Marcel Reich-Ranicki erhält den Award des Monats

Marcel Reich-Ranicki, 2007 (Quelle: wikipedia.de)

Marcel Reich-Ranicki, 2007 (Quelle: wikipedia.de)

Er gehört zu den zotigen und sehr deutlich formulierenden Kritikern Deutschlands, und damit zu einer aussterbenden Kaste von Ausnahmejournalisten: Marcel Reich-Ranicki. Was die deutsche Presse nun über die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises schreibt, braucht hier sicher nicht noch ergänzt zu werden. Allenfalls kann noch ein Kommentar hinzugefügt werden. Es ist schade, dass wir nicht Online-Awards in größerer Anzahl zu vergeben haben. Unsere waren rückschauend nur für besonders bemerkenswerte Fehltritte verliehen worden. Was man verleiht, das will man bei Gelegenheit wiederhaben.

Einen Award aber für besonders zutreffende Glanzleistungen, wie er jetzt Marcel Reich-Ranicki gebührt, den haben wir jedoch -bedauerlicherweise- nicht anzubieten. Bleibt uns nur hervorzuheben, dass dieser 88 Jahre alte Mann den richtigen Ton getroffen hat. Selten hat ein Mediengewaltiger so zutreffend das Wort für ein gutes Fernsehprogramm ergriffen wie er. Und deshalb gebührt ihm unser Dank. Hätten wir einen Award, so hätten wir ihn jetzt verschenkt, und nicht verliehen. Danke, Marcel Reich-Ranicki, Du hast uns aus dem Herzen gesprochen.

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FAZ-Artikel von Elke Heidenreich