Zu Weihnachten 2009 gibt es keine überraschenden Geschenke: alles ist vorhersehbar

Nachbarn, Nachbarn - Geschichten aus dem Alltag

Er gehört ganz unbestreitbar nicht zu den gut Belichteten, was den ‚human factor‘ angeht. Seine Umgangsformen sind eher rüde, dafür aber präzise und knapp. Nur was man nicht verleugnen kann, wird von ihm anerkannt. Alles andere unterscheidet er wie ein italienischer Pizzabäcker in Streifen und Formen, in flache Teller, Ebenen. Niemand weiß so richtig über ihn Bescheid, denkt er.

Doch jetzt ist Weihnachten und seine Mutter hat ihm was geraten, damit er in einem langfristig angelegten Streit noch Punkte auf dem eigenen Wohlverhaltenskonto verdient. Er hat es weitgehend so geschrieben, wie es Mama von ihm verlangt hat. Sogar ohne Schreibfehler.

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Vor ein paar Jahren wurde er Vater, doch seine Tochter wohnt inzwischen anderswo: in einer richtigen Familie, in  der es warm ist und reich an sozialen Kontakten in Berlin-Steglitz. Sie ist da gut aufgehoben. Ganz anders er. Mike Manteciori (* Name geändert) hat seinen human factor so gut wie gar nicht im Griff. Im Moment lebt er so ein bisschen in einem Provisorium. Mike muss einen Weihnachts-Wunschzettel geschrieben haben an den lieben Gott und der hat ihn gefragt, ob er sich 2010 verändern möchte? Dazu gehört erneut ein Umzug, diesmal zurück ins Grüne. Gut, letztes Wochenende war er mit seiner Neuen schon in der Wohnung Maße nehmen, in die er jetzt einziehen will. Mama hat auch da geholfen. Beim Messen.

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Video: Warum sind Deutschlands Kinder zu dick? Boris Becker und Sarah Wiener geben Beckmann (Das Erste) Antworten

So ist das Leben. Der Star-Tennis-Ex-Spieler Boris ‚Besenkammer‘ Becker und die Starköchin Sarah Wiener geben heute Abend Beckmann Antworten auf diese fulminante Frage. Boris Becker leitet das Gespräch recht bald mit der Antwort auf die ihm niemals gestellte Frage ein, warum er seine Stiftung gegründet habe. Er schwafelt was von Kindern, die sich nicht richtig ernähren. Richtig aber ist, allen anderen Stellungnahmen von Becker zum Trotz, dass dieser seiner Stiftung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur zum Zwecke des Steuern sparens gegründet hat. Auch die Sarah-Wiener-Stiftung kommt ins Gespräch. Sie kümmert sich aber anderslautenden Gerüchten zum Trotz nicht um die Rettung der gleichnamigen Würstchen. Wer hätte das gedacht? Auch sie, so sagt die Stifterin jedenfalls, kümmert sich um irgendwas Mildtätiges mit Kindern und Essen und nicht um Steuern sparen. Wer hätte (auch das) gedacht?

Richtig und bedauerlich ist aber auch:

Niemand lädt mich als den Star-Hausverwalter ein, und eine Stiftung haben wir auch noch nicht gegründet. Dafür kümmern wir uns zu Weihnachten 2009 um die Weiterverbreitung des ältesten Kulturguts, das Deutschland zu bieten hat, dem Weihnachtslied. Gut, es ist ein englisch-amerikanisches (Jingle Bells), gut, es ist in zeitgemäße Formen (Hip Hop) verpackt. Aber man muss die Sache grundsätzlicher sehen. Es geht darum, dass Deutschlands Kinder nicht zu dick werden: Nachahmeffekt sehr hoch, oder?

Allen unseren Lesern ein

weiterführender Link

Bloggwart als Hip Hopper

Wobei der Link um den 15.01.2010 ungültig wird, eventuell auch gut so. Erstaunlich: Die Menge an Angeboten zu personalisierten Glückwünschen und Telegrammen aller Art.