1737-14 – Nachruf: Joachim „Blacky“ Fuchsberger

Kerze

Selten hat mich eine Nachricht mehr ins Herz getroffen als heute die über den Tod von Blacky Fuchsberger. Und selten fiel es mir schwerer dazu ein paar passende Zeilen zu schreiben…
weil immer das Gefühl bleibt, dass ich eh nicht in Worte fassen kann, was für ein wundervoller Mensch er war und wie sehr er mir fehlen wird. Es gibt nicht viele Menschen, die ich wirklich bewundere oder als eine Art Vorbild sehe – Blacky war einer davon. Denn er war viel mehr als ein großer Entertainer, Schauspieler oder Moderator – er war ein fantastischer und uneingeschränkt großartiger Mensch.(Oliver Kalkofe auf facebook)

In München verstarb gestern zuhause Joachim „Blacky“ Fuchsberger.

Es kann nicht die Aufgabe dieses Blogs sein, den offiziellen Nachruf zu schreiben. Es gibt berufenere, zuständigere „Organe des öffentlichen Nachrufs“ und die werden dafür bezahlt. Der hier anzulegende Nachruf erfüllt vielmehr eine private Wächterfunktion als Hinzufügung zu denjenigen weiteren Nachrufen, die sich die Journaille so aus der Feder saugt.

Von Joachim „Blacky“ Fuchsberger, so habe ich gerade erst gelernt, ist kolportiert, aber m.E. nicht offiziell als richtig bestätigt, er habe sich in der ersten Zeit seiner beruflichen Betätigung als Radiosprecher in den Fünfziger Jahren vor einer Sendung gern einen genehmigt. Es war diese deutsche Zeit, in der es noch üblich war, härtere Geistgetränke zu sich zu nehmen: Schnaps, Cognac, Weinbrand oder Whiskey beispielsweise. „Blacky“ nahm „Black & White Whiskey“, ein Getränk, das aktuell nicht so groß in Mode ist. Das habe seinen damaligen Chef veranlasst, ihn um Absenz vom „Bölkstoff“ (vom Whiskey) vor Radiosendungen zu bitten. Und das habe letztlich auch zum genannten „Spitznamen“ Blacky geführt. Das ist eine lustige Geschichte aus einem anderen Jahrhundert.

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1735-14 – Video: Der kleine Oskar Matzerath von einst ist groß geworden und zu Gast bei Johnny Haeusler (FluxFM) #Tipps

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David Bennent im Interview (1979)

„Man kann nicht genug darüber sprechen, was in dieser Zeit passiert ist.“ (David Bennent, im Interview mit Johnny Haeusler, FluxFM, 07.09.14 – 11:30 Uhr – Über die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland)

Er ist Jahrgang 1966 und war von signifikantem Kleinwuchs. Aber er war frech, schamlos und ohne jede Angst und riss im Vergleich zu allen anderen Schauspielern des Schlöndorff-Films „Die Blechtrommel“ die Blicke der Kinozuschauer auf sich, so ist das geflügelte Wort vom „frechen Oskar“ auf ihn passend zugeschnitten. Im übrigen schrie er glasklirrend und gerierte sich in Interviews recht selbstsicher und selten in Wortfindungsschwierigkeiten.

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1734-14 – Positionen: Was Konfusius über Neugier, klärende Gespräche und moderne Techniken weiß

Positionen

Konfusius_Email

„Normal ist der menschliche Kontakt im Rahmen eines zielführenden Gesprächs geprägt von dem Interesse, sich zu verstehen und voneinander zu lernen. Eine neue, ganz andere Technik heißt Email, sie ist häufig das Gegenteil davon. Leider.“ – „Normal is a human contact as part of a purposeful conversation, influenced by the interest to understand and learn from each other. A new, completely different technique is called email, it is often the Opposite. Unfortunately.“

Überall gehetzte Menschen, in aller Herren Länder. Die Welt globalisiert sich. Menschen kaufen Wohnungen in fremden Ländern und verstehen nicht, was da „in Deutschland“ abgeht. Der berühmte, alte chinesische Philosoph Konfusius aber ist ein schlauer Mann gewesen. Deswegen verleihen wir seinem weisen Wort hier Gehör.

Denn sie wissen scheinbar, wie man kommuniziert: Per Email. Auf diese komplett elektronische Art und Weise glauben sie, die Dinge vor sich hertreiben zu können. Doch am anderen Ende der Flatrate sitzen Menschen, denen einfach der schwarze Peter zugeschoben wird. Es geht darum: Wer muss was machen und wer ist wofür zuständig. Eine einfache Forderung könnte lauten: Bleib neugierig. Und sei nicht unhöflich. Sondern „beweg Deinen Arsch“ (sorry) und geh ans Telefon. Frage dich durch und schieb das nicht auf eine schriftliche Ebene. Denn auf der schriftlichen Ebene wird alles zu Beton.

Unmöglich, noch etwas aufzuklären. Eine häufige Erfahrung: Für die größten Lappalien werden seitenweise Dokumente eingescannt, komplizierte Fragen in schlechtem Englisch abgefasst und hin- und her gemailt. Ein Anruf würde alles aufklären. Zur beiderseitigen Zufriedenheit. Das Thema ist unerschöpflich. Und ärgerlich.

