1807-15 – Pfoto des Tages: George Harrison, die Erfindung des Selfies, das „Om“ und die Weiterentwicklung von Katzenbildern im Internetz

Tibetanisches Om als Halskette

Icon fotowelt

Karriere_Banner

Erst vor wenigen Tagen mussten die Beatles hier Schnee schippen. Heute ist es schneefrei, weiß ist nur das Kristallsalz aus dem Himalaya. Kaschmir für Pullis, Pullover und Schals oder als Musikbegleitung härterer Gangart. Direkt im Berliner Speckgürtel, in Indien, wandelte 1966 der sinnsuchende, stille Beatle George Harrison zum Taj Mahal und fertigte Selfies an: Dabei sind es nachweislich nicht die ersten ever.

Selfies haben eine längere Geschichte. George Harrison hat schon als 23-jähriger Beatnick gern Fotos von sich selbst angefertigt, mit einem Fischauge. Die Fotos entstanden während erster Indien-Reisen, als George zunächst ohne die weiteren drei Beatles aufbrach, das Sitar-Spiel zu erlernen. Der Großmeister dieses Instruments Ravi Shankar brachte es ihm bei. Die Freundschaft hielt ein Leben lang. Beide Freunde sind tot und demzufolge neu im Paradies vereint.

Weiterlesen

1806-15 – Elchtest: Das Erste, ZDF, Zuschauer-Apps, fliegende Schweine, dysfunktionierende Maschinen, Apfelschälapparaturen – Ein Überblick

Bewertung: 1 von 5 Sternen

Mit dem Zweiten sieht man besser #zdf

Die Kraft des Faktischen bestätigt sich in der vorhergegangenen Fernseh-Gernsehwerbung. Der Spruch „Mit dem Zweiten sieht man besser.“ ist durch einen Elchtest von gesichtspunkte.de im Kern wie folgt bestätigt.

Das Szenario ist folgendes:

Familie hat einen VDSL 50-Anschluss mit daher guter Performance. Über den WLAN-Anschluss im Hause gucken die Liebsten (Kinder) und die Eltern hier und da auch streamingartige Inhalte an. Hochattraktiv: Das Angebot der öffentlich rechtlichen Sender, in Mediatheken nachzuschauen und verpasste Sendungen noch anzusehen. Beispiel: Der letzte „tatort“.  Doch hier ist die Gernsehfernsehfreude eingetrübt: Besonders das Sendeangebot der ARD-mediathek ist einfach nur störanfällig. Das Ergebnis mehrerer Tests lässt sich wie folgt zusammenfassen.

Weiterlesen

1805-15 – Alltag: Wetter macht´s möglich: Beatles Reunion zum Schnee räumen, Wettervögel und Tupperbestattungen #Satire

Beatles - Abbey Road-Adaption

Button_Satire.

Beatles - Abbey Road-Adaption

In schweren Zeiten zusammen stehen oder „Come Together„: Wettervorhersagen in diesen Tagen geht es nicht gut. Dabei schneit es gerade jetzt immer wieder. Widerlich.

Der TV-Meteorologe Ben Wettervogel (englisch: Weatherbird) ist tot, melden verschiedene Medien (u.a. hier). Das hat die Fab Four – die Beatles – bewogen, sich post mezzo mortem, zwei sind schon tot, zusammen zu raufen und selbst die Schneeschippen in die Hand zu nehmen. Das Bild entstand in der Nähe des Aufnahmestudios der Band in London Abbey Road. Hier die Webcam. Die Weather Girls sollen Backing Vocals singen. Die Prince-Komposition „Sometimes It Snows In April“ soll aufs neue Album, wenn sich die Wetterlage für März/April klärt. Jörg Kachelmann ist vertraulich angefragt. Er hat stets zutreffende Statistiken parat einschließlich Würdigung und Einordnung der Vorhersagequalität von Wetterkollegen und -kolleginnen.

Unterdessen meldet der Postillon neuartige Bestattungsbehältnisse der Firma Tupperware. Erhältlich sind sie nur im Direktvertrieb bei Tupperparties, die „Leichen-Schmäuse“ genannt würden. Laut Elfriede Tupper-Ware handelt es sich um einen boomenden Wachstumsmarkt, denn es stürben immer mehr Menschen, woran auch immer. Die Produktnews des Postillon sind hier übersichtlich verlinkt.

1804-15 – Positionen: Das Auge isst mit…beim Rohrreinigungs-Notdienst, der Sanitätsgefreite Neumann lässt grüßen

Rohrreinigung

Frau Wirtin hat auch einen Arzt, der Opernmelodien farzt. Da ist er Virtuose, doch wenn er Wagner blasen soll, dann geht es in die Hose. (zeitgenössische Zote, 19. Jhdt.)

