2161-26 – #∞ – Große historische Geheimnisse in Berlin Mitte! Sag’s bloß nicht weiter(*)

#∞ (Unendlichkeit, Infinity) 100 Pixel
#∞

Ob Heidegger oder Biberkopf – er hat sie ALLE gehabt. Vor der Linse. Filter: Silver-, nicht Mocking-, nicht Black-, sondern Silverbird. Fotos angefertigt in Berlin-Mitte von Gerald Angerer, Fotos sein Archiv (mit Dank).

Ich habe die alte gallische Redensart (*) verlegt. Die Asterix-Ausgabe, in der Gutemine (**) Nachbarn flüstert: „Sag’s nicht weiter“ (*). Unten links Fußnote: „alte gallische Redensart“. Alles verbreitete sich, weil sie es nicht weitersagte. Fast in jedem Haus gibt es eine/einen, soziales Netzwerk wie früher. Sabbeln an der Wohnungstüre – Treppenhauspodestgespräche. Auch gg. die Hausverwaltung oder Gott und die Welt: Treppenhausprotestgespräche. Wahrheit und Dichtung liegen nahe beieinander. Ich erzähle jetzt was, was raus muss. Eine Bitte: Sagt’s nicht weiter.

Gerald Angerer heißt der Beelzebub von Berlin-Mitte. Kommt die Straße lang, wo Promis flanieren und ihm vors Smartphone laufen. Er schnappt sie sich, hält die Linse vor die Goschen, richtet sie aus und lässt sie gut aussehen. Sie versuchen noch zu gucken und ritsch-ratsch-klick, eine Aufnahme in die Subskription. Angerer betreibt u.a. Nahporträt. Schabernack ist möglich. Schalk auch. Zwei Artefakte (Kunstfetzen) betreffen Martin Heidegger (1889–1976), nicht Ludwig Stumpfegger (1910–1945). Und Franz Biberkopf (Berlin Alexanderplatz, 1929, unweit der Geschehnisse von Babylon Berlin).

Angerer mag das Spiel mit dem Time Out, layert tollkühn den Heidegger auf seinem Walk of Fame mit Telefonsäule, während Franz Biberkopf vor dem Webdesign-Geschäft steht. Extra Tempus: Heute #Tagesfoto – zwei Fotos des Tages. Wieder ein Schnapsschuss, wie ein Stück Eckkneipe zur aufgehenden Biersonne. Streetcredibility ist nicht Debilität, vielleicht aber Bilitis. Street-Debilitis: David Hamilton hätte Weichzeichner benützt. U50 verstehen den Terminus „Streetcredibilitis“ nicht. Wer sucht, wird etwas finden.

Viel Spaß damit.

Grüße gehen raus nach Berlin (Mitte).

(*) Aber sag’s nicht weiter. (Alte gallische Redensart)
(**) Gutemine (zum bösen Spiel), Frau von Majestix, Chef des unbeugsamen Dorfs bei Kleinbonum, das Widerstand gg. Cäsar und die Römer leistet, Wildschweinbraten liebt und bei Dorffesten den Dorfbarden am Baum fesselt und knebelt.

1978-17 – Foto des Tages: Erste Selfieschulungen um 1937 in Ungarn #HIStory

Schule des Lächelns (Budapest, 1937) - Quelle: Privatarchiv


Herbert Grönemeyer – Schiffsverkehr (Official Music Video)

Frei von Vorschulung fotografiert sich der heutige Teenager bereits mit dem ersten Kommunikationsgerät seines Lebens schon früh, in Posen geworfen. Dabei gehört Posen heute zu Polen, die haben uns die Unschuld gestohlen. Sagte mal Ingo Insterburg. Jedenfalls so ungefähr. Schiffsverkehr: Die Schiffspassage von Göteburg nach Krakow wird dabei von Landmassen regelrecht unterbrochen. Das ist nicht fähr.

Erste Budapester Frühstudien 1937 mit Schminkspiegel und Vorsatzschale weisen den Weg:
Im Jahr 2017 gang und gäbe, werden Schminkspiegel und Hartschale von einst gegen Smartphone und Duckface assimilationsfrei eingetauscht.

