Vorwärts und nicht vergessen. Das ist die Solidarität! (in diesem Fall die ggü. Treppenhausbenutzern)
Im „roten Arbeiterbezirk“ (frühere Bezeichnung) Berlin-Wedding kräuselt sich der hintere Austritt im Bereich des Fußbodens, unmittelbar vor dem Treppenabgang zum Keller und zum Austrittsbereich im Innenhof. Besonders ältere Menschen haben dort Schwierigkeiten zu laufen, weil man stolpern kann. Die Sache blieb liegen, weil es ziemlich lange kalt war. Jetzt ist es warm und nun soll mit Hochdruck etwas geschehen.
FotoPodcast: Jeder Zweite ist zu DICK (Bildzeitung 03.06.10)
Als ich den Laden betrete, sage ich zu Günter (* Name geändert)
Das sind ja heute wieder Schlagzeilen in der Bildzeitung, wie man sie sich wünscht.
Er meint
Kein Problem für mich, oder? Aber für dich: einer war heute schon da. Du bist der Zweite.
Schluck. Schlagfertig ist er, Günter. Günter hat eine „Berliner Schnauze“, so nennt man diejenigen in Berlin, die auf alles eine recht schnell geschossene Antwort verfügbar haben. Eine solche „Kodderschnauze“ (berolinisch für etwas Ähnliches) bezeichnen manche Menschen in Berlin als „ihr Kapital“.
Aretha Franklin wünschte sich mehr davon. Und nun auch Horst Köhler. Oder anders herum: Er beklagte den mangelnden Respekt vor seinem Amt. Respekt vor dem Anruf eines Anrufers, den man nicht kennt? Sind Sie Mieter oder Eigentümer? Häufige Frage. Manchmal weiß man gar nicht, wer dran ist, und auch mehrfaches Nachfragen ist zwecklos. Respekt. Auch vor dem schwierigen Amt des Verwalters? Eher unwahrscheinlich.
Es muss ein Ruck durch unser Land gehen (Roman Herzog), und dieser Ruck heißt Respekt (Horst Köhler). Weiter arbeiten…
Es ist Alltag. Irgendwo in Deutschland ist das erste Mal seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland ein Bundespräsident zurückgetreten. In einer abstrusen Parallelwelt namens facebook gründete sich gerade eine Gruppe mit dem Titel: „Seit Jörg Kachelmann im Knast sitzt, ist das Wetter schlecht“ – Teilnehmer dieser Gruppe sind überwiegend Frauen. Wer hätte das gedacht?
Aus der Pressemeldung #1582 vom 01.06. – 10:55 Uhr:
Eine professionell betriebene Cannabis-Indoorplantage entdeckten Beamte des Polizeiabschnitts 36 vorgestern Nachmittag in Gesundbrunnen. Die Polizisten und die Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr waren wegen eines Schwelbrandes gegen 16 Uhr 40 in die Gerichtstraße alarmiert worden. Nachdem der ebenfalls eintreffende 69-jährige Mieter der dort befindlichen Büroräume die Tür geöffnet hatte, fanden sich die Beamten im „Grünen“ wieder. In den speziell hergerichteten Räumen stellten sie 1.400 erntereife Cannabispflanzen, zirka 650 Jungpflanzen, ebenso viele Setzlinge, 630 Blumentöpfe mit Pflanzenstängeln, neun Kilogramm Cannabis-Blattmaterial und Gerätschaften zur Weiterverarbeitung fest.
Merke: Der gründliche Hausverwalter nimmt ab sofort -bitte- eine Extraklausel in den Gewerbemietvertrag auf: „Das Anpflanzen von Rauschgiften stellt keine ordnungsgemäße Nutzung der vermieteten Büroeinheit dar und berechtigt zur Kündigung aus wichtigem Grund.“ – Weiter arbeiten.