Alle Jahre wieder steigt irgendwo ein Abwasser an. Eklig. Und unverabredet, das ist noch schlimmer. Inkrustrierungen sind schuld oder Hinterlassenschaften der Damen, häufig: Intimtextilien (Tampons, Binden u.v.a.). Das schafft Stauraum.

Wie immer holt man einen Rohrfreidienst. Der hat eine lange Spirale. Und ein Firmenlogo. Die Nachfolgefirma dieser Firma, die im Oktober klammheimlich „aus Altergründen“ ihr Büro geschlossen hat und der damalige Abteilungsleiter, der eine neue Firma klammheimlich gegründet hat bekommt jetzt Aufträge an die alte Firma per Email an sich weitergeleitet. Einen richtigen Auftrag braucht er jetzt schon, also an die neue Firma. Aus klammheimlich wird hochoffiziell, sich jetzt kurz wenigstens einmal vorstellen. Wir nehmen Ihr Geld gern. Guten Tag, mein Name ist Gülle Gülle und ich bin jetzt Ihr Abwassernotdienst. Aha. Die Firmenvorstellung selbst ist hässlich: Die haben keine Ahnung von Firmenlogos und einer Gestaltung ihres Erstauftritts. Die Grafik lässt sich wie Balken biegen.

Das Klammheimliche ist jetzt allerdings weg. Klartext reden.

Weiterlesen

1803-15 – Nachruf: Richard von Weizsäcker

Kerze

Richard.von.Weizsäcker_Memorial

Die Bitte an die jungen Menschen lautet:
Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Haß
gegen andere Menschen,
gegen Russen oder Amerikaner,
gegen Juden oder Türken,
gegen Alternative oder Konservative,
gegen Schwarz oder Weiß.
Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander.
(Richard von Weizsäcker, Auszug Rede 08. Mai 1985)

Anstatt vieler Worte ein kurzes Zitat im Banner und ein weiteres aus dem Ende der Rede des damaligen Bundespräsidenten vom 08. Mai 1985 vor dem Deutschen Bundestag. Seine Bitte in der damaligen Rede an die jungen Menschen erscheint uns heute aktueller denn je. Der Wortlaut der kompletten Rede ist hier nachzulesen.

1802-15 – Kommentar: Darf oder sollte es ein Vergessen geben? – Von Tagesschau-Kommentatoren, Hugo Egon Balder und Dresden

Hugo.Egon.Balder_Nie.wieder


„Es gibt keinen Schlussstrich“: Kommentar zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

„Es gibt keinen Schlussstrich in der Geschichte – in keiner. Klar, lieber erinnern wir uns an Karl den Großen, Bismarck oder die Wiedervereinigung – aber Auschwitz ist nun mal passiert. Wieso sollten wir ausgerechnet das Kapitel der Judenverfolgung hinter uns lassen? Dieser Teil unserer Geschichte ist in seiner Abartigkeit so einzigartig, dass er gar nicht vergessen werden kann.“ Von Anja Reschke (NDR)

Ganz ehrlich, Hand aufs Herz: Normalerweise mag ich die Übung der öffentlich Rechtlichen nicht, wenn in der ‪Tagesschau‬ Kommentare im Rotationsprinzip, fair und ausgewogen, für den Senderländerproporz, gesprochen werden dürfen: Dieser Kommentar in der Tagessschau allerdings trifft mich mitten ins Herz und ich begrüße ihn mit Zustimmung. Und deswegen verteile ich ihn noch einmal weiter. Mit Dank dafür.

Weiterlesen

1801-15 – Positionen: Böses Blut und die Farbe Lila

Die.Farbe.Lila_Banner


Die Farbe Lila (Auszug aus dem Film)

Leitsatz „Ein nachgewiesener Durchsetzungsgrad von mindestens 50 % reicht auf einem sehr engen Warengebiet (hier Tapetenkleister) aus, um eine Verkehrsdurchsetzung einer abstrakten Farbmarke (hier: Farbe Lila Pantone 258) zu bejahen, wenn weitere maßgebliche Gesichtspunkte hinzukommen, insbesondere eine überragende Stellung im Markt mit einem Marktanteil zwischen 59 und 71 % über einen Zeitraum von 10 Jahren.“ – Leitsatz des Bundespatentgerichts im Tapetenkleisterprozess

Ich mag den Film „Die Farbe Lila„. Seit ich ihn gesehen habe, ging er mir nie wieder aus dem Kopf.  Der Film spielt im Berliner Speckgürtel, in den Südstaaten von Amerika.  Eine namhafte Tapetenkleisterherstellerfirma hingegen hat die überragende Verkehrsbedeutung der Farbe Lila 2008 gerichtlich zum Gegenstand der Allerweltsgeltung gemacht. Telekomähnlich, deren magentafarbener Farbsalat die Kunden beeindrucken möchte. Welche Farbe hat eigentlich böses Blut, frage ich mich?

