1320/11: Lied des Tages: Pascal von Wroblewsky scattet im Stile der großen, alten Weltwunder und voller Inbrunst!

The end of a love affair

Was damals Pascal von Wroblewsky für den Jazz prädestinierte und sie später dort auch hinlenkte, waren ihre Stimme und ihr Improvisationsvermö­gen. Mit 19 versuchte sie es trotzdem in einigen Rockbands. Die Stücke wollte sie nicht einfach nur runterdudeln, sondern ihnen so etwas wie Esprit verleihen. Also improvisierte sie, wie es ihr gerade in den Sinn kam. Bei Jazzern wäre das willkommen gewesen, die Blueser schäumten vor Wut: „Das klingt alles so jazzig“. Damals passten Jazz und Blues ideologisch zusammen wie die freie Marktwirtschaft und ein sozialistischer Fünfjahresplan. (Melodie & Rhythmus, 1998, über Pascal von Wroblewsky, hier)

Sie hat einen großen Fan- und Freundeskreis und das hat seinen Grund: Pascal von Wroblewsky singt ganz großartig! Und deswegen widmen wir ihr heute das „Lied des Tages“, aber auch, weil wir als Kulturattachés von Gesamtgroßberlin diese Aufgabe in uns spüren: Sie zu ehren und ihr zu danken für ihre tolle Musik! Großes Kino!

To be continued by the „next gelegenheit“, undramatisch aufgesagt. Wie z.B . aus folgendem Grund: Wie gut unterrichtete Kreise munkeln, wird Pascal von Wroblewsky bald eine neue CD veröffentlichen. Beachtet die Ankündigung der schreibenden Zünfte. Ja, die Frau macht einen ganz gierig: neu-gierig! NastrovjeWomm! Habt einen schönen Wochenanfang!

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1319/11: Foto des Tages: Wassermelone, geschnitzt im „thai style“

Wassermelone, geschnitzt im "thai style", Berlin-Pankow

Wassermelone, geschnitzt im "thai style", Berlin-Pankow

Da gab es diese Fernsehdokumentation neulich über die untergegangene DDR. Und Peter (* Name geändert), Mediziner, sagt, da haben sie Jugendliche zu Wort kommen lassen und was die DDR so bedeutete? Da war Osten, sagten die Jugendlichen und da durfte man nicht reden. Mitnichten, sagt Peter, wir haben viel geredet. Er hat dann das Programm gewechselt. Sowas will er sich nicht ansehen, sagt er. #Geschichtsklitterung

Walter und Lotte Ulbricht haben hier gewohnt und die Honneckers. Otto Grotewohl gab Staatsempfänge hier, am Majakowskiring in Berlin-Pankow. Bevor sie alle nach Wandlitz zogen, diese Wandergermanen aus dem Politbüro. Aber jetzt steht hier in Pankow diese Wassermelone auf dem Tisch, hübsch geschnitzt und anzusehen. Man kann sehr gut im Garten sitzen da im Gasthaus Majakowski und es gibt diese Wassermelone, die so hübsch drapiert ist, dass niemand sich traut, sie aufzuessen. Wir sitzen hier: gleiche Stelle, gleiche Welle. Hier und heute haben wir alle den Ost-West-Überblick, bzw. erarbeiten ihn uns. Die thailändischen Obst- und Gemüseschnitzer sind legendär, niemand schafft es kunstvoller als sie, solche Melonen zu schnitzen. Eine doch: aber sie hat es in Thailand gelernt und ihren Namen verraten wir hier nicht. Gut gemacht: vor Auftragsanfragen zum nächsten Geburtstag konnte sie sich kaum retten. Mag sein, sie verreist dann lieber wieder nach Thailand, wo sie es offenbar anständig gelernt hat. Kompliment.

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1318/11: Haar in der Suppe: Ich finde es, garantiert!

Vom Nörgeln, Unzufriedenheit, beißender Kritik und dem ….Haar in jeder Lebenssuppe….!