Und der Hype um die eigene Fresse aufgebauscht.

Eingetauscht.

1748-14 – Foto des Tages: „Da ist mehr für Sie drin“. Willkommen auf dem modernsten Flughafen Europas #BER #B3 #Fusion

Da ist mehr für Sie drin. #BER
Da ist mehr für Sie drin. #BER
Da ist mehr für Sie drin. #BER

Werbung hält, was sie verspricht. Marketing auch. Dazu, um das auszuprobieren, wurden Tassen fertig gestellt. Zu früh. Solch Geschirr hält einige Zeit lang, ein Segen. Eine schräge Berliner-Szenewebsite wirbt indes mit dem Abbruch der Geschäftsbeziehungen zum Großfluchhafen #BER und bewirbt stattdessen die Fusion: Gemeint ist die Musikrichtung „Fusion“, der sich eine neue Berliner Band widmet: „B3“ ist der Name der Band und einer bekannten Orgel.

Mann, ist das verwunderlich. Aber nun wissen wir wenigstens, wie Berliner Zeitungen auf den Berliner Großflughafen eingeschworen wurden. Mit Kaffeetassen für die Redaktionen. Kleine Geschenke, die so geringfügig sind, da sie abfallen. Einfach so.

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1615-14 – Fotowelt: Hat Berlin einen an der Waffel? Oder der Hotelchef? Ein Merkblatt für den Hotelgast zur Übernachtungssteuer! #ÜnStG

Merkblatt für den Übernachtungsgast

Icon fotowelt

Merkblatt für den Übernachtungsgast
Merkblatt für den Übernachtungsgast

http://www.youtube.com/watch?v=-Xaq-Mp2YZg
Ausdruck der Berliner Politik, hier am Platz der Luftbrücke: Der Wackeldackel!

Echtes Berliner Aushängeschild, Zitat: „Um zu verhindern, dass von der Steuer freizustellende Übernachtungsleistungen zu Unrecht der Besteuerung unterworfen werden, sind die Betreiber der Beherbergungsbetriebe in die Prüfung der besteuerungsrelevanten Voraussetzungen eingebunden.“

Tatsächlich: Als sei Berlin „psychisch gestört“, werfen wir versehentlich einen Blick auf dieses Merkblatt. Das ist doch echt krank. Der genaue Wortlaut ist verlinkt unten.

Wie auf einer Hutablage im Auto der Wackeldackel, so schauen wir fassungslos auf den Tresen eines in die Jahre gekommenen Hotels am Platz der Luftbrücke und trauen unseren Augen nicht. Das Pamphlet kommt uns zuerst wie ein Witz vor, aber unbestreitbar liegt es dort auf dem Tresen aufgeklebt, damit es auch jeder sehen kann. Hat der Hotelchef einen an der Waffel? Oder Berlin?

Tante Google hat das Ding auch als pdf zum download gefunden. Lest Euch das mal durch und stellt Euch vor, Ihr seid Berlingast und übernachtet heute Nacht hier in Berlin. Normal ist das wirklich nicht.

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701-10 – Foto des Tages: Das praktisch dekorierte Treppenhaus braucht nie wieder renoviert zu werden!

Wie auch immer man dazu steht: Das Kunsthaus TACHELES in der Oranienburger Str. hat ein farbenfrohes Treppenhaus. Bedarf, es in einem festgelegten Rhythmus erneut zu renovieren, besteht eigentlich bei vernünftiger Betrachtung kaum. In der Oranienburger Str. ist der Fünf-Jahres-Plan für kleine Treppenhausausbesserungen schlicht außer Kraft gesetzt. Die Dekos an den Wänden sind für die Ewigkeit. Allerdings nicht ganz: Der Berliner Senat ziert sich wohl derzeit, ein langfristiges Nutzungskonzept zu tragen, also eine Entscheidung „pro Tacheles“ zu treffen. Ein weiterführender Artikel ist verlinkt.

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