Der Zeigefinger wurde zwischenzeitlich substituiert: Inzwischen zeigen Jugendliche lieber mal den Stinkefinger, der sich in der Mitte von fünfen befindet. Dessen Fingerrücken wird dem Angesprochenen rücklings entgegen gehalten. Worüber sich die Meinungen spalten…
Beide schrieben Geschichte: Die Düsseldorfer Band Fehlfarben und ihr Song. Geschichte wird gemacht. Womit auch immer. Es hieß: Graue Titelhelden regieren bald die Welt. Und wir fürchten uns vor der Vision, graue Titelhelden verwalteten mal die Welt. Weil Verwaltung auch immer emotional ist. Scheiß-Verwaltung. Die tun überhaupt nüscht. Oder so ähnlich. – Lehrer Lämpel schrieb auch Geschichte: Mit Wilhelm Busch, seinem Erfinder und der stets Zeigefinger hoch erhobenen, moralinsauren Lehrerattitüde, mit der heute kein Lehrer mehr Held sein dürfte. Pädagogik geht anders, inzwischen.
Beides zusammen würde man neudeutsch daher als Mashup bezeichnen. Von mir aus tun wir das. Auf die Fehlfarben wird noch Urheberrecht fällig. Auf Wilhelm Buschs Lehrer Lämpel nicht mehr. Abgelaufen. Gott sei Dank.
[iframe_youtube video=“8cXFhjwD14Y“] Typisch Wassermann – Frank Zander schwimmt durch Berlin…(via Youtube)
Veröffentlicht am 14.01.2013
Ein kleiner Film zur neuen CD von Frank Zander:
„TYPISCH WASSERMANN“ – Mehr Infos: www.frank-zander.de
Großartige, kleine Stadtführung vom Vorzeigeberliner Frank Zander! Wurde hier schon verschiedentlich besprochen: Braucht also nicht vorgestellt zu werden! Danke, Frank.
Sie wohnt in Berlin-Wedding, Nähe Rehberge. Wird als Mieterin nicht von uns verwaltet, wir verwalten nur die Wohnungseigentümer. Man kann sagen: Nicht mit uns, rufen Sie Ihren Vermieter an, der macht das. Oder man hat kurz Geduld. Aber: Ist schwieriges Unterfangen, das: Sprache, Sprache, Sprache: Rrrinnnggg….
Büro Gotthal, mein Name ist Thomas Gotthal.
Hallo?
Ja, hallo?
Gutten Tak, isch Frau Xrryy….. (* Name geändert). Kommen Mitteilung von Firma, rechnet die Heizungsanlagge. Schreiben Termin, aber Firma komme nich, was nun?
Am 8. Januar 1973 startete die deutsche Sesamstraße. Sie ist eine der erfolgreichsten deutschen Kindersendungen und wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.
Hier mit einem Beitrag vom NDR. Und dem sich anschließenden Danke für alles, liebe Sesamstr., was Du für uns „alle“ in den letzten gefühlt 100 Jahren für uns gemacht hast.
Große Leistung, großer Verdienst und eigentlich…mindestens das Bundesverdienstkreuz.
Wie schön, dass zwischen Makler und Verkäufer der Eigentumswohnung ein lockerer „Du-Ton“ herrscht. Sicher: Das Unterlagen heraussuchen macht Mühe. Großartig aber, wie weltgewandt dieser Makler seinem Kunden vorschlägt, die Arbeit outzusourcen. Du musst gar nichts tun, Erwin: Das macht alles die Hausverwaltung für dich. #Frechheiten
Schon seit der Erfindung hochwertiger Kopiertechniken wissen wir, wie anno dunnemals der berühmte Berufspolitiker zu Guttenberg bewies: Copy & paste ist nicht. Eine Hausverwaltung ist eine Hausverwaltung, kein Kopiercenter. Für Unterlagen, die ein Eigentümer hat, weil sie ihm gehören. Und weil er zu faul ist, die Unterlagen im Verkaufsfall herauszusuchen. Die Benutzung anderer Menschen zu Fronzwecken ist verboten. Dass Makler Kollegen seien, stimmt so auch nicht ganz. Wir befassen uns nämlich nicht mit Maklerei. Manchmal sagen wir scherzhaft: „Ich verdien mein Geld auf ehrliche Weise.“ – Was natürlich nichts mehr als nur ein schaler Witz ist, hoho…
[iframe_youtube video=“xT_r4lezDm0″] Theme from Schindler´s List – John Williams – Matthias Dobler(via Youtube)
„Weit entfernt davon bin ich, ein Heiliger zu sein, habe als maßloser Mensch viel mehr Fehler als der große Durchschnitt derer, die so sehr gesittet durchs Leben schreiten.“ (Brief vom 09.09.1956 von Oskar Schindler an Dr. Ball-Kaduri)
Trägt Musik eine große Traurigkeit in sich selbst, kann, nein muss sie uns berühren und kann uns nicht kalt lassen. So wie solche Musik ist auch das Leben: von einer gewissen Tragweite. Danke, Matthias Dobler aus Erding, gelegen direkt im Berliner Speckgürtel bei München. Da glänzen die Tasten vor trauriger Schönheit, als hätte ein Speckgürteltier deren Bedienreihenfolge auf unsere Gefühle sorgfältig abgestimmt. Hurra. Gut gemacht.