Okay, das war nett. Ich hatte keine Zeit, musste arbeiten. Sie hat mir einen Teller hingestellt, drauf: geschnittene Tomaten, Zwiebeln, Salzfische aus Kroatien (die von Franjo, die er mir immer mitgibt) und vier Eier. Ersatz für ein ausgebliebendes Mittagessen. Das Ganze ins Büro, an den Schreibtisch. Shit, ich habe weder Pfeffer noch Salz hier. Blöd. Okay, erst die Tomaten mit Zwiebeln wegessen. Als Salzersatz die Salzfische, gut. Sie kann nicht an alles denken. Zum Schluss die Eier: kein Eierbecher. Die Eier sind ölig. Alles voll mit Salzfisch-Öl. Sie hat es nicht abtropfen lassen, genug. Die Eier sind schmierig-schleimig. Ich muss sie abwaschen, herrjeh! Warmes Wasser. Ich habe nur eine Hand frei, muss arbeiten. Nicht einmal einen Eierbecher, Mensch! Suppe habe ich nicht, aber das Haar in der Suppe fand ich.

Ich finde immer das Haar in der Suppe. Wenn wie uns zu viert zusammensetzen: Ich finde das Haar. Garantiert.

(Ich danke dem Fotografen Sabu aus Ernst, Mitglied der Fotocommunity, ohne jeden kritischen Beigeschmack, für sein Foto zur Illustration. Erwähnenswert ist vielleicht, dass das „Haar in der Suppe“ bildmäßig zu finden, kaum gute Ergebnisse zeitigt. Das Foto von Sabu allerdings hier mein unangefochtener Favorit!)

1317/11: FotoPodcast: Großes Unterstützungslager für Schläferzellen entdeckt & sauber dokumentiert #IKEA Tempelhof

Definition bzw. Begriffsklärung: Was ist ein Schläfer? Anderer Definitionsversuch! „Ich liebte ein Mädchen in Tempelhof, die war sehr lieb, doch bisschen doof!“ (Ingo Insterburg) – Tempelhof ist kreuzberg-unverdächtig und Mariannenplatz-am-01.Mai-alike! #Credo des Berliner Normalbürgers

Als ich das Lager entdecke und mich darüber „beäumele“ (Fachausdruck von Fahndern für „belustigen“), sagt mir meine Einkaufsbegleiterin: „Ach was, das ist doch normal!“ Ob ich das nicht wüsste?

Nein, ich wüsste es nicht und auch heute weiß ich es noch nicht.

Dass es „Schläfer“ gibt, manche davon bäuchlings, seitlich oder in Rückenlage. Aber nicht, damit sie nicht so auffallen, denn ihr Pläsir sei ihre Tarnung. Damit man sie nicht bemerke.

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1316/11: Zitat des Tages: Es geht um den Handwerker, italienischen Schaumwein und ungarisches Rotgemüse in Büchsen

Letzscho gibt´s im www.ossiladen.de

Letzscho gibt´s im www.ossiladen.de

Er ist oft in Italien, dort hat er ein Haus. Um abseits von Berlin-Schöneberg, wo er sonst wohnt, die Sonne zu putzen. Sind auch viele andere Deutsche da in der Gegend, sagt er. Peinlich ist das, sagt er. Stellen sie sich vor, ich bin im Supermarkt da unten in Italien und da brüllt der Mann durch die Lebensmittelregal-Reihen:

Schatz! Denk bitte unbedingt an den Pro Setscho!

Ich stutze. Pro Secco, ach so. Mir fällt spontan Mario Barth ein, durch die Presse ging: „Nichts reimt sich auf Uschi!“ Wobei: Wir hatten hier den Gegenbeweis schon angetreten. Das Wort „Sushi“ eben. Und dabei an einen Gin Frizz gedacht. Frizz Feick gehuldigt, einem bemerkenswerten Sänger aus Bückeburg. Nichts reimt sich auf Bückeburg.

