidigt! Allerdings: Der Titel war „eine Faust aufs Auge“!)

und weckte mit einer provokanten Titulierung fulminantes Interesse: ihr ging es um die Aufarbeitung des Holocaust und die Systematik des Bösen. Ich traf Lea Rosh einst am Flughafen und stellte ihr diese blöde Frage: „Sind Sie nicht…?“ Und als sie bejahte, sagte ich ihr: „Ich bewundere Sie und Ihre Arbeit, Ihren Mut und Ihre Gottesgabe, dem Tod als einem Meister aus Deutschland einen solchen Titel zu geben“. Wenn er auch nur „entliehen“ wäre. Sie winkte erfreut, aber bescheiden ab. Wenn wir nun sagen, „Die Vergangenheit ist eine Last aus Deutschland“, so beschreiben wir damit -leider- den Seelenzustand nachwachsender Generationen bzw. das „deutsche Gefühl jüngerer Generationen“. Man wird älter, das ist normal. Man wächst mit seinen Aufgaben. Auch das ist normal. Aber dass die Aufgabe einen fast umbringt, das ist keineswegs normal. Apropos umbringt: Christian von Ditfurth, Berlin-Kreuzberg, hat eine Neuausgabe seines Romans „Der 21. Juli“ (im Geest-Verlag) angekündigt.

Weiterlesen