Das ist erstens mehr als nur „nice & easy talken“, „walk like A Boarischen´ auffer Wiesn´. Erdinger Weißbier, während eine blonde, stämmige Vollbusige uns auf „boarisch“ nach Wünschen ausfragt. Zweitens die Erinnerung, der mit diesen Klängen ein toternstes Gesicht gegeben, nein verliehen wird. Jemand, der oft und vielschichtig an vielerlei erinnert, ist heute als Linktipp des Tages hier unten erwähnt. Rena Jacob schreibt „wider des Vergessens“. Sie wirbt um die Erinnerung an Genozid, Diktator hybrid und findet viel Fleisch für Geschichten an die totale Erinnerung, indem sie den Genitiv rettet. Große Klasse.
Alle haben wieder geredet übers Wetter. Und wir haben uns unsere davon abseits liegenden Themen gesucht. Wetterrelevant zu sein: Pah. Nein danke.
Die ganze Wetterberichterstattung hängt einem zum Hals heraus. Wer einen kostenlosen Emailaccount bei einem dieser Umsonstanbieter wie gmx, eins und eins, yahoo oder freenet, weiß davon aus eigener Erfahrung. Die Emailanbieter kaufen Nachrichtencontent ein. Damit befeuern sie ihre Portalseiten, in der Hoffnung, dies ergäbe einen feurigen Inhaltemix, der den Menschen gefällt. Doch der Content ist flach wie Crepes de Suzette oder mit Armagnac, ganz nett, süßlich, vielleicht klebrig.
Jörg Kachelmann, vormaliger Wetterfrosch der Nation, hat ihn bereits ausgemacht und benannt: Vollpfostenjournalismus. It´s all about the weather. 21° Celsius zu Weihnachten haben einige Wetterheinis im südwestdeutschen Raum um den Kaiserstuhl ausgemacht. Das war ein Gerücht. Daran stimmte nichts.
Der Beklagte sei nicht verpflichtet gewesen, den Parkplatz lückenlos von Eis zu befreien. Die Klägerin treffe unabhängig davon ein erhebliches Eigenverschulden. Öffentliche Parkplätze brauchen nicht uneingeschränkt schnee- und eisfrei gehalten zu werden. (Auszug aus Artikellink unten, Entscheidung vom OLG Koblenz zum dortigen Aktenzeichen: 5 U 582/12)
Koblenz liegt direkt im Berliner Speckgürtel am Bodensee. So wie der Rest der Welt im Berliner Speckgürtel liegt. Deswegen.
Interessantes Urteil zur Revidierung zwangsläufiger Vorstellungen von Bürgern über „absolute Winterdiensttätigkeiten“ an allen Orten, entgegen der Frage, ob Menschen auch mal bereit sind, selbst eine Schippe in die Hand zu nehmen? Besser aber noch: Die Augen aufzuhalten und nur dort langzulaufen, wo es gefahrlos möglich ist. So in etwa.
Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (sagt Schildkröte)
[iframe_youtube video=“QjiA1LCX3VM“] Reinhard Mey: Männer im Baumarkt (via Youtube)
Ich muss so zwölf, dreizehn gewesen sein. Wir besuchten die Internationale Funkausstellung auf dem Messegelände unter dem Funkturm. Im Außenbereich (Sommergarten) wurde ein kurzer Fernsehauftritt von Reinhard Mey aufgebaut. Ich redete kurz mit ihm, bevor er auf Aufnahme ging. Ich war sehr beeindruckt: Der Mann wusste schon damals, das Anneliese intellektuell ist und Gärtnern zuweilen lebensgefährlich. Die Textschärfe von Reinhard Mey ist ein Genuss und auf der nach oben offenen Scovilleskala nicht mehr nachzumessen.
Reinhard Mey, Berliner, feiert heute seinen 70stigsten Geburtstag. (21. Dezember 1942) Großartiger Liedermacher, einer der Besten seiner Zunft. Wenn er mal stirbt, wird auch ein Stück großartiger Rankünen in mir absterben. Ich würde nicht für bzw. um jeden weinen. Reinhard Mey würde mir sehr fehlen. Ich wünsche ihm ein langes Leben, Gesundheit und bedanke mich in tiefem Respekt vor seiner Lebensleistung.
Der Mehrheitseigentümer kommt finanziell ins Straucheln. Er hat von den 83 Wohnungen und 100 Stellplätzen in der Wohnungseigentümergemeinschaft an einem der Speckgürtel-Golfclubs Berlins seine finanziellen Dinge nicht wirklich mehr im Griff. Hinzu kommt, dass der maßgebliche Initiator und Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft einen Herzinfarkt erleidet, den er mit maßgeblichen gesundheitlichen Blessuren übersteht. Er muss kürzer treten.
Er entschließt sich, dass noch bei ihm verbliebene Paket von rund 68% der dort vorhandenen Wohnungen an eine „Spreewälder Gurke“ aus Lübben zu veräußern. Wie es genau zu dem Geschäft kam, tut nichts zur Sache. Schon die Übernahme gestaltet sich schwierig. Der Lübbenauer hat schon einige Projekte finanziell bei der finanzierenden Bank „nicht durchbekommen“. Das ist bekannt.