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1315/11: Linktipp: Ein Arbeitstag im Callcenter, eine Satire

Die Quadratur des Kreises macht der Mitarbeiter im Callcenter mehrerer Firmen durch. Als er fertig ist, fängt die Sache wieder von vorn an.

Die Sache lehrt uns: Suche dir deine Geschäftspartner möglichst auch danach aus, wie sie arbeitsmäßig gestrickt sind. Und hinterfrage, wie der Telefonsupport später erfolgt. Rechtzeitiges Fragen kann Gold wert sein. Auch wir sind „callcentergeprüft“, nein leidgeprüft, was derartige „Outsource-Techniken“ angeht. Deshalb ist das „Wasser auf unsere Mühlen“ und wir verlinken es gern. Danke an rp-online.

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1314/11: Polizeiticker: Antisemitische Beleidigungen, Ruhigstellungsregeln und pupsende Würstchen im Berliner Alltag

Polizeiticker auf gesichtspunkte.de

Verhalte dich ruhig: das ist eine bekannte Aufforderung zum Gehorsam, die den Lagerinsassen in Auschwitz auf der Sammeltoilette unter abscheulichen Bedingungen aufoktroyiert wurde.

Verhalte dich ruhig, sonst wirst du erschlagen! Verhalte dich ruhig ist 2011 eine ins Leere gehende Beschwichtigungsformel. Menschen zu sagen, dass das was sie tun, nicht akzeptiert werden wird. Unter gar keinen Umständen. Auch in einer Wohnungseigentumsanlage nicht und sowieso nicht in Berlin-Westend. Ob dies zu den geschäftlichen Obliegenheiten eines Verwalters für Wohnungseigentum gehört? Als nämlich heute folgende Nachricht aus dem Polizeiticker quoll, da kam uns der Gedanke:

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1313/11: Lied des Tages: Es ist ein alter Schuh, aber hochaktuell: Johann Sebastian Bach – BWV147 „Jesu, bleibet meine Freude“.

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Japanologisch: Der Name dieses Videos ist „森の木琴“ – bitte diesen, nicht rückwärts zu lesen! (via Youtube)  

Der Name dieses Videos ist: 森の木琴 – Bitte achtet auf die korrekte Installation des entsprechenden Sprachpakets. Denn: „Dem Ingenieur ist nichts zu schwör!“ #Berufscredo des Technikaffinen

„The Touch Wood“ ist ein japanisches Unterfangen mit Biss, Biz, bzw. Buisiness-Charakter, denn dahinter steckt das Vorhaben, Werbung für eine Sache zu machen, die Japaner interessieren soll. Und nun passiert etwas ganz anderes: In Deutschland wird das Video davon „Lied des Tages“ auf einer „bedeutsamen“ 😉 Website namens gesichtspunkte. de. Wilhelm Ruprecht Frieling führte früher die sehr erfolgreiche Werbeverlagsgesellschaft „Frieling & Partner“ in Berlin-Steglitz, später in Berlin-Südende. Sein Credo lautete: „Werbung muss zünden“. Zum Beweis legte er den Briefen an seine täglichen Korrespondenzpartner gern „Pfennigschwärmer“ bei, wie es sie zum Jahreswechsel in Ketten von zweitausend Stück gibt, hübsch aufgezirbelt und einer davon je Brief. Wie dieses Video: Sehr gut gemacht, außergewöhnlich, meditativ und wie geschaffen, um uns den (zu) harten Montagmorgen zu versüßen. Wir danken den vom edlen Blute stammenden Spender „Prinz Rupi“ für die Einmischung in unsere morgendlichen Angelegenheiten und wünschen ergriffen, beeindruckt und nicht ohne „Freude wie von Jesus“ (this never sunged song!) einen schönen Wochenstart.

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(Ruprecht Frieling via Facebook, mit Dank)