1731-14 – Positionen: Von Sabbelsendungen im öffentlich rechtlichen Laber-TV

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Herrn W. aus B. habe ich schon gedankt für 13 Jahre bemühtem „Dienst am Volke“, trotz alledem. Trotz Groß-Fluchhafen „BER“ und und und.

Auch die regelmäßigen und zu vielen „Sabbelsendungen“ im deutschen Sabbelfernsehen reißen nun kein neues Ruder der Erkenntnis noch rum. Wowi geht und wirkt gestern Abend im öffentlich rechtlichen Blabla-TV der urlaubsrestgebräunten Sandra Maischberger wieder gefestigter, selbstbewusster und erstarkt. Niemand greift ihn noch ernstlich an, es ist bereits ausgemachte Sache, dass er geht. Das ist auch gut so, findet er selbst.

Keiner der hinzu geladenen Gäste stößt noch irgendein Beerdigungs- oder Beleidigungsrequiem gegen ihn aus oder wirft mit abschließenden Fäkalien nach Wowi. Es ist seltsam: Wenn einer schon geht, wird nicht nachgetreten. Das überrascht. Wowi war offenbar sehr geachtet und wird es in der Erinnerung auch bleiben. Auch Diepgen gibt sich staatsmännisch und würdigt die schwere Aufgabe. Politisch hat W. aus B. den Kopf für ein gescheitertes Projekt Großfluchhafen hinhalten müssen.

Er hat ihn nicht gebaut.

DER SPIEGEL hat die Sendung hier kommentiert. Die Berliner Zeitung hier

 

1730-14 – Erinnerung: Hannah Arendt schuf den Begriff der „Banalität des Bösen“

Erinnerung: Hannah Arendt

Erinnerung: Hannah Arendt


Hannah Arendt im Gespräch mit Günter Gaus

In voller Länge! „Das beste Gespräch, das ich je geführt habe.“ (G. Gaus). Das legendäre Interview mit Günter Gaus in ungekürzter Fassung! Filmmaterial ergänzt mit Standbildern. Im Zentrum stehen Gegenwartsfragen zu politischem Denken und Handeln. Einleitend wird das Spannungsfeld von Philosophie und politischer Theorie erörtert. Ein weiterer Aspekt sind Geschlechterrollen sowie insbesondere der Prozess gegen Adolf Eichmann. Das Buch von Hannah Arendt (´Eichmann in Jerusalem´) war im Herbst 1964 in der Bundesrepublik und 1963 in den USA erschienen,  Arendt nimmt hierzu Stellung („Zur Person“, 28.10.1964). – Hier gibt’s noch ein sehenswertes Portrait über Hannah Arendt (64 Min.): http://www.youtube.com/watch?v=HDKHev…
Teil der Playlist „Hannah Arendt (Vorträge, Gespräche und ein Portrait)“ hier: http://www.youtube.com/playlist?list=…

Weiter geht es auf Seite 2 mit einem Gespräch zwischen Hannah Arendt und Joachim Fest aus dem Jahre 1964.

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1729-14 – Historie: Was unklar geblieben ist…: Woraus ist der Chiemsee-Kessel wirklich? Und warum interessiert sich niemand dafür?

Historie


Der Nürnberger Ärzte Prozess

Der Nürnberger Ärzteprozess fand vom 9.12.1946 bis zum 20.8.1947 als erster der zwölf Nürnberger Nachfolgeprozesse gegen Verantwortliche des Deutschen Reichs zur Zeit des Nationalsozialismus im Nürnberger Justizpalast vor einem amerikanischen Militärgericht (Military Tribunal I) statt. Angeklagt waren 20 KZ-Ärzte sowie ein Jurist und zwei Verwaltungsfachleute als Organisatoren von Medizinverbrechen. Urteilsverkündung am 20.8.1947:
7 Angeklagte: Todesstrafe
5 Angeklagte: lebenslänglich
4 Angeklagte: Haftstrafe 10 bis 20 Jahre
7 Angeklagte: Freispruch

Medizinische Experimente, Konzentrationslager, Dachau, Ravensbrück, Walter B. Beals, Richter, Sulfonamid-Versuche, Erfrierungen, Zyklon B, Krematorien, Auschwitz, Majdanek, Lepraversuche, Gasbrand, Röntgen-Sterilisation, Sterilisationsversuche, Euthanasie, Fleckfieberversuche, Fleckfieberinfektionen, Unterdruckkammern, Experimente an Brüsten, Unterkühlungsversuche

Die Angeklagten:
Viktor Brack, SS-Oberführer, Oberdienstleiter „Kanzlei des Führers“
Todesstrafe – am 02.06.1948 hingerichtet

Karl Brandt, SS-Arzt, SS-Obergruppenführer und Generalleutnant Waffen-SS, Reichskommissar Sanitäts- und Gesundheitswesen, Generalkommissar für Kampfstofffragen, Euthanasiebevollmächtigter, Begleitarzt Hitlers
Todesstrafe – am 02.06.1948 hingerichtet

Rudolf Brandt, SS-Standartenführer, Persönlicher Referent des Reichsführers-SS, Leiter Minister-Büro im Reichsinnenministerium, Todesstrafe – am 02.06.1948 hingerichtet

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