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1834/12: Report: Instandhaltung: Der Müllratplatzratgeber ist wiederauffindbar. Red keinen Müll, sondern trenne korrekt!

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Strukturelle Verbesserungen sind besser als welche, die die Oberfläche der Substanz weitgehend unberührt lassen. Eine strukturelle Verbesserung ist es beispielsweise, wenn in einer über zwei Straßen gehenden Innenhof-Wohnanlage der Innenhof von einer Vielzahl von stinkenden Mülltonnen befreit werden kann, weil Ersatzflächen geschaffen werden können. Ja, wo denn?

Im Kellergeschoss sind Teileigentume angelegt in Berlin-Wedding, eins davon wird seit 1984 oder noch länger von einem Mieter angemietet. Genutzt wird dies als Lagerfläche. Dieses Teileigentum hat nun die WEG angekauft, vertreten durch den Verwalter. Der ist hier Berichterstatter.

Müll brauchst immer: lange Laufzeiten? Adé!

Müll brauchst immer: lange Laufzeiten? Adé!

Es ist nicht ganz einfach. Wenn eine WEG als Käuferin eines Sondereigentums auftritt, nerven in der Regel die amtsgerichtlichen Rechtspfleger besonders hartnäckig. Wedding hat diesbezüglich auch schon seinen Ruf weg. Und wie um die Erwartungshaltung der Voreingenommenen (das sind wir) zu befriedigen, heckmeckt die Rechtspflegerin auch in diesem Fall hart vorbei an den Vorhaben herum, das Dingsbumms namens Kellerlagerfläche käuflich zu erwerben.

Am Ende wird sich die Verwalterin jedoch durchsetzen. Widerstand ist zwecklos: Und zwar gegen Rechtspfleger, damit das hier keiner falsch versteht. Rechtspfleger, mit denen legt man sich lieber nicht an. Haha, haste falsch gedacht, lieber Leser.

Am Montag morgen sind bereits mannigfaltige Pläne ins Kraut geschossen, der wichtigste ist folgender:

Gotthal hat vor, aufgrund eines Beschlusses den gewesenen
Müllstandplatz im Innenhof der Wohnanlage abzuschaffen. Die WEG hat eine Kellerwohnung (ex) im Hause X-Y-Str. 28 angekauft und wird diese Einheit (mit Kellerabgangstreppe) herrichten, daraus den künftigen Müll- und Fahrradraum machen. Ab dem 01.11. wird es los gehen damit, der Mieter geht noch raus aus der Einheit.

Viel Rat, so sagt der Verwalter (das bin ich) brauche ich nicht. Aber anhören, anhören muss ich die Berliner Stadtreinigung. Mein persönlicher Abfallcoach bei der BSR heißt Rudolph und ist mir seit langem (auch persönlich) bekannt. Dass ich ihm meine gesichtspunkte (Punkt de) aufschreibe, ist quelloffen, schließlich muss ich dies hier noch kurz wegbloggen. Am besten ist folgender Schreibfehler in der bereits herausgegangenen Email, die ich zum Zweck der Archivierung (Was hast Du getan, Verwalter? Und wann?) aufhebe, einfriere als pdf-Dokument:

Den Müllratplatzratgeber hatten Sie mir schon zur Verfügung gestellt, als ich darum gebeten hatte, in anderer Sache, das ist wiederauffindbar. Ziel dieser ersten Email soll es sein, Sie und die Orangen mit der Idee vertraut zu machen und konkret die Veränderung anzukündigen.

Da gingen wohl die Pferde mit dem Schreiberling durch. Allerdings: Ein Müllratplatzratgeber? Das ist zwar eine Wortneuschöpfung, so ganz falsch aber nicht. Heute wird das Wort weltweit in den Sprachschatz der Germanen (der Wachulken?) eingeführt und ist künftig googlebar. Mit der googlebar, einer Sidebar, die oben rechts am Browser hängt, oder auch mit jeder anderen tauglichen Suchmaschine.

Es geht um Müll, dessen korrekte Trennung nach Abfallsorten, Tonnage vom stinkenden Hausmüll, Kellerabfahrtsrampen die nicht, wie andernorts eine Slackline zum bouldern sein dürfen, also öffentlich, sondern den Orangen (das sind die Leute von der Müllabfuhr).

Heute, am Berlin-Weddinger Rosenmontag, wurde im Zusammenspiel mit der Berliner Stadtreinigung ein traditioneller Ritus berlinweit eingeführt: Der Ulmer Schwörmontag. Am Montag, schon in aller Herrgottsfrühe, schwor der Verwalter „Stein und Bein“ (englisch: stone & leg), einen Müllplatz im Untergeschoss des Hauses anzulegen. Den Schwur nahm die Berliner Stadtreinigung entgegen, elektronisch.

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(EP)

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