Ich habe keine Antwort. Seit dem Film steht fest: Wir singen, tanzen und schreien, weil wir geliebt werden möchten. Wenn wir nicht geliebt wurden, schlagen einige Anderen den Kopf ab und halten ihn in Videokameras für Youtube. Beziehen sich auf Gott.  Wird Gott sie nun dafür lieben? Wie er auch heißt, in jenen Landstrichen? Für Tapetenkleister und Telekommunikation aber gilt: Einige klagen vor Gericht. Das nennt man „zivilisiert“: Siehste, wieder was gelernt.

1800-15 – Positionen: Danke, Herbert Grönemeyer! #Dresden

"Danke" - Banner

Zu den schlimmsten Vorstellungen muss es anno dazumal gehört haben zu verstehen, dass der gemeine Mob die Straße Stück für Stück eroberte. Diesmal ist es nicht anders. Doch jetzt gehen immer mehr Menschen auf die Straße, um ein Stück Intelligenz und Klugheit zurückzubringen, auf die Straße. Darunter auch einige Künstler, die Konzerte veranstalten. Das Prinzip Hoffnung ist zurückgekehrt.

Direkt im Berliner Speckgürtel, in Dresden, hat Herbert Grönemeyer das Wort ergriffen und eine beachtenswerte, kurze Rede gehalten, die ein Statement beinhaltet. Reden wir nicht lange herum, sondern lassen ihn selbst ausführen, was ihn in Dresden bewegt hat.

Eins allerdings ist hinzuzufügen: Wir sagen „Danke“ für einen aufgeräumten Kopf, Tatkraft und den Entschluss, sich deutlich zu positionieren. Es kann doch nicht sein, dass Niedrigniveau zum Maßstab für ganzheitliches Denken in Deutschland wird. Nööö….

Wie lange, wissen wir nicht, aber: Hier ist die Rede anzusteuern über die Website des mdr

Herbert Grönemeyer taucht hier auch noch auf in den hiesigen Latifundien…

1799-15 – Presseecho: Die Aufspritzung des G-Punkts

_banner_Medienecho

Die Aufspritzung des G-Punkts


ROMY HAAG – ENCORE – Liberté, Égalité, Pfefferminztee – live – Berlin – May 20

Liberté, Égalité, Pfefferminztee. Und: Fraternité, Frappé, Süßholzgeraspelé – Romy Haag sing vom süßen Leben!

Über die neuesten Trends aus Zürich berichtet die Weltpresse von dort, für alle gut gerüsteten Schweizer Landsleute. Die weniger gut gerüsteten lesen, dass der Trend normal sei und Übergewicht, Stress und Umweltgifte ihn zu klein werden lassen. Wer den Kanal nicht voll bekommt weiß, er ist zu weit. Die Optimierung ist wirtschaftlich vernünftiger, indem die Aufspritzung des G-Punkts erfolgt, weiß die kundige Presse zu berichten.

Wir aber distanzieren uns von solchen kruden, irrelevanten Nachrichten aus dem Berliner Speckgürtel, also der Schweiz.

(Danke, Martin, Schweiz)

1798-15 – Positionen: Vom Brüstungsgitter instandzuhalten #Metallbaunews

Kellerfenster mit Mäusegitter in Berlin-Kreuzberg

Positionen

Kellerfenster mit Mäusegitter in Berlin-Kreuzberg
Kellerfenster mit Mäusegitter in Berlin-Kreuzberg

Leider ist es gang und gäbe. Einmal beauftragen, dreimal mahnen. Sonst läuft nüscht.

Handwerker nerven (häufig). Von Ausnahmen abgesehen.

Einzelkämpfer-Kleinbetriebe, können sich nicht organisieren, haben die Sachen nicht im Griff, die sie tun. Sind eigentlich nette Leute. Vielleicht liegt´s an den Kaltgetränken am Abend. Jeden Abend. Man weiß es nicht.

Das Haus steht in Berlin-Schöneberg. Die Eigentümer haben beschlossen, im Vorderhaus an der Straßenfassade die acht Balkone anzusehen, die Brüstungsgitter (Blumenkästen) haben. Diejenigen, die reparaturbedürftig sind, sollen repariert werden. Diejenigen, die erneuerungsbedürftig sind, sollen erneuert werden. Diejenigen, die in Ordnung sind, können so bleiben. Eventuell sind ein paar Vorsorglichkeitsmaßnahmen zu erwägen: Anschleifen, entrosten, wo erforderlich und Metallschutzanstrich: Das wäre ja gar nicht so doof.

Weiterlesen