Graffitokünstler bleiben unerkannt

Mauergraffito Büro Gotthal

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Die Strafverfolgungsbehörden melden auf edv-gesteuerten Textbausteinbriefen eigentlich so gut wie immer, dass die Sachbeschädigung ein Aktenzeichen hat. ‚Der Täter konnte nicht ermittelt werden!‘ lautet die Mitteilung. Es ist einfach nicht wahr, was uns die Polizei in ihrer Öffentlichkeitsarbeit glauben machen will. Danach haben derartige Straftäter eine ganz eigene, erkennbare Handschrift. Sie legen Tags auf Mauern an, die wir wiedererkennen, und ergo haben wir eine gute Aufklärungsquote, wird behauptet. Pustekuchen, nur die deutsch-deutsche Wiedervereinigung konnte die oben bebilderten Graffitytags erfolgreich verschwinden lassen, im Orkus der deutsch-deutschen Geschichte. Die Einstellungsmitteilungen der Amtsanwaltschaft Berlin, die verschickt werden, haben einen tätigen Unterton: Denn wer den Täter nicht ermitteln konnte, der hat ermittelt, nur leider erfolglos. Womit dies jedoch noch überhaupt nicht bewiesen ist. Die Einstellungsmitteilungen der Amtsanwaltschaft sind nur eine Art rechtstaatlicher Abschluss des Verfahrens und der schöne Schein, dass inzwischen eine ganze Hundertschaft hochbezahlter Spezialisten nationale Sicherheitsaufgaben für uns wahrgenommen hat. Trotzallem, der Täter war nicht zu ermitteln. Klappe zu, Akte tot, eingestellt, für immer….